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Unter dem Titel „Der Garten der Unendlichkeit“ präsentiert das Erzbischöfliche Diözesanmuseum Paderborn über 25 Tafelbilder von dem Künstler Manfred Scharpf. Sie sind vornehmlich in den letzten drei Jahren entstanden und bisher noch nicht öffentlich präsentiert worden. Zu sehen sind die Werke in Paderborn noch zum 29. Januar 2023 zu den bekannten Öffnungszeiten des Diözesanmuseums.

 

Mit dem Motiv des Gartens, für den Maler ein Abbild des Kosmos und all seiner Phänomene, integriert Manfred Scharpf seine künstlerischen Erfahrungen mit Natur und Mensch in ein Gesamtthema.

 

Der in Leutkirch im Allgäu ansässige Künstler Manfred Scharpf (*1945) bedient sich als Absolvent der Meisterschule für Kirchenmalerei in München historischer Malverfahren und Pigmente und schafft so Werke von altmeisterlichem Duktus, die durch ihre Feinmalerei bestechen. Mit den Inhalten seiner Tafelbilder reagiert er jedoch auf aktuelle Themen unserer Zeit und schlägt so eine Brücke zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart. Die beeindruckende Qualität seiner Arbeiten führte unter anderem zu Ausstellungen in der Kunstmetropole New York und im Europäischen Parlament in Brüssel. Als Christ fühlt sich Manfred Scharpf dem christlichen Hintergrund seiner Motive verpflichtet. Parallel dazu erweitern die Themenfelder von Psychoanalyse und Naturwissenschaft seine Arbeiten. In seiner Zeitkritik finden sich insbesondere Motive aus Goethes Faust wieder.

Sigmunds Tor – Porta patet cor magis © Manfred Scharpf

Im Mittelpunkt der Ausstellung im Paderborner Diözesanmuseum stehen neben Gemälden, die sich auf Werke von Leonardo da Vinci (1452–1519) beziehen, die großformatigen Arbeiten „Sigmunds Tor – Porta patet cor magis“ und „Horizonte – Garten der Unendlichkeit“, die Motive aus dem Städtchen Pribor in Mähren, dem Geburtsort Sigmund Freuds, und aus Ravello an der Amalfiküste vereinen, jedoch auch neue Horizonte eröffnen und ins Transzendente weisen.

 

Darin und in dem Ausdrucksmittel der Feinmalerei gibt es bemerkenswerte Überschneidungspunkte zwischen Manfred Scharpf und dem Leipziger Maler Michael Triegel (*1968), dessen Neuschöpfungen zur Ergänzung des Cranach’schen Marienretabels aus dem Naumburger Dom derzeit ebenfalls im Diözesanmuseum Paderborn ausgestellt sind, sodass die Besucher*innen interessante Querverbindungen zwischen den beiden außergewöhnlichen Malern ziehen können.

Maler Michael Triegel – Schöpfer der Mitteltafel des Naumburger Marienretabels – war zu Gast im Diözesanmuseum. Museumsdirektor Holger Kempkens nahm den besonderen Besucher in Empfang und führte ihn zu dem neuen Aufstellungsort des Retabels auf der Eingangsebene des Museums. Triegel zeigte sich begeistert von der Präsentation und vor allem von der musealen Beleuchtung, welche die ganze Strahlkraft der Farben seines Gemäldes zum Vorschein bringt.

 

Das Naumburger Marienretabel mit Gemälden Lucas Cranachs d. Ä. (Flügel) und Michael Triegels ist bis zum 11. Juni im Diözesanmuseum zu sehen.

 

Fotos: Diözesanmuseum Paderborn

Erzbischöfliches Diözesanmuseum zeigt vom 17. Dezember 2022 bis 11. Juni 2023 Marienaltar aus dem Naumburger Dom

Ein epochaler künstlerischer Brückenschlag ist ab dem 17. Dezember 2022 im Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn zu bewundern: Michael Triegel, einer der wichtigsten zeitgenössischen Maler im deutschsprachigen Raum, ‘trifft‘ den Renaissance-Star Lukas Cranach den Älteren. Zwischen 1517 und 1519 schuf Cranach für den Naumburger Dom einen Marienaltar, dessen Mittelteil wenig später dem reformatorischen Bildersturm zum Opfer fiel. Der Leipziger Maler Michael Triegel hat dem Altaraufsatz jetzt eine neue Mitte gegeben. Zu sehen ist das Ergebnis künftig an verschiedenen Ausstellungsstationen – zunächst vom 17. Dezember 2022 bis zum 11. Juni 2023 im Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn.

