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Eine Ausstellung zur Endlichkeit des Lebens mit dem entstehenden VKA Hospiz- und Palliativzentrum PAULINE in Paderborn.
Diözesanmuseum Paderborn | 2. November 2025 – 1. März 2026

Was bedeutet es, vom Leben in den Tod hinüberzugehen? Gibt es eine unsterbliche Seele? Und wer begleitet Menschen auf ihrem letzten Weg? In unserer westlichen Gesellschaft sind Sterben und Tod oft ein Tabu. Vom 2. November 2025 bis zum 1. März 2026 zeigt das Diözesanmuseum Paderborn mit TRAPASSO – HINÜBERGEHEN eine Ausstellung, die Resonanzraum ist für neue Gedanken und Wahrnehmungen zur letzten Lebensphase. Als Partner der Ausstellung bietet der Verbund katholischer Altenhilfe Paderborn e.V. mit dem entstehenden Hospiz- und Palliativzentrum PAULINE ein umfangreiches Begleitprogramm zur Ausstellung an, mit Lesungen, Vorträgen, Musik und Workshops. TRAPASSO – HINÜBERGEHEN bildet den Auftakt zu einer neuen Reihe: Unter dem Label CONNECT# wird das Diözesanmuseum in Zukunft gemeinsam mit unterschiedlichen Kooperationspartner*innen aus der Stadt und der Region Ausstellungen zu gesellschaftlich relevanten Themen gestalten.

Namensgebend für die Ausstellung ist die Arbeit „Trapasso“ des Foto- und Videokünstlers Christoph Brech. Trapasso bedeutet im italienischen so viel wie „ich gehe (über etwas) hinüber“, aber auch „ich sterbe“. „Wir möchten mit diesem Projekt – gemeinsam mit unserem Partner, dem entstehende VKA Hospiz- und Palliativzentrum PAULINE vom Verbund katholischer Altenhilfe Paderborn e.V. – für die letzte Lebensphase von Menschen sensibilisieren“, sagt Kuratorin Christiane Ruhmann. Sie hat u.a. Künstler*innen wie Christoph Brech, Dagmar Boenigk, Walter Schels und Beate Lakotta dafür gewonnen, mit ihren Arbeiten in einen Dialog zu Werken der Museumssammlung zu treten. Darunter beeindruckende mittelalterliche Werke wie die Skulptur „Christus im Elend“, das Tafelbild „Marientod“ des Meisters von Lisborn oder der kunstvoll gearbeitete Tragaltar des Paderborner Doms aus der Zeit um 1120. Insgesamt sind rund 40 Exponate zu sehen. Dazu zählt auch ein Koffer, den das Team des entstehenden VKA Hospiz- und Palliativzentrums PAULINE „für das Hinübergehen” bestückt und der in die Ausstellung integriert wird. An einer partizipativen Station geht es um eine Frage: „Gibt es eine unsterbliche Seele?“

Hospize sind Lebensorte

Der Fotograf Walter Schels und die Journalistin und Autorin Beate Lakotta erforschen mit ihren Arbeiten existenzielle Themen wie Sterben, Vergänglichkeit und Menschlichkeit. Sie begleiteten über zwei Jahre hinweg Sterbende in der letzten Phase ihres Lebens. Die meisten verbrachten die ihnen verbleibende Zeit im Hospiz, einem Ort, dafür geschaffen, dass Todkranke ihre letzte Lebensphase selbstbestimmt und bewusst erleben können. Mit ihrer Erlaubnis machte Schels Porträts der Patient*innen – jeweils vor und unmittelbar nach ihrem Ableben – und schuf so eindrückliche Momente des „Dazwischen“. Sie werden jeweils begleitet von Texten Beate Lakottas, welche die Sterbenden zu Wort kommen lassen und deren Ängste, Hoffnungen und Erfahrungen spiegeln.

Das Verblassen der Welt

Der erste Teil der Ausstellung ist dem Verblassen, dem Vergessen aber auch der sich trotz allem Bahn brechenden Erinnerung gewidmet. Hier finden sich auch die Arbeiten der Künstlerin Dagmar Boenigk. Ihre Werke laden zur Reflexion über Vergänglichkeit, Identität und Wahrnehmung ein. Gemeinsam bilden sie ein Bildgedicht bestehend ausschwebenden, bearbeiteten Textfragmenten und teilweise überdeckten Familienschnappschüssen. Eindrücklich ruft sie damit jene tastende, suchende und verblassende Welt auf, in der sich an Demenz erkrankte Menschen in ihrer letzten Lebensphase befinden. Boenigk wählt als Material zur Überdeckung der Fotografien u.a. Japanpapier. Komplett mit diesem handgeschöpften, durchscheinenden Material überzogen ist auch ein Gemälde aus der Sammlung des Diözesanmuseums. Das Japanpapier schützt hier seine fragile Malschicht, wodurch ebenfalls kaum noch zu erkennen ist, was darauf dargestellt ist.

Vergänglichkeit und Überdauern

Christoph Brech ist mit drei meditativen Videoarbeiten vertreten. Sein Werk „The Wind that Shakes the Barley“ zeigt, wie sich Erinnerungen an geliebte Menschen manifestieren können, auch wenn ihnen kein Raum gegeben werden soll. Dafür hat er Steinmale ungetauft verstorbener Kinder ins Bild gesetzt, die er in rauer irischer Landschaft gefunden hat. In seiner Arbeit „Trapasso“ sind mittelalterliche Grabsteine zu sehen, die seit Jahrhunderten in einer Kirche als Fußbodenbelag dienen. Viele Generationen sind darüber hinweggegangen, haben die Reliefs abgenutzt und bis zur Unkenntlichkeit abgelaufen. Bei „Transito“ schließlich zeichnet Brechs Kamera in eben jener Kirche das tanzende Hin- und Herwehen eines vom Wind geblähten Vorhangs in Bodennähe auf. Immer wieder sind die Beine der Kirchenbesucher*innen zu sehen, die jene Schwelle überschreiten, die das Sonnenlicht von der Dunkelheit im Inneren trennt – die Unruhe von der Ruhe, die Gegenwart von der Vergangenheit.

Umfangreiches Begleitprogramm

Unter dem Leitgedanken geliebt – getragen – getröstet findet eine Reihe von Benefizveranstaltungen statt, um Spenden für das entstehende VKA Hospiz- und Palliativzentrum PAULINE zu sammeln. Das Diözesanmuseum Paderborn unterstützt diese Initiative mit der Ausstellung TRAPASSO – HINÜBERGEHEN. Der Verbund katholischer Altenhilfe Paderborn e.V. steuert das umfangreiche Begleitprogramm zur Ausstellung bei, mit Lesungen, Vorträgen, Musik und Workshops u.a. zum Thema „weiße Trauer“ – dem langsamen Verschwinden von Demenzkranken aus der Welt – sowie Vorträgen, etwa zum assistierten Suizid. Im Shop des Museums können zusätzlich Künstlerdrucke der Werke des Benediktinermönchs Bruder Stephan Oppermann OSB erworben werden, der den Erlös zur 100% dem entstehenden VKA Hospiz- und Palliativzentrum PAULINE spendet. Oppermanns Handdruck mit dem Titel „Caput Mortuum“ ist zudem in der Ausstellung zu sehen. Mit der abstrakten Durchdringung kräftiger Farben thematisiert er hier die Dualität von Werden und Vergehen.

