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Pressemeldung, 20. Juli 2017

 Prominenter Besuch bei den „WUNDERN ROMs“

Wolfgang Thierse, Annette Kurschus, Irmgard Schwaetzer und Marianne Thomann-Stahl besuchten die große Ausstellung „WUNDER ROMs“ im Diözesanmuseum Paderborn

 PADERBORN. Gleich mehrere bekannte Persönlichkeiten aus Politik und Kirche besuchten gestern die große kunst- und kulturhistorische Ausstellung „WUNDER ROMs im Blick des Nordens – von der Antike bis zur Gegenwart“ im Diözesanmuseum Paderborn (noch bis 13. August 2017 zu sehen).

Den Anfang machte am Mittwochmorgen Wolfgang Thierse, Ex-Bundestagspräsident und Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Thierse ist ein gern gesehener Gast im Diözesanmuseum Paderborn, der sich auch die aktuelle „WUNDER ROMs“-Ausstellung nicht entgehen lassen wollte.

Am Nachmittag besuchte auch Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, gemeinsam mit Irmgard Schwaetzer, Ex-Bauministerin und Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, und Marianne Thomann-Stahl, Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Detmold, die von Besuchern und Presse gleichermaßen gefeierte Schau.

Generalvikar Alfons Hardt, Erzbistum Paderborn, begrüßte zusammen mit Prof. Dr. Christoph Stiegemann, Direktor des Diözesanmuseums Paderborn, die prominenten Gäste, die sich im Anschluss in der Ausstellung auf eine gemeinsame Zeitreise durch die Ewige und Heilige Stadt Rom begaben. „Immer wieder kam es während der Rundgänge zu interessanten Gesprächen über die verschiedenen Facetten der Stadt, die wie keine zweite den Geist Europas geformt hat“,  resümierte Museumsdirektor Stiegemann, der sich sehr über das große Interesse der Gäste an der Ausstellung freute.

Besonders beeindruckt zeigte sich Wolfgang Thierse von den Rom-Bildern des Fotokünstlers Christoph Brech. Der Blick auf und über Rom vermittle immer wieder Hoffnung für Europa, erklärte Thierse. Annette Kurschus, Irmgard Schwaetzer und Marianne Thomann-Stahl zog vor allem der kostbare, mit einer antiken Gemme besetzte Siegelring des Renaissance-Humanisten Erasmus von Rotterdam in seinen Bann. Erasmus hatte ihn in Rom – anlässlich einer gemeinsamen Italienreise – vom Sohn des schottischen Königs als Geschenk erhalten.

Am Ende des Ausstellungsrundgangs waren sich alle einig: Der Besuch Roms in Paderborn war ein inspirierendes Erlebnis, das noch viele Gedanken nach sich ziehen und in guter Erinnerung bleiben wird.

Am Montag, dem 24. Juli 2017, ist das Museum anlässlich des Paderborner Libori-Festes geöffnet.

Museumsdirektor Prof. Dr. Christoph Stiegemann begrüßte am Vormittag (v. r.) Ex-Bundestagspräsident Wolfgang Thierse mit Frau sowie das Ehepaar Dr. Odilo Gudorf und Prälat Prof. Dr. Max-Eugen Kemper in der WUNDER ROMs-Ausstellung. Foto: Diözesanmuseum Paderborn; Foto: Noltenhans

Bildnachweise

 

Hoher Besuch in der WUNDER ROMs-Schau auch am Nachmittag (v. l.): Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen – hier zusammen mit Fritz-Wilhelm Pahl, Ex-IHK Präsident, und Museumsdirektor Prof. Dr. Christoph Stiegemann – sowie Ex-Bauministerin Irmgard Schwaetzer und Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl – hier neben Generalvikar Alfons Hardt. Foto: Diözesanmuseum Paderborn; Foto: Noltenhans

 

Sparda-Bank West holte das „Wunder der Kunst“ aus Kopenhagen nach Paderborn

Paderborn. „Die virtuose Laokoon-Gruppe zieht seit ihrer Wiederentdeckung 1506 in Rom unzählige Künstler aus dem Norden in ihren Bann. In unserer Ausstellung konnten wir eine ganze Reihe großartiger Darstellungen dieser mythischen Figur versammeln, sie nehmen eine zentrale Rolle in unserer Präsentation ein“, erklärte Prof. Dr. Christoph Stiegemann bei einer Führung durch die Ausstellung WUNDER ROMs im Blick des Nordens mit Elke Glaudemans, der Leiterin der Sparda-Bank West in Paderborn. Bedeutende Künstler haben die Darstellung als Vorbild für ihr Schaffen genommen. So auch der berühmte Niederländer Adriaen de Vries (ca. 1545-1626), der – inspiriert durch den Laokoon – jene beeindruckende Skulptur des heiligen Lazarus schuf, die dank der Unterstützung der Sparda-Bank aus dem Statens Museum for Kunst in Kopenhagen ins Diözesanmuseum nach Paderborn kommen konnte.

