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31.3.–13.8.2017

Rom! Sehnsuchtsort, Pilgerziel, Inspirationsquelle für Philosophen, Literaten und Künstler. Die große Sonderausstellung im Diözesanmuseum Paderborn WUNDER ROMs im Blick des Nordens – Von der Antike bis zur Gegenwart (31.03. – 13.08.2017) lud dazu ein, die ungebrochene Faszination der ewigen und heiligen Stadt zu erkunden. Auf den Spuren bedeutender Rom-Reisender schlug sie einen Bogen vom Mittelalter bis zur zeitgenössischen Foto- und Videokunst. Antike Meisterwerke und sakrale Schätze aus den Museen des Vatikan und des Römischen Kapitol waren in Paderborn zu sehen. Gemeinsam mit diesen charismatischen Zeugnissen jahrtausendealter römischer Kultur waren wertvolle mittelalterliche Manuskripte, Schatzkunst und Architekturfragmente sowie Skizzen, Zeichnungen, Graphiken, Skulpturen und Fotografien bedeutender Künstler des Nordens aus renommierten Museen und Bibliotheken in ganz Europas ausgestellt.

Erstmals war das Original der riesigen Marmor-Hand der Kolossalstatue des Kaisers Konstantin (um 315 n. Chr.) in Deutschland zu sehen. Legendär ist die Bronzekugel, die einst die Spitze des vatikanischen Obelisken krönte. Zu den besonderen Kostbarkeiten gehörten Reliquiare aus der Papstkapelle „Sancta Sanctorum“. Die einzige erhaltene Abschrift der spätmittelalterlichen Schrift „De mirabilibus urbis Romae“ dokumentierte die früheste gelehrte Auseinandersetzung mit den Wundern Roms.

Werke des Niederländers Maarten van Heemskerk oder des Flamen Peter Paul Rubens zeigten die römischen Antiken als Inbegriff des Kunstideals der Renaissance und des Barock. Verklärt berichtet Johann Wolfgang von Goethe in seiner „Italienischen Reise“ von Rom, wo er sich in eine anmutige antike Skulptur verliebte: Die sog. „Ballerina di Goethe“ war ebenfalls in Paderborn zu sehen. Rom-Idealisierung findet sich auch in Werken der Goethe-Freundin Angelika Kauffmann und beim Briten William Turner. Der aufkommende Realismus bringt Versachlichung. Vor allem die dokumentarische Fotografie veränderte die Wahrnehmung, das zeigte sich u.a. in beeindruckenden Arbeiten von Pionieren wie James Anderson und Robert Turnbull Macpherson. Zeitgenössische Foto- und Videoarbeiten von Christoph Brech bildeten den Schlusspunkt der Ausstellung. Sein Schaffen gab den Impuls für die Beschäftigung mit den „Wundern Roms“. In einer grandiosen Bildserie interpretierte Brech 2015 die vatikanischen Sammlungen durch eigene künstlerische Schöpfungen neu.

Die Schirmherrschaft übernahmen Gianfranco Kardinal Ravasi, Präsident des päpstlichen Rates für Kultur, und Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien.

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Wunderroms Folder PDF, 1 MB

Impressionen in der Ausstellung Wunder Roms

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