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Pressemitteilung, 05.09.2019

Christoph Brech im Dialog mit der Sammlung des Diözesanmuseums Paderborn

 Paderborn. Ungewöhnlich, manchmal irritierend, oft verblüffend sind die Arbeiten des Münchner Bild- und Videokünstlers Christoph Brech. Seine Werke konzentrieren sich auf Phänomene der Zeit, der Übergänge, der Erinnerung. In der zurückliegenden Ausstellung „WUNDER ROMs im Blick des Nordens“ waren sie mit hintergründigen und gleichzeitig poetischen Motiven Höhepunkt und Abschluss der Präsentation. Jetzt treten Christoph Brechs Arbeiten von Oktober 2017 an ganz bewusst in einen Dialog mit ausgewählten Stücken der Sammlung des Diözesanmuseums. Themen wie „Fragmentierung – Versehrtheit – Rekonstruktion“, „Zerstörung – Tod –Endzeit“ aber auch „Zyklen des Lebens“ stehen im Zentrum der Auseinandersetzung mit dem Museumsbestand. Dabei wird der Künstler nicht nur bestehende Werke in den Dialog mit Sammlungs-Objekten treten lassen, er wird für die Ausstellung in Paderborn auch neue Installationen schaffen.

Zur Ausstellung erscheint im Dezember 2017 ein Katalog.

Download:  Banner zur Ausstellung

Christoph Brech, Foto: Noltenhans

Ausstellung im Diözesanmuseum Paderborn schließt mit mehr als 65.000 Besuchern

Paderborn. Mehr als 65.000 Besucher sahen „WUNDER ROMs im Blick des Nordens – Von der Antike bis zur Gegenwart“ (31.3. – 13.8.2017) im Diözesanmuseum Paderborn. Am gestrigen Sonntag schloss die große kunst- und kulturhistorische Ausstellung ihre Pforten. Sie thematisierte Rom-Sehnsucht und -Faszination, schwärmerische Verklärung aber auch die Kritik des Nordens an der Ewigen und Heiligen Stadt. Es ging um die Reisen mittelalterlicher Pilger, um künstlerische Interpretationen der Antiken bis in unsere Tage, um die Forschungen von Gelehrten die den jeweiligen Zeitgeist prägten, um Literatur und Fotografie. Rund 200 Exponate, darunter legendäre Machtsymbole wie die monumentale Marmorhand der kolossalen Statue Kaiser Konstantins oder kostbare Reliquiare aus den Kapitolinischen und Vatikanischen Museen war zum Teil erstmals in Deutschland zu sehen. 95 Leihgeber aus ganz Europa sandten Zeugnisse römischer Kultur, mittelalterliche Manuskripte, sakrale Schatzkunst, Architekturfragmente, Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen bedeutender Künstler des Nordens sowie Fotografien nach Paderborn.

Erfolgreichste Sonderausstellung der letzten Jahre

„Die Ausstellung hat alle unsere Erwartungen übertroffen“, sagt Prof. Dr. Christoph Stiegemann, Direktor des Diözesanmuseums Paderborn. „Die Vielzahl der Gruppen und Einzelbesucher sowie die begeisterte Resonanz haben gezeigt, dass unser Konzept, die Ewige Stadt aus der Perspektive der Rom-Reisenden ins Zentrum einer Ausstellung zu rücken, aufgegangen ist. WUNDER ROMs hat sowohl die Caritas-Ausstellung von 2015 mit gut 50.000, als auch die Franziskus-Ausstellung von 2012 mit rund 60.000 Besuchern übertroffen. Sie ist damit die erfolgreichste Sonderausstellung des Diözesanmuseums in den letzten Jahren.“

Die Besucherinnen und Besucher kamen aus allen Teilen Deutschlands, insbesondere aus dem Ruhrgebiet, aus Westfalen und dem Rheinland, Hessen und Niedersachsen. Auch zahlreiche Gäste aus BeNeLux, Italien und dem Vatikan reisten zum Besuch der Rom-Ausstellung nach Paderborn.

