Am 21. September 2025 fanden drei Konzerte zu unserer vergangenen Ausstellung Before the Wind statt. Gemeinsam mit der Mädchenkantorei des Paderborner Doms, unter der Leitung von Patrick Cellnik, luden uns die Künstlerinnen Claudia Brieske und Franziska Baumann zu letzten windigen Momenten durch die Ausstellung ein. Die Kooperation zwischen Chor und Künstlerinnen ist hier besonders hervorzuheben. Klänge und Gesang erforderten eine Vorbereitungszeit von über einem halben Jahr. Im Video sehen Sie einen kurzen Zusammenschnitt des einstündigen Konzertes.
Ab 18. Oktober 2025 zeigt das Diözesanmuseum Paderborn seine Sammlungsschätze in neuer Interpretation.
Gesten sind ein wichtiger, unverzichtbarer Teil unserer menschlichen Kommunikation. Sie spiegeln Emotionen, stiften Beziehungen, markieren Machtverhältnisse, haben symbolische oder spirituelle Bedeutungen. Ab dem 18. Oktober 2025 zeigt das Diözesanmuseum Paderborn ausgewählte Exponate seiner Sammlung unter dem Titel: DIE HÄNDE ZUM HIMMEL. Gruß – Geste – Gebet. Zu sehen sind Skulpturen, Gemälde und Grafiken, Buch- und Schatzkunst.
+++ Zur Eröffnung der Ausstellung DIE HÄNDE ZUM HIMMEL. Gruß – Geste – Gebet am Samstag, dem 18. Oktober 2025, um 14 Uhr begrüßt Direktor Holger Kempkens das Publikum, danach gibt Kuratorin Elisabeth Maas eine kurze Einführung in die Ausstellung. Es folgen in der Zeit von 14 bis 18 Uhr Führungen mit der Kuratorin, eine Familienführung und Angebote für Kinder. Der Eintritt am Eröffnungstag ist frei. Für alle Neugierigen ist das Museum bereits ab 10 Uhr geöffnet. +++
Die Neupräsentation ist in fünf Abteilungen gegliedert, und einige der gezeigten Sammlungsstücke waren noch nie im Diözesanmuseum zu sehen. Darunter ein seltener spätgotischer Kanzelkorb, eine Beweinung Christi des Kölner Malers Anton Woensam und eine Gottvater-Skulptur von Ernst Barlach. Die ausgestellten Werke stammen aus den vergangenen rund 1000 Jahren. Somit schlägt die Ausstellung einen zeitlichen Bogen vom Mittelalter über die Neuzeit bis in die Gegenwart.
Im Fokus stehen die kleinen und großen Gesten, die Skulpturen zu Überbringern von Nachrichten, zu Mahnern oder Personifikationen von Tugenden und Lastern machen. Auch auf Gemälden kommt den Gesten eine wichtige Rolle zu, nicht selten führen sie zum eigentlichen, zum tieferen inhaltlichen Kern des Dargestellten. Gestenreich verkünden Engel die Botschaft Gottes. Menschen mit gefalteten Händen suchen den Kontakt zum Göttlichen, andere verbergen in Trauer ihr Gesicht. Marienskulpturen aus allen Epochen präsentieren das göttliche Kind auf ähnliche Weise als Erlöser der Welt. Ebenso verhält es sich mit der trauernden Maria, die als Pietà, den toten Gottessohn nach der Abnahme vom Kreuz auf ihrem Schloss hält. Ein beeindruckendes Beispiel für eine wirkungsvolle gestische Darstellung ist auch die Skulptur des Erzengels Gabriel, der seine Hand ausladend zum Himmel streckt, während er der jungen Maria verkündet, dass sie von Gott auserwählt wurde durch den Heiligen Geist einen Sohn zu empfangen und zur Welt zu bringen.
