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Schüler/innen präsentieren ihre Werke am 31. Januar
in der Aula der Paderborner Michaelschulen

Workshops „Farbige Lichtspiele. Von Domfenstern inspiriert; Foto: © Heike Bee-Schroedter / Diözesanmuseum Paderborn

„Farbige Lichtspiele. Von Domfenstern inspiriert“, so lautete der Leitgedanke eines ganz besonderen Workshops, an dem sich Ende letzten Jahres acht Schüler/innen der Jahrgangsstufe 9 aus weiterführenden Schulen des gesamten Regierungsbezirks Detmold beteiligten. An drei Wochenenden beschäftigten sie sich intensiv mit dem Phänomen der Lichtmalerei. Entstanden sind ungewöhnliche Filmsequenzen und Fotoarbeiten.

Am 31. Januar um 18.30 Uhr präsentieren die kreativen Jugendlichen die Ergebnisse ihrer intensiven Auseinandersetzung mit Licht und Architektur in der Aula der Paderborner Michaelsschulen – amüsante making of-Fotos inklusive.

Die Dramaturgie des Lichts erleben

Am Anfang des Workshops standen ein Besuch der Gotik-Ausstellung im Diözesanmuseum und die Erkundung des Paderborner Doms. Schnell wurde deutlich, dass die Faszination gotischer Kirchen bis heute maßgeblich durch die großen, mit farbigem Glas ausgestatteten Maßwerkfenster entsteht. Die genialen Baumeister jener Zeit schufen eine ausgefeilte Dramaturgie des Lichts. Sie taucht den Innenraum in Farbe, lässt Säulen, Fußböden und Wände erstrahlen.

Professionelle Unterstützung

Digital ausgerüstet und professionell unterstützt durch die beiden erfahrenen Fotografen Ansgar Hoffmann und Klaus-Peter Semler, hat die Schülergruppe projizierte, flüchtige Lichtmalereien im Paderborner Dom mit Fotoapparat und Videokamera eingefangen. Im Kreuzgang und in den Seitenkapellen der Kathedrale schuf die Kunststudentin Jennifer Rojahn zusätzlich innovative Lichtinstallationen. Per Overheadprojektor und farbigen Folien inszenierte sie ungewöhnliche Licht-Momente auf Wänden, Fußböden und steinernen Kunstwerken. Und auch diese flüchtigen Inszenierungen fotografierten und filmten die jungen Teilnehmer aus unterschiedlichen Perspektiven.

Die Workshop-Teilnehmer/innen gingen – inspiriert durch diese Lichtspiele – auch der Frage nach, wie sich durch eigene Lichtmalereien ein neuer Blick auf gewohnte oder verborgene Winkel im Dom eröffnen ließe. Sie diskutierten, wie man selbst Räume mit Licht gestalten und farbige Lichtportraits der eigenen Person entwickeln könne. Hier stand den Jugendlichen Wilhelm Peters zur Seite. Der erfahrene Inhaber der international aktiven Paderborner Glasmalerei Peters ermutigte sie zu innovativen Experimenten.

Förderung durch Netzwerk und Stiftung

Das Konzept des mehrteiligen Workshops haben Dr. Andreas Kolle, der Beauftragte für Begabungsförderung am Gymnasium St. Michael, und die Museumspädagogin des Diözesanmuseums Dr. Heike Bee-Schroedter gemeinsam entwickelt. Das Kreativ-Angebot wurde im Netzwerk Begabungsförderung für leistungsstarke Mittelstufenschüler/innen im gesamten RP Detmold angeboten und durch die Osthushenrich-Stiftung, Gütersloh, finanziell großzügig unterstützt.

Beitragsbild: © Heike Bee-Schroedter/Diözesanmuseum Paderborn

Gut 2.500 Besucher/innen kamen am letzten Wochenende unserer GOTIK-Ausstellung. Wir haben viel, viel Lob bekommen, tolle Gästebucheinträge, wunderbare Resonanz in den sozialen Medien, in der Presse und überhaupt … HERZLICHEN DANK dafür!

Die Ausstellung „GOTIK – Der Paderborner Dom und die Baukultur des 13. Jahrhunderts in Europa“ lud ein zu einer Zeitreise in die spannendste und innovativste Epoche des Mittelalters. Am Sonntag, dem 13. Januar,  endete die große Schau nach 99 Tagen.  Weit mehr als 30.000 Besucher/innen haben die 170 Exponate aus Museen und Sammlungen in ganz Europa und auch aus der eigenen Sammlung gesehen. „Unsere Gotik-Ausstellung hat einen Nerv getroffen und Themen angesprochen, die weit über die Region hinaus und auch international aktuell und wirksam sind“, freut sich Prof. Dr. Christoph Stiegemann, der Direktor des Museums.

Internationale Anerkennung in den Medien

Das flämische Magazin TERTIO schrieb: „Die Tatsache, dass Reisen und Migration ein wichtiger Motor für die Entwicklung sind, klingt wie ein Basso continuo durch unsere gesamte Geschichte und auch durch diese hervorragende Ausstellung zur Gotik.“ Die Süddeutsche Zeitung lobte: „Eine faszi­nierende Ausstellung im Diözesanmuseum von Paderborn feiert die Gotik“, „Gotik wie Chanel“ titelte die FAZ und in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe hieß es: „Das Diözesanmuseum widmet der Epoche eine überwältigende Ausstellung“.

