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Star-Kalligraph gab Einblicke in die Entstehung der Schrift und ihre künstlerische Verwendung

Brody Neuenschwander gilt als einer der innovativsten Schriftkünstler unserer Zeit. Dies hat der in Brügge lebende Amerikaner am gestrigen Abend im Diözesanmuseum erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt.  Vor gut gefülltem Haus nahm Neuenschwander das Paderborner Publikum mit auf eine faszinierende Reise zu den Ursprüngen der Schrift, den unterschiedlichen Schreibmaterialien und den verschiedensten Schrift-Traditionen. Immer wieder zeigte er dazu exklusiv kleine Ausschnitte seines im Auftrag des deutsch-französischen Fernsehsenders arte und der BBC erstellten Dokumentarfilms „Word History“, der im kommenden Jahr ausgestrahlt wird. Für den Film bereiste Neuenschwander zusammen mit Kalligraphen unterschiedlicher Traditionen und Filmemachern die ganze Welt – von Europa über den arabischen Raum bis Asien. Wie sah der erste Buchstabe aus? Wie viele Male wurde die Schrift weltweit erfunden? Auf welchen Untergründen wurde geschrieben? Wie viele Kühe mussten im Mittelalter – wo man auf Tierhäuten (also auf Pergament) schrieb – für ein Buch ihr Leben lassen? Das waren nur einige der Fragen, die gestern geklärt wurden.

Für den Schriftkünstler selbst war die Beschäftigung mit den Schriften und ihrer Geschichte mitunter von großen Überraschungen begleitet. So war die europäische Welt im Buchdruck so weit vorne, weil die lateinischen Schrifttypen die einfachsten waren. Die geringe kleine Anzahl relativ simpler, gleichförmiger Buchstaben ließ sich gut setzen und drucken. Ganz anders als die hochkünstlerische arabische oder chinesische Schrift.

Von der Schönheit der Schriftkunst konnten sich die Besucher*innen dann im Anschluss an die Vorstellung auch selbst überzeugen. Hier gab Brody Neuenschwander beeindruckende Kostproben seiner ganz neuen, künstlerischen Interpretation von Schrift.

Der in Belgien lebende amerikanische Künstler Brody Neuenschwander zählt zu den bedeutendsten Schriftkünstlern der Gegenwart. Durch zahlreiche Einzel- und Gemeinschaftsprojekte, darunter mit dem britischen Filmregisseur und Experimentalkünstler Peter Greenaway sowie mit der niederländischen Multimediakünstlerin Saskia Boddeke, ist Neuenschwander einem breiten Publikum bekannt.  Zusammen mit dem Diözesanmuseum Paderborn hat er bereits eine Vielzahl an Projekten umgesetzt, darunter die Kunstaktion A brush with silence, die eine Nacht lang im Kreuzgang des Paderborner Doms und im Diözesanmuseum stattfand. 2018 gestaltete er die Zier der neuen Glocken des Paderborner Doms.

 

 

 

Kontakt

Erzbischöfliches Diözesanmuseum und Domschatzkammer
Markt 17 · 33098 Paderborn
Tel. 05251 125-1400
museum@erzbistum-paderborn.de
dioezesanmuseum-paderborn.de

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Di – So 10.00 bis 18.00 Uhr
montags geschlossen
Jeden ersten Mittwoch im Monat bis 20 Uhr

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