+49 5251 125-1400   ·   museum@erzbistum-paderborn.de   ·   Di.–So. 10.00–18.00 Uhr

Zwei Büchner-Preisträger und ihre Sicht auf Rom. Martin Mosebach und Sibylle Lewitscharoff zu Gast in Paderborn

PADERBORN. Gleich zwei Büchner-Preisträger hat das Diözesanmuseum Paderborn im Mai in die Paderstadt eingeladen: Martin Mosebach und Sibylle Lewitscharoff. Beide Autoren haben sich in ihrem literarischen Werk auf ganz unterschiedliche Weise mit der Ewigen Stadt auseinandergesetzt und damit unzählige Leser in ihren Bann gezogen. Ihr jeweiliger Blick auf Rom ergänzt und erweitert die Perspektive der großen kunst- und kulturhistorischen Sonderausstellung „WUNDER ROMs im Blick des Nordens – von der Antike bis zur Gegenwart“, die noch bis zum 13. August im Diözesanmuseum Paderborn zu sehen ist.

Martin Mosebach – Lesung und Gespräch, 17. Mai, 19 Uhr
Mit einer Liebeserklärung an die Metropole am Tiber, die sich – einem roten Faden gleich – auch durch die Paderborner Ausstellung zieht, eröffnet Martin Mosebach als Gastgeber den 2010 erschienen Band Rom, ewige Stadt, Sehnsucht im Klischee? (Corsofolio):Das ist es wohl, was man in der Geschichte ‚ewig‘ nennet: über die Epochenbrüche, über die Untergänge, die Katastrophen und Kultur-und Mentalitätswandlungen hinweg am Leben zu bleiben, in den Ruinen der Vergangenheit ein Versprechen für die Zukunft erkennen zu können.

In dem am 17. Mai stattfindenden Paderborner Gespräch wird sich Martin Mosebach mit Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Detering, Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Göttingen, dem Thema Rom in der Literatur der Gegenwart – Nach Rom zurückkehren annähern und ausgewählte Texte aus seinem literarischen Werk vortragen. Der als freier Schriftsteller in Frankfurt a. M. lebende Martin Mosebach wurde 2007 mit dem Georg-Büchner-Preis und 2013 mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgezeichnet. 2014 war Mosebach als Stipendiat der Deutschen Akademie Villa Massimo längere Zeit in Rom.

Heinrich Detering, Professor für Neuere deutsche Literatur und Vergleichende Literaturwissenschaft in Göttingen, übernahm Gastprofessuren an zahlreichen europäischen und außereuropäischen Universitäten, ist Träger der Werner-Heisenberg-Medaille, Ritter des Dannebrog-Ordens und war 2008 Ehrengast der Villa Massimo.

Veranstaltungsort: Auditorium Maximum der Theologischen Fakultät Paderborn, Eintritt: 5 EUR

 

Sibylle Lewitscharoff – Autorenlesung „Das Pfingstwunder“, 30. Mai, 19 Uhr
Die Büchner-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff liest am 30. Mai aus ihrem 2016 veröffentlichten, hochgelobten Roman „Das Pfingstwunder“ (Suhrkamp). Schauplatz ist Rom, genauer, der altehrwürdige Saal der Malteser auf dem römischen Aventin, mit Blick auf den Petersdom. Hier haben sich Dante-Gelehrte zu einer Tagung zusammengefunden. Im Mittelpunkt steht die Göttliche Komödie, Dantes realismusgetränkter Einblick in die Welt nach dem Tod. Als die Kirchenglocken das Pfingstfest einläuten, bahnt sich ein Ereignis unbegreiflicher Art an…

Es ist „… eine Tour d’Horizon voller Eleganz, Schönheit und nicht zuletzt Humor… Dieser Roman schlägt wie ein Komet aus einer fernen Sternenwolke in die Gegenwartsliteratur ein“, schreibt Spiegel Online Autor Björn Hayer (14.09.2016) und reiht sich damit ein in die euphorischen Stimmen zu Lewitscharoffs jüngstem Werk.

Die Lesung wird moderiert von Professor Erich Garhammer, der den Lehrstuhl für Pastoraltheologie an der Universität Würzburg innehat und dessen besonderer Forschungsschwerpunkt auf der Auseinandersetzung mit der modernen Literatur liegt.

Veranstaltungsort: Auditorium Maximum der Theologischen Fakultät Paderborn, Eintritt: 5 EUR