Kommende Veranstaltungen (Auswahl):

  1. November 2025 | 18 – 20 Uhr
    Ein Tag voller Leben – Das neue Tageshospiz in Paderborn:
    Ein Vortrag von Tanja Jochheim M.A. (Projektmanagerin im Bereich Hospiz – und Palliativversorgung)
  2. November 2025 | 14 – 16 Uhr
    Begleiter in der Dunkelheit – als Arzt auf einer Palliativstation: Lesung und Autorengespräch
    mit Prof. Dr. Martin Weber, Mainz
  3. Dezember 2025 | 15 – 17 Uhr
    Depression – eine heilbare Volkskrankheit: Ein Vortrag von PD Dr. med. Stefan Bender

Das Diözesanmuseum Paderborn ist das älteste im deutschsprachigen Raum. 1853 gegründet, bewahrt es eine der umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen mittelalterlicher bis barockzeitlicher Kunst in Deutschland mit Schwerpunkten in den Bereichen Skulptur und Goldschmiedekunst. In den vergangenen 25 Jahren ist es mit seinen großen kunst- und kulturhistorischen Ausstellungen, die internationale Leihgaben in Paderborn zusammenführten, weit über die Region hinaus bekannt geworden.

Das entstehende VKA Hospiz- und Palliativzentrum PAULINE vom Verbund katholischer Altenhilfe Paderborn e.V. entsteht im Herzen Paderborns, eingebettet in den großen Park am Mutterhaus der Schwestern der Christlichen Liebe. Sein Ziel ist es, schwerstkranke Menschen und deren Angehörige einfühlsam und umfassend auf ihrem letzten Lebensweg zu begleiten. Das Angebot reicht vom Tageshospiz über die stationäre Versorgung bis hin zur ambulanten Begleitung sowie einer umfassenden Beratung in ethischen Fragen.

Kontakt Museum

Erzbischöfliches Diözesanmuseum und Domschatzkammer
Markt 17, 33098 Paderborn, Tel. +49 (0) 5251-1251400, museum@erzbistum-paderborn.de

Gruppenführungen buchbar über das Diözesanmuseum Paderborn:
+49 (0) 5251-1251400 | museum@erzbistum-paderborn.de

Öffnungszeiten / Eintritt Dienstag bis Sonntag, 10 – 18 Uhr, jeden ersten Mittwoch im Monat bis 20 Uhr. 4 € / ermäßigt 2 €, freier Eintritt für Kinder bis 12 Jahren siehe dioezesanmuseum-paderborn.de

Für Lesungen / Vorträge / Begegnungen gilt 2 € ermäßigter Eintritt + Spende an das entstehende VKA Hospiz- und Palliativzentrum PAULINE

Pressekontakt im Auftrag des Diözesanmuseums Paderborn
Hendrik von Boxberg, +49 177 7379207, presse@dioezesanmuseum-paderborn.de
Waltraud Murauer-Ziebach, +49 171 416 8808, w.murauer@arthema.de

Pressefotos unter www.dioezesanmuseum-paderborn.de/presse/

Ab 18. Oktober 2025 zeigt das Diözesanmuseum Paderborn seine Sammlungsschätze in neuer Interpretation.


Gesten sind ein wichtiger, unverzichtbarer Teil unserer menschlichen Kommunikation. Sie spiegeln Emotionen, stiften Beziehungen, markieren Machtverhältnisse, haben symbolische oder spirituelle Bedeutungen. Ab dem 18. Oktober 2025 zeigt das Diözesanmuseum Paderborn ausgewählte Exponate seiner Sammlung unter dem Titel: DIE HÄNDE ZUM HIMMEL. Gruß – Geste – Gebet. Zu sehen sind Skulpturen, Gemälde und Grafiken, Buch- und Schatzkunst.

 +++ Zur Eröffnung der Ausstellung DIE HÄNDE ZUM HIMMEL. Gruß – Geste – Gebet am Samstag, dem 18. Oktober 2025, um 14 Uhr begrüßt Direktor Holger Kempkens das Publikum, danach gibt Kuratorin Elisabeth Maas eine kurze Einführung in die Ausstellung. Es folgen in der Zeit von 14 bis 18 Uhr Führungen mit der Kuratorin, eine Familienführung und Angebote für Kinder. Der Eintritt am Eröffnungstag ist frei. Für alle Neugierigen ist das Museum bereits ab 10 Uhr geöffnet. +++

 Die Neupräsentation ist in fünf Abteilungen gegliedert, und einige der gezeigten Sammlungsstücke waren noch nie im Diözesanmuseum zu sehen. Darunter ein seltener spätgotischer Kanzelkorb, eine Beweinung Christi des Kölner Malers Anton Woensam und eine Gottvater-Skulptur von Ernst Barlach. Die ausgestellten Werke stammen aus den vergangenen rund 1000 Jahren. Somit schlägt die Ausstellung einen zeitlichen Bogen vom Mittelalter über die Neuzeit bis in die Gegenwart.

Im Fokus stehen die kleinen und großen Gesten, die Skulpturen zu Überbringern von Nachrichten, zu Mahnern oder Personifikationen von Tugenden und Lastern machen. Auch auf Gemälden kommt den Gesten eine wichtige Rolle zu, nicht selten führen sie zum eigentlichen, zum tieferen inhaltlichen Kern des Dargestellten. Gestenreich verkünden Engel die Botschaft Gottes. Menschen mit gefalteten Händen suchen den Kontakt zum Göttlichen, andere verbergen in Trauer ihr Gesicht. Marienskulpturen aus allen Epochen präsentieren das göttliche Kind auf ähnliche Weise als Erlöser der Welt. Ebenso verhält es sich mit der trauernden Maria, die als Pietà, den toten Gottessohn nach der Abnahme vom Kreuz auf ihrem Schloss hält. Ein beeindruckendes Beispiel für eine wirkungsvolle gestische Darstellung ist auch die Skulptur des Erzengels Gabriel, der seine Hand ausladend zum Himmel streckt, während er der jungen Maria verkündet, dass sie von Gott auserwählt wurde durch den Heiligen Geist einen Sohn zu empfangen und zur Welt zu bringen.

Die einzelnen Abteilungen der Sammlungspräsentation widmen sich Themenkomplexen wie „Zwischen Himmel und Erde“, „Auf dem himmlischen Thron“ oder „Tod, Trauer, Einsamkeit”. Die Darstellungen von Gruß, Geste und Gebet werden hier jeweils zu zentralen, verbindenden Elementen.

Ausblick:
Trapasso – Hinübergehen | 2. November 2025 – 1. März 2026
Das Diözesanmuseum Paderborn startet mit dieser Ausstellung eine neue Reihe, die regionale Kooperationen anstößt.