Die Darstellung des Laokoon im Todeskampf gilt als Inbegriff antiker Bildhauerkunst. Der trojanische Priester hatte sich dem Willen der Götter widersetzt, die das legendäre Troja im Kampf gegen die Griechen dem Untergang geweiht hatten, um es in der Ewigen Stadt Rom zu erneuern.

Zwar wurde die Laokoon Gruppe – die den Vater mit seinen beiden Söhnen im Kampf gegen Schlangen zeigt – erst zu Beginn des 16. Jahrhunderts in Rom wiederentdeckt, doch die wohl berühmteste Bildhauerarbeit des Altertums war schon lange vorher bekannt. Bereits im 1. Jahrhundert beschrieb der römische Gelehrte Plinius die außergewöhnliche Marmorstatur. Und einer der ersten, der die spektakuläre Ausgrabung in Rom sah, war der bedeutendste Künstler seiner Zeit: Michelangelo. Als „Wunder der Kunst“ pries der Meister das Werk, das nachfolgend Generationen von Kunststudenten als anatomisches Modell für ihre Studien dienen sollte.

Der Laokoon inspirierte Künstler aller Gattungen zu eigenen Werken. In der Paderborner Ausstellung sind neben dem Lazarus des Adriaen de Vries zahlreiche weitere Statuen, Gemälde, Zeichnungen und Kupferstiche zu sehen.

Bildunterschrift: Ausstellungsrundgang mit dem Kuratorenteam: Elke Glaudemans, Leiterin der Sparda-Bank West in Paderborn (vorn) mit Dr. Christiane Ruhmann, Prof. Dr. Christoph Stiegemann und Dr. Petra Koch-Lütke Westhues. Foto: Noltenhans

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Ausstellung WUNDR ROMs lockt mit einem vielseitigen Programm für Groß und Klein

 Paderborn. Am kommenden Wochenende beginnen die Ferien und für diejenigen, die (noch) nicht verreisen hält ESTATATE ROMANA – der römische Sommer in Paderborn – spannende Veranstaltungen in und zur Ausstellung WUNDER ROMs bereit.

Unter dem Motto Ausgegraben geht es am 19.07. (10.30 bis 13 Uhr) um Bilder und Geschichten aus einer versunkenen Zeit. Immer wieder haben Archäologen in Rom sportlich aussehende, vor Stärke strotzende und dabei wunderschöne Figuren entdeckt. Die Kunsthistorikerin Claria Stiegemann geht mit den Teilnehmer/innen (10-13 Jahre) auf Entdeckungsreise in der Ausstellung. In „lebenden Bildern“ dürfen sie in die Posen antiker Helden und schöner Frauen schlüpfen. Welche Geschichte sie wohl hatten? Alle Ideen dazu werden in einem Comic oder einer Bildergeschichte festgehalten. Am 03.08. (10.30 bis 13 Uhr) stehen dann die Körperhaltungen selbst im Mittelpunkt: Einfach nur Herumstehen? Wie Körperhaltungen wirken, heißt ihr Kurs bei dem verschiedene Zeichentechniken geübt werden, die dabei helfen, eine Figur aufs Papier zu bringen.

Am 26. Juli (10–13 Uhr) lädt die Restauratorin Saskia Polzin-Reichelt zum Vergolden ein. Zunächst werden die edel glänzenden Schätze in der Ausstellung besucht, dann dürfen die Teilnehmer/innen (10-12 Jahre) unter fachkundiger Leitung die Technik des Vergoldens selbst auszuprobieren.

Kamera trifft Pinsel – auf den Spuren der frühen Rom-Fotografen, ist der Titel eines außergewöhnlichen Workshops, der am 04. und 05. August stattfindet. Er richtet sich an Erwachsene, die hier eine fast vergessene Technik entdecken und erlernen können: Das Kolorieren von Fotos – per Handarbeit! Der Kurs ist ein Joint Venture der Fotografen Ansgar Hoffmann und Klaus-Peter Semler mit der Kunsthistorikerin Claria Stiegemann.