Grandioses Ergebnis bei Gruppen- und Schulklassenbesuchen

Insgesamt wurden rund 1.200 Gruppen durch die Ausstellung geführt. Neben den offiziellen Gruppenbuchungen gab es eine Vielzahl von Fachführungen, Besuche von politischen und kirchlichen Delegationen aus dem In- und Ausland, sehr viele Gruppen kamen zudem auf Einladung der Förderer und Sponsoren ins Museum. An den vielfältigen museumspädagogischen Programmen nahmen 136 Gruppen aller Schulformen teil und auch die mehr als 30 Begleitveranstaltungen des „ESTATE ROMANA“, des Römischen Sommers in Paderborn, erfreuten sich großer Beliebtheit. Zu den Highlights zählten die Lesungen der Büchner-Preisträger Martin Mosebach und Sibylle Lewitscharoff. Auch die siebenteilige Gesprächsreihe „Dialoge im Museum“, in der unterschiedliche Experten aus den Bereichen Kunst, Kultur, Literatur und Film miteinander und mit dem Publikum über ausgewählte Exponate diskutierten, fand großen Anklang.

Intensiv wahrgenommen und hochgelobt wurde die Ausstellung in der Presse – sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden und Italien. Hervorgehoben wurde — neben der Qualität und Auswahl der Exponate — die Ausstellungskonzeption.

Nach Rom ist vor Rom

In den kommenden Wochen ist das Diözesanmuseum Paderborn wegen des Abbaus geschlossen, doch bereits am 12. Oktober 2017 eröffnet die nächste Ausstellung: „Christoph Brech – More than Rome“ (bis Juni 2018). Gezeigt werden ausgewählte Fotografien und Videos des zeitgenössischen Künstlers, präsentiert im Dialog mit wichtigen Einzelstücken der Sammlung. Christoph Brech hatte bereits bei WUNDER ROMs mit seinen außergewöhnlichen Arbeiten begeistert.

Faszination Gotik

Bereits im kommenden Jahr steht dann wieder eine thematische Sonderschau auf dem Programm des Diözesanmuseums: „GOTIK – Der Paderborner Dom und die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Europa“, 21. September 2018 bis zum 13. Januar 2019. Anlass für diese große kunst- und kulturhistorische Ausstellung, die eine so bedeutende europäische Epoche beleuchtet, ist die Weihe des Imad-Doms, die sich 2018 zum 950. Mal jährt.

 

Besucher in der Ausstellung WUNDER ROMs im Diözesanmuseum Paderborn. Foto: Noltenhans

Besucher in der Ausstellung WUNDER ROMs im Diözesanmuseum Paderborn. Foto: Noltenhans

Besucher in der Ausstellung WUNDER ROMs im Diözesanmuseum Paderborn. Foto: Noltenhans

Besucher in der Ausstellung WUNDER ROMs im Diözesanmuseum Paderborn. Foto: Noltenhans

Herausragende Exponate aus Rom: Die Marmorhand der Kolossalsäule des Kaisers Konstantin, die Kugel, die einst die Spitze des vatikanischen Obelisken krönte und der Kopf einer Statue, die einen der Söhne von Konstantin dem Großen darstellte. Foto: Noltenhans

 

Freude über 60.000 Besucher im Diözesanmuseum.
Die große Paderborner Sonderausstellung ist noch bis zum 13. August zu sehen.

 

Paderborn. Auch in den Sommerferien ebbt der Zustrom der Besucher in der Sonderausstellung WUNDER ROMs im Blick des Nordens nicht ab. Mit einem herzlichen Willkommen begrüßten Generalvikar Alfons Hardt und Prof. Dr. Christoph Stiegemann die junge Osnabrückerin Lina Plassonke, sie war die 60.000ste Besucherin in der aktuellen Schau des Diözesanmuseums Paderborn. „Damit übertreffen wir sogar unsere wunderbare Caritas-Ausstellung, die wir 2015 gezeigt haben. Das ist ein wirklich beglückendes Ergebnis“, kommentierte Christoph Stiegemann den Erfolg. „Auch vom Libori-Fest haben wir deutlich profitiert. Die Feierlichkeiten in der ganzen Stadt haben uns zusätzlich sehr viele Besucher beschert.“