Bereits zwei Wochen nach der neuen Sammlungspräsentation eröffnet das Diözesanmuseum am 2. November 2025 die Ausstellung Trapasso – Hinübergehen. Sie entsteht in Kooperation mit dem VKA Hospiz- und Palliativzentrum Pauline in Paderborn und thematisiert den Prozess des Hinübergehens, des Sterbens, mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen sowie Exponaten aus der eigenen Sammlung. Das Hospiz- und Palliativzentrum Pauline in Paderborn, das den letzten Weg schwer erkrankter Menschen aktiv begleiten und gestalten will, konzipiert dazu ein umfangreiches Begleitprogramm.
Mit diesem neuen Ausstellungsformat will das Diözesanmuseum die Zusammenarbeit und den Austausch mit Institutionen, Initiativen und Künstler*innen in Paderborn und in der Region verstärken.

 

Das Diözesanmuseum Paderborn ist das älteste im deutschsprachigen Raum. 1853 gegründet, bewahrt es eine der umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen mittelalterlicher bis barockzeitlicher Kunst in Deutschland mit Schwerpunkten in den Bereichen Skulptur und Goldschmiedekunst. In den vergangenen 25 Jahren ist es mit seinen großen kunst- und kulturhistorischen Ausstellungen, die internationale Leihgaben in Paderborn zusammenführten, weit über die Region hinaus bekannt geworden.

Kontakt Museum
Erzbischöfliches Diözesanmuseum und Domschatzkammer
Markt 17, 33098 Paderborn, Tel. +49 (0) 5251-1251400, museum@erzbistum-paderborn.de

Gruppenführungen buchbar über das Diözesanmuseum Paderborn:
+49 (0) 5251-1251400 | museum@erzbistum-paderborn.de
Öffnungszeiten / Tickets Dienstag bis Sonntag, 10–18 Uhr, jeden ersten Mittwoch im Monat bis 20 Uhr. 4 Euro /ermäßigt 2 Euro, freier Eintritt für Kinder bis 12 Jahren siehe dioezesanmuseum-paderborn.de

Pressekontakt im Auftrag des Diözesanmuseums Paderborn
Hendrik von Boxberg, +49 177 7379207, presse@dioezesanmuseum-paderborn.de
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Pressemitteilung
Paderborn, 11. September 2025

Die Sonderausstellung im Diözesanmuseum endet am Sonntag, 21. September 2025

  • Die Ausstellung „Before the Wind“ ist nur noch wenige Tage zu sehen.
  • Zum Abschlusswochenende: Audiovisuelle Performance mit den Künstlerinnen und der Mädchenkantorei des Paderborner Dom
  • Ausblick auf die kommenden Ausstellungen ab 18. Oktober 2025

Die Ausstellung Before the Wind im Diözesanmuseum Paderborn endet am Sonntag, dem 21. September 2025. „Wir blicken auf einen spannenden Dialog zwischen jahrhundertealten Exponaten der Sammlung und Arbeiten von zeitgenössischen Künstlerinnen zurück. Die Ausstellung Before the Wind war ein inspirierendes Experiment. Wir haben das kraftvolle Element Wind in seinen technischen, gestischen und spirituellen Dimensionen erforscht. Dabei haben wir besonders die weibliche Seite des Christentums auf neue Art und Weise in den Fokus genommen. Mit dem in der Ausstellung konzeptionell eingeschlagenen Weg wollen wir als Museum auch in Zukunft weitergehen“, sagt Kuratorin Dr. Christiane Ruhmann.

Sie hat gemeinsam mit der Sängerin und Klangkünstlerin Franziska Baumann und der Medienkünstlerin Claudia Brieske eine Kunstinszenierung geschaffen, die die Architektur des Hauses mit seinen offenen, aufstrebenden Ebenen und Exponate der eigenen Sammlung auf besondere Weise einbezieht.  Skulpturen, Videos, Musik- und Soundstationen des Künstlerinnenduos Baumann-Brieske (Bern/Berlin) lassen in diesem Zusammenspiel das Naturphänomen Wind lebendig werden.

Before the Wind – Das Konzert: Eine Stimminszenierung im audiovisuellen Klangraum

Zum Abschluss der Ausstellung Before the Wind entwickelten die Künstlerinnen Franziska Baumann und Claudia Brieske gemeinsam mit der Mädchenkantorei des Paderborner Doms eine audiovisuelle Performance – eigens für den musealen Raum in Paderborn. Im Zentrum steht der Wind – als Naturkraft, als poetisches Element und als Metapher für das Entstehen und Vergehen. Dabei verbinden sich Sängerin, Live-Elektronik und -Video zusammen mit einer Chor-Performance zu einer einzigartigen Rauminszenierung. Baumanns alchemistische Mischung aus archaischer Stimme, minimalistischen und komponierten Klangelementen, Textchoreografien und musique concrète vereinen sich mit dem weiten Klangspektrum der jungen Stimmen der Paderborner Mädchenkantorei und den narrativen, raumplastischen Bildern von Videokünstlerin Claudia Brieske.

Hinweis: Ab dem 16. September beginnt im Diözesanmuseum der Aufbau für die Konzerte.

Der Ausstellungsbesuch ist weiterhin möglich, allerdings an den beiden Konzerttagen jeweils nur bis zum frühen Nachmittag. Am Samstag, 20.9. schließt das Museum bereits um 14 Uhr und am Sonntag, 21.9. bereits um 16:00 Uhr. Der Einlass zu den Konzerten erfolgt eine Stunde vor Konzertbeginn.

Ausblick: Neupräsentation der Sammlung und Auftakt einer neuen Ausstellungsreihe.

Gesten und Körperhaltungen sind weit mehr als bloße Bewegungen. Sie spiegeln Emotionen, stiften Beziehungen oder markieren Machtverhältnisse. Nach zwei Sonderausstellungen präsentiert das Diözesanmuseum Paderborn nun seine Sammlung ab 18. Oktober mit neuen Schwerpunkten. In Die Hände zum Himmel. Gruß – Geste – Gebet werden ausgewählte Skulpturen, Gemälde, Graphiken und Bücher gezeigt.

Zwei Wochen später, am 2. November 2025, eröffnet erstmals eine Ausstellung in einem neu konzipierten Sonderformat, das das Diözesanmuseum in den Austausch mit Paderborner Institutionen, Initiativen und Künstler*innen bringt: Trapasso – Hinübergehen entstand in Kooperation mit dem VKA Hospiz- und Palliativzentrum Pauline in Paderborn. Sie setzt sich mit dem letzten Weg und dem Sterben auseinander. Zum Thema werden christliche Mediationsbilder und Positionen zeitgenössischer Künstler*innen gezeigt, mit dabei Walter Schels, Beate Lakotta, Christoph Brech und Dagmar Boenigk.

