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20. & 21. September 2025 im Diözesanmuseum Paderborn
im Rahmen des IMAD-Festivals Paderborn

20.09.2025: 16:30 und 19:30 Uhr
21.09.2025: 19:00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unter dem Titel Before The Wind findet in der gleichnamigen Ausstellung im Diözesanmuseum Paderborn am 20. und 21. September 2025 eine immersive Performance für Stimme, Mädchenchor, Live-Elektronik und Live-Video statt. Stimme, Raum, Klang und Bild verschmelzen zu einer eindrücklichen Installation zwischen Konzert, Ritual und performativer Komposition. Es entsteht ein sinnliches Erlebnis, das sowohl das Sehen als auch das Hören herausfordert.

Die Performances im Diözesanmuseum dauern jeweils etwa 60 Minuten und sind Teil des IMAD-Festivals, www.imad-festival.de, das vom 12. bis 26. September in Paderborn stattfindet.

Immersive Stimminszenierungen im Museumsraum
Die audiovisuelle Performance, die zum Abschluss der Ausstellung Before the Wind an drei Terminen gezeigt wird, wurde von der Klangkünstlerin Franziska Baumann und der Medienkünstlerin Claudia Brieske eigens für den musealen Raum entwickelt. Im Zentrum steht der Wind – als Naturkraft, als poetisches Element und als Metapher für Kreisläufe von Entstehung und Vergehen. Die beiden Künstlerinnen erschaffen gemeinsam mit der Mädchenkantorei des Paderborner Doms ein poetisch verdichtetes Werk über den Wind als Naturkraft, Sinnbild und Gestaltungselement. Raum, Stimme, Bild und Bewegung verschmelzen zu einer eindrücklichen Installation. Es ist ein Projekt voller Klangwellen, flüsternder Stimmen, visueller Resonanzen – durchweht vom weiblichen Spirit.

Franziska Baumann komponierte eigens für die Mädchenkantorei Stücke, die einen vielfältigen Ausdrucksraum zwischen Geräusch, Vokaltextur und kanonischem Wohlklang ausloten. Das Klangspektrum bringt die jungen Stimmen in all seinen Facetten zur Geltung – vom Windflüstern bis zum dichten Chorklang. 80 junge Sängerinnen im Alter von 9 bis 14 Jahren studierten die Kompositionen unter der Leitung ihres Chorleiters, Domkantor Patrick Cellnick ein.

Über die Ausstellung
Die Sängerin/Klangkünstlerin Franziska Baumann und die Medienkünstlerin Claudia Brieske haben mit der aktuellen Ausstellung Before The Wind gemeinsam mit der Museumskuratorin Christiane Ruhmann eine Kunstinszenierung für das Diözesanmuseum geschaffen, die die Architektur des Hauses mit seinen offenen, aufstrebenden Ebenen auf besondere Weise einbezieht. Dafür wurden jahrhundertealte Werke der Museumssammlung mit zeitgenössischer Kunst kombiniert: Skulpturen, Videos, Musik- und Soundstationen des Künstlerinnenduos Baumann-Brieske (Bern/Berlin)lassen das Naturphänomen Wind mit seinen zeitlosen Zyklen von Werden und Vergehen lebendig werden.

Weitere Informationen unter www.dioezesanmuseum-paderborn.de

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BEFORE THE WIND – Eine Stimminszenierung im audiovisuellen Klangraum
20.09.2025: 16:30 und 19:30 Uhr

21.09.2025: 19:00 Uhr
Tickets
: 10 € Im Vorverkauf an der Kasse des Diözesanmuseums

Konzept & Künstlerische Leitung:
Franziska Baumann (CH): Stimme, Komposition für Solo und Chor, Live-Elektronik
Claudia Brieske (D): Video, visuelle Komposition, Schnitt, Videoinszenierung 

Mitwirkende:
Mädchenkantorei am Paderborner Dom (Leitung: Patrick Cellnik)
Szenische Leitung: Angela Bürger (CH)
Technische Assistenz: José del Avellanal (E/D/CH)
Produktion: Diözesanmuseum Paderborn, Christiane Ruhmann

Die Künstlerinnen
Seit 2006 entwickeln Franziska Baumann und Claudia Brieske als künstlerisches Duo intermediale Stimminszenierungen mit virtuellen Bildräumen – auf Bühnen, in Museen und im öffentlichen Raum. Ihre gemeinsame Arbeit erforscht Schnittstellen zwischen Stimme, Raum und visueller Komposition. Ihre Performances bestechen durch die expressive Kraft der Stimme, den Einsatz experimenteller Vokaltechniken und die raumgreifende Wirkung von Live-Video.
www.baumann-brieske.net

Das Diözesanmuseum Paderborn ist das älteste im deutschsprachigen Raum. 1853 gegründet, bewahrt es eine der umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen mittelalterlicher bis barockzeitlicher Kunst in Deutschland mit Schwerpunkten in den Bereichen Skulptur und Goldschmiedekunst. In den vergangenen 25 Jahren ist es mit seinen großen kunst- und kulturhistorischen Ausstellungen, die internationale Leihgaben in Paderborn zusammenführten, weit über die Region hinausgehenden bekannt geworden.