Das ursprüngliche Cranach-Retabel entstand 1517 bis 1519 aufgrund der testamentarischen Verfügung des Naumburger Bischofs Johannes III. von Schönburg, für die Umsetzung sorgten dessen Nachfolger Philipp von Wittelsbach und das Naumburger Domkapitel. Die heute noch erhaltenen Flügel zeigen auf den Vorderseiten links die beiden Apostel Philippus und Jakobus den Jüngeren sowie den Stifter Philipp von Wittelsbach, rechts den Apostel Jakobus den Älteren und die Heilige Maria Magdalena sowie den Stifter Johann III. von Schönberg. Auf den Außenseiten der Flügel erblicken die Betrachtenden links die heilige Katharina und rechts die heilige Barbara.

Die Vorbereitungen für die Präsentation des epochenübergreifenden Cranach-Triegel-Altaraufsatzes im Erzbischöflichen Diözesanmuseum laufen auf Hochtouren, hier die Vorderseite des von Michael Triegel neu geschaffenen Mittelteils.

Seit er zu seinem 13. Geburtstag ein Buch über Albrecht Dürer geschenkt bekam, wusste Michael Triegel nach eigener Aussage, dass er Maler werden möchte. Was er jedoch damals noch nicht wissen konnte: Rund 40 Jahre später würde er eine künstlerische Brücke über ein halbes Jahrtausend bauen und dem Cranach-Retabel aus Naumburg seine künstlerische Mitte wiedergeben. Der für seinen altmeisterlichen und hyperrealistischen Stil bekannte Triegel schuf ein neues, beidseitig bemaltes Mittelstück. Vorne thront Maria mit Kind, umgeben von zwei musizierenden Frauen und einer engelsähnlichen Figur mit dem Beginn des Magnificat auf einer Schriftrolle. Vor dem vergoldeten Hintergrund halten sechs Frauen und vier Männer ein Ehrentuch für Maria und den Messias. Hier sind Heilige und Menschen der Gegenwart abgebildet: so etwa Petrus mit moderner Base-Cap oder auch der von den Nationalsozialisten ermordete evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer. Die Rückseite der Mitteltafel zeigt den siegreichen Auferstandenen inmitten der Architektur des Naumburger Domes.

Noch steht der auferstandene Christus auf der Rückseite des Mittelteils von Michael Triegel im Erzbischöflichen Diözesanmuseum zwischen Gerüsten. Nach dem vollständigen Aufbau wird der vollständige Mittelteils zwischen den Flügeln von Lukas Cranach zu bewundern sein.

Ein Kunstwerk verbindet Jahrhunderte

Auch die Predella, den Sockel des Retabels, hat Michael Triegel neu geschaffen. Darauf sind auf der Vorderseite Symbole für das Abendmahl und auf der Rückseite das leere Grab Christi mit den Zeugnissen seiner Leidensgeschichte dargestellt. Nach der Aufstellung am historischen Ort im Westchor des Naumburger Doms, seit 2018 UNESCO-Welterbestätte, und seiner Weihe im Juli 2022 wurde der Altaraufsatz nach kontroversen Diskussionen auf Einwirken von ICOMOS, der Berater-Organisation der UNESCO, am 5. Dezember wieder abgebaut. Er findet nun zunächst seine Aufstellung im Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn, wo die Vorbereitungen zur Präsentation auf Hochtouren laufen: „Michael Triegel gelingt mit seiner Ergänzung des Cranach-Retabels etwas ganz Besonderes“, erklärt Holger Kempkens, Direktor des Diözesanmuseums. „Er greift den Stil Lukas Cranachs auf und präsentiert den von ihm neu geschaffenen Mittelteil doch als ein deutlich erkennbares und eigenständiges Werk der zeitgenössischen Kunst.“ Das Ergebnis dieser gelungenen malerischen Verbindung hat seit Juli dieses Jahres schon weit über 70.000 Besucherinnen und Besucher im Naumburger Dom begeistert. „Ich bin hocherfreut, dass wir dieses außergewöhnliche Kunstwerk, eines der wichtigsten Zeugnisse zeitgenössischer sakraler Kunst, bei uns in Paderborn zeigen können“, unterstreicht Kempkens.