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20. & 21. September 2025 im Diözesanmuseum Paderborn
im Rahmen des IMAD-Festivals Paderborn

20.09.2025: 16:30 und 19:30 Uhr
21.09.2025: 19:00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unter dem Titel Before The Wind findet in der gleichnamigen Ausstellung im Diözesanmuseum Paderborn am 20. und 21. September 2025 eine immersive Performance für Stimme, Mädchenchor, Live-Elektronik und Live-Video statt. Stimme, Raum, Klang und Bild verschmelzen zu einer eindrücklichen Installation zwischen Konzert, Ritual und performativer Komposition. Es entsteht ein sinnliches Erlebnis, das sowohl das Sehen als auch das Hören herausfordert.

Die Performances im Diözesanmuseum dauern jeweils etwa 60 Minuten und sind Teil des IMAD-Festivals, www.imad-festival.de, das vom 12. bis 26. September in Paderborn stattfindet.

Immersive Stimminszenierungen im Museumsraum
Die audiovisuelle Performance, die zum Abschluss der Ausstellung Before the Wind an drei Terminen gezeigt wird, wurde von der Klangkünstlerin Franziska Baumann und der Medienkünstlerin Claudia Brieske eigens für den musealen Raum entwickelt. Im Zentrum steht der Wind – als Naturkraft, als poetisches Element und als Metapher für Kreisläufe von Entstehung und Vergehen. Die beiden Künstlerinnen erschaffen gemeinsam mit der Mädchenkantorei des Paderborner Doms ein poetisch verdichtetes Werk über den Wind als Naturkraft, Sinnbild und Gestaltungselement. Raum, Stimme, Bild und Bewegung verschmelzen zu einer eindrücklichen Installation. Es ist ein Projekt voller Klangwellen, flüsternder Stimmen, visueller Resonanzen – durchweht vom weiblichen Spirit.

Franziska Baumann komponierte eigens für die Mädchenkantorei Stücke, die einen vielfältigen Ausdrucksraum zwischen Geräusch, Vokaltextur und kanonischem Wohlklang ausloten. Das Klangspektrum bringt die jungen Stimmen in all seinen Facetten zur Geltung – vom Windflüstern bis zum dichten Chorklang. 80 junge Sängerinnen im Alter von 9 bis 14 Jahren studierten die Kompositionen unter der Leitung ihres Chorleiters, Domkantor Patrick Cellnick ein.

Über die Ausstellung
Die Sängerin/Klangkünstlerin Franziska Baumann und die Medienkünstlerin Claudia Brieske haben mit der aktuellen Ausstellung Before The Wind gemeinsam mit der Museumskuratorin Christiane Ruhmann eine Kunstinszenierung für das Diözesanmuseum geschaffen, die die Architektur des Hauses mit seinen offenen, aufstrebenden Ebenen auf besondere Weise einbezieht. Dafür wurden jahrhundertealte Werke der Museumssammlung mit zeitgenössischer Kunst kombiniert: Skulpturen, Videos, Musik- und Soundstationen des Künstlerinnenduos Baumann-Brieske (Bern/Berlin)lassen das Naturphänomen Wind mit seinen zeitlosen Zyklen von Werden und Vergehen lebendig werden.

Weitere Informationen unter www.dioezesanmuseum-paderborn.de

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BEFORE THE WIND – Eine Stimminszenierung im audiovisuellen Klangraum
20.09.2025: 16:30 und 19:30 Uhr

21.09.2025: 19:00 Uhr
Tickets
: 10 € Im Vorverkauf an der Kasse des Diözesanmuseums

Konzept & Künstlerische Leitung:
Franziska Baumann (CH): Stimme, Komposition für Solo und Chor, Live-Elektronik
Claudia Brieske (D): Video, visuelle Komposition, Schnitt, Videoinszenierung 

Mitwirkende:
Mädchenkantorei am Paderborner Dom (Leitung: Patrick Cellnik)
Szenische Leitung: Angela Bürger (CH)
Technische Assistenz: José del Avellanal (E/D/CH)
Produktion: Diözesanmuseum Paderborn, Christiane Ruhmann

Die Künstlerinnen
Seit 2006 entwickeln Franziska Baumann und Claudia Brieske als künstlerisches Duo intermediale Stimminszenierungen mit virtuellen Bildräumen – auf Bühnen, in Museen und im öffentlichen Raum. Ihre gemeinsame Arbeit erforscht Schnittstellen zwischen Stimme, Raum und visueller Komposition. Ihre Performances bestechen durch die expressive Kraft der Stimme, den Einsatz experimenteller Vokaltechniken und die raumgreifende Wirkung von Live-Video.
www.baumann-brieske.net

Das Diözesanmuseum Paderborn ist das älteste im deutschsprachigen Raum. 1853 gegründet, bewahrt es eine der umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen mittelalterlicher bis barockzeitlicher Kunst in Deutschland mit Schwerpunkten in den Bereichen Skulptur und Goldschmiedekunst. In den vergangenen 25 Jahren ist es mit seinen großen kunst- und kulturhistorischen Ausstellungen, die internationale Leihgaben in Paderborn zusammenführten, weit über die Region hinausgehenden bekannt geworden.

Pressekontakt im Auftrag des Diözesanmuseums Paderborn
Hendrik von Boxberg, +49 177 7379207, presse@dioezesanmuseum-paderborn.de / presse@von-boxberg.de
Waltraud Murauer-Ziebach, +49 171 416 8808, w.murauer@arthema.de

Pressefotos unter www.dioezesanmuseum-paderborn.de/presse/

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Ein seltenes Reliquiar aus Köln trifft auf seinen „Zwilling“ in Paderborn

Bergkristall – ein geheimnisvolles und faszinierendes Material. Von der Antike bis zur Gegenwart fertigten Goldschmieden aus dem durchsichtigen und farblosen Mineral einzigartige Kunstwerke. Seit dieser Woche ist ein ganz besonderes Exemplar dieser Art im Diözesanmuseum Paderborn zu Gast: Ein rund 800 Jahre altes Reliquiar aus einer Kölner Privatsammlung, das in der Kunstgeschichte bisher völlig unbekannt war. In der Schatzkammer des Museums trifft es nun auf ein Zwillingsstück, dass sich seit mehreren Jahren als Leihgabe im Bestand des Diözesanmuseums befindet. Insgesamt existieren nur vier Exemplare dieser Art weltweit.

Museumsdirektor Holger Kempkens wurde bereits 2023 bei der Ausstellung Magie Bergkristall (25. November 2022 – 19. März 2023) im Museum Schnütgen in Köln auf das besondere Reliquiar aufmerksam, da es eine große Ähnlichkeit zu einer Leihgabe in Museumsbeständen aufwies. Daraufhin war der Kontakt zu Elmar Robert, Experte für mittelalterliche Kunstwerke und Inhaber der Kunsthandlung Medieval Art Cologne, schnell hergestellt, sodass das rund 800 Jahre alte Exponat seit Kurzem dem Diözesanmuseum als Dauerleihgabe zur Verfügung steht. „Dieses außerordentliche Exponat trifft bei uns auf ein ‚Zwillingstück‘, das sich als Leihgabe der Kirche St. Petri, Geseke, bei uns im Museum befindet“, sagt Museumsdirektor Holger Kempkens, Direktor des Diözesanmuseum Paderborn.

