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Marientod (Fragment Detail), Umkreis des Meisters von Liesborn, 2. Hälfte 15. Jahrhundert, Foto: Ansgar Hoffmann

Marientod (Fragment Detail), Umkreis des Meisters von Liesborn, 2. Hälfte 15. Jahrhundert, Foto: Ansgar Hoffmann

„Es ist eine Sensation und wir sind stolz und glücklich, dass es uns gelungen ist, diese 14 Spitzenwerke mittelalterlicher Malerei und Skulptur aus der Sammlung Thomée zu erwerben“, sagte Museumsdirektor Prof. Dr. Christoph Stiegemann bei der Pressevorstellung am 8. November 2016. „Es ist der bedeutendste Sammlungszugang in unserer mehr als 160-jährigen Geschichte.“

Es handelt sich um Arbeiten von herausragender künstlerischer Qualität, darunter drei Sandsteinfiguren des Münsteraner Bildhauers Johann Brabender aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, die zu den schönsten Figuren aus dem Spätwerk des Bildhauers zählen, das Fragment eines seltenen Tafelbildes des Meisters von Liesborn und seinem Umkreis aus dem 15. Jahrhundert sowie weitere Spitzenwerke aus der Zeit der Romanik und dem späten Mittelalter.

Alle diese Kunstwerke stammen aus dem Besitz des preußischen Landrats Dr. Fritz Thomée (1862-1944). Seine Sammlung zählt zu den wichtigsten Konvoluten mittelalterlicher Kunst in ganz Deutschland. Thomée war zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der großen Sammlerpersönlichkeiten seiner Zeit: Er stand in engem Kontakt mit bekannten nationalen Sammlern wie dem Kölner Domkanoniker Alexander Schnütgen und pflegte den Austausch mit den Berliner Museen und Museumsbeamten unter Wilhelm von Bode.

„Diesen über drei Generationen in Privatbesitz gehüteten Schatz spätmittelalterlicher Kunst nun auf Dauer in Paderborn – gewissermaßen an seinem angestammten Platz – bewahren und präsentieren zu können, ist Anlass zu großer Freude“, unterstrich Alfons Hardt, Generalvikar des Erzbistums Paderborn die Bedeutung des spektakulären Erwerbs.

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