Lina Plassonke teilt die Willkommensgaben – Katalog und Blumenstrauß – mit ihrem Freund Michel Brehe, ihrer Schwester Klara und ihrem Vater Torsten Plassonke. Berichte in der Osnabrücker Tageszeitung hatten das Interesse der Familie geweckt und so nutzten sie die letzten Ferientage in Niedersachsen für einen Ausflug nach Paderborn, um die WUNDER ROMs zu besuchen. Nach dem Gang durch die Ausstellung ging es in den Hohen Dom.

Den Kuratoren der Ausstellung ist es ganz offensichtlich gelungen, mit ihrer Konzeption und der außergewöhnlichen Auswahl an Exponaten, ein Stück der Faszination, die die Ewige und Heilige Stadt bis heute ausübt, in den Norden zu holen. Insbesondere die ungewöhnliche museale Zeitreise von der Antike bis zur Gegenwart begeistert viele Besucher.

Noch bis zum 13. August sind die rund 200 Leihgaben aus Museen, Sammlungen und Bibliotheken in ganz Europa in Paderborn zu sehen. Zu ihnen gehören wertvolle mittelalterliche Manuskripte, erstklassige Kunstwerke, sakrale Schatzkunst, Architekturfragmente sowie Skizzen, Zeichnungen, Graphiken, Skulpturen und Fotografien bedeutender Künstler des Nordens. Und auch die literarische Auseinandersetzung mit dem Mythos Rom – mit Verklärung ebenso wie mit Kritik – kommt nicht zu kurz. Viele Aspekte, die in der Ausstellung anklingen, vertieft das facettenreiche Begleitprogramm.

Alle Informationen unter www.wunder-roms.de

BU: Die 60.000ste Besucherin der Ausstellung WUNDER ROMs im Erzbischöflichen Diözesanmuseum kam aus Osnabrück. Generalvikar Alfons Hardt (l.) und Professor Dr. Christoph Stiegemann (r.) gratulierten Lina Plassonke mit Blumen und Katalog. Sie kam mit ihrem Vater Torsten Plassonke, ihrer Schwester Klara und ihrem  Freund Michel Brehe zum Ausstellungsbesuch. Foto: pdp / Maria Asshauer

Über eine Veröffentlichung würden wir uns freuen!

Paderborn. „Rom hat mich vom ersten Besuch an fasziniert. In dieser Stadt ist so vieles gegenwärtig und auf besondere Weise spürbar, was unsere christliche Geschichte und unsere europäische Tradition geprägt hat“, sagt Dr. Richard Böger, der Vorstandsvorsitzende der Bank für Kirche und Caritas. Dass die Ausstellung „WUNDER ROMs im Blick des Nordens“ (bis 13. August) in Paderborn zu sehen ist, nimmt er zum Anlass kirchliche und caritative Einrichtungen aus ganz Deutschland sowie Geschäftspartner ins Diözesanmuseum einzuladen. „Ich habe bereits mehrmals Besuchergruppen in der Ausstellung begleitet und entdecke jedes Mal etwas Neues, was mich in seinen Bann zieht.“

Kürzlich war Richard Böger mit einer Delegation des Verbandes der Diözesen Deutschlands unter Führung ihres Geschäftsführers Pater Dr. Hans Langendörfer SJ in der Ausstellung. Mit dabei war auch der Direktor der Katholischen Akademie in Bayern Msgr. Dr. Florian Schuller. „Es sind nicht nur die offensichtlichen Highlights der Ausstellung die begeistern“, wie die Bronzekugel vom vatikanischen Obelisken oder die monumentale Hand der Statue des Kaisers Konstantin“, resümiert Richard Böger „sondern vielmehr auch die späteren Interpretationen herausragender Werke“. Über die Jahrhunderte habe die kolossalen Fragmente und heiligen Schätze des spätantiken Rom Künstler aus dem Norden zu eigenen Werken angeregt. Rom wurde zur „Schule der Welt“. Und bei den Besuchern kommt es besonders gut an, dass die Ausstellung einen Bogen schlägt von der Antike bis zur Kunst und Fotografie der Gegenwart. Auch für die zeitgemäße, didaktische Aufbereitung mit interaktiven Elementen bekommen die Ausstellungsmacher Lob.