„Man erkennt sofort die Gemeinsamkeiten der Bergkristall-Reliquien in Material und Formen: Beide Stücke tragen im Zentrum einen ausgehöhlten Bergkristallzylinder, der heute leer ist. Einst waren darin Reliquien verehrter Heiliger bewahrt, die durch einen kleinen Klappdeckel an der Schmalseite der beiden Stücke eingebracht wurden. Einen so großen Bergkristall auszuhöhlen war vor rund 800 Jahren eine technische Meisterleistung.“  Elmar Robert und Holger Kempkens sind sich einig, dass beide Stücke um das Jahr 1.200 in der gleichen Goldschmiedewerkstatt gefertigt wurden, die wohl in Köln ansässig war. An der Leihgabe befinden sich noch die geschliffenen Schmuckkristalle, Linsen genannt. Dem Paderborner Museumsstück fehlen diese Elemente. Reste von Halterungen für solche ‚Linsen‘ sind aber noch vorhanden, so dass ersichtlich wird, wie dieses Stück einst verziert war.

Erstmalig sind beide Kunstwerke in einer Vitrine in der Schatzkammer des Diözesanmuseums nebeneinander zu sehen und öffentlich zugänglich. Das Zusammentreffen der Stücke in Paderborn ist auch deshalb so bedeutsam, weil es auf der ganzen Welt insgesamt nur vier Reliquiare dieser Art gibt. Recherchen zufolge befindet sich noch je ein weiteres Stück in Sammlungen in den USA und in Belgien.

Über das Material Bergkristall:
Bergkristall ist eine klare, farblose Variante des Minerals Quarz. Sein Name stammt von seiner Ähnlichkeit mit Eis – die alten Griechen hielten ihn für dauerhaft gefrorenes Wasser. Das Besondere am Bergkristall ist seine Reinheit und Transparenz. Er bildet sich in Hohlräumen von Gesteinen, meist in Form von sechseckigen Kristallen mit spitzen Enden. Diese Klarheit und die regelmäßige Struktur machen ihn nicht nur zu einem beliebten Schmuckstein, sondern auch zu einem Symbol für Reinheit und Licht.

Kontakt Museum
Erzbischöfliches Diözesanmuseum und Domschatzkammer
Markt 17, 33098 Paderborn, Tel. +49 (0) 5251-1251400, museum@erzbistum-paderborn.de
Öffnungszeiten:
Di – So: 10:00 bis 18:00 Uhr
Montags geschlossen
Jeden ersten Mittwoch im Monat bis 20 Uhr

Pressefotos zum neuen Exponat finden Sie hier.
(Auf den Bildern zu sehen von links nach rechts):
Foto I – III: Elmar Robert und Holger Kempkens
Foto IV: Elmar Robert

 

Claudia Brieske & Franziska Baumann
Diözesanmuseum Paderborn | 28. März bis 21. September 2025

Brisen, Böen und ein Tornado – in der neuen Ausstellung des Diözesanmuseums Paderborn dreht sich alles um den Wind. Mit Before the Wind öffnet sich das Museum für einen faszinierenden Dialog zwischen experimenteller, zeitgenössischer Kunst und jahrhundertealten Objekten aus der eigenen Sammlung. Das unsichtbare und zugleich kraftvolle Element Wind wird hier in seiner technischen, gestischen und spirituellen Dimension erforscht. Die Skulpturen, Videos, Musik- und Soundstationen des Künstlerinnenduos Baumann-Brieske (Bern/Berlin) lassen das Naturphänomen in einer vielschichtigen Inszenierung lebendig werden.

+++ Die Ausstellung beginnt am Fr 28.3.2025 in der Zeit von 14 bis 20 Uhr mit einem besonderen Eröffnungsprogramm aus Kurzführungen, einer Künstlerinnenführung und einem Angebot für Familien und Kinder. Höhepunkt des Tages ist eine Gesangsintervention von Sängerin, Komponistin und Klangkünstlerin Franziska Baumann um 16.30 Uhr. Der Eintritt ist an diesem Tag für alle frei. +++

Für die Ausstellung haben die Künstlerinnen Franziska Baumann und Claudia Brieske in der unwirklich anmutenden Landschaft der kapverdischen Insel Boa Vista drei archetypische Figuren geschaffen: die „Windfigur der roten Steinwüste“ – Geschwindigkeitswächterin und Hüterin der Zeit. Mit ihr beginnt die Zeit und damit das Wehen des Windes. Die „Windfigur der blau-grauen Steinwüste“ strebt danach, die Landschaft zu überschreiben, sie auszugestalten, eine Lebens- bzw. Blutspur zu legen. Die „Windfigur der hellen Sandwüste“ ist Trägerin der Erinnerung, Klangspeicher und Echo zugleich.

„Wir lassen einen universellen, aber auch weiblichen Geist durch die Räume des Museums wehen. Unsere Themen sind in den alten Figuren bereits enthalten.“
(Franziska Baumann & Claudia Brieske)

Die Windfiguren treten über alle Ebenen des Museumsbaus hinweg in einen Dialog mit Skulpturen, Gemälden oder Werken der Goldschmiedekunst und legen dabei deren spirituellen Kern frei. In ständigem Austausch zwischen Sammlung, Künstlerinnen und Kuratorin ist Before the Wind kontinuierlich zur heute erfahrbaren Präsentation gewachsen.
Herausragende Sammlungsstücke des Museums, wie die mittelalterliche Madonna des Bischofs Imad (†1076) oder die Darstellung der apokalyptischen Frau auf der Mondsichel (1490), sind durch ihre Verbindung mit den Windfiguren in neuen Zusammenhängen erlebbar. Eigens für die Präsentation des für die Region wegen seiner Buchmalerei bedeutenden Graduale von Geseke (1531) hat Franziska Baumann das Werk ‚Halleluja‘ komponiert. Hier mischen sich Wind- und Atemgeräusche mit dem Hauch von Stimmen, strahlenden Tönen des Halleluja und den zum Himmel aufstrebenden Tönen von Glocken. Auf ein besonderes erschütterndes Ereignis in der jüngeren Geschichte Paderborns nimmt Claudia Brieske zudem in einer 3-teiligen Videoarbeit Bezug: Eine Vorstudie der Windfiguren trifft auf den Tornado, der am 21. Mai 2022 innerhalb weniger Minuten eine Schneise der Zerstörung durch die Stadt fegte.

Konzert im September
Abschluss und Höhepunkt der Ausstellung ist eine große audiovisuelle Inszenierung am 20. und 21. September 2025. Das Konzerterlebnis mit Live-Video, Stimme, Live-Elektronik und Chor ist eigens für die Architektur des Diözesanmuseums konzipiert. Für die Mädchenkantorei des Paderborner Doms komponiert Sängerin und Klangkünstlerin Franziska Baumann Stimmmaterial, das gemeinsam mit dem Leiter der Kantorei, Patrick Cellnik, für das Konzert erarbeitet wird. Die hohen Mädchenstimmen gehen zusammen mit Baumanns immersiver Stimmkunst und der Videokunst von Claudia Brieske eine Beziehung zu den weiblichen Figuren der Sirenen und zum Klang des Windes ein.