Noch zweimal stehen in den Sommerferien die beliebten Dialoge im Museum auf dem Programm: Am 27. Juli heißt es Rom im Hollywoodkino und am 10. August geht es um Rom in der Gegenwartsliteratur. Jeweils um 19 Uhr diskutiert Prof. Dr. Lothar van Laak, der Ideengeber der Gesprächsserie, mit seinen Gästen und dem Publikum.

Dann ist der Estate Romana zu Ende und die Ausstellung bald auch. Die WUNDER ROMs im Blick des Nordens sind noch bis einschließlich 13. August im Diözesanmuseum Paderborn zu sehen, danach gehen die 200 wunderbaren Leihgaben zurück in ihre Sammlungen in Museen und Bibliotheken in ganz Europa.

Alle Informationen zu den Programmen: www.wunder-roms.de, unter Angebote/Termine

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Bildmaterial-Download: www.wunder-roms.de, Presse

Über eine Veröffentlichung der letzten Veranstaltungstermine zur großen Sonderausstellung im Diözesanmuseum Paderborn in Ihrem Kalender würden wir uns freuen!

Weiterführende Informationen zu allen Veranstaltungen unter:
http://wunder-roms.de/veranstaltungen-alle-termine/

 Do. 3. August 2017, 10:30 – 13 Uhr
Diözesanmuseum Paderborn, Markt 17, 33098 Paderborn

Zeichenkurs: Einfach herumstehen? – Wie Körperhaltungen wirken

Bei diesem Workshop für Jugendliche mit der Kunsthistorikerin Claria Stiegemann werden die Teilnehmer/innen nach dem Besuch der Ausstellung verschiedene Zeichentechniken ausprobieren und zum Schluss eine Pose als Drahtfigur umsetzen.

Kosten: 5,00 €
Anmeldeschluss: 31. Juli, 05251/125-1400, museum@erzbistum-paderborn.de

 

Fr. 4./Sa. 5. August 2017
Diözesanmuseum Paderborn, Markt 17, 33098 Paderborn

Workshop: Kamera trifft Pinsel

Auf den Spuren früher Rom-Fotografen: Entdecken, Kolorieren, Gestalten mit den Fotografen Ansgar Hoffmann und Klaus-Peter Semler sowie der Künstlerin Claria Stiegemann.
Fr. 14.30–18, Sa. 10–16.30 Uhr
Kosten: 90 € inklusiv 10 Fotodrucke u. Kolorierfarben
Anmeldung bis 25. Juli: 05251/125-1400, museum@erzbistum-paderborn.de

 

Do. 10. August 2017, 19:00 Uhr
Diözesanmuseum Paderborn, Markt 17, 33098 Paderborn

DIALOGE IM MUSEUM

Rom in der Gegenwartsliteratur

Letzter Teil der Gesprächsreihe „Sieben Dialoge im Museum | Rom, Blicke: verewigt, gegenwärtig“ mit Priv.-Doz. Dr. Silke Horstkotte, Warwick/Leipzig und Gastgeber Prof. Dr. Lothar van Laak, Universität Paderborn.

Eintritt (zum ermäßigten Preis) 6 €

Pressekontakt: 05251-125-1645, presse@wunder-roms.de

Diözesanmuseums Paderborn begrüßt 40.000sten Besucher in der aktuellen Sonderausstellung

 Paderborn. Der Andrang ist groß im Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn: Bereits 40.000 Besucher sahen in den letzten dreieinhalb Monaten die außergewöhnliche Präsentation WUNDER ROMs im Blick des Nordens. Gemeinsam begrüßten Domkapitular Prälat Thomas Dornseifer und Museumsdirektor Professor Dr. Christoph Stiegemann den aus Bari in Italien kommenden Frederico Massafra. Dass er der 40.000 Besucher der Ausstellung ist, freut den jungen Italiener, der gerade seine in Paderborn lebende Großmutter besucht. Er habe eine Passion für Kunst und genieße den Aufenthalt im Diözesanmuseum mit den Wundern aus Rom. Den Ausstellungskatalog wird er nach Italien mitnehmen, den überreichten Blumenstrauß bekommt die Oma.

Insbesondere in den letzten Wochen haben die WUNDER ROMs viele Busreisetouristen nach Paderborn gelockt, aber auch Schulklassen aus dem gesamten Erzbistum nutzen die Gelegenheit, noch vor Beginn der Sommerferien die Ausstellung zu besuchen. Nicht zuletzt die umfangreiche und bundesweit lobende Berichterstattung hat auch die Zahl der Individualbesucher deutlich ansteigen lassen.