Die Bank für Kirche und Caritas gehört zu den wichtigen Förderern der Ausstellung im Diözesanmuseum. Sie hat u.a. den aufwändigen Transport der der kolossalen, gut 1,70 Meter hohen Marmorhand Konstantins ermöglicht, die erstmals ihren Platz im Innenhof der Kapitolinischen Museen verlassen hat.

 

Verband der Diözesen Deutschlands beim Besuch der Ausstellung WUNDER ROMs

Bildinformation: Dr. Richard Böger (6. v. li.),. Pater Dr. Hans Langendörfer SJ (7. v. li.) und Msgr. Dr. Florian Schuller (1. v. re.) mit einer Delegation des Verbandes der Diözesen Deutschlands mit Museumsdirektor Prof. Dr. Christoph Stiegemann (2. v. re., hinten) beim Besuch der Ausstellung WUNDER ROMs. Foto: Carina Nillies

Über eine Veröffentlichung der Pressemeldung würden wir uns freuen!

Noch 3 Mal lädt das Diözesanmuseum zum Zeichnen, Fotografieren und Diskutieren ein

Paderborn. Große Namen, wunderbare Geschichten und viele Angebote zum Mitmachen und Mitdenken hielt Estate Romana – der Römische Sommer in Paderborn in den vergangenen vier Monaten bereit. Jetzt stehen die letzten drei Veranstaltungen des Rahmenprogramms zur großen Sonderausstellung WUNDER ROMs im Blick des Nordens (bis 13. Aug.) bevor. Das Diözesanmuseum lädt noch einmal inmitten antiker Schätze zum Zeichenkurs ein. „Einfach herumstehen? Wie Körperhaltungen wirken“, heißt das Thema am Donnerstag, dem 3. August. Unter Leitung der Kunsthistorikerin und Kunstpädagogin Claria Stiegemann können Jugendliche erfahren, wie junge Künstler vor rund 200 Jahren das Zeichnen erlernt haben. Es werden verschiedene Zeichentechniken geübt, die helfen, eine Figur aufs Papier zu bringen. Es geht um Proportionen und Körperhaltungen, die werden nicht nur betrachtet, sondern auch ausprobiert.

An Hobbyfotografen und alle, die sich für die Geschichte der Fotografie interessieren, richtet sich der zweitägige Workshop „Kamera trifft Pinsel. Auf den Spuren der frühen Rom-Fotografen“ am Wochenende 4./5. August. Rom-Bilder aus der Frühzeit der Fotografie sind faszinierend – und überraschend. Wer würde hier leuchtende Farben erwarten? Diese Bilder wurden von Hand koloriert. Für digital verwöhnte Betrachter kaum vorstellbar. Umso reizvoller ist es, diese fast vergessene Technik zu entdecken und zu erlernen. Der Kurs ist ein Joint Venture der Fotografen Ansgar Hoffmann und Klaus-Peter Semler mit der Künstlerin Claria Stiegemann. Es sind nur noch wenige freie Plätze!

Und am 10. August bildet der letzte Teil der beliebten Reihe Dialoge im Museum den Abschluss des vielfältigen Programms zur Ausstellung. Das Thema: „Rom in der Gegenwartsliteratur“. Zu Gast ist Dr. Silke Horstkotte (Warwick/Leipzig), die im Gespräch mit dem Initiator der Dialoge Prof. Dr. Lothar van Laak und dem Publikum die literarische Rezeption des Sehnsuchtsortes Rom in unserer Zeit beleuchtet.