Die einzelnen Abteilungen der Sammlungspräsentation widmen sich Themenkomplexen wie „Zwischen Himmel und Erde“, „Auf dem himmlischen Thron“ oder „Tod, Trauer, Einsamkeit”. Die Darstellungen von Gruß, Geste und Gebet werden hier jeweils zu zentralen, verbindenden Elementen.
Ausblick:
Trapasso – Hinübergehen | 2. November 2025 – 1. März 2026
Das Diözesanmuseum Paderborn startet mit dieser Ausstellung eine neue Reihe, die regionale Kooperationen anstößt.
Bereits zwei Wochen nach der neuen Sammlungspräsentation eröffnet das Diözesanmuseum am 2. November 2025 die Ausstellung Trapasso – Hinübergehen. Sie entsteht in Kooperation mit dem VKA Hospiz- und Palliativzentrum Pauline in Paderborn und thematisiert den Prozess des Hinübergehens, des Sterbens, mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen sowie Exponaten aus der eigenen Sammlung. Das Hospiz- und Palliativzentrum Pauline in Paderborn, das den letzten Weg schwer erkrankter Menschen aktiv begleiten und gestalten will, konzipiert dazu ein umfangreiches Begleitprogramm.
Mit diesem neuen Ausstellungsformat will das Diözesanmuseum die Zusammenarbeit und den Austausch mit Institutionen, Initiativen und Künstler*innen in Paderborn und in der Region verstärken.
Das Diözesanmuseum Paderborn ist das älteste im deutschsprachigen Raum. 1853 gegründet, bewahrt es eine der umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen mittelalterlicher bis barockzeitlicher Kunst in Deutschland mit Schwerpunkten in den Bereichen Skulptur und Goldschmiedekunst. In den vergangenen 25 Jahren ist es mit seinen großen kunst- und kulturhistorischen Ausstellungen, die internationale Leihgaben in Paderborn zusammenführten, weit über die Region hinaus bekannt geworden.
Kontakt Museum
Erzbischöfliches Diözesanmuseum und Domschatzkammer
Markt 17, 33098 Paderborn, Tel. +49 (0) 5251-1251400, museum@erzbistum-paderborn.de
Gruppenführungen buchbar über das Diözesanmuseum Paderborn:
+49 (0) 5251-1251400 | museum@erzbistum-paderborn.de
Öffnungszeiten / Tickets Dienstag bis Sonntag, 10–18 Uhr, jeden ersten Mittwoch im Monat bis 20 Uhr. 4 Euro /ermäßigt 2 Euro, freier Eintritt für Kinder bis 12 Jahren siehe dioezesanmuseum-paderborn.de
Pressekontakt im Auftrag des Diözesanmuseums Paderborn
Hendrik von Boxberg, +49 177 7379207, presse@dioezesanmuseum-paderborn.de
Waltraud Murauer-Ziebach, +49 171 416 8808, w.murauer@arthema.de
Pressefotos unter www.dioezesanmuseum-paderborn.de/presse/
Pressemitteilung
Paderborn, 11. September 2025
Die Sonderausstellung im Diözesanmuseum endet am Sonntag, 21. September 2025
- Die Ausstellung „Before the Wind“ ist nur noch wenige Tage zu sehen.
- Zum Abschlusswochenende: Audiovisuelle Performance mit den Künstlerinnen und der Mädchenkantorei des Paderborner Dom
- Ausblick auf die kommenden Ausstellungen ab 18. Oktober 2025
Die Ausstellung Before the Wind im Diözesanmuseum Paderborn endet am Sonntag, dem 21. September 2025. „Wir blicken auf einen spannenden Dialog zwischen jahrhundertealten Exponaten der Sammlung und Arbeiten von zeitgenössischen Künstlerinnen zurück. Die Ausstellung Before the Wind war ein inspirierendes Experiment. Wir haben das kraftvolle Element Wind in seinen technischen, gestischen und spirituellen Dimensionen erforscht. Dabei haben wir besonders die weibliche Seite des Christentums auf neue Art und Weise in den Fokus genommen. Mit dem in der Ausstellung konzeptionell eingeschlagenen Weg wollen wir als Museum auch in Zukunft weitergehen“, sagt Kuratorin Dr. Christiane Ruhmann.
