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CONNECT #3 – Diözesanmuseum Paderborn + storyLab kiU, FH Dortmund

Pressemitteilung
Paderborn, 2. Juni 2026

Ausstellungsvorschau:
PROPHEZEIUNGEN – Wer deutet die Zeichen der Zeit?
Eine Ausstellung der Reihe CONNECT # im Diözesanmuseum Paderborn

30. August 2026 bis 31. Januar 2027
Eröffnung: 29. August 2026, 16 Uhr, im Rahmen der Paderborner Museumsnacht
www.dioezesanmuseum-paderborn.de 

Was hält die Zukunft für mich bereit? Werde ich glücklich? Wird ein Krieg ausbrechen? Bringt der nächste Sommer Dürre? Was ist der Sinn hinter allem? Seit Jahrtausenden stellen Menschen solche Fragen. Doch wer antwortet? Gibt es eine Macht, die unser Schicksal kennt und bestimmt? Und wem antwortet sie?

Poetisch, kreativ, partizipativ und mit neuen immersiven Erzähltechniken spürt das Diözesanmuseum Paderborn in der kommenden Ausstellung PROPHEZEIUNGEN – Wer deutet die Zeichen der Zeit? vom 30.08.2026 bis 31.01.2027 solchen Fragen nach.

Partner dieser dritten Ausgabe der Ausstellungsreihe CONNECT # ist das storyLab kiU der Fachhochschule Dortmund. Das kiU erforscht neue mediale Formen des Erzählens und der kulturellen Vermittlung. Es entwickelt virtuelle Bild- und Klangwelten und setzt dabei immersive Techniken ein, die das Gefühl vermitteln, einzutauchen, selbst Teil des Geschehens zu sein. Techniken wie Virtual Reality, Augmented Reality, 360°-Film oder Videoprojektionsmapping kommen dort zum Einsatz. In der Paderborner Ausstellung inszeniert das kiU zwei Stationen. Im Mittelpunkt steht hier die Frage, wie und in welcher Gestalt Prophetien oder Formen prophetischer Deutung aus der Vergangenheit in heutiger Zeit fortbestehen und auch im KI-Zeitalter fortgeschrieben werden.

Von Kassandra bis KI: Das Museum als Resonanzraum

Die Ausstellung PROPHEZEIUNGEN vereint Objekte, Skulpturen, Gemälde und Handschriften aus Spätantike, Mittelalter und Barock mit Malerei, Plastik, Objektkunst und Installationen zeitgenössischer Künstler*innen. Durch eine Klangwolke aus Wortfetzen – konzipiert vom storyLab kiU – betreten die Besuchenden die Ausstellung. Spricht dort in weiter Ferne das Orakel von Delphi? Oder manifestiert sich hier nur mehr das eigene Unterbewusstsein?

Die mythische Prophetin Kassandra erscheint in der Ausstellung in Form einer zeitgenössischen Skulptur des Gegenwartskünstlers Thomas Duttenhoefer. Originale Orakelstäbchen aus dem
5.–9. Jahrhundert zeigen eindrücklich spätantike und mittelalterliche Praktiken göttlicher Befragung. Antike Seherinnen – die Sibyllen – werden noch auf neuzeitlichen Gemälden aus Klosterbesitz aufgerufen und belegen die nachhaltige Bedeutung ihrer Weissagungen durch die Jahrhunderte.

Objekte der Sammlung des Diözesanmuseums aber auch zeitgenössische Installationen von Künstler*innen wie Michael Triegel, Christoph Brech, Helmut Kirchlechner und Claudia Brieske schaffen darüber hinaus – gemeinsam mit der immersiven Intervention des storyLab kiU– einen Resonanzraum für frühchristliche Prophezeiungen.

Thematisch inspiriert wurde die Ausstellung von einem langjährigen Kooperationspartner des Museums, dem Lehrstuhl für Literaturwissenschaften der Universität Paderborn, der im Rahmen eines Seminars das Ausstellungsthema behandeln wird.