Damit endet Estate Romana und die Ausstellung bald auch. Die „WUNDER ROMs im Blick des Nordens“ sind noch bis einschließlich 13. August im Diözesanmuseum Paderborn zu sehen, danach gehen die 200 wunderbaren Leihgaben zurück in ihre Sammlungen in Museen und Bibliotheken in ganz Europa.

Alle Informationen zu den Programmen: www.wunder-roms.de, unter Angebote/Termine

Bildmaterial-Download: www.wunder-roms.de, Presse

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Workshop im Museum

Workshop im Museum

Claria Stiegemann bei Zeichenkurs

 

 

 

 

 

 

Fotos: Noltenhans

Pressemeldung, 20. Juli 2017

 Prominenter Besuch bei den „WUNDERN ROMs“

Wolfgang Thierse, Annette Kurschus, Irmgard Schwaetzer und Marianne Thomann-Stahl besuchten die große Ausstellung „WUNDER ROMs“ im Diözesanmuseum Paderborn

 PADERBORN. Gleich mehrere bekannte Persönlichkeiten aus Politik und Kirche besuchten gestern die große kunst- und kulturhistorische Ausstellung „WUNDER ROMs im Blick des Nordens – von der Antike bis zur Gegenwart“ im Diözesanmuseum Paderborn (noch bis 13. August 2017 zu sehen).

Den Anfang machte am Mittwochmorgen Wolfgang Thierse, Ex-Bundestagspräsident und Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Thierse ist ein gern gesehener Gast im Diözesanmuseum Paderborn, der sich auch die aktuelle „WUNDER ROMs“-Ausstellung nicht entgehen lassen wollte.

Am Nachmittag besuchte auch Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, gemeinsam mit Irmgard Schwaetzer, Ex-Bauministerin und Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, und Marianne Thomann-Stahl, Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Detmold, die von Besuchern und Presse gleichermaßen gefeierte Schau.

Generalvikar Alfons Hardt, Erzbistum Paderborn, begrüßte zusammen mit Prof. Dr. Christoph Stiegemann, Direktor des Diözesanmuseums Paderborn, die prominenten Gäste, die sich im Anschluss in der Ausstellung auf eine gemeinsame Zeitreise durch die Ewige und Heilige Stadt Rom begaben. „Immer wieder kam es während der Rundgänge zu interessanten Gesprächen über die verschiedenen Facetten der Stadt, die wie keine zweite den Geist Europas geformt hat“,  resümierte Museumsdirektor Stiegemann, der sich sehr über das große Interesse der Gäste an der Ausstellung freute.

Besonders beeindruckt zeigte sich Wolfgang Thierse von den Rom-Bildern des Fotokünstlers Christoph Brech. Der Blick auf und über Rom vermittle immer wieder Hoffnung für Europa, erklärte Thierse. Annette Kurschus, Irmgard Schwaetzer und Marianne Thomann-Stahl zog vor allem der kostbare, mit einer antiken Gemme besetzte Siegelring des Renaissance-Humanisten Erasmus von Rotterdam in seinen Bann. Erasmus hatte ihn in Rom – anlässlich einer gemeinsamen Italienreise – vom Sohn des schottischen Königs als Geschenk erhalten.

Am Ende des Ausstellungsrundgangs waren sich alle einig: Der Besuch Roms in Paderborn war ein inspirierendes Erlebnis, das noch viele Gedanken nach sich ziehen und in guter Erinnerung bleiben wird.

Am Montag, dem 24. Juli 2017, ist das Museum anlässlich des Paderborner Libori-Festes geöffnet.