Die aktuelle Ausstellung ist eine Hommage an die Ewige und Heilige Stadt. Sie zeigt rund 200 beeindruckende Exponate aus Rom und dem Vatikan sowie aus Museen in ganz Europa. WUNDER ROMs erzählt vom Zauber, vom Verfall und von der Wiedergeburt der Stadt, die bis heute die Menschen in den Ländern nördlich der Alpen fasziniert und begeistert. Dabei wird ein Bogen gespannt von den kolossalen Fragmenten und heiligen Schätzen der Spätantike bis zu den subtilen zeitgenössischen Fotografien und Videos des Künstlers Christoph Brech. Zu sehen sind wertvolle mittelalterliche Manuskripte, erstklassige Kunstwerke, sakrale Schatzkunst, Architekturfragmente sowie Skizzen, Zeichnungen, Graphiken, Skulpturen und Fotografien bedeutender Künstler des Nordens.

Alle Informationen, auch zum umfangreichen Begleitprogramm, unter www.wunder-roms.de

BU: Bereits 40.000 Besucher erlebten die Ausstellung WUNDER ROMs im Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn. Prälat Thomas Dornseifer (l.) und Professor Dr. Christoph Stiegemann (r.) gratulieren Frederico Massafra aus Bali in Italien. Foto: pdp / Thomas Throenle

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Bereits 40.000 Besucher erlebten die Ausstellung WUNDER ROMs im Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn. Prälat Thomas Dornseifer (l.) und Professor Dr. Christoph Stiegemann (r.) gratulieren Frederico Massafra aus Bali in Italien. Foto: pdp / Thomas Throenle

Bereits 40.000 Besucher erlebten die Ausstellung WUNDER ROMs im Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn. Prälat Thomas Dornseifer (l.) und Professor Dr. Christoph Stiegemann (r.) gratulieren Frederico Massafra aus Bali in Italien. Foto: pdp / Thomas Throenle

Vom handkolorierten Bild zur Pop-Art-Ikone

Paderborn. WUNDER ROMs, die aktuelle Ausstellung im Diözesanmuseum Paderborn, schlägt einen Bogen von der Antike bis zur Gegenwart. Und sie zeigt welche Anziehungskraft Rom, das Sehnsuchtsziel der Menschen aus dem Norden, schon auf die frühen Fotografen ausübte. Ihre Rombilder sind faszinierend – und überraschend zugleich. Wer würde hier leuchtende Farben erwarten? Viele Aufnahmen wurden von Hand koloriert. Was für eine Mühe! Für digital verwöhnte Betrachter/innen kaum vorstellbar. Umso reizvoller ist es, diese fast vergessene Technik zu entdecken und zu erlernen.
Der Workshop „Kamera trifft Pinsel“ lädt die Kursteilnehmer/innen am 14. und 15. Juli zunächst dazu ein, mit einer Digitalkamera zu fotografieren. Anschließend werden Fotodrucke erstellt, die einen lasierenden Farbauftrag mit Aquarell- und Eiweißlasurfarben erhalten. Hier kann man sich streng an das antike Vorbild halten – so wie es die Künstler in der Frühzeit der Fotografie getan haben. Sie gaben Farben und Oberflächen der Altertümer möglichst genau wieder.
Doch der Workshop ist als Freiraum zum Experimentieren gedacht, Fotovorlagen können nach eigenen Vorstellungen übermalt und verfremdet werden. Dazu werden Beispiele von Künstlern wie Andy Warhol, Gerhart Richter oder Xenia Hausner studiert. Außerdem schauen die Teilnehmer/innen in eine Camera obscura, erkunden eine Fachkamera und lernen ganz nebenbei einiges über die Geschichte der Fotografie.

Der Workshop ist ein Joint Venture der Fotografen Ansgar Hoffmann und Klaus-Peter Semler mit der Künstlerin Claria Stiegemann.

Fr. 14.7. | 14.30–18.00 Uhr, Sa. 15.7. | 10.00–16.30 Uhr
! Anmeldeschluss: 10. Juli 2017
Dieser Workshop wird Fr. 4./Sa. 5. August 2017 ein weiteres Mal stattfinden, allerdings sind nur noch wenige Plätze frei.

Zur Info:
In der Libori-Woche ist das Diözesanmuseum an allen Tagen geöffnet, auch am Montag, dem 24. Juli 2017.

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Bildmaterial-Download: www.wunder-roms.de, Presse, direkt bei der aktuellen Pressemeldung!