Präsentiert wird der rund 3,30 Meter hohe Altaraufsatz im Hauptraum des Diözesanmuseums: Wer ein Ticket gekauft hat und den Ausstellungsbereich betritt, findet den Altar mit seiner beeindruckenden Bildwelt direkt auf der Eingangsebene. „Die Architektur unseres Hauses mit den Blickmöglichkeiten aus allen Etagen sorgt für eine reizvolle Betrachtung des Retabels aus vielen Perspektiven“, ist sich der Museumsdirektor sicher. Zu sehen ist neben dem vollendeten Altarwerk auch eine originale Entwurfsskizze, die Michael Triegel für die Vorderseite der mittleren Altartafel angefertigt hat und die den Fertigungsprozess nachvollziehen lässt. Informationstexte und ein Video erweitern den Eindruck von der Entstehung dieses außergewöhnlichen Kunstwerkes. „Ich hoffe sehr, dass viele den Weg ins Diözesanmuseum finden werden, um sich diesen Altaraufsatz anzusehen, der Jahrhunderte verbindet – es lohnt sich!“, zeigt sich Kempkens überzeugt.

Ein halbes Jahr in Paderborn

Die Ausstellung des Cranach-Triegel- Retabels aus Naumburg wird ab dem 17. Dezember 2022 bis zum 11. Juni 2023 im Erzbischöflichen Diözesanmuseum in Paderborn zu sehen sein. Weitere Ausstellungsorte sind geplant. Voraussichtlich ab Ende 2024 oder im ersten Halbjahr 2025 soll der Altar nach Naumburg zurückkehren – vielleicht ja sogar an seinen angestammten Standort im berühmten Westchor.

Hintergrund: Michael Triegel

Michael Triegel wurde 1968 in Erfurt geboren und studierte von 1990 bis 1997 Malerei an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst bei Arno Rink und Ulrich Hachulla. International wurde Triegel 2010 bekannt, als er Papst Benedikt XVI. porträtierte. Darüber hinaus realisierte er zahlreiche kirchliche Aufträge wie Altarbilder, Deckengemälde oder auch die Ausgestaltung von Kirchenfenstern. Michael Triegel gilt neben Neo Rauch als wichtigster Vertreter der Neuen Leipziger Schule.

 

Text und Fotos: Maria Aßhauer / Pressestelle Erzbistum Paderborn

Paderborner Museumsnacht am 27. August lädt mit einem vielfältigen Programm an 14 Orten zu abendlichen Erkundungen ein.

Das Angebot der Paderborner Museumsnacht am 27. August 2022 ist groß. An 14 Orten öffnen Museen, Häuser und Gärten kostenfrei von 18 bis 24 Uhr für die Besucher. Auf zahlreiche Interessierte freut sich auch das Diözesanmuseum des Erzbistums Paderborn direkt neben dem Hohen Dom. Die aktuelle Sonderausstellung „So gesehen“ steht auch in der Museumsnacht im Mittelpunkt. Doch das Team um Museumsleiter Holger Kempkens hat sich ein paar Überraschungen einfallen lassen.

„SO GESEHEN“ mal mit neuen Museumsführer*innen

„SO GESEHEN“ aus „ihrer“ Sicht gesehen – denn die neuen Museumsführer*innen werden auf ihre Art anschaulich und humorvoll durch das Diözesanmuseum führen. Mit roter Nase, viel Witz und einem besonderen Blick auf die Exponate ist Clownin Ottilie – alias Anne Schwede – während der langen Museumsnacht unterwegs. Sie freut sich auf ein Treffen mit Groß und Klein.

Familien mit Kinder zwischen 4 und 7 Jahren sind von 18 bis 19 Uhr eingeladen mit Handpuppe „Amadeus“ und Theaterpädagogin Luisa Roensch die Ausstellung zu besuchen. Amadeus wird sein Geheimnis lüften und seine liebsten Fotos und Videos den jungen Besucher*innen verraten.

Kreativität ist gefragt

Im „Kreativen Fotolabor“ entstehen mittels Solar-Papier, UV-Licht und im Wasserbad spannende Fotogramme und hoch oben im Museum kann man Blicke durch die Camera Obscura – einer Vorform des Fotoapparats – werfen.

„Auf den offenen und nach oben strebenden Galerien des Museums eröffnet sich ein furioser Dialog ihrer Werke“, freut sich Holger Kempkens, den Besucher*innen die Ausstellung „SO GESEHEN“ näher zu bringen, die von der renommierten Fotografin Barbara Klemm und dem Foto- und Videokünstler Christoph Brech als ein experimenteller Erfahrungsraum geschaffen wurde.

