+49 5251 125-1400   ·   museum@erzbistum-paderborn.de   ·   Di.–So. 10.00–18.00 Uhr

Für Kindergeburtstagefeiern im Diözesanmuseum

haben wir zwei Themenstränge ausgearbeitet. Sie beziehen sich entsprechend der Altersgruppen und Fähigkeiten auf

  • jüngere Kinder von fünf bis sieben Jahren (Programme D1 + D2)
  • und Kinder von acht bis zwölf Jahren (Programme E1 + E2)

Die angebotenen Themen widmen sich schwerpunktmäßig einzelnen Aspekten und Objekten der Sammlung. Neben einer einführenden Betrachtung und Erläuterung einzelner Kunstgegenstände im Gespräch mit den „geladenen Gästen“ der Geburtstagsrunde wird im Anschluss noch ein praktischer Teil durchgeführt. Die gebastelten Objekte können mit nach Hause genommen werden.

Für die Kindergeburtstage im Museumsatelier ist eine rechtzeitige verbindliche Anmeldung erforderlich. Bei Stornierungen einen Tag vor Veranstaltungsbeginn oder bei Nichterscheinen der Gruppe bis 30 Minuten nach dem vereinbarten Termin ist der Gesamtpreis zu entrichten. Kuchen und Getränke können gerne mitgebracht werden!

Tipp: Es kann im Farbenrausch und Klebestress schon mal einen Fleck geben, der nicht mehr zu entfernen ist! Daher bitte olle Klamotten anziehen.

Teilnehmerzahl: 6 bis 12 Kinder
Dauer: 2 Stunden
Kosten Kindergeburtstag: 45,00 € inkl. Materialkosten
Beratung: Claudia Westermann, Tel. (0 52 51) 125-1400

Angebote für Kinder von 5 bis 7 Jahren

(D1) Klein und fein … Ein Schatzkästlein

Für Kinder von 5 –7 Jahren

In den drei alten Gewölben der Schatzkammer unseres Museums gibt es viel zu sehen. In dem kleinsten stehen in der Mitte zwei rechteckige, kostbar gearbeitete Kästchen. Sie sind fast 1000 Jahre alt und nicht nur deshalb etwas ganz besonderes, weil wir wissen, wer sie hergestellt hat: Es war vermutlich ein Mönch, der auch als Goldschmied tätig war. Er hieß Rogerus und lebte in dem Kloster Helmarshausen an der Weser, nicht weit von Paderborn entfernt. Er war wegen seines Wissens und seines handwerklichen Könnens schon zu Lebzeiten ein berühmter Mann. Rogerus beherrschte nicht nur alle möglichen damals bekannten Techniken des Goldschmieds auf das Feinste, er war auch ein wissbegieriger Mensch, der seine Kenntnisse nicht nur für sich „im stillen Kämmerchen“ behielt, sondern sie für die Nachwelt aufgeschrieben hat.

Die kleinen Kästchen dienten den Bischöfen dazu, auf ihren weiten Reisen die Heilige Messe zu feiern. Im Innern bargen sie kostbare Reliquien von Heiligen, die man wegen ihres vorbildlichen Lebens besonders verehrte.
Auch Ihr habt sicher Kostbarkeiten, die von Euch geschätzt werden und die Ihr an einem besonderen Ort aufbewahrt. Wir wollen heute selbst eine kleine Schatztruhe basteln, in der Ihr dann zu Hause eure Schätze hüten könnt.

(D2) Fabelhafte Wesen und andere Tiere

Für Kinder von 5 – 7 Jahren

Wer vermutet schon, im Museum so seltsamen Wesen wie Drachen und Einhörnern zu begegnen? Kennt Ihr zum Beispiel die Geschichte vom heiligen Georg? Er kämpfte ritterlich und heldenhaft mit einem grauenhaften Untier und rettete einer kleinen Prinzessin dadurch das Leben.

Aber nicht nur Drachen tummeln sich im Museum. Da gibt es auch noch so manch anderes Tier zu entdecken. Man muss nur genauer hingucken, denn oft verstecken sie sich ein wenig in den Bildern und Figuren und sind nicht auf den ersten Blick ausfindig zu machen.

Gemeinsam werden wir uns im Museum auf die Suche begeben und dabei eine ganze Menge über die fabelhaften und auch über die ganz normalen Tiere, ihre Eigenschaften und ihre Bedeutungen erfahren.
Und dann geht’s ans Selbermachen! Aus einem Klumpen Efaplast lassen sich „fabelhafte Wesen“ kneten. Die könnt Ihr anschließend knallbunt bemalen, und ein Plätzchen für das Getier habt ihr sicherlich zu Hause schon bereit.

Angebote für Kinder von 8 bis 12 Jahren

(E1) Eine Platte – Viele Bilder. Die Radierung

Für Kinder von 8 – 12 Jahren

An was denkt ihr bei dem Wort „Radierung“? An missglückte Bleistiftzeichnungen und das verflixte Ausradieren? Aber nein, weit gefehlt. Was wir heute machen wollen, ist etwas ganz anderes. Wir wollen drucken! Das ist zwar nicht so einfach, aber mit ein wenig Hilfe könnt ihr es bestimmt schnell lernen und ganz tolle Sachen machen!

Schon die Goldschmiede im Mittelalter kannten das Gravieren in Metallplatten, und schufen wunderschöne, kunstvolle Gegenstände. In früheren Zeiten, als es noch keine Fotos gab, benutzte man die Technik des Gravierens um viele Bilder von einem Motiv herzustellen und unter die Leute zu bringen.

Wir wollen im Museumsatelier Genaueres über diese interessante Technik erfahren, uns anregen lassen und anschließend selber Hand anlegen. Wir ritzen ein Bild in eine Platte und werden sie dann als Druckstock verwenden. Auf diese Weise lassen sich wunderschöne Postkarten machen: Einladungen zum Geburtstag zum Beispiel oder Bilder für die Wand zu Hause.
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(E2) Kopf und Kragen. Kleine Büsten

Für Kinder von 8 – 12 Jahren

Im Museum gibt es eine ganze Reihe von interessanten Büsten, die auf hohen Sockeln stehen. Büsten – das sind Figuren, die nur aus Kopf und Schultern bestehen. Im Mittelalter hat man in ihrem Inneren das Kostbarste aufbewahrt, was die Kirchen und Klöster besaßen: die Reliquien von Heiligen. So bewahren wir im Museum z. B. die großen Büsten von Kaiser Heinrich und seiner Frau Kunigunde auf. Und sicherlich kennt Ihr auch die großen silbernen Büsten des heiligen Liborius und des heiligen Meinolphus gleich auf der Eingangsebene des Museums.

In späterer Zeit schnitzten die Bildhauer und malten die Maler gerne auch Büsten von berühmten Persönlichkeiten. In den Zeiten als es noch keine Fotografien gab, waren solche Büsten von großer Bedeutung, um dem Volk ein Bild von Kaisern und Königen, Bischöfen und auch von vielen Heiligen vor Augen zu führen.

Wir wollen uns diese Büsten einmal genauer ansehen und anschließend selber eine kleine Büste herstellen: vielleicht ein Bild von unseren besten Freunden oder von uns selbst.