Die Künstlerinnen Claudia Brieske (Medienkünstlerin und Video-Szenografin) aus Berlin und Franziska Baumann (Stimmkünstlerin und Komponistin) aus Bern (CH) entwickeln seit 2007 Stimminszenierungen mit virtuellen Bildräumen. Ihre Arbeit präsentiert sich auf Bühnen sowie im Innen- und Außenraum. Informationen zu Projekten der Künstlerinnen unter www.baumann-brieske.net.

Das Diözesanmuseum Paderborn ist das älteste im deutschsprachigen Raum. 1853 gegründet, bewahrt es eine der umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen mittelalterlicher bis barockzeitlicher Kunst in Deutschland mit Schwerpunkten in den Bereichen Skulptur und Goldschmiedekunst. In den vergangenen 25 Jahren ist es mit seinen großen kunst- und kulturhistorischen Ausstellungen, die internationale Leihgaben in Paderborn zusammenführten, weit über die Region hinausgehenden bekannt geworden.

Die Ausstellung Before the Wind kuratiert von Christiane Ruhmann setzt die Reihe von zeitgenössischen Ausstellungen in der Sammlung des Museums fort. Zuletzt waren unter anderem Arbeiten von HA Schult, Christoph Brech und Barbara Klemm im Museum zu erleben.

Das umfangreiche Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm (u.a. mit dem Workshop „Himmeli – Geometrie des Windes“ am 21. Juni 2025 in Kooperation mit der Kunstschule SpARTacus) und weitere Informationen zu Tickets und Anfahrt finden Sie unter www.dioezesanmuseum-paderborn.de

Gruppenführungen buchbar über das Diözesanmuseum Paderborn:
+49 (0) 5251-1251400 | museum@erzbistum-paderborn.de

Öffnungszeiten / Tickets Dienstag bis Sonntag, 10–18 Uhr, jeden ersten Mittwoch im Monat bis 20 Uhr. 8 Euro /ermäßigt 4 Euro, freier Eintritt für Kinder bis 12 Jahren (siehe Website).

Before The Wind – Der letzte Gesang der Sirene

28. März bis 21. September 2025

 


Leichte Brisen, schnelle Böen, brausende Stürme – in der neuen Ausstellung im Diözesanmuseum Paderborn dreht sich alles um den Wind. Dafür werden jahrhundertealte Kunstwerke der Museumssammlung mit zeitgenössischer Kunst kombiniert: Skulpturen, Videos, Musik- und Soundstationen des Künstlerinnenkollektivs Baumann-Brieske (Bern/Berlin) lassen das Naturphänomen mit seinen zeitlosen Zyklen von Werden und Vergehen in der Ausstellung lebendig werden. Sei es als natürliche Ressource oder als Bedrohung, warm oder eisig, wohltuend oder lästig – Wind wird in unserer heutigen Gesellschaft immer bedeutender.

 


Before The Wind, kuratiert von Christiane Ruhmann, ist sowohl Ausstellung als auch vielschichtige Performance. Eine große audiovisuelle Inszenierung der Künstlerinnen im September (20.9 /21.9.2025) ist Höhepunkt des Programms – mit Live-Video, Stimme, Live-Elektronik und Chor, eigens konzipiert für die besondere Architektur des Diözesanmuseums Paderborn mit seinen aufsteigenden Ebenen. Mit dabei ist die Mädchenkantorei des Paderborner Doms, für sie komponiert Sängerin und Klangkünstlerin Franziska Baumann Stimmmaterial, das gemeinsam mit dem Chorleiter Patrick Cellnik erarbeitet wird. Die hohen Mädchenstimmen gehen zusammen mit Baumanns immersiver Stimmkunst eine Beziehung zu den weiblichen Figuren der Sirenen und zum Klang des Windes ein. So entsteht ein konzertantes Erlebnis, bei dem sich die musikalische Perfomance mit der Videokunst von Claudia Brieske verbindet.


Die Künstlerinnen Claudia Brieske (Medienkünstlerin und Video-Szenografin) aus Berlin und Franziska Baumann (Stimmkünstlerin und Komponistin) aus Bern (CH) entwickeln seit 2007 Stimminszenierungen mit virtuellen Bildräumen. Ihre Arbeit präsentiert sich auf Bühnen sowie im Innen- und Außenraum.
www.baumann-brieske.net


Das Diözesanmuseum Paderborn ist das älteste im deutschsprachigen Raum. 1853 gegründet, bewahrt es eine der umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen mittelalterlicher bis barockzeitlicher Kunst in Deutschland mit Schwerpunkten in den Bereichen Skulptur und Goldschmiedekunst. In den vergangenen 25 Jahren ist es mit seinen großen kunst- und kulturhistorischen Ausstellungen, die internationale Leihgaben in Paderborn zusammenführten, weit über die Region hinausgehenden bekannt geworden.


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Hendrik von Boxberg, +49 177 7379207
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Waltraud Murauer-Ziebach, +49 171 416 8808
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Die große Sonderausstellung im Diözesanmuseum endet am 26. Januar 2025


  • Verlängerte Öffnungszeiten am 24. und 25. Januar
  • Sonderkonzert der Mädchenkantorei des Paderborner Doms im Diözesanmuseum
  • Ausblick auf die kommende Ausstellung ab Ende März 2025

Paderborn. Die große Sonderausstellung Corvey und das Erbe der Antike. Kaiser, Klöster und Kulturtransfer im Mittelalter im Diözesanmuseum Paderborn endet am 26. Januar 2025.  “Wir blicken zurück auf vier spannende und inspirierende Monate und freuen uns sehr darüber, dass wir auch viele junge Besucher*innen ansprechen konnten. Das Thema und die außergewöhnlichen, kostbaren Leihgaben haben zudem viele internationale Gäste nach Paderborn gebracht und zu einem anregenden Austausch geführt,” freut sich Museumsdirektor Dr. Holger Kempkens. Ausstellungskuratorin Dr. Christiane Ruhmann ergänzt: “Ein besonderes ‘Weihnachtsgeschenk’ hat uns die Frankfurter Allgemeine Zeitung gemacht, die Redaktion zählt Corvey und das Erbe der Antike ‘als schönste Mittelalterausstellung‘ zu den zehn besten Ausstellungen des Jahres 2024 in Deutschland”.

Ausgangspunkt der Präsentation ist das ehemalige Kloster Corvey, das vor 10 Jahren zum UNESCO Welterbe ernannt wurde, im Fokus steht die Antikenbegeisterung des Mittelalters. In Zusammenarbeit mit mehr als 50 nationalen und internationalen Museen, Bibliotheken und Archiven konnte das Team des Diözesanmuseum über 120 einzigartige Leihgaben in Paderborn zusammenführen. Außerdem wurden anlässlich der Ausstellung mehrere umfangreiche Forschungs- und Restaurierungsprojekte in Zusammenarbeit mit Partnermuseen realisiert.


