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7e goes ROM oder wie werbe ich für eine große Kunstausstellung vor den Toren meiner Schule? Die 28 Jungen der Klasse 7e des Gymnasiums St. Michael sind tief eingetaucht in die Welt der Werber und der Kunst. Für die Ausstellung WUNDER ROMs im Blick des Nordens haben sie Plakatideen entwickelt, ein Video gedreht und  Interviews geführt.

Zwei volle Unterrichtstage wurden zum „Klausur-Camp“ mit Klassenlehrerin Petra Ritter-Osterfeld und Museumspädagogin Heike Bee-Schroedter. Erst einmal musste man eintauchen in die fremde Welt der Museumsleute, die Ausstellungsidee verstehen und über Werbung diskutieren. Was kann neugierig machen? An wen wollen wir uns richten? Und über welche Wege erreichen wir unsere Zielgruppen? Ein strammes Arbeitspensum für die Siebtklässler.  Die beiden Vorbereitungstage waren bereits im Februar, als von der Ausstellung, die erst am 31. März eröffnet wurde, noch gar nichts zu sehen war.

„Die Schüler sprudelten vor Ideen und planten eifrig erste Schritte zur Realisierung ihrer Werbeprodukte. Es war toll zu beobachten, wie sie hier mit Engagement bei der Sache waren.“ fasst die Klassenlehrerin Frau Ritter-Osterfeld  die beiden außergewöhnlichen Projekttage zusammen.

Es folgten arbeitsreiche Wochen, in denen  immer wieder Neuland betreten wurde: Interviews wurden geführt und aufgezeichnet. Von der Kuratorin bis zu den Museumstechnikern vom Aufbauteam mussten alle Rede und Antwort stehen und taten das gerne. Neben der Klassenlehrerinlehrerin standen den Schülern auch der Kunst- und der Musiklehrer der Klasse tatkräftig bei diesem Projekt zur Seite.

Bald war klar: Wir drehen ein Video! Also Storyboard schreiben, diskutieren, Locations suchen, Ausrüstung besorgen, üben, drehen, schneiden, usw. Jetzt ist ein fast zwei Minuten langer, schwungvoller Film fertig und wird als Teil der Videopräsentation zur Ausstellung an der Eingangsfassade des Diözesanmuseums gezeigt. Dort turnt in rasantem Tempo eine Gruppe Jungen durch die Sporthalle, springt auf die Straße, erobert mit halsbrecherisch erscheinenden Aktionen das Paderquellgebiet und entert das Museum, um am Ende schlicht zu fragen: Liegt Dir auch etwas an Rom? Erreichen wollen die 13 bis 14 Jahre alten Schüler mit dem Werbe-Video vor allem jüngere Besucher.

Eine Auswahl der in diesem Projekt entstandenen Plakate ist ab dem 24. Mai im Foyer des Museums zu sehen. Später sollen sie an verschiedenen Orten in der Stadt und auch in der Michaelsschule ausgestellt werden, um die Aufmerksamkeit auf die Ausstellung zu lenken. Die Interviewskripte halten für alle Rom-Interessierten Wissenswertes zur Ausstellung und zu den Wundern Roms auf der Schul-Homepage bereit.