PROPHEZEIUNGEN – Wer deutet die Zeichen der Zeit? wird begleitet von einem vielfältigen und umfangreichen Veranstaltungsprogramm. Informationen folgen auf der Homepage des Museums.
www.dioezesanmuseum-paderborn.de

 

CONNECT # – Raum für Experimente und Diskussionen

Das Diözesanmuseum Paderborn präsentierte sein neues, experimentelles Ausstellungsformat CONNECT # erstmals 2025. Externe Kooperationspartner*innen sind eingeladen, sich gemeinsam mit dem Museum Themen zuzuwenden, die gesellschaftlich virulent sind. Das Diözesanmuseum versteht sich dabei als Resonanzraum für das Verhandeln aktueller Fragestellungen. Insbesondere zeitgenössische Kunst, Literatur, Film und Musik haben großes Potential beim Sichtbarmachen und Verhandeln aktueller Krisen. Die CONNECT #-Ausstellungen finden jeweils auf der oberen Ausstellungsebene des Hauses statt. Konzeptionell sind sie bisweilen poetisch und vorzugsweise partizipativ angelegt.

Das storyLab kiU der Fachhochschule Dortmund beschäftigt sich als digitales Forschungs- und Präsentationszentrum im Dortmunder U mit aktuellen Formen von Medien, Kunst, Storytelling und immersiven Technologien. Ziel ist es neue Arten des Erzählens und der kulturellen Vermittlung zu erforschen und gemeinsam mit Partnern zu realisieren. https://storylabkiu.de/

Das Diözesanmuseum Paderborn ist das älteste seiner Art im deutschsprachigen Raum. 1853 gegründet, bewahrt es eine der umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen mittelalterlicher bis barockzeitlicher Kunst in Deutschland mit Schwerpunkten in den Bereichen Skulptur und Goldschmiedekunst. In den vergangenen 25 Jahren ist es mit seinen großen kunst- und kulturhistorischen Ausstellungen, die internationale Leihgaben in Paderborn zusammenführten, weit über die Region hinaus bekannt geworden. www.dioezesanmuseum-paderborn.de

 

Kontakt Museum
Erzbischöfliches Diözesanmuseum und Domschatzkammer
Markt 17, 33098 Paderborn, Tel. +49 (0) 5251-1251400, museum@erzbistum-paderborn.de

Öffnungszeiten / Eintritt Dienstag bis Sonntag, 10 – 18 Uhr, jeden ersten Mittwoch im Monat bis 20 Uhr. Eintritt: 4 Euro, ermäßigen 2 Euro

Pressekontakt im Auftrag des Diözesanmuseums Paderborn
Hendrik von Boxberg, +49 177 7379207, presse@dioezesanmuseum-paderborn.de
Waltraud Murauer-Ziebach, +49 171 416 8808, w.murauer@arthema.de

 Pressefotos unter www.dioezesanmuseum-paderborn.de/presse/ und auf Anfrage

 

CONNECT # 2 – Diözesanmuseum Paderborn + StudioEINZ

Pressemitteilung
Paderborn, 6. Mai 2026

Ausstellung INFLUENCED BY KUNIGUNDE verlängert bis 28. Juni 2026.
Vielfältiges Programm mit Slammer*innen und Indie-Folk zum Internationalen Museumstag am 17. Mai 2026.

www.dioezesanmuseum-paderborn.de
Großes Interesse und positive Resonanz von Besucher*innen aus Paderborn und der Region: Das Diözesanmuseum Paderborn verlängert die Ausstellung INFLUENCED BY KUNIGUNDE – StudioEINZ im Dialog mit einer mittelalterlichen Kaiserin bis zum 28. Juni 2026. Ursprünglich bis Ende Mai geplant, reagiert das Museum auf die lebendige Diskussion rund um die Präsentation und die begleitenden Veranstaltungen.

Mit der neuen Reihe CONNECT # hat das Diözesanmuseum einen Freiraum für künstlerische Experimente und die Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen geschaffen. Das Format setzt auf Kooperationen und Initiativen, die ungewöhnliche, kreative oder poetische Wege gehen, um gemeinsam mit dem Museum neue Diskussionsräume für die Stadtgesellschaft zu öffnen.