 Einladung zu einer klangvollen Zeitreise inmitten der WUNDER ROMs

Paderborn. „Deutsche in der Hauptstadt der Welt – Bildende Kunst trifft Musik“, heißt es am Donnerstag, dem 6. Juli 2017 (Beginn: 19 Uhr), im Diözesanmuseum Paderborn. Gemeinsam mit dem Foto- und Videokünstler Christoph Brech sind Musikwissenschaftlerinnen und Musiker zu Gast. Sie laden ein zu einem unterhaltsamen und informativen Streifzug durch Rom und die Musikgeschichte. Jahrhunderte lang zog die Stadt Künstler aller Gattungen in ihren Bann. Besonders Goethe, der Rom als „Hauptstadt der Welt“ empfand, wurde zum Vorbild für deutsche Kunstreisende.

Rom – ein Inspirationsort für Komponisten

Mitten in der aktuellen Ausstellung WUNDER ROMs im Blick des Nordens werden das Rom zu Zeiten Georg Friedrich Händels um 1700, das Post-Goetheanische Rom zur Zeit von Franz Liszt und das heutige Rom im Fokus stehen. Es wird um den illustren Musiksalon der Nadine Helbig, geb. Prinzessin Šachovskaja, gehen, der im 19. Jahrhundert ein gesellschaftliches Zentrum der römischen Bildungselite war. Man hörte dort die „neue deutsche Musik“ von Richard Wagner und Franz Liszt, der selbst in Rom lebte, pflegte aber auch das musikalische Erbe und spielte unter anderem Werke von Bach. An konkreten Beispielen wird der Einfluss der Nordlichter auf das dortige Musikleben gezeigt. Seit dem 19. Jahrhundert widmen sich deutsche Institute der Förderung der Künste und der Wissenschaften in Rom. So kam auch der Künstler Christoph Brech, der sich mit rund 40 Arbeiten an der Ausstellung WUNDER ROMs beteiligt, in die Stadt. Er war Stipendiat der Villa Massimo, der Deutschen Akademie in Rom, und arbeitet immer wieder in Rom, an diesem, wie er sagt, „einzigartigen“ Ort. Musik hat in Brechs Werk einen hohen Stellenwert, auf überraschende und unmittelbare Weise überträgt er sie ins Bild.

Dialog und Spurensuche

Die Musikwissenschaftlerinnen Dr. Sabine Ehrmann-Herfort (stellv. Leiterin Musikgeschichtliche Abteilung des Deutschen Historischen Instituts in Rom) und Prof. Dr. Sabine Meine (Musikwissenschaftliches Seminar Universität Paderborn/Hochschule für Musik Detmold) treffen sich mit den Christoph Brech und den Musikern Sebastian Kausch und Jonathan David Misch zum Dialog. Gemeinsam und mit dem Publikum gehen sie auf Spurensuche in der Ausstellung und nehmen Bezug auf Exponate. Werke von Händel, Bach und der zeitgenössischen Komponistin Claudia Spahn bringen Sebastian Kausch mit Blockflöten und Clavicembalo, und Jonathan David Misch mit der Violine zu Gehör.

Eintritt: 10 Euro

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Sebastian Kausch, Foto ©Anette Kriete

Sebastian Kausch ist bekannt für aufregende und ausgefallene Auftritte. Der junge Musiker möchte die Blockflöte in einem neuen Licht zeigen und für das Instrument und die Musik begeistern. Seine Ausbildung umfasst Studien Musikhochschulen Münster und Detmold; Hauptfach Blockflöte, sowie die Fächer Gesang, Cembalo und Improvisation. Seit 2014 unterrichtet Sebastian Kausch an der Musikschule der Alten Hansestadt Lemgo.
www.sebastiankausch.jimdo.com

 

 

 

 

 

 

 

Jonathan David Misch

Jonathan David Misch; Foto ©Ralph Gloede

Von Alter Musik bis zu zeitgenössischer Improvisation ist es Jonathan David Misch ein Anliegen, Stücke jeder Stilepoche unmittelbar zu den Emotionen seines Publikums sprechen zu lassen. Konzerte unter seiner Mitwirkung fanden bisher zwischen Ungarn und Paris, Italien und Kopenhagen zahlreiche Zuhörer. Auftritte bei Festivals wie Tage Alter Musik Regensburg, ein 1. Preis beim Kammermusikwettbewerb Città di Chieri (Italien) sowie ein Stipendium von Yehudi Menuhin – Live Music Now mit dem Ensemble suono nuovo zeugen von der hohen Meinung der Fachwelt. Seine künstlerische Ausbildung in Weimar, Ungarn, Detmold und darüber hinaus, verschaffte ihm wichtige künstlerische Impulse.

