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Bischofsfiguren vom Paradiesportal des Paderborner Doms im CT durchleuchtet

Diözesanmuseum Paderborn bereitet sich auf große GOTIK-Ausstellung im September vor

PADERBORN. Es war kein gewöhnlicher Arzttermin für „Liborius“ und „Kilian“ im Paderborner Vincenz Krankenhaus: Die beiden monumentalen Holzfiguren, die normalerweise das Portal des Paderborner Doms bewachen, wurden gestern beim Chef-Radiologen des Krankenhauses, Professor Wolfgang Krings, vorstellig und zu einer Untersuchung in den Computertomographen (CT) geladen. Begleitet wurden die beiden prominenten Bischofsheiligen Paderborns neben Dompropst Joachim Göbel vom Erzbistum Paderborn unter anderem von Prof. Dr. Christoph Stiegemann, Direktor des Diözesanmuseums Paderborn, und dem Restaurator Matthias Rüenaver von der Firma ars colendi.

In Vorbereitung auf die große kunst- und kulturhistorische Ausstellung „GOTIK– Der Paderborner Dom und die Baukultur des 13. Jahrhunderts in Europa“ die ab dem 21. September im Diözesanmuseum Paderborn gezeigt wird, wurden die beiden Figuren vor einiger Zeit von den Dom-Türen abgenommen, um sie einer genauen Untersuchung zu unterziehen. In diesen Wochen nun werden sie restauratorisch und konservatorisch für die Ausstellung fit gemacht. Dabei sollen ihnen bislang verborgene Geheimnisse entlockt werden.

Dr. Thomas Eißing, Leiter des Labors für Dendrochronologie und Gefügekunde der Universität Bamberg ist einer der führenden Experten auf dem Gebiet der Erforschung mittelalterlicher Holzskulpturen und Holzobjekte in Deutschland. Bereits im Mai konnte der er mit bloßem Auge erste Anhaltspunkte für eine Entstehungszeit der Figuren gewinnen. Doch der Wissenschaftler und der Restaurator wollten es genau wissen: Lassen sich an den Skulpturen noch Spuren ihrer einstigen Bemalung feststellen? Stammen die Figuren aus derselben Zeit wie ihre steinernen Paradiesportal-Kollegen? Und wie wurden sie hergestellt? Durch die CT-Untersuchung, die auch jene, mit dem Auge nicht sichtbaren Jahresringe der Holzfiguren erfasst, hofft der Forscher nun das Fälldatum jenes Eichenstamms jahrgenau ermitteln zu können, aus dem die beiden Heiligenfiguren geschnitzt wurden.

„Es ist wohl erkennbar, dass beide Figuren aus dem gleichen Baumstamm geschnitzt wurden. Der Baum muss nach bisherigen Erkenntnissen zwischen 1212 und 1224 gefällt worden sein“, sagt Museumsdirektor Christoph Stiegemann. Gespannt blicken die Wissenschaftler nun auf die Auswertung in Bamberg. „Zur Ausstellung werden wir es wissen“, so Stiegemann weiter.

GOTIK-Ausstellung – Europas Baukultur des 13. Jahrhunderts

Die große Ausstellung im Diözesanmuseum Paderborn nimmt vom 21. September bis 13. Januar 2019 die Gotik als länderübergreifendes Phänomen in den Blick. Gezeigt wird, wie neuartige Ideen und bahnbrechende technologische Neuerungen ab dem 12. Jahrhundert die Architektur und Kunst in ganz Europa flächendeckend revolutionierten – vom Bau großer Kathedralen über die Skulptur bis hin zur Mikroarchitektur, der Gotik en miniature.

Hochkarätige Exponate aus ganz Europa werden für die Dauer der Ausstellung in Paderborn zusammengeführt, darunter die sogenannten Reimser Palimpseste – die ältesten erhaltenen Architekturzeichnungen –, bedeutende Bildhauerwerke, etwa vom Naumburger Meister, aber auch Preziosen der Goldschmiedekunst, Elfenbeinschnitzerei und Buchmalerei aus dem Pariser Louvre und dem Musée Cluny, Paris. Zu den besonders prominenten Stücken zählen das berühmte Heiliggrabreliquiar aus dem Schatz der Kathedrale von Pamplona, das bislang noch nie in Deutschland gezeigt wurde, das kostbare Dreiturmreliquiar aus der Aachener Domschatzkammer und die Originalfragmente des Schreins der heiligen Gertrud von Nivelles. Extra angefertigte 3D-Modelle und Animationen auf der Basis neuester Erkenntnisse der Bauforschung geben faszinierende Einblicke in die Konstruktionstechniken gotischer Gebäude.