Museumsdirektor Prof. Dr. Christoph Stiegemann begrüßte am Vormittag (v. r.) Ex-Bundestagspräsident Wolfgang Thierse mit Frau sowie das Ehepaar Dr. Odilo Gudorf und Prälat Prof. Dr. Max-Eugen Kemper in der WUNDER ROMs-Ausstellung. Foto: Diözesanmuseum Paderborn; Foto: Noltenhans

Bildnachweise

 

Hoher Besuch in der WUNDER ROMs-Schau auch am Nachmittag (v. l.): Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen – hier zusammen mit Fritz-Wilhelm Pahl, Ex-IHK Präsident, und Museumsdirektor Prof. Dr. Christoph Stiegemann – sowie Ex-Bauministerin Irmgard Schwaetzer und Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl – hier neben Generalvikar Alfons Hardt. Foto: Diözesanmuseum Paderborn; Foto: Noltenhans

 

Sparda-Bank West holte das „Wunder der Kunst“ aus Kopenhagen nach Paderborn

Paderborn. „Die virtuose Laokoon-Gruppe zieht seit ihrer Wiederentdeckung 1506 in Rom unzählige Künstler aus dem Norden in ihren Bann. In unserer Ausstellung konnten wir eine ganze Reihe großartiger Darstellungen dieser mythischen Figur versammeln, sie nehmen eine zentrale Rolle in unserer Präsentation ein“, erklärte Prof. Dr. Christoph Stiegemann bei einer Führung durch die Ausstellung WUNDER ROMs im Blick des Nordens mit Elke Glaudemans, der Leiterin der Sparda-Bank West in Paderborn. Bedeutende Künstler haben die Darstellung als Vorbild für ihr Schaffen genommen. So auch der berühmte Niederländer Adriaen de Vries (ca. 1545-1626), der – inspiriert durch den Laokoon – jene beeindruckende Skulptur des heiligen Lazarus schuf, die dank der Unterstützung der Sparda-Bank aus dem Statens Museum for Kunst in Kopenhagen ins Diözesanmuseum nach Paderborn kommen konnte.

Die Darstellung des Laokoon im Todeskampf gilt als Inbegriff antiker Bildhauerkunst. Der trojanische Priester hatte sich dem Willen der Götter widersetzt, die das legendäre Troja im Kampf gegen die Griechen dem Untergang geweiht hatten, um es in der Ewigen Stadt Rom zu erneuern.

Zwar wurde die Laokoon Gruppe – die den Vater mit seinen beiden Söhnen im Kampf gegen Schlangen zeigt – erst zu Beginn des 16. Jahrhunderts in Rom wiederentdeckt, doch die wohl berühmteste Bildhauerarbeit des Altertums war schon lange vorher bekannt. Bereits im 1. Jahrhundert beschrieb der römische Gelehrte Plinius die außergewöhnliche Marmorstatur. Und einer der ersten, der die spektakuläre Ausgrabung in Rom sah, war der bedeutendste Künstler seiner Zeit: Michelangelo. Als „Wunder der Kunst“ pries der Meister das Werk, das nachfolgend Generationen von Kunststudenten als anatomisches Modell für ihre Studien dienen sollte.

Der Laokoon inspirierte Künstler aller Gattungen zu eigenen Werken. In der Paderborner Ausstellung sind neben dem Lazarus des Adriaen de Vries zahlreiche weitere Statuen, Gemälde, Zeichnungen und Kupferstiche zu sehen.

Bildunterschrift: Ausstellungsrundgang mit dem Kuratorenteam: Elke Glaudemans, Leiterin der Sparda-Bank West in Paderborn (vorn) mit Dr. Christiane Ruhmann, Prof. Dr. Christoph Stiegemann und Dr. Petra Koch-Lütke Westhues. Foto: Noltenhans

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Ausstellung WUNDR ROMs lockt mit einem vielseitigen Programm für Groß und Klein

 Paderborn. Am kommenden Wochenende beginnen die Ferien und für diejenigen, die (noch) nicht verreisen hält ESTATATE ROMANA – der römische Sommer in Paderborn – spannende Veranstaltungen in und zur Ausstellung WUNDER ROMs bereit.