Sie hat gemeinsam mit der Sängerin und Klangkünstlerin Franziska Baumann und der Medienkünstlerin Claudia Brieske eine Kunstinszenierung geschaffen, die die Architektur des Hauses mit seinen offenen, aufstrebenden Ebenen und Exponate der eigenen Sammlung auf besondere Weise einbezieht. Skulpturen, Videos, Musik- und Soundstationen des Künstlerinnenduos Baumann-Brieske (Bern/Berlin) lassen in diesem Zusammenspiel das Naturphänomen Wind lebendig werden.
Before the Wind – Das Konzert: Eine Stimminszenierung im audiovisuellen Klangraum
Zum Abschluss der Ausstellung Before the Wind entwickelten die Künstlerinnen Franziska Baumann und Claudia Brieske gemeinsam mit der Mädchenkantorei des Paderborner Doms eine audiovisuelle Performance – eigens für den musealen Raum in Paderborn. Im Zentrum steht der Wind – als Naturkraft, als poetisches Element und als Metapher für das Entstehen und Vergehen. Dabei verbinden sich Sängerin, Live-Elektronik und -Video zusammen mit einer Chor-Performance zu einer einzigartigen Rauminszenierung. Baumanns alchemistische Mischung aus archaischer Stimme, minimalistischen und komponierten Klangelementen, Textchoreografien und musique concrète vereinen sich mit dem weiten Klangspektrum der jungen Stimmen der Paderborner Mädchenkantorei und den narrativen, raumplastischen Bildern von Videokünstlerin Claudia Brieske.
Hinweis: Ab dem 16. September beginnt im Diözesanmuseum der Aufbau für die Konzerte.
Der Ausstellungsbesuch ist weiterhin möglich, allerdings an den beiden Konzerttagen jeweils nur bis zum frühen Nachmittag. Am Samstag, 20.9. schließt das Museum bereits um 14 Uhr und am Sonntag, 21.9. bereits um 16:00 Uhr. Der Einlass zu den Konzerten erfolgt eine Stunde vor Konzertbeginn.
Ausblick: Neupräsentation der Sammlung und Auftakt einer neuen Ausstellungsreihe.
Gesten und Körperhaltungen sind weit mehr als bloße Bewegungen. Sie spiegeln Emotionen, stiften Beziehungen oder markieren Machtverhältnisse. Nach zwei Sonderausstellungen präsentiert das Diözesanmuseum Paderborn nun seine Sammlung ab 18. Oktober mit neuen Schwerpunkten. In Die Hände zum Himmel. Gruß – Geste – Gebet werden ausgewählte Skulpturen, Gemälde, Graphiken und Bücher gezeigt.
Zwei Wochen später, am 2. November 2025, eröffnet erstmals eine Ausstellung in einem neu konzipierten Sonderformat, das das Diözesanmuseum in den Austausch mit Paderborner Institutionen, Initiativen und Künstler*innen bringt: Trapasso – Hinübergehen entstand in Kooperation mit dem VKA Hospiz- und Palliativzentrum Pauline in Paderborn. Sie setzt sich mit dem letzten Weg und dem Sterben auseinander. Zum Thema werden christliche Mediationsbilder und Positionen zeitgenössischer Künstler*innen gezeigt, mit dabei Walter Schels, Beate Lakotta, Christoph Brech und Dagmar Boenigk.
www.dioezesanmuseum-paderborn.de
Pressekontakt im Auftrag des Diözesanmuseums Paderborn
Hendrik von Boxberg, +49 177 7379207
presse@dioezesanmuseum-paderborn.de / presse@von-boxberg.de
Waltraud Murauer-Ziebach, +49 171 416 8808
w.murauer@arthema.de
Pressefotos unter www.dioezesanmuseum-paderborn.de/presse/