Das komplette Programm des Diözesanmuseums während der Paderborner Museumsnacht finden Sie hier.

Clownin Ottilie und Museumsdirektor Holger Kempkens freuen sich auf viele Treffen in der Museumsnacht

Wer die Wahl hat, hat die Qual…

Ein Picknick im Skulpturengarten von Wilfried Hagebölling in Sennelager ist eine weitere Alternative. Allerdings schließt der Garten schon um 20 Uhr, weil im späten August die Lichtverhältnisse dies erfordern. Oder wie wäre es mit der Fotografie-Ausstellung von Oli Leibrink im Raum für Kunst? „The Glowing“ zeigt Fotos des Veränderungsprozesses eines Drogenabhängigen auf der Suche nach neuen Lebensperspektiven. Vielleicht aber auch zunächst nach Schloß Neuhaus und zwischen den spannenden Angeboten im Museumsquartier ein Eis vom trompetenden Eismann Scotty genießen?

Zum ersten Mal dabei ist der Förderverein Melitensia. Besucher*innen tauchen ein in die über 900-jährige Geschichte des Johanniter & Malteser Ritterordens und entdecken historische Katastrophenschutzfahrzeuge in Original- sowie Minitaturgröße. Ebenso interaktiv geht es im Heinz Nixdorf Forum weiter, unter dem Motto „Let’s play“ stehen digitale sowie analoge Spiele den Besucher*innen zur Verfügung. Auch das LWL-Museum in der Kaiserpfalz ermöglicht spielerisches Lernen. Zwischen Führungen, Workshops und Musik werden die Bauweisen von Kathedralkirchen anhand von LEGO®-Steinen erfassbar gemacht.

Mix aus Fotos und textilen Arbeiten

Die Galerie Kleppart lädt ab 19 Uhr zur Vernissage der Ausstellung „Traumwelt“ ein. Die Südkoreanische Künstlerin Gisoo Kim präsentiert Fotografien, deren Strukturen sie bestickt und somit neue Räume und Wahrnehmungen öffnet. Textile Arbeiten werden auch im Residenzmuseum in Schloss Neuhaus gezeigt, Entwurfs- und Schnittdirektrice Ines Kirwald und Mode-Textil-Designerin Laura Schlütz zeigen in einer Ausstellung den Weg von der Baumwolle bis zum fertigen T-Shirt.

Im Kunstmuseum können sich Besuchende durch die „Intermezzo#4: Köpfe“ führen lassen. Porträts entstehen dann entweder aus eigener Hand und werden mit Luftballons auf Reise geschickt oder werden vom Künstler Ihor Vakhnin gezeichnet, um mit nach Hause genommen zu werden. Rund um das Thema Bienen und Insektenschutz geht es im Naturkundemuseum, hier lernen Kleine und Große in Workshops wie sie Bienenwachstücher oder Honigseife selbst herstellen können.

„Prinzip Collage“ in der Städtischen Galerie

Zum „Prinzip Collage“, eine Ausstellung mit Werken von Ella Bergmann-Michel und Herta Müller, gibt es in der Städtischen Galerie in der Reithalle Tanz mit Husan Floth und Poetry Slam mit Benjamin Poliak und Eva Dreier. Ein ebenfalls umfangreiches Programm gibt es im Stadtmuseum: Mitmachaktionen, Konzerte, Live-Malerei und Führungen sowie Lesungen zur Sonderausstellung „Monumenta – Erinnerungsorte zwischen Weser und Lippe“ stehen zur Auswahl.

Auch das Kreismuseum Wewelsburg bietet Kurzführungen durch den dortigen Teil der „Monumenta“-Ausstellung an. Einen Ausklang für den Abend bietet die Elektronische Musik von Gerold Kukulenz.

Kunstauktion ab 22 Uhr

Wer Kunst nicht nur im Museum, sondern auch im eigenen Heim betrachten will, kommt bei der Kunstauktion im Paderborner Kunstverein „auf seine Kosten“. Ab 22 Uhr werden limitierte Grafiken versteigert, wobei der Erlös an eine Ukrainische Flüchtlingshilfe geht.

