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Großartiges liturgisches Gefäß des Paderborner Künstlers Walther Cohausz
geht als Schenkung an das Diözesanmuseum

Pxyis von Walther Cohausz, Silber, getrieben, teilvergoldet, Email-á-jour, B. 18,8 cm, h. 3 cm, 19664/65; Foto: Noltenhans

In faszinierendem, tiefem Türkisblau schimmert die flache Email-Kuppel im Deckel der kostbaren Pyxis, die Generalvikar Alfons Hardt und Direktor Prof. Dr. Christoph Stiegemann heute als Geschenk für die Sammlung des Diözesanmuseums erhalten haben. Das liturgische Gefäß für geweihte Hostien entstand 1964/65 als Meisterarbeit des Paderborner Künstlers Walther Cohausz an der Werkkunstschule in Düsseldorf. Die Geschwister des Künstlers, Franz und Birgitta Cohausz, übergaben die außergewöhnliche Arbeit persönlich und freuen sich, dass sie jetzt Teil des Museumsbestandes ist.

Historischen Techniken und neue, kreative Wege

Walther Cohausz war ein herausragender Gold- und Silberschmied, der sowohl mit seinen sakralen als auch mit seinen weltlichen Arbeiten neue, kreative Wege beschritt. Er verblüffte immer wieder mit seinem Ideenreichtum und schuf, als profunder Kenner historischer Techniken, Werke von zeitloser Schönheit. Die Pyxis, aus getriebenem, teilweise vergoldetem Silber mit ihrer feingegliederten Email-á-jour-Kuppel ist dafür ein besonders schönes Beispiel. Bei dieser alten, auswendigen Technik hat das Email keinen Untergrund und wirkt so durchscheinend wie milchiges Glas.

Faszinierende Werke aus Gold, Silber und Email

Die künstlerische Verarbeitung von Email in Verbindung mit Gold und Silber eröffnete Cohausz eine Fülle von Gestaltungsmöglichkeiten. Im Jahr 1962 fertigte er eine goldene Bürgermeisterkette für die Stadt Paderborn. In

Birgitta und Franz Cohausz, Prof. Dr. Christoph Stiegemann und Generalvikar Alfons Hardt mit der Goldschmiedearbeit des Künstlers Walther Cohausz. Foto: Noltenhans

seiner 1975 gegründeten Paderborner Werkstatt entstand ein großes Wandreliquiar zu Ehren der Seligen Pauline von Mallinckrodt für den Paderborner Dom. Und im Auftrag von Kardinal Meisner schuf er eine Silbertaube als Behälter für Chrisam, das Salböl.

Entwurfszeichnung gibt Einblick in die Arbeitsweise des Meisters

Ein wichtiger Teil von Walther Cohausz‘ Arbeit waren Entwürfe, die er oftmals mit Freunden diskutierte. Hatten sie der kritischen Auseinandersetzung standgehalten, ging es an die Umsetzung, die zum Teil in den Händen seiner Mitarbeiter lag. Zur Schenkung der Familie Cohausz an das Diözesanmuseum gehört auch die Entwurfszeichnung zur Pyxis, die die Arbeitsweise des Künstlers deutlich macht.

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