Hinweise an die Redaktionen

Weitere Informationen über die Ausstellung finden Sie unter:
dioezesanmuseum-paderborn.de/gotik/

Bildmaterial zum Download liegt unter:
dioezesanmuseum-paderborn.de/pressebilder-gotik/

Bildmaterial zu dieser Pressemeldung:

Dompropst Joachim Göbel und PD Dr. Wolfgang Krings

Dompropst Joachim Göbel und PD Dr. Wolfgang Krings

Dompropst Joachim Göbel

Dompropst Joachim Göbel beobachtet die Untersuchung der Liborius-Figur im CT

Ärzte und Restauratoren

Ärzte und Restauratoren bei der Untersuchung der Figuren vom Paderborner Paradiesportal im St. Vincenz Krankenhaus

 CT-Gerät

Die Figur des hl. Liborius wird durch das CT-Gerät gefahren

Hl. Liborius im CT

Im CT erzeugte Ansicht der Figur des Hl. Liborius

Der heilige Liborius durchleuchtet

Der heilige Liborius durchleuchtet, Foto: Roland Pfaff, Erzbistum Paderborn

Der heilige Liborius durchleuchtet

Der heilige Liborius durchleuchtet, Foto: Roland Pfaff, Erzbistum Paderborn

Liborius im CT

– Liborius 1: Der heilige Liborius im CT – Schichtaufnahme mit Jahresringen, Foto: Roland Pfaff, Erzbistum Paderborn

Liborius im CT

Der heilige Liborius im CT – Schichtaufnahme mit Jahresringen, Foto: Roland Pfaff, Erzbistum Paderborn

  • 14. Juni 2018

Mi. 2. Mai 2018, 18.30 Uhr

Dialoge im Museum
Gedicht trifft Brech: Thema Maria (1)

Wie bereits bei den vorangegangenen Veranstaltungen dieser beliebten Reihe geht es – mitten in der aktuellen Ausstellung MORE THAN ROME – um das Verhältnis von Sprache und bildender Kunst. Ausgehendend von Novalis und Hölderlin wird dieses Mal das Thema „Maria“ im Mittelpunkt stehen.
Kosten: 5 €

So. 6. Mai 2018, 15 bis 17 Uhr

Experimentierraum Diözesanmuseum
Ausdrucksmalen für Erwachsene

Beim Ausdrucksmalen bewegen sich die Teilnehmerinnen mit Pinseln in der Hand frei durch den Raum. Das Ausdrucksmalen folgt keiner Absicht, hat kein Thema und findet in einem geschützten Raum statt. Es wird nichts und niemand bewertet.

Weiterer Termin: So. 3. Juni, 15 bis 17 Uhr. Es sind nur noch wenige Plätze frei.
Kosten: Einzeltermin 15 €

Mo. 14. Mai 2018, 19 – 21 Uhr

KUNST-DIALOGE
Rüdiger Safranski im Gespräch mit Christoph Brech

Im Rahmen der Reihe KUNST-DIALOGE nehmen der bekannte Literaturwissenschaftler und Autor Rüdiger Safranski und der Künstler Christoph Brech Themen und Werke der Ausstellung MORE THAN ROME in den Blick. Spannende Beobachtungen sind garantiert!
Eintritt: 8 Euro, Vorbestellung: museum@erzbistum-paderborn.de od. 05251-125-1400

 Do. 24. Mai 2018, 13 Uhr – 17 Uhr

Wort-Spiele
Workshop „Kreativen Schreiben im Museum“

Wovon erzählen Bilder und Skulpturen, Medien oder Räume? Der Schreib-Workshop richtet sich an alle, die inspiriert von der aktuellen Ausstellung MORE THAN ROME, dazu eigene Gedanken zu Papier bringen wollen.
Der Workshop ist kostenlos, eine Spende willkommen.

Anmeldung bis zum 21. Mai: museum@erzbistum-paderborn.de od. 05251 1251400

Über ein Veröffentlichung der Termine würden wir uns freuen.

Pressebilder zum Download:

Ausdrucksmalen; Foto. W. Murauer-Ziebach

La fin du temps (2011), 1-Kanal-Video (Farbe), 4:4, Loop, Deutschland. Jh., Christoph Brech, München, mit Imad-Madonna aus dem 11; Foto: Noltenhans

 

 

 

 

 

 

 

 

Christoph Brech

Christoph Brech in der Ausstellung MORE than ROME. Foto: Barbara Klemm

Rüdiger Safranski

Rüdiger Safranski · Foto: Peter Andreas Hassiepen

Unterweisung Mariens aus dem ehemaligen Zisterzienserinnenkloster Paderborn, Westfalen (?), 15. Jh., Diözesanmuseum Paderborn, Foto: Ansgar Hoffmann