Unter dem Motto Ausgegraben geht es am 19.07. (10.30 bis 13 Uhr) um Bilder und Geschichten aus einer versunkenen Zeit. Immer wieder haben Archäologen in Rom sportlich aussehende, vor Stärke strotzende und dabei wunderschöne Figuren entdeckt. Die Kunsthistorikerin Claria Stiegemann geht mit den Teilnehmer/innen (10-13 Jahre) auf Entdeckungsreise in der Ausstellung. In „lebenden Bildern“ dürfen sie in die Posen antiker Helden und schöner Frauen schlüpfen. Welche Geschichte sie wohl hatten? Alle Ideen dazu werden in einem Comic oder einer Bildergeschichte festgehalten. Am 03.08. (10.30 bis 13 Uhr) stehen dann die Körperhaltungen selbst im Mittelpunkt: Einfach nur Herumstehen? Wie Körperhaltungen wirken, heißt ihr Kurs bei dem verschiedene Zeichentechniken geübt werden, die dabei helfen, eine Figur aufs Papier zu bringen.

Am 26. Juli (10–13 Uhr) lädt die Restauratorin Saskia Polzin-Reichelt zum Vergolden ein. Zunächst werden die edel glänzenden Schätze in der Ausstellung besucht, dann dürfen die Teilnehmer/innen (10-12 Jahre) unter fachkundiger Leitung die Technik des Vergoldens selbst auszuprobieren.

Kamera trifft Pinsel – auf den Spuren der frühen Rom-Fotografen, ist der Titel eines außergewöhnlichen Workshops, der am 04. und 05. August stattfindet. Er richtet sich an Erwachsene, die hier eine fast vergessene Technik entdecken und erlernen können: Das Kolorieren von Fotos – per Handarbeit! Der Kurs ist ein Joint Venture der Fotografen Ansgar Hoffmann und Klaus-Peter Semler mit der Kunsthistorikerin Claria Stiegemann.

Noch zweimal stehen in den Sommerferien die beliebten Dialoge im Museum auf dem Programm: Am 27. Juli heißt es Rom im Hollywoodkino und am 10. August geht es um Rom in der Gegenwartsliteratur. Jeweils um 19 Uhr diskutiert Prof. Dr. Lothar van Laak, der Ideengeber der Gesprächsserie, mit seinen Gästen und dem Publikum.

Dann ist der Estate Romana zu Ende und die Ausstellung bald auch. Die WUNDER ROMs im Blick des Nordens sind noch bis einschließlich 13. August im Diözesanmuseum Paderborn zu sehen, danach gehen die 200 wunderbaren Leihgaben zurück in ihre Sammlungen in Museen und Bibliotheken in ganz Europa.

Alle Informationen zu den Programmen: www.wunder-roms.de, unter Angebote/Termine

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Bildmaterial-Download: www.wunder-roms.de, Presse

Über eine Veröffentlichung der letzten Veranstaltungstermine zur großen Sonderausstellung im Diözesanmuseum Paderborn in Ihrem Kalender würden wir uns freuen!

Weiterführende Informationen zu allen Veranstaltungen unter:
http://wunder-roms.de/veranstaltungen-alle-termine/

 Do. 3. August 2017, 10:30 – 13 Uhr
Diözesanmuseum Paderborn, Markt 17, 33098 Paderborn

Zeichenkurs: Einfach herumstehen? – Wie Körperhaltungen wirken

Bei diesem Workshop für Jugendliche mit der Kunsthistorikerin Claria Stiegemann werden die Teilnehmer/innen nach dem Besuch der Ausstellung verschiedene Zeichentechniken ausprobieren und zum Schluss eine Pose als Drahtfigur umsetzen.

Kosten: 5,00 €
Anmeldeschluss: 31. Juli, 05251/125-1400, museum@erzbistum-paderborn.de

 

Fr. 4./Sa. 5. August 2017
Diözesanmuseum Paderborn, Markt 17, 33098 Paderborn

Workshop: Kamera trifft Pinsel

Auf den Spuren früher Rom-Fotografen: Entdecken, Kolorieren, Gestalten mit den Fotografen Ansgar Hoffmann und Klaus-Peter Semler sowie der Künstlerin Claria Stiegemann.
Fr. 14.30–18, Sa. 10–16.30 Uhr
Kosten: 90 € inklusiv 10 Fotodrucke u. Kolorierfarben
Anmeldung bis 25. Juli: 05251/125-1400, museum@erzbistum-paderborn.de

 

Do. 10. August 2017, 19:00 Uhr
Diözesanmuseum Paderborn, Markt 17, 33098 Paderborn

DIALOGE IM MUSEUM

Rom in der Gegenwartsliteratur

Letzter Teil der Gesprächsreihe „Sieben Dialoge im Museum | Rom, Blicke: verewigt, gegenwärtig“ mit Priv.-Doz. Dr. Silke Horstkotte, Warwick/Leipzig und Gastgeber Prof. Dr. Lothar van Laak, Universität Paderborn.