Kostenfreie Bus-Shuttles

Die kostenfreien Bus-Shuttles verbinden auch dieses Jahr wieder viele Stationen bis spät in die Nacht. Das Programm aller Häuser mit mehr Details, auch zum Busfahrplan, liegt in den jeweiligen Orten aus oder ist online einsehbar: Museumsnacht

Die Städtischen Museen in Paderborn und Schloß Neuhaus öffnen an diesem Tag erst ab 14 Uhr.

Eine Pressemeldung mit Informationen der Pressestelle der Stadt Paderborn

 

Passend zu Libori wurde in der Gaukirche in Paderborn am Freitag, 22. Juli, die Präsentation „#PeaceBell – Ausstellung von Michael Patrick Kelly – Musiker, Friedensaktivist, Maler“ eröffnet.
Den Einführungsvortrag hielt unser Museumsdirektor Holger Kempkens, der einige Tage später dem Künstler den Text seines Vortrags persönlich überreichen konnte. Dabei handelt es sich um die erste kunsthistorische Abhandlung zum künstlerischen Schaffen Kellys, die sich auch mit einigen seiner auf Papier oder Leinwand gemalten Arbeiten auseinandersetzt.
Michael Patrick Kelly war sehr angetan und freut sich bereits darauf, die Ausführungen von Holger Kempkens in einem ruhigen Moment zu lesen. Er betonte, dass sowohl die Musik als auch die Bildende Kunst mit ihren jeweiligen Mitteln die Menschen zu erreichen suchen, um etwas zu bewegen.
Leider reichte aufgrund des dichten Terminkalenders die Zeit nicht für einen gemeinsamen Besuch im Diözesanmuseum, in dem zahlreiche Werke zu finden sind, bei denen sich Querverbindungen mit den Arbeiten und Ideen von Michael Patrick Kelly herstellen lassen.

Im Juni besuchten zwei Klassen des Gymnasiums St. Michael unsere aktuelle Ausstellung „SO GESEHEN“. Über den Museumsbesuch berichtet Marietta Schäfer, Schülerin der 8a:

„Am Mittwoch, den 08. Juni 2022 haben wir, die Klasse G 8a, in der vierten Stunde das Diözesanmuseum in Paderborn besucht.

Dort wurden wir zuerst durch die Ausstellung „So Gesehen“ geführt. Diese enthält Fotografien und Filmaufnahmen der Künstler Barbara Klemm und Christoph Brech. Die Aufnahmen von Barbara Klemm sind schwarz-weiß, sie entwickelt diese selbst. Aus diesem Grund haben die Fotografien am Ende auch immer ein nicht besonders großes Format. Christoph Brech hingegen fotografiert mit einer Digitalkamera, weshalb die Bilder auch immer farbig sind. Auch haben seine Fotografien immer ein recht großes Format, welches für die Ausstellung allerdings teilweise verkleinert wurde, womit sie den Fotografien von Barbara Klemm etwas angepasst wurden. Zentrale Themen der Ausstellung sind der Dialog zwischen den Kunstwerken, dem Betrachter und dem Kunstwerk, aber auch den Kunstwerken und ihrer Umgebung. 

Nachdem wir also an einer Führung teilgenommen und uns mit einigen Kunstwerken befasst hatten, durften wir nun selbst eigene Fotos machen. Bei diesen Fotos versuchten wir, uns in Verbindung mit den Kunstwerken zu setzen oder einen Moment einzufangen. 

Besonders gut gefiel uns allen das selbstständige Fotografieren, bei dem wir unserer Kreativität freien Lauf lassen konnten. Wir haben im Diözesanmuseum eine schöne Stunde verbracht und können es nur weiterempfehlen.“

 

Auch die 6b besuchte das Museum und erkundete mit der „SO GESEHEN“-Rallye die Ausstellung. Laura Fecke und Franziska Henkemeier berichten:

„Unsere Klasse 6b war am Mittwoch, den 15.06.2022 im Diözesanmuseum. Dort haben wir eine von den Mitarbeitern gestellte Rallye bearbeitet. Wir Schülerinnen konnten Aufgaben zu den verschiedenen Kunstwerken bearbeiten. 

Das Kunstwerk, welches uns die meiste Inspiration gab, war eine schwarzweiße Fotografie von Barbara Klemm. Auf diesem Foto ist ein Dirigent zu sehen. Er verfügt über einen freundlichen Blick und schwingt seinen Dirigentenstab in die Höhe. 

Uns gefällt auf diesem Foto der Schwarzweiß-Kontrast besonders. Im Vorschein sind seine lockigen Haare und das weiße Hemd, welches er mit einer Fliege trägt.