In der aktuellen Ausstellung tritt das Paderborner Frauenkollektiv StudioEINZ in einen künstlerischen Austausch mit der historischen Figur der Kaiserin Kunigunde. In Installationen, Fotografien, Objekten und interaktiven Arbeiten werden Fragen nach weiblichen Rollenbildern, gesellschaftlicher Teilhabe und Sichtbarkeit von Frauen verhandelt – damals wie heute. Neben den zeitgenössischen Arbeiten von StudioEINZ, sind auch kunsthistorische Exponate zu sehen – u.a. die berühmte Reliquienbüste von Kunigunde.

Internationaler Museumstag: Programm zur Ausstellung
Ein besonderer Höhepunkt während der Laufzeit der Ausstellung ist der Internationale Museumstag am 17. Mai 2026. Das Diözesanmuseum bietet hierzu ein vielfältiges Programm, das die Themen der Ausstellung aufgreift und zur aktiven Teilnahme einlädt. Neben Kurzführungen und Kreativangeboten findet am Nachmittag die Veranstaltung „Kunigundgebung – Poesie Hafen meets Kunigunde“ statt. Slammer*innen greifen mit passenden Texten die Themen der Ausstellung INFLUENCED BY KUNIGUNDE auf, so dass völlig neue Perspektiven deutlich werden. Die Besonderheit des Formats ist zudem ein offener Aufruf: Interessierte können sich anmelden und ihre Texte bei der Veranstaltung vortragen. Wer dabei sein möchte, kann sich per Direktnachricht über die Instagram-Seite @poesie.hafen.paderborn anmelden. In den Pausen bespielt die junge Musikerin Mali Soleil den Raum mit deutsch-französischem Indie-Folk. Mehr zum Programm des Internationalen Museumstages: https://dioezesanmuseum-paderborn.de/event/internationaler-museumstag/

 

StudioEINZ ist ein innovatives, interdisziplinäres Kollektiv von Gestalterinnen und Kunstvermittlerinnen in Paderborn. Die sieben Akteurinnen bringen vielfältige künstlerische und gestalterische Kompetenzen mit: Von Textil- und Modedesign über Möbeldesign, Grafik und Fotografie bis hin zu Kunstgeschichte und Collage-Kunst.

Das Diözesanmuseum Paderborn ist das älteste seiner Art im deutschsprachigen Raum. 1853 gegründet, bewahrt es eine der umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen mittelalterlicher bis barockzeitlicher Kunst in Deutschland mit Schwerpunkten in den Bereichen Skulptur und Goldschmiedekunst. In den vergangenen 25 Jahren ist es mit seinen großen kunst- und kulturhistorischen Ausstellungen, die internationale Leihgaben in Paderborn zusammenführten, weit über die Region hinaus bekannt geworden.

Kontakt Museum
Erzbischöfliches Diözesanmuseum und Domschatzkammer
Markt 17, 33098 Paderborn, Tel. +49 (0) 5251-1251400, museum@erzbistum-paderborn.de

Öffnungszeiten / Eintritt
Dienstag bis Sonntag, 10 – 18 Uhr, jeden ersten Mittwoch im Monat bis 20 Uhr.
Eintritt: 4 Euro, ermäßigen 2 Euro

Pressekontakt im Auftrag des Diözesanmuseums Paderborn
Hendrik von Boxberg, +49 177 7379207, presse@dioezesanmuseum-paderborn.de
Waltraud Murauer-Ziebach, +49 171 416 8808, w.murauer@arthema.de

Pressefotos unter www.dioezesanmuseum-paderborn.de/presse/ und auf Anfrage.

Pressemitteilung
Paderborn, 26. März 2026

INFLUENCED BY KUNIGUNDE
StudioEINZ im Dialog mit einer mittelalterlichen Kaiserin

