+49 5251 125-1400   ·   museum@erzbistum-paderborn.de   ·   Di.–So. 10.00–18.00 Uhr

In den Anfängen um die Mitte des 19. Jahrhunderts verstand sich das kirch­liche Museum in erster Linie als Rettungsstation bedrohten christlichen Kunstguts. Das hat sich bis heute nicht geändert, ja dieser Aspekt gewinnt sogar wieder zunehmend an Bedeutung. Während Nachrichten über Aufgabe, Verkauf oder gar Abbruch von leer stehenden Kirchen wiederholt in den Medien standen, Schlagzeilen wie: „Deutschland schleift seine Gotteshäuser“ oder „Vom Heiligtum zur Immobilie“ die Öffentlichkeit alarmierten, wurde vom Schicksal der mehr oder weniger kunstwerten Ausstattung dieser Kirchen bisher kaum Notiz genommen.

Inventarisierung

Zur angemessenen Beurteilung ist es daher zwingend notwendig, im Vorfeld zu wissen,  was man hat. Das ­wurde in Paderborn sehr früh erkannt und so haben wir die Inventarisierung des Kunstgutes in den Kirchengemeinden seit 1987 systematisch betrieben. Derzeit wird mit mehr als 20 selbständig tätigen Kunsthistorikern in den Kirchen unter Hochdruck gearbeitet und Ende 2010 wird der gesamte Bestand in den ehemals 800 Pfarreien des Erzbistums zentral erfasst sein. Darüber hinaus sind wir dazu übergegangen, dezentral über das Erzbistum verteilt profanierte Kirchen als Depots zu übernehmen, sie sicherungstechnisch auszurüsten und dort Kunstgut einzulagern.

Externe Depots

Inzwischen wurden einige wenige profanierte Kirchen einer sinnvollen Verwendung als Magazin für ausgelagerte Kirchenausstattungen zugeführt. So gelingt es, der häufig unter dem Druck der Schließung vorschnell veranlassten Entsorgung wertvoller Ausstattungsstücken vorzubeugen, die Vorgänge zu entschleunigen und Zeit zu gewinnen, um gute Lösungen für den Erhalt und die weitere Verwendung der Ausstattungsstücke zu finden.

Darüber hinaus existieren noch weitere, ältere Depots in anderen Orten des Erzbistums.

Ausstellung Was du ererbt von deinen Vätern