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Paderborn. Rom ist eine sagenhafte Stadt. Fast jeder verbindet eine persönliche Erinnerung, eine Vorstellung, eine Idee mit dieser „Hauptstadt der Welt“, wie Goethe sie einst nannte. Und so kamen viele Vorschläge zusammen für ein aufregendes und ungewöhnliches Begleitprogramm zur Aus­stellung „WUNDER ROMs im Blick des Nordens“ (31.3.-13.8.17) im Diözesanmuseum Paderborn. Ein 10-seitiger Flyer bündelt in Kurzform das Wesentliche zum Estate Romana, dem Römischen Sommer in Paderborn. Hintergrundinformationen und das vollständige Programm mit 29 Terminen von Anfang April bis Anfang August, hält die Website bereit: www.wunder-roms.de (unter Ange­bote/Termine – Veranstaltungen)

Große Namen, wunderbare Geschichten

Gleich zwei Büchner-Preisträger/innen kommen im Mai nach Paderborn: Sibylle Lewitscharoff und Martin Mosebach. Lewitscharoff (30.05.) hat ihren Roman „Das Pfingstwunder“ im Gepäck. Es geht um eine wissenschaftliche Dante-Tagung in Rom. In dem Augenblick, als die Glocken des Petersdoms das Pfingstfest einläuten, werden die Teilnehmer von Verzückung ergriffen, „reden in Zungen“ und erklimmen die Fensterbänke, um in den römischen Abendhimmel zu fliegen.
Martin Mosebach beginnt seinem Essay „Nach Rom zurückkehren“ mit der Frage: „Warum fahren alle Leute nach Rom?“. Er philosophiert über die Stadt, schaut auf ihre antike Größe, ihre Wunden und liebenswert Alltägliches. In Paderborn spricht er mit Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Detering, dem Präsidenten der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung (17.05.) über Rom und die Literatur.
Rom zog auch Komponisten magisch an, zu ihnen gehörten Händel, Mendelssohn und Liszt. Bildende Kunst trifft Musik, lautet das Motto eines Abends (6.7.) bei dem der international renommierte Foto- und Videokünstler Christoph Brech, zwei profilierte Musikwissenschaftlerinnen und junge Musiker zusammenkommen. Für Brech, der mit rund 40 Arbeiten in der Ausstellung vertreten ist, hat Musik einen hohen Stellenwert, auf überraschende und unmittelbare Weise überträgt er sie ins Bild.

Entdecken. Erfahren. Erforschen.

Zeichnen und fotografieren, vergolden und prägen, Theater spielen oder den Bildern einer ver­sunkenen Zeit nachspüren – darum geht es bei den 11 Workshops und Kursen im Diözesanmuseum. Gut die Hälfte davon richten sie sich an Erwachsene, wie die Kurse von Claria Stiegemann. Die Kunst­historikerin und Kunstpädagogin macht Maß, Proportion und Körperhaltung zum Thema (8./9.4.) oder erforscht mit den Teilnehmer/innen das Volumen und die Figur im Raum (29./30.4.). Dabei geht es nicht um eigene künstlerische Begabung sondern vielmehr um das Wiedererlernen des genauen Hinschauens durch das Zeichnen.
Genaues Betrachten ist auch beim „Wunder-Workshop“ (1./2. + 9.7.) wichtig. Erstmals bieten das Theater Paderborn und das Diözesanmuseum gemeinsam einen Kurs an. Die Teilnehmer/innen des Römischen Theaterspiel-Wochenendes dürfen frei assoziieren und fantasieren bis sie eine gemeinsame Form finden, in der sowohl Platz für abstrakte Kunst, als auch für den deutschen Touristen mit Socken in Sandalen ist. Die Aufführung des Erarbeiteten findet im Museum statt.
Für alle Workshops und Kurse gilt: Es gibt es nur wenige Plätze – schnell anmelden!