“Zauberstimmen “ im Museum – ein Veranstaltungshighlight zum Abschluss
Ein Veranstaltungshighlight kurz vor Ausstellungsende ist der Auftritt der beliebten Mädchenkantorei des Paderborner Doms unter der Leitung von Domkantor Patrick Cellnik. Auf den verschiedenen Ausstellungsebenen des Museums werden Werke zu hören sein, mit denen der Chor schon bei der Ausstellungseröffnung im September begeisterte – so auch der Choral „Civitatem istam“, der sich auf den Text der berühmten karolingischen Inschriftenplatte des Corveyer Westwerks bezieht. Die Aufführung findet am 22. Januar um 19:30 Uhr statt. Eintritt 6 Euro, Tickets sind über die Museumskasse vorab erhältlich. Der Einlass beginnt um 19 Uhr.


Verlängerte Öffnungszeiten im Januar

Als  Antwort auf viele Nachfragen gibt es zum Ende der Ausstellung besondere Öffnungszeiten: Um insbesondere berufstätigen Menschen den Museumsbesuch zu ermöglichen, ist das Diözesanmuseum am 24. und am 25. Januar 2025 bis 20 Uhr geöffnet.


Mehr als 100 Veranstaltungen, Führungen und Workshops während der Laufzeit
Zahlreiche Veranstaltungen und Workshops ermöglichten interessierten Besucher*innen auf ganz unterschiedliche Weise in die Antikenüberlieferung der mittelalterlichen Klöster einzutauchen. Insgesamt fanden während der Laufzeit mehr als 100 Veranstaltungen, Führungen und Workshops für die verschiedenen Interessens- und Altersgruppen statt. Darunter waren Klassiker wie Direktoren- und Kuratorinnnenführungen, aber auch Führungen mit Meditationen, ein Comic-Workshop und weitere Angebote für Kinder und Jugendliche. Ein besonderes Highlight war die Kunstperformance Tell me O Muse mit dem Künstler und Kalligraphen Brody Neuenschwander. Hinzu kam das museumspädagogische Programm für Schulen und Kitas, welches Kindern und Jugendlichen die Zeit des mittelalterlichen Corvey näherbrachte.
 

Öffnungszeiten / Tickets Dienstag bis Sonntag, 10–18 Uhr, jeden ersten Mittwoch im Monat bis 20 Uhr. 12 Euro /ermäßigt 6 Euro, freier Eintritt für Kinder bis 12 Jahren (siehe Website). Sonderöffnungszeiten am 24. und am 25. Januar 2025, jeweils bis 20 Uhr.

Ausblick: Vom Mittelalter in die Gegenwart

Mit Before the Wind öffnet sich das Diözesanmuseum ab dem 28. März für die zeitgenössische Kunst.  In Zusammenarbeit mit dem Künstler*innenkollektiv Brieske/Baumann entsteht eine vielschichtige Inszenierung, die zugleich Ausstellung und Performance sein wird. Dabei dreht sich alles um den Wind.

Dafür werden die jahrhundertealten Kunstwerke der Museumssammlung mit zeitgenössischen Arbeiten kombiniert: Skulpturen, Videos, Musik- und Soundstationen der Künstlerinnen Claudia Brieske (Berlin) und Franziska Baumann (Bern) lassen das Naturphänomen, das in unserer heutigen Gesellschaft – sei es als Bedrohung in Folge des Klimawandels, sei es als Ressource – immer bedeutender wird, in der Ausstellung lebendig werden. Das Projekt Before The Wind ist sowohl eine Ausstellung als auch eine vielschichtige vokale Inszenierung mit Live-Video, Gesang und Chor, die für die spezifische Architektur des Diözesanmuseums Paderborn konzipiert wird. Leichte Brisen, schnelle Böen, brausende Stürme oder Klang-Performances – der Wind hat viele Gesichter.


Wegen Ab- und Umbauarbeiten ist das Diözesanmuseum ab dem 27. Januar geschlossen.


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Wer die Ausstellung fördert sehen Sie hier

Das Diözesanmuseum Paderborn und das Bonifatiuswerk beteiligen sich an Spendenaktion für das WDR 2 Weihnachtswunder


Weihnachten als Fest der Liebe und Gemeinschaft rückt in großen Schritten näher und damit auch das WDR 2 Weihnachtswunder, das in diesem Jahr in Paderborn stattfindet. Vom 14. Dezember bis 18. Dezember 2024 sendet das WDR 2 Moderationsteam live vom Weihnachtsmarkt am Paderborner Dom für die gute Sache. Neben diversen musikalischen Gästen und Prominenten spielt die große WDR 2 Weihnachtswunder Spendenaktion eine zentrale Rolle. Das Diözesanmuseum Paderborn beteiligt sich in Zusammenarbeit mit dem Bonifatiuswerk mit verschiedenen Aktionen, um einen Beitrag zum Weihnachtswunder zu leisten.


Diverse Aktionen für das Weihnachtswunder geplant


Ab dem 06. Dezember 2024 wird das Foyer des Diözesanmuseums zur Fotolocation: In Form einer großen Fotowand mit Gucklöchern kann jede Person zur beliebten Aachener Bärin oder Sirenen-Aquamanile werden, die momentan in der großen Sonderausstellung Corvey und das Erbe der Antike (bis 26.01.25) zu sehen sind.


Freien Eintritt in die Sonderausstellung Corvey und das Erbe der Antike gibt es am Nikolaustag, 06. Dezember 2024, von 10 – 18 Uhr. Besucher*innen sind aufgerufen statt des Eintritts einen Beitrag ihrer Wahl zu spenden. An diesem Tag wird zusätzlich ein museumspädagogisches Programm für Groß und Klein angeboten, das das Bonifatiuswerk mit Schoko-Nikolauskarten sowie Nikolaus-Ausmalbildern unterstützt. Bereits ab dem 06. Dezember wird die Spendenbox im Eingangsbereich des Museums platziert.


Der gesammelte Geldbetrag wird am 18. Dezember von Vertreter*innen des Diözesanmuseums Paderborn persönlich dem Team des WDR 2 im Glashaus am Dom übergeben.


„Wir finden es großartig, dass das WDR 2 Weihnachtswunder in diesem Jahr in Paderborn stattfindet – und dann auch noch direkt vor unserer Museumstür. Da mussten wir einfach mit dabei sein. Wir freuen uns über die wunderbare Gelegenheit, zeigen zu können, dass wir an die Menschen in den Krisengebieten denken – Danke WDR!“, sagt Dr. Christiane Ruhmann, Kuratorin der Sonderausstellung Corvey und das Erbe der Antike im Diözesanmuseum Paderborn.


Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen ergänzt: „Wir freuen uns sehr, das WDR 2 Weihnachtswunder gemeinsam mit dem Diözesanmuseum Paderborn zu unterstützen. Gerade in dieser Zeit der Unsicherheiten, Krisen und Kriege möchten wir unseren Beitrag dazu leisten, betroffenen Menschen Halt und Kraft zu geben und wertvolle Projekte unterstützen, die konkrete Not lindern.“ 


Zum WDR 2 Weihnachtswunder


Vom 14. Dezember 2024 – 18. Dezember 2024 moderieren das WDR 2-Team Sabine Heinrich, Steffi Neu, Thomas Bug und Jan Malte Andresen rund um die Uhr und live aus dem Glashaus vom Paderborner Weihnachtsmarkt. 107 Stunden lang spielt das WDR 2-Moderationsteam die Wunschhits der Zuhörer*innen gegen einen guten Zweck. Sowohl Privatleute als auch Unternehmen und Institutionen können für das WDR 2 Weihnachtswunder und somit für 33 verschiedene gemeinnützige Projekte spenden. Das Geld kommt nach Ende der Aktion gemeinsam mit dem Bündnis der deutschen Hilfsorganisation Aktion Deutschland Hilft in Krisenländern zum Einsatz.


Bildmaterial zur gemeinsamen Spendenaktion von Bonifatiuswerk und Diözesanmuseum Paderborn finden Sie hier.


Foto 1 (von links nach rechts): Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen, Museumspädagogin Britta Schwemke, Kuratorin Dr. Christiane Ruhmann


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Die Ausstellung im Diözesanmuseum Paderborn wird gefördert von

Pressemitteilung
Paderborn, 14. November 2024

Sparkassenstiftungen ermöglichten Ausleihe des mittelalterlichen Abtsstabs des einflussreichen Gelehrten Wibald von Stablo und Corvey für die Ausstellung „Corvey und das Erbe der Antike“ im Diözesanmuseum Paderborn.


Es war ein Sensationsfund: 1994 entdeckte man bei Ausgrabungen auf dem Gelände  der ehemaligen Abteikirche des Benediktinerklosters Stablo (frz. Stavelot) im heutigen Belgien das Grab des bedeutenden Kirchenmannes, Gelehrten und politischen Beraters Wibald von Stablo und Corvey (*1098, † 1158). Unter den Grabbeigaben befand sich sein kunstvoll gestalteter Abtsstab, der sich heute im Besitz des Abteimuseums in Stablo (Musée Abbaye de Stavelot) befindetJetzt ist er Teil der Paderborner Sonderausstellung anlässlich des 1200-jährigen Gründungsjubiläums des Klosters Corvey, Wibalds einstiger Wirkungsstätte, und erstmals in Deutschland zu sehen. Die Ausleihe dieses bedeutenden Stückes ermöglichten die Stiftungen der Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter durch ihre großzügigeUnterstützung der Ausstellung „Corvey und das Erbe der Antike“ (bis 26.01.2025) im Diözesanmuseum Paderborn.


Der Generalvikar des Erzbischofs von Paderborn, Prälat Thomas Dornseifer, begrüßte gestern in der Ausstellung die Kuratoriums- und Vorstandsmitglieder der Stiftungen der Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter für die Stadt und für den Kreis Paderborn, den Kämmerer des Kreises Paderborn, Ingo Tiemann und das Vorstandsmitglied der Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter, Andreas Trotz. Gemeinsam mit Kuratorin Dr. Christiane Ruhmann bedankte sich der Generalvikar für das Engagement der Stiftungen. Bei ihrer Führung vermittelte Christiane Ruhmann spannende Hintergrundinformationen zum Abtsstab.


Ein wirkmächtiger Abt führt Corvey zu neuer Blüte


Es war der Staufer-Herrscher Konrad III., der seinen klugen Berater Wibald von Stablo im Jahr 1146 dafür gewann, auch die Abtwürde im in wirtschaftliche Schieflage geratenen Kloster Corvey zu übernehmen, die er bis zu seinem Tode 1158 innehatte. Wibald führte die Benediktiner-Abtei zu einer neuen Blüte. Das Westwerk wurde zu seiner heutigen zweitürmigen Form ausgebaut, verlorengegangene Besitzrechte erneut geltend gemacht, die Klosterdisziplin gefestigt. Auch das nahegelegene Höxter profitierte von der guten Beziehung Wibalds zu den jeweiligen Herrschern. So gestattete Kaiser Friedrich I. Barbarossa 1152 den Wiederaufbau der zerstörten Stadtmauer. Doch vor allem lagen dem wirkmächtigen und belesenen Abt Wibald von Stablo die einst berühmte Bibliothek des Klosters und das Skriptorium am Herzen. Er lieh Texte antiker Autoren von anderen Klöstern aus und ließ sie in Corvey abschreiben. Ein Lieblingsvorhaben des Abtes war es, alle erreichbaren Schriften des römischen Dichters Cicero in einem Band zusammenzustellen, damit sie nicht verloren gehen.


Kunstsinniger Bewahrer antiken Wissens


Wibald kommunizierte auch mit Päpsten, Königen und Klerikern, war wichtiger Berater mehrerer deutscher Herrscher und ein Förderer der Kunst. Die von ihm beauftragten Kunstwerke zeigen eine sehr persönliche Handschrift und zeugen von seiner breiten und an antiken Autoren geschulten Bildung. Auch bei seinem Abtsstab wird das deutlich. Bei der Grabung in Stablo wurden die untere Stabspitze, der Knauf mit zwei Metalltüllen und die Spitze der gebogenen Krümme gefunden. Die aus Holz gefertigten Elemente des Stabes lösten sich hingegen im Laufe der Jahrhunderte auf. Elegant läuft die bronzene Spitze der Krümme in einem fein gestalteten Pinienzapfen aus. Auf dem wunderschön gestalteten, emaillierten Kugelkopf sind Fächerbögen zu sehen, und die vergoldeten Tüllen tragen eine lateinische Inschrift, übersetzt: „Das Gesetz erlaubt, dass man zürnt, aber es will, dass man im Zorn Erbarmen hat; daher sei der Schrift eingedenk: Weise zurecht, [aber] schone!“ Diese mahnenden Worte könnte Wibald selbst verfasst haben – vielleicht zur Selbstermahnung?


In der Paderborner Ausstellung „Corvey und das Erbe der Antike“ ist der zweiten Blüte des Klosters Corvey – der Zeit Wibald von Stablo – eine eigene Abteilung gewidmet. Hier ist sein umfangreiches Briefbuch zu sehen, eine einzigartige zeitgeschichtliche Quelle. Eine Medienstation widmet sich dem von ihm zusammengestellten Cicero-Codex, und neben dem Abtsstab werden u.a. kunstvoll gestaltete Email-Medaillons und Zeichnungen des von Wibald gestifteten, bis auf vier Fragmente heute verlorenen, Remaklus-Retabels aus Stablo gezeigt.


www.erbe-der-antike.de | www.dioezesanmuseum-paderborn.de


Bildmaterial von der Übergabe am 13.11.24 finden Sie hier.


Foto 1 (von links nach rechts): Dr. Christiane Ruhmann, Prälat Thomas Dornseifer, Ingo Tiemann, Andreas Trotz
Foto 2 (von links nach rechts): Andreas Trotz, Ingo Tiemann, Prälat Thomas Dornseifer, Dr. Christiane Ruhmann


 

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