  • 6. April 2018

Preisträger im Dialog  ǀ  Diözesanmuseum Paderborn
Rüdiger Safranski trifft auf Christoph Brech
14. Mai, 19 Uhr, Diözesanmuseum Paderborn

PADERBORN. Die Begegnung könnte spannender kaum sein. Gleich zwei prominente Preisträger treffen am Montag, 14. Mai, 19 Uhr, im Rahmen der Reihe KUNST-DIALOGE im Diözesanmuseum Paderborn aufeinander: Der bekannte Literaturwissenschaftler, Philosoph und Beststeller-Autor Rüdiger Safranski und der renommierte Foto- und Videokünstler Christoph Brech. Beide verbindet nicht nur eine scharfe und überaus feinsinnige Beobachtungsgabe, sondern sie wurden unlängst aufgrund ihrer besonderen Verdienste in den Bereichen Literatur und Kunst mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet. So nahm Christoph Brech vor kurzem den Berliner Kunstpreis der Akademie der Künste 2018 in der Sparte Film- und Medienkunst in Empfang. Rüdiger Safranski wird am 19. Juni in Hamburg den hochdotierten Deutschen Nationalpreis 2018 erhalten.

In Paderborn nehmen der Philosoph und der Künstler Fotoarbeiten und Installationen der aktuellen Ausstellung „MORE than ROME – Christoph Brech im Dialog mit der Sammlung des Diözesanmuseums“ genauer in den Blick. Der außergewöhnliche Rundgang verspricht spannende und erhellende Reflektionen über die Themen der von Christoph Brech in Kooperation mit dem Diözesanmuseum konzipierten Ausstellung – von den Zyklen des Lebens über die Schönheit und Ewigkeit des Moments bis hin zur Fragmentierung.

In der Ausstellung „MORE than ROME“ (noch bis 1. Juli) treffen rund 50 Foto- und Videoarbeiten Brechs auf ausgewählte Stücke aus der hochkarätigen Sammlung des Diözesanmuseums. Darunter sind auch einige neue Installationen zu sehen, die der international bekannte Videokünstler eigens für die Paderborner Ausstellung konzipiert hat. Sie treten in einen spannungsvollen Dialog mit Kunstwerken aus unterschiedlichen Zeiten, darunter mittelalterliche Skulptur, Gemälde, Goldschmiedekunst und Grafik.

Die Tickets für die Veranstaltung „Rüdiger Safranski im Gespräch mit Christoph Brech“ kosten 8 EUR an der Abendkasse. Vorbestellungen sind möglich unter: museum@erzbistum-paderborn.de.

Download Pressefotos

Rüdiger Safranski

Rüdiger Safranski · Foto: Peter Andreas Hassiepen, 2010

Christoph Brech

Christoph Brech in der Ausstellung MORE than ROME. Foto: Barbara Klemm, 2018

  • 5. April 2018

Pressemitteilung, 15.03.2018

 Großartiges liturgisches Gefäß des Paderborner Künstlers Walther Cohausz
geht als Schenkung an das Diözesanmuseum

Paderborn. In faszinierendem, tiefem Türkisblau schimmert die flache Email-Kuppel im Deckel der kostbaren Pyxis, die Generalvikar Alfons Hardt und Direktor Prof. Dr. Christoph Stiegemann heute als Geschenk für die Sammlung des Diözesanmuseums erhalten haben. Das liturgische Gefäß für geweihte Hostien entstand 1964/65 als Meisterarbeit des Paderborner Künstlers Walther Cohausz an der Werkkunstschule in Düsseldorf. Die Geschwister des Künstlers, Franz und Birgitta Cohausz, übergaben die außergewöhnliche Arbeit persönlich und freuen sich, dass sie jetzt Teil des Museumsbestandes ist.

Walther Cohausz war ein herausragender Gold- und Silberschmied, der sowohl mit seinen sakralen als auch mit seinen weltlichen Arbeiten neue, kreative Wege beschritt. Er verblüffte immer wieder mit seinem Ideenreichtum und schuf, als profunder Kenner historischer Techniken, Werke von zeitloser Schönheit. Die Pyxis, aus getriebenem, teilweise vergoldetem Silber mit ihrer feingegliederten Email-á-jour-Kuppel ist dafür ein besonders schönes Beispiel. Bei dieser alten, auswendigen Technik hat das Email keinen Untergrund und wirkt so durchscheinend wie milchiges Glas.