 

 

Christoph Brech, Foto: Noltenhans

Christoph Brech, Foto: Noltenhans

2006/07 war Christoph Brech Stipendiat der Villa Massimo, der Deutschen Akademie in Rom. Jeden Tag zog er mit der Fotokamera durch die Stadt. Entstanden ist ein einzigartiges Bilder-Tagebuch. Doch dabei sollte es nicht bleiben: 2010 bekam der Münchner Foto- und Videokünstler ein faszinierendes Angebot: Er wurde eingeladen in den Vatikanischen Museen zu fotografieren, überall und zu jeder Zeit. In seinem grandiosen Bildband „Freie Blicke“ hat er seine Einblicke ins „Allerheiligste“publiziert. Und es war diese ungewöhnliche, visuelle Entdeckungsreise von Christoph Brech, die für die Paderborner Ausstellungsmacher zum Ausgangspunkt ihrer Beschäftigung mit den „Wundern Roms“ wurde.

 

 

Prof. Dr. Sabine Meine,Musikwissenschaftliches Seminar Universität Paderborn/Hochschule für Musik Detmold

Prof. Dr. Sabine Meine, Musikwissenschaftliches Seminar Universität Paderborn/Hochschule für Musik Detmold

 

 

Dr. Sabine Ehrmann-Herfort, stellv. Leiterin Musikgeschichtliche Abteilung des Deutschen Historischen Instituts in Rom

Dr. Sabine Ehrmann-Herfort, stellv. Leiterin Musikgeschichtliche Abteilung des Deutschen Historischen Instituts in Rom

Pressemitteilung, 23. Juni 2017

Paderborn. Rom – Paderborn – Rom – diese Verbindung hat eine lange Tradition. Das zeigte sich vielfältig in der Vergangenheit und aktuell gestern Abend als Domkapitular Msgr. Thomas Dornseifer und der Direktor des Diözesanmuseum, Prof. Dr. Christoph Stiegemann, besondere Gäste aus der Heiligen Stadt begrüßten.

Zu einem mehrtägigen Besuch sind Mitglieder der Erzbruderschaft am Campo Santo Teutonico und des traditionsreichen Römischen Instituts der Görres Gesellschaft vom Tiber an die Pader gereist. Es ist sozusagen ein „Gegenbesuch“, denn die beiden bedeutenden deutschen Institutionen, mit Sitz im Schatten des Petersdoms, gehörten zu den ersten und wichtigsten Zielen des Kuratorenteams bei der Vorbereitung zur Ausstellung „WUNDER ROMs im Blick des Nordens“. Die Erzbruderschaft ist Leihgeberin einer Reihe von Exponaten für die aktuelle Paderborner Schau.

Bereits 1876 entstand am Campo Santo ein Priester-Kolleg als Studienzentrum mit Bibliothek und frühchristlichen Sammlung. Einige Jahre später erhielt das Römische Institut der Görres-Gesellschaft zur Pflege der Wissenschaft seinen Sitz im Kolleg. Das vielfältige Engagement für die Geschichte und Archäologie Roms macht während des Paderborn-Besuchs Msgr. Prof. Dr. Stefan Heid zum Thema eines Vortrags. Durch Bücher, Romane, Pilgerbetreuung, Erforschung der Katakomben und vieles mehr haben die Gelehrtenpriester des Campo Santo nicht unwesentlich dazu beigetragen, für Rom als Sehnsuchtsziel der Deutschen zu werben.

Im Rahmen der von der Thomas Morus Akademie Bensberg organisierten Paderborn-Reise mit dem Titel „Sehnsuchtsziel Rom“ wird Prälat Prof. Dr. Max-Eugen Kemper, als wichtiger Förderer der kulturellen Beziehungen zwischen Rom und Paderborn, einen Vortrag über die Papstkapelle Sancta Sanctorum halten. Wertvolle Reliquiare, die einst an diesem heiligen Ort bewahrt wurden, sind in der Ausstellung zu sehen. Als weitere Highlights steht ein glanzvolles Konzert mit Vokalmusik auf dem Programm. Das Konzert Vom Glanz der Vokalmusik in der ewigen Stadt in der Paderborner Marktkirche ist öffentlich und beginnt am Samstag, dem 24. Juni um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.
Weitere Informationen zum Konzert: http://dioezesanmuseum-paderborn.de , unter AKTUELLES

Bildunterschrift: Elisabeth Bremekamp, Thomas-Morus-Akademie Bensberg; Prof. Dr. Christoph Stiegemann, Direktor Diözesanmuseum Paderborn; Msgr. Prof. Dr. Stefan Heid, Direktor Römisches Institut der Görres-Gesellschaft (RIGG); Domkapitular Prälat Thomas Dornseifer, Erzbistum Paderborn; Prof. Dr. Johannes Grohe, (RIGG); Dr. Hans-Peter Fischer, Rektor des deutschen Priesterkollegs im Vatikan; Prälat Prof. Dr. Max Eugen Kemper, Geistl. Botschaftsrat d. Deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl, Rom, a.D.; Foto: Noltenhans

 

Isländischer Mönch auf Achse

Selten gezeigte mittelalterliche Handschrift in der Paderborner Ausstellung WUNDER ROMs
gibt Auskunft über eine außergewöhnliche Pilgerreise von Island über Rom ins Heilige Land.