Ab 1. März sind gotische Schätze aus Mainz gemeinsam mit Spitzenwerken aus Westfalen zu sehen

Zu den herausragenden Exponaten der Gotik-Ausstellung gehörten Skulpturen aus dem Dom- und Diözesanmuseum Mainz, einige von ihnen stammen aus der Werkstatt des legendären „Naumburger Meisters“. Da das Mainzer Museum zurzeit renoviert wird, kann ein Teil dieser großartigen Leihgaben noch eine Weile in Paderborn bleiben. In neuer Konzeption werden sie ab dem 1. März zusammen mit Highlights aus der umfangreichen eigenen Sammlung des Diözesanmuseums Paderborn gezeigt.

Vom 14. Januar bis zum 28. Februar bleibt das Diözesanmuseum wegen des Umbaus geschlossen.

Das Diözesanmuseum und die Michaelsschulen verlängern ihre Kooperationsvereinbarung
Domprobst Msgr. Joachim Göbel, Museumsdirektor Prof. Dr. Christoph Stiegemann und Schulleiterin Gertrud Oppenhoff, Realschule St. Michael, unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung. Foto: Noltenhans

Sie sind Nachbarn und Partner: Das Diözesanmuseum und die Michaelsschulen. Jetzt traf man sich im Rahmen einer kleinen Feierstunde, um die Kooperationsvereinbarung für die kommenden zwei Jahre zu verlängert. Museumsdirektor Prof. Dr. Christoph Stiegemann, die beiden Schulleiter Claudius Hildmann, Gymnasium St. Michael, und Gertrud Oppenhoff, Realschule St. Michael, unterzeichneten im Beisein von Domprobst Msgr. Joachim Göbel, dem Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung beim Erzbistum Paderborn, die entsprechende Vereinbarung.

Die Schulen und das Museum können bereits auf vier Jahre einer guten Zusammenarbeit zurückblicken. Stolz präsentierten Schülerinnen Fotos der vielfältigen, gemeinsamen Aktivitäten: Die Bandbreite reicht vom kreativen Schreiben und therapeutischen Malen in den Ausstellungs- und Seminarräumen über Fotoworkshops bis zur Entwicklung von eigenen Werbeprodukten zur großen ROM-Ausstellung 2016. Entwickelt wurden die Projekte von Lehrenden beider Schulen in Zusammenarbeit mit der Museumspädagogin Dr. Heike Bee-Schroedter. Lernende aller Jahrgangsstufen nahmen an den Programmen teil.

Das aktuelle Projekt zur Gotik-Ausstellung stellten fünf Schülerinnen gemeinsam mit ihrem Deutsch- und Geschichtslehrer Dr. Andreas Kolle vor: Unter dem Titel „Farbige Lichtspiele. Von Domfenstern inspiriert“, beschäftigten sie sich an drei Wochenenden intensiv mit dem Phänomen der Lichtmalerei und werden die entstandenen Filme und Fotosequenzen am 31. Januar 2019 in der Aula der Michaelsschule präsentieren. „Wir würden den Workshop auf jeden Fall noch einmal mitmachen“, so lautete das positive Fazit aller Beteiligten.

Und natürlich blickte man auch in die Zukunft: Domprobst Göbel und Museumsdirektor Stiegemann ermunterten die Schülerinnen, das Museum als besondere, wertvolle Schatzkiste für sich zu entdecken und betonten, wie gewinnbringend die Begegnung mit den jungen Menschen und ihrem eigenständigen Zugang zu den Kunstwerken sei. Die in den Ausstellungen thematisierten, jahrhundertealten christlichen Traditionen blieben so lebendig. Lob gab es auch von den Schulleitern, die sich über die vielfältigen Möglichkeiten des Lernens an diesem besonderen außerschulischen Lernort freuen. So könne das kulturelle Profil beider Schulen geschärft werden.

Das Resümee fiel also durchweg positiv aus: Eine lebendige Kooperation, die – zur Bereicherung aller Beteiligten – unbedingt fortgesetzt werden sollte.

 

Zum Beitragsbild: von li. nach re.: Museumspädagogin Dr. Heike Bee-Schroedter, Domprobst Msgr. Joachim Göbel, Schulleiter Claudius Hildmann, Schulleiterin Gertrud Oppenhoff, Lehrer Dr. Andreas Kolle, Museumsdirektor Prof. Dr. Christoph Stiegemann mit Schülerinnen der Michaelsschulen. Foto: Noltenhans

 

Vor kurzem hatten wir Besuch aus Köln. Birgitt Schippers, Redakteurin beim Domradio, ist gemeinsam mit Kuratorin Petra Koch Lütke-Westhues und Museumsdirektor Christoph Stiegemann durch unsere aktuellen Ausstellung gegangen. Jetzt hat das Domradio einen lebendigen, unterhaltsamen Bericht voller Begeisterung für die großartige Epoche der Gotik, unsere Ausstellung und deren Schätze gesendet. Hier kann man ihn hören:

„Westfälisch gotisches“ Kuriosum – Ein Interview mit Birgitt Schippers (Redaktion und Moderation, Kultur-Redaktion)

01.11.2018, 5:13 Min., Sendung: Allerheiligen

Vielen Dank an Birgitt Schippers und das Domradio Köln!

Dombaumeister aus ganz Europa zu Gast im Diözesanmuseum

Welche Bedeutung hatte die Epoche der Gotik, die für ganz Europa prägend war, für Westfalen und den Paderborner Dom? Welche Forschungsergebnisse gibt es zur Baugeschichte der imposanten Bischofskirche? Was „erzählt“ uns die Ausgrabung unter dem Dom?

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Ein temporeich geschnittener Trailer und Gespräche zur faszinierenden Epoche der Gotik und ihrer nachhaltigen Wirkung sind jetzt auf unserer Homepage zu sehen.

 

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