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24. Juni 2017: Außergewöhnliches Konzert zur Ausstellung WUNDER ROMs in der Paderborner Marktkirche

Ensemble Col Voc, Fotorechte: Col Voc

Rom und die Musik: Nicht nur bildende Künstler waren fasziniert von der Metropole am Tiber, ganze Musikergenerationen pilgerten zu Meistern ihres Faches nach Italien – nach Venedig, Neapel und ins Zentrum des Christentums – nach Rom. Am Samstag, dem 24. Juni, 20 Uhr, wird die beeindruckende Paderborner Marktkirche mit ihrem prächtigen goldenen Altar, zum Konzertraum für Vokalmusik der Ewigen Stadt. Es ist das einzige Konzert im Rahmenprogramm ESTATE ROMANA der großen Sonderausstellung WUNDER ROMs im Blick des Nordens, die noch bis zum 13. August im Diözesanmuseum Paderborn zu sehen ist.

Das Konzert Vom Glanz der Vokalmusik in der ewigen Stadt schlägt als stimmgewaltige Zeitreise einen Bogen vom gregorianischen Gesang über Motetten des herausragenden Meisters der Kirchenmusik G. P. da Palestrina, zu Claudio Monteverdis grandioser, sechsstimmiger „Missa in illo tempore“, zu Werken von Franz Liszt und den außergewöhnlichen Bildvertonungen des zeitgenössischen Komponisten Walter Steffens.

Alle hatten auf ihre Weise mit Rom zu tun. Steffens war 1987 und 1989 Ehrengast der Villa Massimo, der deutschen Akademie in Rom. Liszt, einer der produktivsten Komponisten des 19. Jahrhunderts, verbrachte neun wichtige Schaffensjahre in der Heiligen Stadt und Palestrina arbeitete Mitte des 16. Jahrhunderts im engsten Umfeld des Heiligen Stuhls.

Ensemble canta filia, Foto: Irina Jansen

Ensemble canta filia, Foto: Irina Jansen

Mit dem Solistenensemble COL VOC kommen fünf Sänger in die Marktkirche, die Spezialisten der Vokalpolyphonie des 15. und 16. Jahrhunderts sind. Den weiblichen Part übernehmen ausgewählte Sängerinnen und Sänger des mehrfach preisgekrönten Vocalensembles canta filia. Und mit Seicento Vocale konnte ein vortreffliches Ensemble junger Studierender der Hochschule für Musik Detmold verpflichtet werden. Als Experten für die so eindringliche, einstimmige Musik des Mittelalters ist die Gregorianik-Schola Marienmünster und Corvey dabei.

Die Instrumentalisten: An der Orgel, der Kirchenmusiker Alexander Toepper aus Münster, an der Harfe, Hanna Rabe aus Bielefeld. Das Konzept für den klangvollen Gang durch die römische Musik entwickelte der Sänger und Musikpädagoge Hans Hermann Jansen. Er ist ein ausgewiesener Spezialist für Alte Musik, unterrichtete viele Jahre an der Hochschule für Musik in Detmold und der Universität Paderborn und belebt mit seinen künstlerischen Impulsen das Netzwerk der Klosterlandschaft OWL.

Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Das Konzert ist Teil der Ferienakademie „Sehnsuchtsziel Rom“ der Thomas Morus Akademie Bensberg in Kooperation mit dem Diözesanmuseum Paderborn und mit Unterstützung der Klosterlandschaft OWL.