Die künstlerische Verarbeitung von Email in Verbindung mit Gold und Silber eröffnete Cohausz eine Fülle von Gestaltungsmöglichkeiten. Im Jahr 1962 fertigte er eine goldene Bürgermeisterkette für die Stadt Paderborn. In seiner 1975 gegründeten Paderborner Werkstatt entstand ein großes Wandreliquiar zu Ehren der Seligen Pauline von Mallinckrodt für den Paderborner Dom. Und im Auftrag von Kardinal Meisner schuf er eine Silbertaube als Behälter für Chrisam, das Salböl.

Ein wichtiger Teil von Walther Cohausz‘ Arbeit waren Entwürfe, die er oftmals mit Freunden diskutierte. Hatten sie der kritischen Auseinandersetzung standgehalten, ging es an die Umsetzung, die zum Teil in den Händen seiner Mitarbeiter lag. Zur Schenkung der Familie Cohausz an das Erzbistum Paderborn gehört auch die Entwurfszeichnung zur Pyxis, die die Arbeitsweise des Künstlers deutlich macht. „Nach einem gemeinsamen Überlegen und Entscheiden freuen wir fünf Geschwister uns, dass die Meisterarbeit nun in der Sammlung des Erzbischöflichen Generalvikariats einen würdigen Platz gefunden hat“, sagte Birgitta Cohausz bei der Übergabe der Pyxis.

Über die Veröffentlichung der Pressemeldung würden wir uns freuen.

 BU: von li. Birgitta und Franz Cohausz, Prof. Dr. Christoph Stiegemann und Generalvikar Alfons Hardt mit der Goldschmiedearbeit des Künstlers Walther Cohausz.

Pressekontakt: W. Murauer-Ziebach, 0 52 51 125 16 45, mobil 0 171 416 88 08, w.murauer@arthema.de

Birgitta und Franz Cohausz, Prof. Dr. Christoph Stiegemann und Generalvikar Alfons Hardt mit der Goldschmiedearbeit des Künstlers Walther Cohausz. Foto: Noltenhans            (Download 2,5 MB)

  • 15. März 2018

So. 4. März 2018, 15 bis 17 Uhr

Experimentierraum Diözesanmuseum
Ausdrucksmalen für Erwachsene

Beim Ausdrucksmalen bewegen sich die Teilnehmerinnen mit Pinseln in der Hand durch den Raum. Sie pendeln hin und her zwischen kräftig leuchtenden Farbentöpfen und großen weißen Papierbögen an einer entfernten Wand. Das Ausdrucksmalen folgt keiner Absicht, hat kein Thema und findet in einem geschützten Raum statt. Es wird nichts und niemand bewertet. „Hier steht die Erlebnisfreude im Vordergrund. Es geht nicht um Erfolge oder um Bewertungen“, erklärt Claria Stiegemann. Die Kunstpädagogin versteht sich als Malbegleiterin der TeilnehmerInnen.

Weitere Termine:  So. 8. April, So. 6. Mai, So. 3. Juni jeweils in der Zeit von 15 bis 17 Uhr. Kosten: Einzeltermin 15 €, bei Buchung aller vier Termine 50 €

Ausdrucksmalen im Museum

Bildinformation: Ausdrucksmalen, Foto: W. Murauer-Ziebach

 

 

 

 

 

13.- 23. März 2018, werktags (außer montags) 10 -13 Uhr

Geheimnisvolle Dom-Funde. Restauratoren über die Schulter schauen.
Öffentliche Schauwerkstatt im Diözesanmuseum

Mitten in der aktuellen Ausstellung werden zurzeit Grabungsfunde aus dem Paderborner Dom präsentiert. Ab dem 21. September sind sie Teil der neuen Sonderausstellung GOTIK – Der Paderborner Dom und die Baukultur des 13. Jahrhunderts in Europa. Doch noch stellen sich Fragen: Wohin gehörten diese steinernen Fragmente? Aus welcher Zeit stammen sie? Lassen sich einzelne Teile einander zuordnen? Spezialisten der Firma ars colendi arbeiten direkt und öffentlich im Museum. Während der Schaurestaurierung haben BesucherInnen Gelegenheit zuzuschauen, Fragen zu stellen oder durch ein besonderes Mikroskop zu blicken.
Schulklassen und Kurse weiterführender Schulen sind willkommen. Insbesondere Klassen 5 -13.
Anmeldung unter:
Tel.: 125-1400 oder per mail: museum@erzbistum-paderborn.de

  Bildinformation: Matthias Rüenauver, Fa. ars colendi, bei der Arbeit im Diözesanmuseum. Fotos: Noltenhans

 

 

 

 