PADERBORN. Freude beim Kuratorenteam der Ausstellung WUNDER ROMs: Gerade wurde die Leihfrist für ein faszinierendes isländisches Manuskript verlängert. Die fragile Handschrift sollte zunächst nur für drei Monate in Paderborn bleiben, dank der außergewöhnlich guten Beziehungen zum Diözesanmuseum Paderborn hat der Leihgeber, das Skandinavische Forschungsinstituts der Universität Kopenhagen, nun die Leihfrist bis zum Ende der Ausstellung (13. August) verlängert. Das selten gezeigte mittelalterliche Manuskript ist die frühe Abschrift einer Reisebeschreibung aus dem Jahr 1387.

„Literarischer Wegweiser“ aus dem Mittelalter

Es muss eine beschwerliche Reise gewesen sein, die den Benediktinermönch Nikulás Bergsson Mitte des 12. Jahrhunderts von Island über Rom ins ferne Jerusalem führte: Zunächst per Schiff nach Norwegen und Dänemark, dann weiter zu Fuß auf dem Kontinent, entlang der Via Francigena, einer antiken Handelsroute und Pilgerstraße, über die Schweizer Alpen quer durch Italien bis zu den heiligen Städten der Christenheit Rom und Jerusalem, die er von Brindisi aus über den Wasser- und Landweg erreichte. 1154 landete Bergsson schließlich nach rund einjähriger Pilgerfahrt wieder in Island an und wurde im darauffolgenden Jahr Abt des neu gegründeten Klosters Munkaþverá. Dort entstand sein berühmter Reisebericht „Leiðarvísir“, ein literarischer „Wegweiser“ zu den bedeutenden Stätten der Christenheit.

Über Paderborn zu den heiligen Orten in Rom

„Der ‚Leiðarvísir‘ lässt uns die Bedeutung erahnen, die Rom für die Menschen im Mittelalter hatte, als viele antike Monumente und Gebäude noch im Stadtbild sichtbar und nicht im Schutt späterer Zeiten versunken waren“, so Dr. Christiane Ruhmann, die Kuratorin der Ausstellung. Der Isländer beschreibt neben zahlreichen Kirchen das Pantheon und die Peterskirche mit ihren Ausmaßen. Zudem hatte der Mönch aus dem hohen Norden offenbar Zugang zur berühmten Reliquienkapelle der Päpste am Lateran, der Sancta Sanctorum. „Daraus können wir schließen, dass Bergsson wohl besondere Privilegien genoss und in Kontakt mit Geistlichen am päpstlichen Hof war“, erklärt Christiane Ruhmann. „Diese hatten ihm wohl auch den Besuch der hochberühmten antiken Monumente nahegelegt“, so Ruhmann weiter. Besonders freut sich die Kuratorin aber über ein kleines Detail der Handschrift: Unter den zahlreichen Orten, die der isländische Mönch auf seinem langen Weg nach Rom und Jerusalem nennt, ist auch Paderborn verzeichnet. So ist das Manuskript dann auch ein stückweit wieder an einen der Schauplätze zurückgekehrt, die der Isländer einst auf seiner mühsamen Pilgerreise auf dem Weg nach Süden durchquert hatte. Nicht nur wegen seiner Bedeutung sondern auch, weil das Leiðarvísir-Manuskript auf ganz einzigartige Weise gezeichnet ist von seiner jahrhundertealten Geschichte, gehört es zu den Exponaten der WUNDER ROMs, die beim Betrachter einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Auch deshalb freuen sich die Paderborner sehr, dass die Handschrift bis zum Ende der Schau gezeigt werden kann.

Bildmaterial zum Download unter: www.wunder-roms.de, Presse, bei der aktuellen Pressemeldung

Bildunterschrift: Das Leiðarvísir-Manuskript ist die frühe Abschrift einer Reisebeschreibung aus dem Jahr 1387. Es wurde dem Diözesanmuseum Paderborn vom, Nordisk Forskningsinstitut Kopenhagen, (nfi.ku.dk/) für die Ausstellung WUNDER ROMs im Blick des Nordens als Leihgabe zu Verfügung gestellt.  Foto: Diözesanmuseum

Über eine Veröffentlichung würden wir uns freuen!

