CONNECT #3 – Diözesanmuseum Paderborn + storyLab kiU, FH Dortmund
Pressemitteilung
Paderborn, 2. Juni 2026
Ausstellungsvorschau:
PROPHEZEIUNGEN – Wer deutet die Zeichen der Zeit?
Eine Ausstellung der Reihe CONNECT # im Diözesanmuseum Paderborn
30. August 2026 bis 31. Januar 2027
Eröffnung: 29. August 2026, 16 Uhr, im Rahmen der Paderborner Museumsnacht
www.dioezesanmuseum-paderborn.de
Was hält die Zukunft für mich bereit? Werde ich glücklich? Wird ein Krieg ausbrechen? Bringt der nächste Sommer Dürre? Was ist der Sinn hinter allem? Seit Jahrtausenden stellen Menschen solche Fragen. Doch wer antwortet? Gibt es eine Macht, die unser Schicksal kennt und bestimmt? Und wem antwortet sie?
Poetisch, kreativ, partizipativ und mit neuen immersiven Erzähltechniken spürt das Diözesanmuseum Paderborn in der kommenden Ausstellung PROPHEZEIUNGEN – Wer deutet die Zeichen der Zeit? vom 30.08.2026 bis 31.01.2027 solchen Fragen nach.
Partner dieser dritten Ausgabe der Ausstellungsreihe CONNECT # ist das storyLab kiU der Fachhochschule Dortmund. Das kiU erforscht neue mediale Formen des Erzählens und der kulturellen Vermittlung. Es entwickelt virtuelle Bild- und Klangwelten und setzt dabei immersive Techniken ein, die das Gefühl vermitteln, einzutauchen, selbst Teil des Geschehens zu sein. Techniken wie Virtual Reality, Augmented Reality, 360°-Film oder Videoprojektionsmapping kommen dort zum Einsatz. In der Paderborner Ausstellung inszeniert das kiU zwei Stationen. Im Mittelpunkt steht hier die Frage, wie und in welcher Gestalt Prophetien oder Formen prophetischer Deutung aus der Vergangenheit in heutiger Zeit fortbestehen und auch im KI-Zeitalter fortgeschrieben werden.
Von Kassandra bis KI: Das Museum als Resonanzraum
Die Ausstellung PROPHEZEIUNGEN vereint Objekte, Skulpturen, Gemälde und Handschriften aus Spätantike, Mittelalter und Barock mit Malerei, Plastik, Objektkunst und Installationen zeitgenössischer Künstler*innen. Durch eine Klangwolke aus Wortfetzen – konzipiert vom storyLab kiU – betreten die Besuchenden die Ausstellung. Spricht dort in weiter Ferne das Orakel von Delphi? Oder manifestiert sich hier nur mehr das eigene Unterbewusstsein?
Die mythische Prophetin Kassandra erscheint in der Ausstellung in Form einer zeitgenössischen Skulptur des Gegenwartskünstlers Thomas Duttenhoefer. Originale Orakelstäbchen aus dem
5.–9. Jahrhundert zeigen eindrücklich spätantike und mittelalterliche Praktiken göttlicher Befragung. Antike Seherinnen – die Sibyllen – werden noch auf neuzeitlichen Gemälden aus Klosterbesitz aufgerufen und belegen die nachhaltige Bedeutung ihrer Weissagungen durch die Jahrhunderte.
Objekte der Sammlung des Diözesanmuseums aber auch zeitgenössische Installationen von Künstler*innen wie Michael Triegel, Christoph Brech, Helmut Kirchlechner und Claudia Brieske schaffen darüber hinaus – gemeinsam mit der immersiven Intervention des storyLab kiU– einen Resonanzraum für frühchristliche Prophezeiungen.
Thematisch inspiriert wurde die Ausstellung von einem langjährigen Kooperationspartner des Museums, dem Lehrstuhl für Literaturwissenschaften der Universität Paderborn, der im Rahmen eines Seminars das Ausstellungsthema behandeln wird.
PROPHEZEIUNGEN – Wer deutet die Zeichen der Zeit? wird begleitet von einem vielfältigen und umfangreichen Veranstaltungsprogramm. Informationen folgen auf der Homepage des Museums.
www.dioezesanmuseum-paderborn.de
CONNECT # – Raum für Experimente und Diskussionen
Das Diözesanmuseum Paderborn präsentierte sein neues, experimentelles Ausstellungsformat CONNECT # erstmals 2025. Externe Kooperationspartner*innen sind eingeladen, sich gemeinsam mit dem Museum Themen zuzuwenden, die gesellschaftlich virulent sind. Das Diözesanmuseum versteht sich dabei als Resonanzraum für das Verhandeln aktueller Fragestellungen. Insbesondere zeitgenössische Kunst, Literatur, Film und Musik haben großes Potential beim Sichtbarmachen und Verhandeln aktueller Krisen. Die CONNECT #-Ausstellungen finden jeweils auf der oberen Ausstellungsebene des Hauses statt. Konzeptionell sind sie bisweilen poetisch und vorzugsweise partizipativ angelegt.