Sa 24. März 2018, 14 -17 Uhr

Osterüberraschung – Alles Hase oder was?
Kreativwerkstatt für 8 -12-Jährige

Zu Beginn der Osterferien öffnet die Kreativwerkstatt des Diözesanmuseums wieder ihre Türen. Im Mittelpunkt stehen Ostergeschenke und Tischdekorationen bei denen nicht nur Eier und Hasen ihren großen Auftritt haben. Stehen die langohrigen Frühlingsboten für die Erneuerung der Natur und des Lebens nach der grauen Winterzeit, so besitzt das Osterfest für Christen noch eine andere Bedeutung: Ostern ist Christus von den Toten auferstanden, wie ein Licht, das die Dunkelheit erleuchtet. Beim Rundgang durch die aktuelle Sonderausstellung finden die Teilnehmer vielfältige Anregungen und können dann in der Werkstatt ihre Ideen mit Pinsel, Wasserfarben, Stiften, Papier … und Eiern umsetzen.

 Bildinformation: „Eternal eclipse“ von Christoph Brech in der Ausstellung MORE than ROME + Kreativwerkstatt im Museum, Fotos: Noltenhans

 

 

 

 

„Eternal eclipse“ von Christoph Brech in der Ausstellung MORE than ROME, Fotos: Noltenhans

  • 16. Februar 2018

Ausdrucksmalen für Erwachsene

Paderborn. Manchmal sieht es wie eine Choreographie aus, wenn sich die TeilnehmerInnen beim „Ausdrucksmalen“ mit Pinseln in der Hand durch den Raum bewegen. Mal schnell, anscheinend mit klarem Ziel, dann wieder langsam, nachdenkend, betrachtend. Sie pendeln hin und her zwischen den kräftig leuchtenden Farbtöpfen auf einem langen Tisch und den großen weißen Papierbögen an einer entfernten Wand. „Hier steht die Erlebnisfreude beim Malen im Vordergrund. Es geht nicht um Erfolge oder um Bewertungen“, erklärt die Kunstpädagogin Claria Stiegemann. Beim „Ausdruckmalen“ im Diözesanmuseum versteht sie sich als Malbegleiterin. „Diese Art des kreativen Tuns trägt zur Entspannung und Ausgeglichenheit bei“, erklärt sie. Vorkenntnisse sind ebenso wenig erforderlich wie künstlerisches Talent. Das „Ausdrucksmalen“ folgt keiner Absicht, hat kein Thema und findet in einem geschützten Raum statt. Nichts und niemand wird bewertet. Aus dem intuitiven Umgang mit Farbe und Pinsel entsteht ein kreativer Prozess, unvorhersehbar, überraschend und nicht selten eröffnet er ungeahnte Möglichkeiten.

Am Sonntag, dem 4. März, beginnt ein vierteiliges offenes Angebot, das sich insbesondere an Erwachsene richtet.
Weitere Termine: So. 8. April, So. 6. Mai, So. 3. Juni jeweils in der Zeit von 15 bis 17 Uhr.
Kosten: Einzeltermin 15 €, bei Buchung aller vier Termine 50 €

Ausdrucksmalen im Museum, Fotos 1 + 2, Murauer-Ziebach

Ausdrucksmalen im Museum, Foto: Noltenhans

Ausdrucksmalen im Museum, Foto: Noltenhans

 

  • 15. Februar 2018

Presseinformation des Diözesanmuseums, 14.02.2018

Einladung zu einem besonderen Abend im Diözesanmuseum: Freitag, 23. Feb. 2018, 18.30 Uhr

Paderborn. Wer vor ein paar Wochen frühzeitig zur monatlichen Veranstaltung der Dialoge-Reihe ins Diözesanmuseum kam, hat sie vielleicht bei der Arbeit gesehen: Die großartige Fotografin Barbara Klemm. Sie hat in den vergangenen Jahrzehnten Bilder geschaffen, die zu Ikonen unseres „fotografischen Gedächtnis“ geworden sind, wie der berühmte Bruderkuss zwischen Breschnew und Honecker. Für sie zählt das Motiv, der Moment und zugleich die Bildkomposition, die sie mit ihrer Schwarz-Weiß-Fotografie verdichtet. In der Paderborner Ausstellung MORE THAN ROME mit den Arbeiten des Münchner Foto- und Videokünstlers Christoph Brech zu fotografieren, empfand sie als große Herausforderung. Einem Filmteam, das die bekannte Fotografin bei ihrer Arbeit begleitete hat, erzählte Barbara Klemm, warum sie noch immer analog und grundsätzlich Schwarz-Weiß arbeitet, und was sie an den Werken von Christoph Brech so fasziniert.

