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Die Ankunft der Marmorhand Kaiser Konstantins am 23. Maerz 2017 zur der Wunder Roms Ausstellung im Dioezesanmuseum Paderborn, Foto: Notenhans

Die Ankunft der Marmorhand Kaiser Konstantins am 23. März 2017 zur  Ausstellung WUNDER ROMs im Dioezesanmuseum Paderborn. Foto: Diözesanmuseum

Einzigartige Leihgabe aus Rom in Paderborner Ausstellung zu sehen.

Es ist eine Sensation: Erstmals ist die berühmte Marmorhand der Kolossalstatue Kaiser Konstantins in Deutschland zu sehen. Für die große Sonderausstellung WUNDER ROMs im Blick des Nordens wurde sie vom Innenhof der Kapitolinischen Museen über die Alpen nach Paderborn transportiert und mit höchster Perfektion und Maßarbeit in die Ausstellungsräume gebracht. Dort kann sie bis zum 13. August bewundert werden. Die 1,70 hohe und 900 kg schwere Hand aus der Zeit um 315 zieht seit Jahrhunderten tausende Romreisende in ihren Bann.
„Es ist für uns eine große Ehre und ein außerordentlicher Vertrauensbeweis, dass die römischen Kollegen der Kapitolinischen Museen uns dieses Exponat von Weltrang für unsere WUNDER ROMs-Ausstellung ausleihen“, freut sich Prof. Dr. Christoph Stiegemann, Direktor des Diözesanmuseums Paderborn. Vorausgegangen waren intensive Leihverhandlungen zwischen dem Paderborner und dem Römischen Museum. „Diese wunderbaren Zusagen sind nicht zuletzt auch die Frucht der guten Zusammenarbeit bei unseren vergangenen Ausstellungen, z.B. bei CREDO – Christianisierung Europas im Mittelalter‘ 2013 oder bei ,CARITAS – Nächstenliebe von den frühen Christen bis zur Gegenwart‘ 2015“, ergänzt der Museumsdirektor.
Die Marmorhand gehörte zu der mit Sockel einst 15 Meter hohen kolossalen Sitzstatue, die Kaiser Konstantin als Zeichen seiner Macht errichten ließ, nachdem er Kaiser Maxentius 312 n. Chr. in der historisch bedeutsamen Schlacht an der Milvischen Brücke besiegt hatte. In den folgenden Jahrhunderten zerstört und vergessen, kamen Fragmente des Standbilds, darunter auch der riesige Kopf und der Fuß der Statue, erst 1486 wieder ans Licht. Forschungen haben ergeben, dass die Hand einen Stab hielt, um den sich der Zeigefinger legte. Der heute nach oben ragende und für die Hand charakteristische Finger wurde erst nach der Auffindung ergänzt.