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Ein vielfältiger Beitrag des Diözesanmuseums zum Weltjugendtagstreffen in Paderborn

3000 französische Teilnehmer am Weltjugendtag in Krakau legten einen Zwischenstopp auf ihrer Reise in Paderborn ein. Sie folgten dabei einer Einladung des Paderborner Erzbischofs Hans-Josef Becker unsere Stadt und das katholische Leben hier kennenzulernen. Das Organisationsteam um die Pastoralreferentin Maren Gödde hatte diesen Tag schon lange vorbereitet und auch das Diözesanmuseum beteiligte sich mit 5 Angeboten an dem vielfältigen Programm in der Innenstadt. Ganz im Zeichen der Verbundenheit mit der Partnerstadt und dem Bistum Le Mans standen die Führungen und kreativen workshops, die die Museumspädagogin Heike Bee-Schroedter mit dem Paderborner Künstlerverein Paderborner Kreaturen entwickelte und organisierte.

So präsentierten die Museumsführerinnen den Besuchern wertvolle Kunstschätze, die Zeugnis von der Überführung der Gebeine des hl. Liborius von Le Mans nach Paderborn und von seiner Verehrung als Bistumspatron geben. Interessiert lauschten die Gäste den Ausführungen, die von ehrenamtlichen Dolmetscherinnen engagiert ins Französische übersetzt wurden; Fragen wurden gestellt, Gespräche entstanden und mit einem fröhlichen „Merci! Au revoir!“ verließen die jungen Franzosen anschließend das Museum.

Die freundschaftlichen Verbundenheit beider Städte und Kirchen, initiiert durch die Reliquientranslation des hl. Liborius im Jahr 836, war auch Thema des großformatigen Graffitis, das der Paderborner Künstler Klaus Born mit insgesamt gut 100 Besuchern im Innenhof des Gemeindeforums St. Liborius anfertigte. Mit der Konturierung einige Bildelemente hatte er auf der fast 6m langen Stoffbahn die Komposition des Graffitis vorgegeben. Die aufgestellten Farbdosen motivierten dann viele Jugendliche selbst Hand anzulegen und loszusprühen. So entstand ein farbintensives Gemeinschaftskunstwerk, das während der Liboriwoche in der Libori-Oase zu bewundern sein wird.

Zwei „ateliers creatifs“ im Pfarrheim St. Liborius luden die Teilnehmer zur Herstellung individuell gefertigter Erinnerungsstücke ein. Laura Schlütz, Textil- und Designkünstlerin, hatte das Logo des Tages für einen Siebdruckmotiv genutzt, und so haben über 250 französische Pilger mit dieser Technik rot leuchtende Halstücher mit einer Druckpresse selbst gestaltet.  Laureen Schlütz lud als Graphikerin zu einem Zeichenworkshop der besonderen Art ein: auf Steine, dem traditionellen Attribut des hl. Liborius, konnten die Teilnehmer mit Acrylfarben und Pinsel Bildmotive auftragen. Da durfte der Pfau als Wegweiser für den Weg nach Paderborn natürlich nicht fehlen….

Auf einem Foto-Walk konnten die französischen Gäste mit dem Fotografen Juan Zamalea auf den Spuren des Liborius durch Paderborn spazieren. Er vermittelte Ihnen dabei – unterstützt durch zwei engagierte Dolmetscherinnen- nicht nur Wissenswertes über z.T. versteckt liegende Orte wie die kleine Liborius-Kapelle auf dem Gelände der Theologischen Hochschule, sondern gab ihnen auch Tipps fürs Foto-shooting.

Fazit: ein gelungener Tag mit heiterer Stimmung und anregenden Begegnungen, die die jahrhundertealte Tradition der Freundschaft zwischen le Mans und Paderborn mit Leben füllte!