Marcus Wildelau und dem Team von Salzerfilm ist ein spannendes kleines Videodokument gelungen, das die sehr unterschiedlichen Arbeitsweisen von zwei faszinierenden KünstlerInnen beleuchtet. Am 23. Februar ist das Video im Diözesanmuseum zu sehen. Anschließend sprechen die Filmemacher mit Christoph Brech über seine Arbeit. Eine Künstlerführung durch die Ausstellung schließt sich an.

 

Freitag, 23. Feb. 2018, 18.30 Uhr
Eintritt: 5 Euro

Barbara Klemm fotografiert Mitte Dezember 2017 die Ausstellung "More than Rome" von Christoph Brech im Diözesanmuseum Paderborn. © Marcus Wildelau

Barbara Klemm fotografiert Mitte Dezember 2017 die Ausstellung „More than Rome“ von Christoph Brech im Diözesanmuseum Paderborn. © Marcus Wildelau

Christoph Brech im Diözesanmuseum in seiner Ausstellung "More than Rome" Dezember 2017. Barbara Klemm fotografiert Mitte Dezember 2017 die Ausstellung "More than Rome" von Christoph Brech im Diözesanmuseum Paderborn. © Marcus Wildelau

Christoph Brech im Diözesanmuseum in seiner Ausstellung „More than Rome“ Dezember 2017. Barbara Klemm fotografiert Mitte Dezember 2017 die Ausstellung „More than Rome“ von Christoph Brech im Diözesanmuseum Paderborn. © Marcus Wildelau

 

  • 14. Februar 2018

Ausstellungsteam des Diözesanmuseums Paderborn bereitet nächste große Ausstellung vor

Paderborn/Lippstadt. Wind und Wetter trotzend besuchten am Donnerstag Kuratorinnen, Restauratoren und Gotik-Experten aus Paderborn und Münster die Stiftsruine in Lippstadt und sichteten beeindruckende steinerne Schätze aus deren Fundus. „Das war für die Vorbereitung unserer kommenden großen Gotik-Ausstellung ein wichtiger Termin“, erklärte Dr. Petra Koch-Lütke Westhues vom Diözesanmuseum Paderborn. „Lippstadt wirkte in dieser Epoche prägend auf weite Teile Europas“, ergänzte der Bauhistoriker Dr. Roland Pieper (Münster).

Von Reims über Paderborn bis nach Riga

Es waren die Edelherrn zur Lippe, die entscheidenden Einfluss auf die Verbreitung der bahnbrechenden neuen Bau- und Gestaltungstechniken der Gotik in Westfalen und darüber hinaus hatten – von Lippstadt über Paderborn bis nach Riga. Die Lipper stellten mehrere Paderborner Bischöfe, gründeten Städte und bekleideten wichtige öffentliche Ämter – ihr Einfluss erstreckte sich bis nach Bremen und Utrecht. Und sie hatten einen enormen Baubedarf. Dass die Herrn zur Lippe großartige Handwerker heranholten, die bereits von den Maßstäbe setzenden französischen Baumeistern gelernt hatten, ist bis heute zu erkennen: Am Paderborner Dom, an der Lippstädter Stiftruine und den beeindruckenden steinernen Fragmenten die nach dem Einsturz dort gesichert werden konnten. Zu ihnen gehört auch eine „Lippische Rose“, die einst als schwergewichtiger Schlussstein ein Kirchengewölbe stabilisierte. In der neuen Paderborner Sonderausstellung „GOTIK – Der Paderborner Dom und die Baukultur des 13. Jahrhunderts in Europa“ (21. Sept. 2018 bis 13. Jan. 2019) wird sie in einer eindrücklichen Inszenierung zu sehen sein. Die außergewöhnlich schöne Steinmetzarbeit gehört zu jenen Zeugnissen dieser großen Epoche, die noch nie in einer Ausstellung gezeigt wurden.

Zauber der Gotik

Der Paderborner Dom ist charakteristisch für die Gotik in Westfalen und bereits sein Vorgängerbau, der von Bischof Imad errichtet und 1068 geweiht wurde, war so prächtig und bedeutend, dass man sich beim Neubau im 13. Jahrhundert an seinen Ausmaßen und Formen orientierte. Dabei strebten die genialen Baumeister der Gotik stets himmelwärts: Sie schufen mit Kunstfertigkeit, Mut und großartiger Handwerkskunst einzigartige Kathedralen – so mächtig und zugleich lichtdurchlässig, so filigran und detailverliebt, dass sie uns bis heute in ihren Bann ziehen.