Das storyLab kiU der Fachhochschule Dortmund beschäftigt sich als digitales Forschungs- und Präsentationszentrum im Dortmunder U mit aktuellen Formen von Medien, Kunst, Storytelling und immersiven Technologien. Ziel ist es neue Arten des Erzählens und der kulturellen Vermittlung zu erforschen und gemeinsam mit Partnern zu realisieren. https://storylabkiu.de/
Das Diözesanmuseum Paderborn ist das älteste seiner Art im deutschsprachigen Raum. 1853 gegründet, bewahrt es eine der umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen mittelalterlicher bis barockzeitlicher Kunst in Deutschland mit Schwerpunkten in den Bereichen Skulptur und Goldschmiedekunst. In den vergangenen 25 Jahren ist es mit seinen großen kunst- und kulturhistorischen Ausstellungen, die internationale Leihgaben in Paderborn zusammenführten, weit über die Region hinaus bekannt geworden. www.dioezesanmuseum-paderborn.de
Kontakt Museum
Erzbischöfliches Diözesanmuseum und Domschatzkammer
Markt 17, 33098 Paderborn, Tel. +49 (0) 5251-1251400, museum@erzbistum-paderborn.de
Öffnungszeiten / Eintritt Dienstag bis Sonntag, 10 – 18 Uhr, jeden ersten Mittwoch im Monat bis 20 Uhr. Eintritt: 4 Euro, ermäßigen 2 Euro
Pressekontakt im Auftrag des Diözesanmuseums Paderborn
Hendrik von Boxberg, +49 177 7379207, presse@dioezesanmuseum-paderborn.de
Waltraud Murauer-Ziebach, +49 171 416 8808, w.murauer@arthema.de
Pressefotos unter www.dioezesanmuseum-paderborn.de/presse/ und auf Anfrage

„Kunigunde die Schöne“ – zur Königin gekrönt in Paderborn, vom Papst in Rom zur Kaiserin erhoben. „Kunigunde die fromme Edelfrau“ – verehrt als Heilige und in Legenden als Wundertätige gerühmt. War sie mächtig, durchsetzungsstark, politisch klug oder einfach nur eine Frau ihrer Zeit, abhängig von männlichem Wohlwollen und Schutz? Was hat diese Frau, die vor 1000 Jahren gelebt hat, mit uns heute zu tun? Für die sieben Akteurinnen des Frauenkollektivs StudioEINZ ist Kunigunde Projektionsfläche und Impulsgeberin für eine kreative Auseinandersetzung mit Frauenrollen und -bildern im Wandel der Zeit. Sie thematisieren in ihren Arbeiten weibliches Wissen und Vermächtnis, gesellschaftliche Akzeptanz und auch Ausgrenzung von Frauen in Vergangenheit und Gegenwart. Ab dem 29. März 2026 ist ihre Ausstellung INFLUENCED BY KUNIGUNDE – StudioEINZ im Dialog mit einer mittelalterlichen Kaiserin in der Reihe CONNECT # im Diözesanmuseum Paderborn zu sehen.
Bunt, grell und überraschend zeigt sich Kunigunde bei Meri Berg. Sie hat die bekannte Paderborner Reliquienbüste fünf Mal „geklont“. Die 3D-Druck-Schwestern der historischen Heiligenbüste hat Meri Berg mit unterschiedlichen Techniken bearbeitet – von Graffiti über Collage bis Malerei. „Meine Arbeit verbindet historische Repräsentation mit urbaner Bildsprache und zeigt, wie sich Gegenwart in überlieferte Bilder einschreibt“, sagt sie.
vorne v. links: Eleonore Tanaka, Katharina Backhaus, Miriam Liebich sowie
Wer war eigentlich Kunigunde? Eine schöne Kaiserin in längst vergangener Zeit? Eine mächtige Herrscherin, eine Heilige, eine fromme Edel- und Ehefrau? Wie haben sich Frauenbilder über die Jahrhunderte verändert und was hat eine Frau aus dem Mittelalter mit uns zu tun? Fragen wie diese stellt und bearbeitet das Paderborner Frauen-Kollektiv Studio EINZ ab dem 29. März in der Ausstellung Influenced by Kunigunde –StudioEINZ im Dialog mit einer mittelalterlichen Kaiserin im Diözesanmuseum Paderborn. Es ist die zweite Ausstellung der neuen Reihe CONNECT #. Das experimentelle Format setzt auf Kooperationen und ermöglicht es so unterschiedlichen Akteuren in musealem Setting Ausstellungen zu gestalten, die gesellschaftlich relevante Themen aufgreifen und einen Diskussionsraum eröffnen.

Ab 18. Oktober 2025 zeigt das Diözesanmuseum Paderborn seine Sammlungsschätze in neuer Interpretation.