Der Museumsbesuch war sehr lehrreich und spannend. Wir würden uns freuen, wen diese Aktion nochmal stattfindet.“

 

Vielen Dank für euren Besuch!

Weitere Infos zum kostenfreien Schulklassenprogramm finden Sie hier.

Teilnehmer*innen der Arbeitsgemeinschaft Kirchlicher Museen und Schatzkammern mit Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB anlässlich der Jahrestagung 2022 in Paderborn

Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft kirchlicher Museen und Schatzkammern findet erstmals in Paderborn statt / Gottesdienst mit Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB

Die „Arbeitsgemeinschaft Kirchlicher Museen und Schatzkammern“ tagte jetzt erstmals in Paderborn. Zum fachlichen Austausch und zur Stärkung des Netzwerks trafen sich 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum. Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB feierte mit den Teilnehmenden in der Kapuzinerkirche einen Gottesdienst. Er dankte – auch im Namen von Erzbischof Hans-Josef Becker – den Verantwortlichen in den kirchlichen Museen und Schatzkammern für deren Einsatz beim Vermitteln von religiöser Kunst und beim Erschließen der religiösen Dimension der Kunst. „Die kunstvollen Objekte in kirchlichen Museen und Schatzkammern bieten Menschen die Möglichkeit zur Begegnung mit Religion und Theologie, mit Transzendenz und Glaube. Für die Sehnsucht des Menschen nach Sinn finden die Künste Ausdrucksweisen in Formen und Farben, Worten und Klängen“, betonte Weihbischof Dominicus.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Arbeitsgemeinschaft Kirchlicher Museen und Schatzkammern feierten mit Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB anlässlich ihrer Jahrestagung 2022 in Paderborn in der Kapuzinerkirche einen Gottesdienst.

Die Vorträge und Diskussionen der Tagung standen unter dem Motto „Kirchliche Museen und Schatzkammern – Versuch einer Positionsbestimmung“. Die Arbeitsgemeinschaft setzte sich intensiv damit auseinander, was Besucherinnen und Besucher speziell in kirchlichen Häusern erwarten, welche Chancen offene kulturelle Angebote im Spannungsfeld des aktuellen Vertrauensverlustes noch bieten können und welche Relevanz christliche Kunstsammlungen für die Gesellschaft haben. In seinem Vortrag stellte der ‚Director General‘ des Internationalen Museumsbundes ICOM, Dr. Peter Keller, die aktuell entstehende neue Definition von „Museum“ vor. Diskutiert wurden anschließend die besonderen Wesenseigenschaften, Gegenstände und Werte kirchlicher Museen und inwieweit sich daraus spezifische Aufgaben wie die Vermittlung von Glaube und christlichen Werten ableiten können. Lothar van Laak, Professor für Neuere deutsche Literatur und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Paderborn, moderierte die Diskussionsrunden.

Exkursion nach Corvey

Das Erzbischöfliche Diözesanmuseum Paderborn gab als diesjähriger Gastgeber Einblicke in seine Sammlungen sowie in die aktuelle Sonderausstellung der zeitgenössischen Künstler Barbara Klemm und Christoph Brech. Eine Exkursion führte die Gruppe nach Corvey, wo das Welterbe Karolingisches Westwerk mit den Restaurierungsarbeiten sowie den zukünftigen Erschließungsmöglichkeiten mittels neuer Technologien von Professor Dr. Christoph Stiegemann erläutert wurde. Zusammen mit Dr. Anna Veltrup stellte er die geplante Neupräsentation des Kirchenschatzes der Abteikirche vor. Im Anschluss führte der Herzog von Ratibor als Hausherr persönlich durch das Schloss Corvey und seine Schauräume.

Arbeitsgemeinschaft kirchlicher Museen und Schatzkammern

Die 1958 gegründete Arbeitsgemeinschaft kirchlicher Museen und Schatzkammern ist ein Zusammenschluss von Museumsfachleuten, die die Interessen von kirchlichen Museen und Schatzkammern vertreten. Ihre Tätigkeit schließt auch vergleichbare Einrichtungen auf ökumenischer Ebene ein. Die Mitglieder kommen aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande, Südtirol und Ungarn. Die nächste Jahrestagung soll im Mai 2023 in München/Freising stattfinden.