Eine Ausstellung der Reihe CONNECT # im Diözesanmuseum Paderborn

29. März bis 31. Mai 2026
Eröffnung: 29. März 2026, 15 Uhr
www.dioezesanmuseum-paderborn.de

„Kunigunde die Schöne“ – zur Königin gekrönt in Paderborn, vom Papst in Rom zur Kaiserin erhoben. „Kunigunde die fromme Edelfrau“ – verehrt als Heilige und in Legenden als Wundertätige gerühmt. War sie mächtig, durchsetzungsstark, politisch klug oder einfach nur eine Frau ihrer Zeit, abhängig von männlichem Wohlwollen und Schutz? Was hat diese Frau, die vor 1000 Jahren gelebt hat, mit uns heute zu tun? Für die sieben Akteurinnen des Frauenkollektivs StudioEINZ ist Kunigunde Projektionsfläche und Impulsgeberin für eine kreative Auseinandersetzung mit Frauenrollen und -bildern im Wandel der Zeit. Sie thematisieren in ihren Arbeiten weibliches Wissen und Vermächtnis, gesellschaftliche Akzeptanz und auch Ausgrenzung von Frauen in Vergangenheit und Gegenwart. Ab dem 29. März 2026 ist ihre Ausstellung INFLUENCED BY KUNIGUNDE – StudioEINZ im Dialog mit einer mittelalterlichen Kaiserin in der Reihe CONNECT # im Diözesanmuseum Paderborn zu sehen.

Kunigunde gestern und heute: Vom kostbaren Haar-Reliquiar bis zum grellbunten 3D-Druck

Die Geschichte von Kunigunde ist eng mit Paderborn verbunden, und das Frauenkollektiv von StudioEINZ lässt sich von ihrem Leben und Wirken inspirieren. Die mittelalterliche Herrschergattin wird zum Ausgangspunkt für Installationen, Collagen und Inszenierungen, 3D-Drucke, Graffitis, Objekte und künstlerisch-kreative Projekte. Den Interventionen stehen Exponate aus der Museumssammlung und Leihgaben gegenüber. Darunter die einzigartige Reliquienbüste von Kunigunde, deren Foto auch die Außenfassade des Diözesanmuseums schmückt. Ein Highlight ist das kostbare Reliquiar mit Haaren der Heiligen aus dem Bamberger Domschatz. Es ist erstmals in Paderborn zu sehen. Die Ausstellung ist experimentell gestaltet und setzt mit einem flankierenden Veranstaltungsprogramm auf Teilhabe und Interaktion.

Am Beginn der Ausstellung widmet sich Heike Sondermann-Salzig zunächst der historischen Kunigunde, indem sie umfangreiche Wandtexte zur Ausstellung entwickelt und die kunsthistorischen Exponate kuratiert. Neben der berühmten Reliquienbüste von Kunigunde und der kunstvoll gefassten Haar-Reliquie aus Bamberg sind historische Grafiken und Andachtsbildchen zu sehen. Hinzu kommt ein ungewöhnlicher Fund aus der Zeit der Weimarer Republik: eine 75 Pfennig-Banknote, Paderborner Notgeld aus dem Jahre 1921. Eine Seite des Geldscheins zeigt die Krönung Kunigundes im Jahr 1002 in Paderborn.

Bunt, grell und überraschend zeigt sich Kunigunde bei Meri Berg. Sie hat die bekannte Paderborner Reliquienbüste fünf Mal „geklont“. Die 3D-Druck-Schwestern der historischen Heiligenbüste hat Meri Berg mit unterschiedlichen Techniken bearbeitet – von Graffiti über Collage bis Malerei. „Meine Arbeit verbindet historische Repräsentation mit urbaner Bildsprache und zeigt, wie sich Gegenwart in überlieferte Bilder einschreibt“, sagt sie.

Für die StudioEINZ-Akteurinnen Katharina Backhaus und Miriam Liebich ist weibliches Wissen ein Schatz, der heute noch Bedeutung hat und über Generationen weitergegeben wird. Mit ihrer Installation aus transparenten Stoffbahnen und Sounds schaffen sie einen begehbaren Raum für ‚Begegnungen‘ mit besonderen Frauen. „Jedes Porträt steht für eine Facette von Frauen, die ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre innere Kraft in unsichtbaren Linien weitergegeben haben“, sagt Miriam Liebich. Die beiden Gestalterinnen spannen den Bogen weit, von Kunigunde über Hildegard von Bingen bis zu Taylor Swift.

Monika Lumperda fängt mit ihrer Kamera Alltagssituationen in ihrer Stadt ein. Mit ihrem besonderen Blick für Details richtet sie den Fokus gern auf Frauen: „Ich habe mich gefragt, wie sich Kunigunde heute wohl in die Stadtgesellschaft einfügen würde“, erzählt sie. Mit dieser Frage im Kopf hat sie ihr umfangreiches Fotoarchiv gesichtet und 18 Bilder ausgewählt: Sie zeigen Frauen – überwiegend von hinten – die dennoch erkennbar sind in ihren Rollen oder Funktionen, von der Joggerin bis zur Schützenkönigin.