Pressekontakt im Auftrag des Diözesanmuseums Paderborn
Hendrik von Boxberg, +49 177 7379207, presse@dioezesanmuseum-paderborn.de / presse@von-boxberg.de
Waltraud Murauer-Ziebach, +49 171 416 8808, w.murauer@arthema.de

Pressefotos unter www.dioezesanmuseum-paderborn.de/presse/

www.dioezesanmuseum-paderborn.de

Bergkristall – ein geheimnisvolles und faszinierendes Material. Von der Antike bis zur Gegenwart fertigten Goldschmieden aus dem durchsichtigen und farblosen Mineral einzigartige Kunstwerke.

Seit dieser Woche ist ein ganz besonderes Exemplar dieser Art im Diözesanmuseum Paderborn zu Gast: Ein rund 800 Jahre altes Reliquiar aus einer Kölner Privatsammlung, das in der Kunstgeschichte bisher völlig unbekannt war. In der Schatzkammer des Museums trifft es nun auf ein Zwillingsstück, dass sich seit mehreren Jahren als Leihgabe im Bestand des Diözesanmuseums befindet. Insgesamt existieren nur vier Exemplare dieser Art weltweit.

Zwei von vier in Paderborn

Museumsdirektor Holger Kempkens wurde bereits 2023 bei der Ausstellung Magie Bergkristall (25. November 2022 – 19. März 2023) im Museum Schnütgen in Köln auf das besondere Reliquiar aufmerksam, da es eine große Ähnlichkeit zu einer Leihgabe in Museumsbeständen aufwies. Daraufhin war der Kontakt zu Elmar Robert, Experte für mittelalterliche Kunstwerke und Inhaber der Kunsthandlung Medieval Art Cologne, schnell hergestellt, sodass das rund 800 Jahre alte Exponat seit Kurzem dem Diözesanmuseum als Dauerleihgabe zur Verfügung steht.

„Dieses außerordentliche Exponat trifft bei uns auf ein ‚Zwillingstück‘, das sich als Leihgabe der Kirche St. Petri, Geseke, bei uns im Museum befindet“, sagt Museumsdirektor Holger Kempkens, Direktor des Diözesanmuseums Paderborn. „Man erkennt sofort die Gemeinsamkeiten der Bergkristall-Reliquien in Material und Formen: Beide Stücke tragen im Zentrum einen ausgehöhlten Bergkristallzylinder, der heute leer ist. Einst waren darin Reliquien verehrter Heiliger bewahrt, die durch einen kleinen Klappdeckel an der Schmalseite der beiden Stücke eingebracht wurden. Einen so großen Bergkristall auszuhöhlen war vor rund 800 Jahren eine technische Meisterleistung.“ Elmar Robert und Holger Kempkens sind sich einig, dass beide Stücke um das Jahr 1.200 in der gleichen Goldschmiedewerkstatt gefertigt wurden, die wohl in Köln ansässig war. An der Leihgabe befinden sich noch die geschliffenen Schmuckkristalle, Linsen genannt. Dem Paderborner Museumsstück fehlen diese Elemente. Reste von Halterungen für solche ‚Linsen‘ sind aber noch vorhanden, so dass ersichtlich wird, wie dieses Stück einst verziert war.

Erstmalig sind beide Kunstwerke in einer Vitrine in der Schatzkammer des Diözesanmuseums nebeneinander zu sehen und öffentlich zugänglich. Das Zusammentreffen der Stücke in Paderborn ist auch deshalb so bedeutsam, weil es auf der ganzen Welt insgesamt nur vier Reliquiare dieser Art gibt. Recherchen zufolge befindet sich noch je ein weiteres Stück in Sammlungen in den USA und in Belgien.

Über das Material Bergkristall

Bergkristall ist eine klare, farblose Variante des Minerals Quarz. Sein Name stammt von seiner Ähnlichkeit mit Eis – die alten Griechen hielten ihn für dauerhaft gefrorenes Wasser. Das Besondere am Bergkristall ist seine Reinheit und Transparenz. Er bildet sich in Hohlräumen von Gesteinen, meist in Form von sechseckigen Kristallen mit spitzen Enden. Diese Klarheit und die regelmäßige Struktur machen ihn nicht nur zu einem beliebten Schmuckstein, sondern auch zu einem Symbol für Reinheit und Licht.

