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Lange Zeit war Rom nicht größer als eine heutige Kleinstadt – gemessen an seiner ideellen Größe also bestenfalls ein Dorf. Doch dieses Rom hatte bereits seit Jahrhunderten eine ungebrochene Anziehungskraft, dass spiegeln schon frühe literarische Quellen. Unterhaltsam, aufschlussreich und humorvoll sprachen darüber Prof. Dr. Meinolf Schumacher vom Lehrstuhl für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld und Prof. Dr. Lothar van Laak vom Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft der Universität Paderborn beim 1. Teil der Reihe „Dialoge im Museum“ (20.04.17). Die Ausstellung WUNDER ROMs im Blick des Nordens widmet der Pilgerstadt Rom besondere Aufmerksamkeit und zeigt einzigartige Pilgerführer. Diese mächtigen und kostbaren Bücher waren natürlich nicht dazu geeignet, gemeinsam mit den Seelenheil suchenden Nordlichtern die beschwerliche Reise in den Süden anzutreten: viel zu dick und zu schwer. Welche Bewandtnis hatte es also mit diesen zu ihrer Zeit sehr beliebten Werken? Sie ermöglichten eine „virtuelle“ Reise nach Rom, führte Prof. Schumacher aus.  Hier konnte man die sieben Pilgerkirchen betrachten und fand Möglichkeiten sozusagen aus der Ferne Buße zu tun. Auch könnten die Abbildungen in den Pilgerführern als Vorlage für die Darstellungen dieser wichtigen römischen Pilgerorte auf Kirchenaltären in Klöstern und Städten nördlich der Alpen gedient haben.

Die nächste Veranstaltung der Reihe „Dialoge im Museum“ findet am 11. Mai um 19 Uhr statt. Das Thema: Rom in Geschichte und Kultur der frühen Neuzeit. Zu Gast ist dann Prof. Dr. Johannes Süßmann  von der Fakultät für Kulturwissenschaften der Universität Paderborn, der das Thema dann im Dialog mit Prof. Dr. Lothar van Laak direkt bei den ausgewählten Exponaten beleuchten wird.