Eintritt (zum ermäßigten Preis) 6 €

Pressekontakt: 05251-125-1645, presse@wunder-roms.de

Diözesanmuseums Paderborn begrüßt 40.000sten Besucher in der aktuellen Sonderausstellung

 Paderborn. Der Andrang ist groß im Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn: Bereits 40.000 Besucher sahen in den letzten dreieinhalb Monaten die außergewöhnliche Präsentation WUNDER ROMs im Blick des Nordens. Gemeinsam begrüßten Domkapitular Prälat Thomas Dornseifer und Museumsdirektor Professor Dr. Christoph Stiegemann den aus Bari in Italien kommenden Frederico Massafra. Dass er der 40.000 Besucher der Ausstellung ist, freut den jungen Italiener, der gerade seine in Paderborn lebende Großmutter besucht. Er habe eine Passion für Kunst und genieße den Aufenthalt im Diözesanmuseum mit den Wundern aus Rom. Den Ausstellungskatalog wird er nach Italien mitnehmen, den überreichten Blumenstrauß bekommt die Oma.

Insbesondere in den letzten Wochen haben die WUNDER ROMs viele Busreisetouristen nach Paderborn gelockt, aber auch Schulklassen aus dem gesamten Erzbistum nutzen die Gelegenheit, noch vor Beginn der Sommerferien die Ausstellung zu besuchen. Nicht zuletzt die umfangreiche und bundesweit lobende Berichterstattung hat auch die Zahl der Individualbesucher deutlich ansteigen lassen.

Die aktuelle Ausstellung ist eine Hommage an die Ewige und Heilige Stadt. Sie zeigt rund 200 beeindruckende Exponate aus Rom und dem Vatikan sowie aus Museen in ganz Europa. WUNDER ROMs erzählt vom Zauber, vom Verfall und von der Wiedergeburt der Stadt, die bis heute die Menschen in den Ländern nördlich der Alpen fasziniert und begeistert. Dabei wird ein Bogen gespannt von den kolossalen Fragmenten und heiligen Schätzen der Spätantike bis zu den subtilen zeitgenössischen Fotografien und Videos des Künstlers Christoph Brech. Zu sehen sind wertvolle mittelalterliche Manuskripte, erstklassige Kunstwerke, sakrale Schatzkunst, Architekturfragmente sowie Skizzen, Zeichnungen, Graphiken, Skulpturen und Fotografien bedeutender Künstler des Nordens.

Alle Informationen, auch zum umfangreichen Begleitprogramm, unter www.wunder-roms.de

BU: Bereits 40.000 Besucher erlebten die Ausstellung WUNDER ROMs im Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn. Prälat Thomas Dornseifer (l.) und Professor Dr. Christoph Stiegemann (r.) gratulieren Frederico Massafra aus Bali in Italien. Foto: pdp / Thomas Throenle

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Bereits 40.000 Besucher erlebten die Ausstellung WUNDER ROMs im Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn. Prälat Thomas Dornseifer (l.) und Professor Dr. Christoph Stiegemann (r.) gratulieren Frederico Massafra aus Bali in Italien. Foto: pdp / Thomas Throenle

Bereits 40.000 Besucher erlebten die Ausstellung WUNDER ROMs im Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn. Prälat Thomas Dornseifer (l.) und Professor Dr. Christoph Stiegemann (r.) gratulieren Frederico Massafra aus Bali in Italien. Foto: pdp / Thomas Throenle