 

Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Barbara Klemm und Christoph Brech im Pressegespräch zur Ausstellung „So gesehen“ im Diözesanmuseum Paderborn
Zwei außergewöhnliche Künstler:innen verwandeln das Diözesanmuseum Paderborn in einen experimentellen Erfahrungsraum

Das Vermögen, im scheinbar Alltäglichen das Besondere zu erblicken, verbunden mit einer sensiblen, teilnehmenden Sicht auf ihre Motive, ist ein herausragendes Charakteristikum der Fotografin Barbara Klemm und des Foto- und Videokünstlers Christoph Brech. Für die Ausstellung im Diözesanmuseum haben sie zahlreiche ihrer bislang wenig bekannten oder noch gänzlich unbekannten Werke ausgewählt – einige auch neu geschaffen. Ihre Arbeiten treten im Diözesanmuseum Paderborn in einen Dialog miteinander – und mit den Exponaten des Museums. Dieses Zusammenspiel zwischen Fotografie, Videokunst und historischen Kunstwerken zeigt das Diözesanmuseum Paderborn vom 21. Mai bis zum 9. Oktober 2022 in der Sonderausstellung „SO GESEHEN – Barbara Klemm · Christoph Brech“.

Barbara Klemm, eine der bedeutendsten zeitgenössischen Fotografinnen Deutschlands, ist bekannt durch Schwarz-Weiß-Fotografien, die im Bildgedächtnis vieler verankert sind. Sie arbeitet grundsätzlich analog und in kleinformatigen Schwarz-Weiß-Aufnahmen (30 x 40 cm). Nun trifft sie auf Christoph Brech, dessen digitale Bild- und Video-Kunst großformatig und von ausgewogener Farbigkeit ist sowie von subversiven Sounds begleitet wird. In Paderborn nutzen beide die offenen und nach oben aufstrebenden Galerien des musealen Großraumes zu einem furiosen Dialog ihrer Werke, gegliedert nach „Gesprächsthemen“ wie Inspiration, Fragment, Menschen im Museum oder auch Letzte Bilder und Hortus.

Neue Perspektiven

Barbara Klemm ist vielen als die Grande Dame der politischen und gesellschaftlichen Fotografie vertraut. Jahrzehntelang hat sie für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) das Weltgeschehen mit der Kamera eingefangen. Auch ihre sensiblen Aufnahmen von Menschen in aller Welt sind durch zahlreiche Ausstellungen bekannt. In Paderborn aber richtet sie ihren unverwechselbaren Blick auf Skulpturen und Skulpturenfragmente, auf Menschen im Museum, Friedhöfe oder Landschaften und antwortet damit auf Christoph Brechs detailreiche, oft hintergründige Bildkompositionen – meist in überraschendem Gleichklang, mitunter jedoch auch in faszinierendem Kontrast. Christoph Brech begibt sich für diesen Dialog auch mal ins kleine Format oder auf das Gebiet der Grafik. Im Blick der beiden Künstler erweitert sich auch die Wahrnehmung der ausgewählten Exponate des Diözesanmuseums um neue Perspektiven und Bedeutungen.

Und so treffen in der Ausstellung zarte schwarz-weiße Wolkenstudien und Dirigentenportraits auf raumhohe Videos, die zeigen, wie sich feine Lichtbündel zu Klangwolken formen. Da turnen Trapezkünstlerinnen nicht nur vor der zerstörten Ruinenkulisse Rostocks, sondern auch inmitten güldener Engel, die ihrerseits im 18. Jahrhundert in einem Gestänge über einem barocken Festaltar aufgehängt waren. Monde schimmern entrückt über Wellen und Wolken am Horizont, wandern von Amseln vertont als Blutmond über den nächtlichen Himmel oder verwandeln sich in eine Mondsichelmadonna aus der Zeit der späten Gotik. Die Besucher:innen sehen Dialoge zwischen zerstörten Skulpturen aus dem Albertinum in Dresden nach dem Hochwasser 2002 mit Fragmenten aus den Vatikanischen Museen in Rom, dem Gewölbe des Neuen Museums in Berlin mit der Metropolitan Cathedral in Liverpool oder Aufnahmen von dem kolossalen Fuß Kaiser Konstantins aus den Kapitolinischen Museen in Rom – von Barbara Klemm so, von Christoph Brech so gesehen.