Eleonore Yui Tanakas Arbeit ist mehrteilig: „Meine ‚Kunigunde to goist gedacht als Meditationshilfe im Taschenformat“, erklärt sie. Für ihr märchenhaft gestaltetes Objekt verwendet sie Stoff, Alltagsmaterialien und funkelnde Zierelemente. Orientiert hat sie sich an den aufwändig gestalteten Reliquiaren früherer Jahrhunderte. Märchenhaftes findet sich auch in Eleonore Yui Tanakas Zeichnungen auf milchig-weißer Folie, die in Form großer Hauben über den Köpfen der Besucher*innen schweben.

„Mir geht es darum, Fragen nach Weiblichkeit in der Gesellschaft zu stellen und darum, wie Kleidung Sichtweisen und Einordnungen von Frauen verändern kann“, sagt Laura Schlütz. Ihre interaktive Installation #fitcheckmitkunigunde besteht aus Hologrammfolie auf Spiegel, Fotografien des blauen Mantels der Kunigunde und einem Display. Laura Schlütz lädt die Besuchenden ein, sich selbst im Spiegel zu betrachten, und sammelt individuelle Looks in Form von Fitchecks. Damit greift sie einen Trend aus den sozialen Medien auf, bei dem Menschen ihr Outfit in einem Foto – oft vor einem Spiegel – präsentieren.

CONNECT # – Raum für Experimente und Diskussionen

Mit der neuen Reihe CONNECT # hat das Diözesanmuseum einen Freiraum für Experimente und die Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen geschaffen. Das Format setzt auf Kooperationen und ermöglicht es Akteur*innen aus der Stadtgesellschaft, gemeinsam mit dem Museum Ausstellungsformate zu erproben und einen Diskussionsraum zu öffnen.

 

Das Diözesanmuseum Paderborn ist das älteste seiner Art im deutschsprachigen Raum. 1853 gegründet, bewahrt es eine der umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen mittelalterlicher bis barockzeitlicher Kunst in Deutschland mit Schwerpunkten in den Bereichen Skulptur und Goldschmiedekunst. In den vergangenen 25 Jahren ist es mit seinen großen kunst- und kulturhistorischen Ausstellungen, die internationale Leihgaben in Paderborn zusammenführten, weit über die Region hinaus bekannt geworden.

Kontakt Museum

Erzbischöfliches Diözesanmuseum und Domschatzkammer

Markt 17, 33098 Paderborn, Tel. +49 (0) 5251-1251400, museum@erzbistum-paderborn.de

Öffnungszeiten / Eintritt Dienstag bis Sonntag, 10 – 18 Uhr, jeden ersten Mittwoch im Monat bis 20 Uhr.

Eintritt: 4 Euro, ermäßigen 2 Euro

Pressekontakt im Auftrag des Diözesanmuseums Paderborn

Hendrik von Boxberg, +49 177 7379207, presse@dioezesanmuseum-paderborn.de

Waltraud Murauer-Ziebach, +49 171 416 8808, w.murauer@arthema.de

Pressefotos unter www.dioezesanmuseum-paderborn.de/presse/ und auf Anfrage.

StudioEINZ ist ein innovatives, interdisziplinäres Kollektiv von Gestalterinnen und Kunstvermittlerinnen in Paderborn. Die sieben Akteurinnen bringen vielfältige Kompetenzen mit: Von Textil- und Modedesign über Möbeldesign, Grafik und Fotografie bis hin zu Kunstgeschichte und Collage-Kunst. https://www.studio-einz.de/

vorne v. links: Eleonore Tanaka, Katharina Backhaus, Miriam Liebich sowie
hinten v. rechts: Monika Lumperda, Meri Berg, Heike Sondermann-Salzig und Laura Schlütz
Fotocredits: Tobias Vorwerk

 

Katharina Backhaus ist Produktdesignerin. Mit einem besonderen Fokus auf Upcycling verbindet sie traditionelle Handwerkskunst mit modernen Designansätzen. Ausgebildet als Tischlerin, hat sie Innenarchitektur studiert und ist u.a. im Bereich Set-Design für Filmproduktionen aktiv.

