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„Ich komme immer gerne zu euch ins Museum!“ – Mit einem strahlenden Lächeln begrüßt Käthe Schobel Museumpädagogin Heike Bee-Schroedter, die diese besondere Nachmittagsveranstaltung am Sonntag, dem 21. Mai, moderiert. Käthe ist eine der fünf Autorinnen der inklusiven Schreibgruppe (K)ein Kommentar. Schon im Vorfeld der Ausstellung WUNDER ROMs haben sie Exponate ausgewählt und dazu eigene Texte verfasst. Das Ergebnis: neue Blicke auf die Kunst, die über die historischen und kunsthistorischen hinausgehen und unverhoffte Perspektiven eröffnen. Direkt neben den Exponaten bringen die kunstbegeisterten (K)ein Kommentar-Autorinnen ihre Interpretationen zu Gehör, unterstützt und begleitet von Harfenklängen. Denn auch die inklusive Gruppe des Freundeskreises der Veeh-Harfen ist – wie bei der großen Caritas-Ausstellung 2015 – wieder dabei.

Autorinnen und Musiker/innen laden die Besucher/innen ein, mit ihnen gemeinsam durch das Museum zu gehen und ihrem Blick auf die Exponate zu folgen. Klar, dass die große Hand des Kaiser Konstatins von Käthe und ihrer Autorenkollegin Bettina zuerst beschrieben wird: „Ein Finger zeigt nach oben. – Der will zeigen, was er kann. Und will sagen: Ich habe die Macht!“ Dann geht es weiter zur Reiterstatuette Marc Aurels, zum bronzierten Gipsabguss des Dornausziehers, zur wunderschönen Ballerina di Goethe. Auch der Videofilm „La Sosta“ von Christoph Brech hat bei den (k)ein Kommentar-Autorinnen einen tiefen Eindruck hinterlassen. Sie schauen ganz genau hin, machen auf Details aufmerksam, die so manchem Betrachtenden entgehen. Was sie berührt und beindruckt fassen Käthe und Bettina in Dialogen zusammen, beispielsweise die Dramatik des brennenden Roms im Gemälde „Römische Ruinen“ von Hubert Robert. Dort hat eine Frau am Bildrand ihre Aufmerksamkeit erregt: „Die Menschen sind vom Feuer wach geworden. Nur eine Frau mit einem Baby bleibt sitzen. Die muss vielleicht stillen oder das Kind trösten. Doch gleich muss sie sich auch beeilen.“

Alle Texte von (k)ein Kommentar finden sich auf dem Audioguide zur Ausstellung. Empfehlenswert!

Die Autorinnen leben im Wohnheim der Caritas Wohn- und Werkstätten Paderborn, die Menschen mit geistiger Behinderung Lebens- und Arbeitsräume bieten. Ihre Texte sind mit Unterstützung von Monika Lumperda und Beate Wiethoff entstanden. Der Freundeskreis der Veeh-Harfen wird geleitet von Annette Kloke.