Zwischen Mittelalter und Fellini-Film – 7 Dialoge im Museum

Wer das Faszinosum Rom lieber gedanklich erforschen möchte, ist herzlich eingeladen zum Dialog. Die siebenteilige Gesprächsreihe „Rom, Blicke: verewigt, gegenwärtig“ ergründet Kunst- und Kultur­geschichte, Literatur und Film. Die Vielfalt der Rombilder, ihre geschichtlichen Veränderungen und die Kontroversen, die mit und um sie geführt werden, diskutiert an sieben Abenden Prof. Dr. Lothar van Laak, Universität Paderborn, mit Kulturhistorikern, Kunsttheoretikern, Film- und Literaturwissen­schaftlern direkt an den Exponaten der Ausstellung oder anhand von historischen, literarischen und filmischen Beispielen. Die „Dialoge im Museum“ finden ab dem 20. April jeweils an Donnerstagen um 19.00 Uhr statt.

Mit Stimme, Harfe und Orgel

Für die Poetry-Slamer Sarah Lau, Dean Ruddock, Christopher Rott, Jörg Schwedler und Karsten Strack ist Rom ein „großes“ Thema. Am 12. Mai sind sie wieder im Museum und laden ein zum RO(A)MING AROUND.
Die inklusive Autorengruppe (K)ein Kommentar stellt ihre selbst verfassten Texten bei einer Matinée (21.5.) vor. Schon bei der großen Caritas-Ausstellung, 2015, waren die Autorinnen mit eigenen Inter­pretationen zu ausgewählten Exponaten dabei. Für die Musik sorgt der Freundeskreis der Veeh-Harfen.
Einen musikalischen Hochgenuss verspicht das Konzert in der Paderborner Marktkirche am 24. Juni: „Vom Glanz der Vokalmusik in der Ewigen Stadt“ lautet der Titel. Zu hören sind u.a. Werke von Monteverdi, da Palestrina und Franz Liszt. Mit dabei u.a. die Gregorianik-Schola Marienmünster und Corvey.

Von Poetry-Slam bis Zeichenkurs – Rom für alle

Für Kinder und Jugendliche gibt es bei den WUNDERN ROMs viel zu entdecken. Neben den fünf Workshop-Angeboten beim „Estate Romana“ werden Einzelbesucher/innen von 4 bis 14 Jahren unter „Angebote für Gruppen und Schulen“ auf der Website www.wunder-roms.de fündig. Insbesondere das Ferienprogramm ist üppig und reicht von Poetry-Slam bis Zeichenkurs.
Informationen zum umfangreichen museumspädagogischen Angebot für Schulen gibt es sowohl auf der Website als auch in einer Broschüre, die, ebenso wie der Flyer zum Römischen Sommer, im Museum erhältlich ist.

Über eine Veröffentlichung der Pressemeldung würden wir uns freuen!

Pressebilder zum Download:

Sibylle Lewitscharoff, Quelle Wikipedia/Foto: Heike Huslage-Koch/Lesekreis

Sibylle Lewitscharoff, Quelle Wikipedia/Foto: Heike Huslage-Koch/Lesekreis

Christoph Brech zu Besuch im Diözesanmuseum Paderborn

Christoph Brech zu Besuch im Diözesanmuseum Paderborn
Foto: Diözesanmuseum Paderborn

Entdecken, erfahren, erforschen - die Rom-Workshops im Diözesanmuseum. Foto: Diözesanmuseum Paderborn

Entdecken, erfahren, erforschen – die Rom-Workshops im Diözesanmuseum. Foto: Diözesanmuseum Paderborn

Die Kunsthistorikerin und Kunstpädagogin Claria Stiegemann bei der Vorbereitung ihrer Workshops. Foto: Diözesanmuseum Paderborn

Die Kunsthistorikerin und Kunstpädagogin Claria Stiegemann bei der Vorbereitung ihrer Workshops. Foto: Diözesanmuseum Paderborn