Ein seltenes Reliquiar aus Köln trifft auf seinen „Zwilling“ in Paderborn

Bergkristall – ein geheimnisvolles und faszinierendes Material. Von der Antike bis zur Gegenwart fertigten Goldschmieden aus dem durchsichtigen und farblosen Mineral einzigartige Kunstwerke. Seit dieser Woche ist ein ganz besonderes Exemplar dieser Art im Diözesanmuseum Paderborn zu Gast: Ein rund 800 Jahre altes Reliquiar aus einer Kölner Privatsammlung, das in der Kunstgeschichte bisher völlig unbekannt war. In der Schatzkammer des Museums trifft es nun auf ein Zwillingsstück, dass sich seit mehreren Jahren als Leihgabe im Bestand des Diözesanmuseums befindet. Insgesamt existieren nur vier Exemplare dieser Art weltweit.

Museumsdirektor Holger Kempkens wurde bereits 2023 bei der Ausstellung Magie Bergkristall (25. November 2022 – 19. März 2023) im Museum Schnütgen in Köln auf das besondere Reliquiar aufmerksam, da es eine große Ähnlichkeit zu einer Leihgabe in Museumsbeständen aufwies. Daraufhin war der Kontakt zu Elmar Robert, Experte für mittelalterliche Kunstwerke und Inhaber der Kunsthandlung Medieval Art Cologne, schnell hergestellt, sodass das rund 800 Jahre alte Exponat seit Kurzem dem Diözesanmuseum als Dauerleihgabe zur Verfügung steht. „Dieses außerordentliche Exponat trifft bei uns auf ein ‚Zwillingstück‘, das sich als Leihgabe der Kirche St. Petri, Geseke, bei uns im Museum befindet“, sagt Museumsdirektor Holger Kempkens, Direktor des Diözesanmuseum Paderborn.

„Man erkennt sofort die Gemeinsamkeiten der Bergkristall-Reliquien in Material und Formen: Beide Stücke tragen im Zentrum einen ausgehöhlten Bergkristallzylinder, der heute leer ist. Einst waren darin Reliquien verehrter Heiliger bewahrt, die durch einen kleinen Klappdeckel an der Schmalseite der beiden Stücke eingebracht wurden. Einen so großen Bergkristall auszuhöhlen war vor rund 800 Jahren eine technische Meisterleistung.“  Elmar Robert und Holger Kempkens sind sich einig, dass beide Stücke um das Jahr 1.200 in der gleichen Goldschmiedewerkstatt gefertigt wurden, die wohl in Köln ansässig war. An der Leihgabe befinden sich noch die geschliffenen Schmuckkristalle, Linsen genannt. Dem Paderborner Museumsstück fehlen diese Elemente. Reste von Halterungen für solche ‚Linsen‘ sind aber noch vorhanden, so dass ersichtlich wird, wie dieses Stück einst verziert war.

Erstmalig sind beide Kunstwerke in einer Vitrine in der Schatzkammer des Diözesanmuseums nebeneinander zu sehen und öffentlich zugänglich. Das Zusammentreffen der Stücke in Paderborn ist auch deshalb so bedeutsam, weil es auf der ganzen Welt insgesamt nur vier Reliquiare dieser Art gibt. Recherchen zufolge befindet sich noch je ein weiteres Stück in Sammlungen in den USA und in Belgien.

Über das Material Bergkristall:
Bergkristall ist eine klare, farblose Variante des Minerals Quarz. Sein Name stammt von seiner Ähnlichkeit mit Eis – die alten Griechen hielten ihn für dauerhaft gefrorenes Wasser. Das Besondere am Bergkristall ist seine Reinheit und Transparenz. Er bildet sich in Hohlräumen von Gesteinen, meist in Form von sechseckigen Kristallen mit spitzen Enden. Diese Klarheit und die regelmäßige Struktur machen ihn nicht nur zu einem beliebten Schmuckstein, sondern auch zu einem Symbol für Reinheit und Licht.

Kontakt Museum
Erzbischöfliches Diözesanmuseum und Domschatzkammer
Markt 17, 33098 Paderborn, Tel. +49 (0) 5251-1251400, museum@erzbistum-paderborn.de
Öffnungszeiten:
Di – So: 10:00 bis 18:00 Uhr
Montags geschlossen
Jeden ersten Mittwoch im Monat bis 20 Uhr

Pressefotos zum neuen Exponat finden Sie hier.
(Auf den Bildern zu sehen von links nach rechts):
Foto I – III: Elmar Robert und Holger Kempkens
Foto IV: Elmar Robert

 

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