Ausstellung gibt Einblick in eine faszinierende, innovative Epoche

Von Paderborn ausgehend, entwirft die Gotik-Ausstellung im Diözesanmuseum ein faszinierendes Panorama jener Zeit des Wandels und der Innovationen. Sie gibt Einblicke in die technischen und kulturellen Bedingungen für den Siegeszug der gotischen Architektur- und Bildsprache. Exponate aus ganz Europa, darunter die ältesten erhaltenen Architekturzeichnungen, die sogenannten Reimser Palimpseste, bedeutende Bildhauerwerke wie der berühmte „Kopf mit der Binde“ des Naumburger Meisters, Baupläne herausragender Kathedralen, Preziosen der Goldschmiedekunst, Elfenbeinschnitzerei und Buchmalerei, aber auch 3D-Modelle beleuchten ab September diese ereignisreiche Stilepoche. Sechs Ausstellungseinheiten nehmen Ideen und Dynamiken in den Blick, die den internationalen Erfolg der Gotik begründeten: vom Bauprozess über bahnbrechende technische Neuerungen bis zu Fragen des Kulturtransfers und des Lebensgefühls.

Die Ausstellung im Diözesanmuseum ist ein zentraler Teil des Festprogramms mit dem das Paderborner Domkapitel in diesem Jahr das 950. Weihejubiläum des Imad-Domes begeht. Die Schirmherrschaft über die Ausstellung haben der Erzbischof von Paderborn, Hans-Josef Becker, sowie Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, übernommen.

 Über eine Veröffentlichung der Pressemeldung würden wir uns freuen!

Zum Download der Pressebilder:  Mit der linken Mouse-Taste Doppelklick auf ausgewähltes Motiv, anschließend geöffnetes Bild mit der rechten Mouse-Taste einmal anklicken und im nun erscheinenden Kontextmenü „Bild speichern unter“ auswählen.

Vor der Ruine der Stiftskirche in Lippstadt: Bauhistoriker Dr. Roland Pieper, Registrarin Dr. Lisa Schäper, die Kuratorinnen Dr. Petra Koch-Lütke Westhues und Dr. Christiane Ruhmann, Restaurator Matthias Rüenauver

„Lippische Rose“ und andere Steinfragmente von der ehemaligen Stiftkirche in Lippstadt

An einem Steinfragment der Stiftskirche in Lippstadt wird eine der innovativen Methoden gotischer Bautechnik sichtbar

  • 18. Januar 2018

Pressetext, 13. Dezember 2017

Buchvorstellung: Faszinierende Publikation zur Ausstellung MORE than ROME erschienen

Paderborn. Im Rahmen einer facettenreichen Abendveranstaltung wurde in Gegenwart des Münchner Künstlers Christoph Brech das neu erschienene Buch zur aktuellen Ausstellung „MORE THAN ROME. Christoph Brech im Dialog mit der Sammlung des Diözesanmuseums Paderborn“ im Diözesanmuseum vorgestellt. Als eigenständige Erzählung greift der bildreiche Band die Themen der Präsentation auf und macht überraschende Zusammenhänge sichtbar. Wie durch ein Brennglas betrachtet, zeigt der Band unvermutete und tiefgründige Beziehungen zwischen zeitgenössischer Kunst und wichtigen sakralen Schätzen auf.

Der Foto- und Videokünstler Christoph Brech lotet mit seinen Werken Phänomene des Übergangs aus, er fängt Augenblicke großer Stille ein und betreibt ein feinsinniges Spiel mit verschiedenen Bedeutungsebenen. Gemeinsam mit dem Museumsteam hat er für die Paderborner Ausstellung 18 seiner Video-Installationen und 30 Foto-Arbeiten mit Skulpturen, Gemälden, Goldschmiedekunst und Grafik zu insgesamt 14 thematischen Inszenierungen zusammengeführt. Dabei reicht der zeitliche Bogen vom Mittelalter über den Barock und das 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Wer die Ausstellung besucht, begibt sich so auf eine beeindruckend inszenierte Zeitreise durch das ganze Haus mit seinen gestuften Ebenen und Emporen. In einer großen szenischen Bewegung führt der Künstler vom Bühnenraum über den Weltraum in den Himmel und zurück, von der Oberfläche zum Kern, von der Zerstörung zur Heilung.

Die Publikation greift die wesentlichen Teile der künstlerischen Inszenierungen auf und gibt mit eindringlichen Bildern Einblicke in die Präsentation und ihre Themen. Das Buch umfasst rund 100 Abbildungen, einen einführenden Aufsatz und kurze, prägnante Texte zu Exponaten und Installationen, die kunstgeschichtliche, historische sowie aktuelle Aspekte anschaulich beleuchten.

Christoph Stiegemann/Christiane Ruhmann (Hrsg.)
MORE than ROME –
Christoph Brech im Dialog mit der Sammlung des Diözesanmuseums Paderborn

Michael Imhof-Verlag, 120 Seiten, 23 x 23 cm, Hardcover, Preis 22,95 €

Ab 13. Dezember 2017 im Diözesanmuseum und noch vor Weihnachten auch im Buchhandel erhältlich.