Das Leiðarvísir-Manuskript ist die frühe Abschrift einer Reisebeschreibung aus dem Jahr 1387. Es wurde dem Diözesanmuseum Paderborn vom, Nordisk Forskningsinstitut Kopenhagen, (nfi.ku.dk/) für die Ausstellung WUNDER ROMs im Blick des Nordens als Leihgabe zu Verfügung gestellt. Foto: Diözesanmuseum

Das Leiðarvísir-Manuskript ist die frühe Abschrift einer Reisebeschreibung aus dem Jahr 1387. Es wurde dem Diözesanmuseum Paderborn vom Nordisk Forskningsinstitut Kopenhagen, (nfi.ku.dk/), für die Ausstellung WUNDER ROMs im Blick des Nordens als Leihgabe zu Verfügung gestellt. Foto: Diözesanmuseum

 

 

 

Das Leiðarvísir-Manuskript ist die frühe Abschrift einer Reisebeschreibung aus dem Jahr 1387. Es wurde dem Diözesanmuseum Paderborn vom, Nordisk Forskningsinstitut Kopenhagen, (nfi.ku.dk/) für die Ausstellung WUNDER ROMs im Blick des Nordens als Leihgabe zu Verfügung gestellt. Foto: Diözesanmuseum

Das Leiðarvísir-Manuskript ist die frühe Abschrift einer Reisebeschreibung aus dem Jahr 1387. Es wurde dem Diözesanmuseum Paderborn vom Nordisk Forskningsinstitut Kopenhagen, (nfi.ku.dk/), für die Ausstellung WUNDER ROMs im Blick des Nordens als Leihgabe zu Verfügung gestellt. Foto: Diözesanmuseum

Einladung zum Dialog im Diözesanmuseum Paderborn

Paderborn. Am kommenden Donnerstag, dem 22. Juni, um 19 Uhr steht ein weiterer Teil der beliebten Reihe „Sieben Dialoge im Museum | Rom, Blicke: verewigt, gegenwärtig“ auf dem Programm des Estate Romana – des römischen Sommers – in Paderborn.

Mitten in der Ausstellung WUNDER ROMs – und mit direktem Bezug zu ausgewählten Exponaten – geht es um den Blick auf die Stadt am Tiber in der „Literatur von Klassik und Romantik“.

Galt Rom den Klassizisten um 1800 als virtuelles Kunstideal, so stellten die Romantiker dessen Unerreichbarkeit in den Fokus. Ihre Sehnsucht nach dem unwiederbringlich Verlorenen setzte ein Bewusstsein in Gang, dass wir bis heute als das der Moderne begreifen. Der versperrte Weg zurück zum antiken Ideal wird zum Symbol des aus der Verankerung herausgelösten modernen Lebens.

Über dieses spannende Thema diskutieren, gemeinsam mit dem Publikum, Dr. Marta Famula, Universität Paderborn, und der Initiator der Dialog-Reihe Prof. Dr. Lothar van Laak vom Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft der Universität Paderborn.

Es folgen noch drei weitere Termine, an denen Lothar van Laak mit Kulturhistorikern, Kunsttheoretikern, Film- und Literaturwissenschaftlern intensiv und immer in Bezug zu den Exponaten der Ausstellung verschiedenen Facetten des überzeitlichen Rom nachspürt.

Weitere Termine: 13. Juli | 27. Juli | 10. August – immer um 19.00 Uhr
Eintritt (zum ermäßigten Preis) 6 €

 

Ein weiterer Veranstaltungstipp für die kommende Woche:

Leben von den Wundern Roms – Campo Santo Teutonico

Am Freitag, 23. Juni 2017, um 19 Uhr, ist Msgr. Prof. Dr. Stefan Heid, der Direktor des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft, Rom, im Forum St. Liborius, Grube 3, in Paderborn zu Gast.

In seinem Vortrag geht er darauf ein, wie die Gelehrten des Campo Santo ihre Landsleute für Rom und den Papst interessierten und in die Ewige Stadt lockten, längst bevor es die modernen Reise- und Kommunikationsmittel gab.

Mehr dazu: www.wunder-roms.de/Veranstaltungen

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Dialoge im Museum; Foto: Diözesanmuseum

Dialoge im Museum; Foto: Diözesanmuseum