Begleitprogramm zur Ausstellung

Die Ausstellung wird von einem museumspädagogischen Angebot begleitet: Neben Führungen für Erwachsene, Familien, Jugendliche, Kinder und Schulklassen stehen kreative Fotokurse für Jung und Alt auf dem Programm. Die beliebte Reihe „Dialoge im Museum“ wird unter dem Titel „Rück-Sichten: Inspiration – Natur – Medium“ weitergeführt. Auf die Kleinen warten die neugierige Handpuppe Amadeus und seine Freundin, die Theaterpädagogin Luisa Roensch. Sie zeigen Kita-Kindern ihre liebsten Fotos, Videos und Skulpturen in der Ausstellung. Unter dem Titel „So gesehen, Baby!“ haben Eltern mit ihren Babys unter einem Jahr die Ausstellung bei Kurzführungen ganz für sich allein.

 

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog im Hirmer Verlag
SO GESEHEN – Barbara Klemm · Christoph Brech, Hg. Holger Kempkens, Christiane Ruhmann, Beiträge u.a. von Hans von Trotha, 240 Seiten, 160 Abbildungen, 23×29 cm, Klappenbroschur, hochwertiges Kunstdruckpapier, ISBN: 978-3-7774-3942-6

Freuen sich auf die Ausstellung und zahlreiche Gästeführungen: Karl Heinz Schäfer (rechts), Geschäftsführer der Tourist Information Paderborn, und Dr. Holger Kempkens (links), Direktor des Diözesanmuseums.
Tourist Information Paderborn übernimmt Vermittlung von Führungen für die neue Sonderausstellung „SO GESEHEN“ im Diözesanmuseum

Ab dem 21. Mai 2022 verwandeln die Fotografin Barbara Klemm und der Künstler Christoph Brech in der Ausstellung „SO GESEHEN“ das Diözesanmuseum Paderborn in einen experimentellen Erfahrungsraum. Bei der Vermittlung von Führungen durch die neue Sonderausstellung wird das Museum durch die Tourist Information Paderborn unterstützt. Dabei handelt es sich um eine bewährte Kooperation: Bei allen großen Ausstellungen der letzten Jahre – von den „Wundern Roms im Blick des Nordens“ über „Die Baukunst der Gotik“ oder zuletzt „Peter Paul Rubens und der Barock im Norden“ – waren die Tourismus-Experten in puncto Führungen stets an der Seite des Diözesanmuseums. Nun freuen sich Dr. Holger Kempkens, Direktor des Diözesanmuseums, und Karl Heinz Schäfer, Geschäftsführer der Tourist Information Paderborn, über die erneute Zusammenarbeit und hoffen auf zahlreiche Buchungen.

„Mit seinen Ausstellungen überregionaler Strahlkraft ist das Diözesanmuseum Paderborn ein beständiges Highlight der Kulturszene Paderborns. Darum freuen wir uns sehr, die Arbeit des Hauses erneut unterstützen zu können“, betont Paderborns Tourismusleiter Schäfer. „Für uns ist es eine große Erleichterung, die organisatorische Kompetenz der Tourist Information bei der Vermittlung von Führungen und auch der Beratung der Besucherinnen und Besucher an unserer Seite zu wissen“, freut sich Museums-Chef Kempkens.

 

Buchung von Führungen zur Sonderausstellung „SO GESEHEN“ sind ab sofort möglich über die
Tourist Information Paderborn
Marienplatz 2a
33098 Paderborn
Telefon 05251 88-12980
tourist-info@paderborn.de
www.paderborn.de/tourismus 

Die Ausstellung: SO GESEHEN

Zwei außergewöhnliche Künstler*innen im Diözesanmuseum Paderborn: Barbara Klemm ist eine der bedeutendsten zeitgenössischen Fotograf*innen Deutschlands. Sie ist bekannt durch minutiös entwickelte, analoge Schwarz-Weiß-Fotografien, die im Bildgedächtnis Deutschlands mittlerweile fest verankert sind. Christoph Brech schafft Video-Filme, Installationen und Farbfotografien von suggestiver Bildkraft, oft begleitet von eigenständigen Sounds. In seinen Werken spiegeln sich Phänomene der Zeit, der Übergänge, der Erinnerung wider. In Paderborn nutzen beide die in großer Geste aufstrebenden Galerien des musealen Großraumes zu einem furiosen Dialog ihrer Werke. Auch ausgewählte Sammlungsstücke des Museums werden in diesen künstlerischen Austausch mit einbezogen.

 

© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Das neue Banner zur Ausstellung „So gesehen – Barbara Klemm · Christoph Brech“ hängt !

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