 Der Künstler Christoph Brech

Christoph Brech (*1964) gilt als einer der wichtigsten deutschen Videokünstler. Seine Werke wurden von Montreal bis Madrid, von Berlin bis Taipeh in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. Er studierte 1989–1995 Malerei und Grafik bei Prof. Franz Bernhard Weißhaar an der Akademie der Bildenden Künste in München. Seit 1998 bilden Video-Kunst und -Installationen neben der Fotografie einen Schwerpunkt seines künstlerischen Schaffens.

2006 arbeitete Christoph Brech als Stipendiat der Villa Massimo, der Deutschen Akademie in Rom. Er erhielt unter anderem den Will Grohmann-Preis der Akademie der Künste Berlin, den Rom-Preis 2006 (Deutsche Akademie Rom, Villa Massimo) und den Franz Ludwig Catel-Preis, Rom, 2009. 2003 war er Artist in Residence in Montréal, Kanada.

Brechs Werke finden sich heute in renommierten europäischen Sammlungen und Museen – in der Paderborner Ausstellung sind Leihgaben aus der Kunstsammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland Berlin, dem MMK Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main, der Sammlung Goetz, München, der Stiftung Nantesbuch, Bad Homburg und der Casa di Goethe, Rom vertreten.

 Über eine Veröffentlichung der Pressemeldung würden wir uns freuen!

 

Prof. Dr. Ch. Stiegemann, Dr. Ch. Ruhmann, Christoph Brech, Generalvikar Alfons Hardt

  • 14. Dezember 2017

Presseinformation, 23. Nov. 2017

MORE than ROME.
Jetzt erscheint das Buch zur aktuellen Ausstellung im Diözesanmuseum

Paderborn. Wer die aktuelle Ausstellung im Diözesanmuseum Paderborn besucht, begibt sich auf eine beeindruckend inszenierte Zeitreise, bei der das ganze Haus mit seinen gestuften Ebenen und Emporen zum Bühnenraum wird. Die Besucher erleben einen spannungsreichen und überraschenden Dialog zwischen zeitgenössischer Kunst und zum Teil jahrhundertealten Exponaten. Mitte Dezember erscheint ein Buch zu dieser ungewöhnlichen Ausstellung.

„MORE than ROME – Christoph Brech im Dialog mit der Sammlung des Diözesanmuseums Paderborn“ lädt dazu ein, eine facettenreiche Szenographie zu erkunden: Vom Bühnenraum über den Weltraum in den Himmel und zurück, von der Oberfläche zum Kern, von der Zerstörung zur Heilung – so lässt sich der Weg beschreiben, den der international bekannte Münchner Foto- und Videokünstlers Christoph Brech angelegt hat.

Mit seinen Arbeiten lotet Brech Phänomene des Übergangs aus, fängt Augenblicke großer Stille ein und betreibt ein feinsinniges Spiel mit verschiedenen Bedeutungsebenen. Gemeinsam mit dem Museumsteam hat er 18 seiner Video-Installationen und 30 Foto-Arbeiten mit Skulpturen, Gemälden, Goldschmiedekunst und Grafik zu thematischen Installationen zusammengeführt. Dabei reicht der zeitliche Bogen vom Mittelalter über den Barock und das 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Das Buch zur Ausstellung

Mit opulenten Bildern greift das Buch zur Ausstellung die künstlerischen Inszenierungen auf und gibt kunstvoll gestaltet Einblicke in die außergewöhnliche Präsentation und ihre Themen. Es umfasst rund 100 Abbildungen, einen einführenden Aufsatz und ausführliche Beschreibungen zu den Exponaten und Installationen, die kunstgeschichtliche, historische sowie aktuelle Aspekte anschaulich beleuchten. Die hochwertige Publikation wird am 13. Dezember um 18 Uhr in der Ausstellung vorgestellt. Der Künstler ist anwesend.
Direkt im Anschluss (ab 19 Uhr) findet die zweite Veranstaltung der neuen Gesprächsreihe „Bildbetrachtungen: Die schöpferische Kraft der Worte“ statt.
www.dioezesanmuseum.de

Christoph Stiegemann/Christiane Ruhmann (Hrsg.)
MORE than ROME – Christoph Brech im Dialog mit der Sammlung des Diözesanmuseums PaderbornErscheint Mitte Dezember 2017 in Michael Imhof-Verlag
120 Seiten, 23 x 23 cm, Hardcover, Preis: 22,95 €

Wir freuen uns über eine Veröffentlichung der Pressemeldung.

 

  • 23. November 2017
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