Meri Berg hat Kunst und Musik studiert. Sie verbindet Malerei, Collage und Installation, um gesellschaftliche Themen aufzugreifen. 2022 hat sie die Kunstschule spARTacus in Paderborn gegründet. Meri Berg entwickelt Workshops, die Kunst und Bildung verbinden und kulturelle Teilhabe fördern.

Miriam Liebich ist diplomierte Grafikdesignerin, Illustratorin und leidenschaftliche Wortspielerin. Mit humorvollem Ansatz verbindet sie Text und Bild. Ihr künstlerisches Spektrum reicht von grafischen Entwürfen bis zu Illustrationen.

Monika Lumperda ist Lehrerin und Fotografin. Sie ist bekannt für ihre besonderen Stadtansichten im kleinen, quadratischen Format. Als Gründerin des Labels PaderQuader hat sie mit den 10 x 10 cm großen, auf Holz gedruckten Bildern eine Paderborner Marke geschaffen.

Laura Schlütz ist studierte Mode-Textil-Designerin und Medienwissenschaftlerin. Mit ihrem Label Machart setzt sie auf nachhaltige Mode und Zero-Waste-Fashion-Design. Sie hat Lehraufträge an mehreren Hochschulen, arbeitet künstlerisch mit innovativen Upcycling-Techniken und textilen Installationen sowie in künstlerisch-kulturellen Formaten mit Kindern und Jugendlichen.

Heike Sondermann-Salzig ist Kunsthistorikerin, in der Kunstvermittlung und als Kuratorin aktiv. Sie hat für Museen in Münster, Neuss und Unna sowie für ein Auktionshaus im Rheingau gearbeitet und betreute eine große Kunstsammlung. Die museale Arbeit kennt sie in all ihren Facetten.

Eleonore Tanaka studiert Kunst und Kunstvermittlung und ist künstlerisch im Bereich Druck und Design aktiv. Sie betreut kulturelle Projekte mit Kindern und Jugendlichen, leitet Workshops und engagiert sich in interkulturellen Austauschprozessen.

 

Veranstaltungen zur Ausstellung
INFLUENCED BY KUNIGUNDE im Diözesanmuseum Paderborn.

Mehr Informationen im Veranstaltungskalender.
Die Teilnahme an den öffentlicher Führung ist im Eintrittspreis enthalten.

5. April 2026 | 12:00–13:00 Uhr
Öffentliche Führung mit Laura Schlütz

10. April 2026 | 18:00–20:00 Uhr
Performance und Talk: mit Mediendesigner Olivier Kleine und Rapperin Aco MC

12. April 2026 | 12:00–13:00 Uhr
Öffentliche Führung mit Eleonore Tanaka

18. April | 14:00–17:00 Uhr
Kunigunde kreativ erleben: Aquarell Workshop mit Meri Berg

19. April 2026 | 12:00–13:00 Uhr
Öffentliche Führung mit Miriam Liebich

19. April 2026 | 15:00–17:00 Uhr
„Ich sprüh’s an jede Wand…“ – Feministische Perspektiven auf Graffiti und Street Art:
Vortrag von Sven Niemann und Grafitti-Künstlerin Marla

23. April 2026 | 18:00–20:00 Uhr
Kunigunde – Eine Herrscherin zwischen Wahrheit und Legende:
Vortrag von Museumsdirektor Holger Kempkens

26. April 2026 | 12:00–13:00 Uhr
Öffentliche Führung mit Eleonore Tanaka

3. Mai 2026 | 12:00–13:00 Uhr
Öffentliche Führung mit Laura Schlütz 

7. Mai 2026 | 18:00–20:00 Uhr
Kunigunde trifft Wortkunst: Poetry-Slam-Performance und anschließender Talk mit Eva Dreier

10. Mai 2026 | 12:00–13:00 Uhr
Öffentliche Führung mit Laura Schlütz

16. Mai 2026 | 11:00–16:00 Uhr
Linoldruck mit Kunigunde: Workshop mit Eleonore Yui Tanaka

17. Mai 2026 | 12:00–13:00 Uhr
Öffentliche Führung mit Miriam Liebich

17. Mai 2026 | 14:00–16:30 Uhr
Kunigundgebung – Poesie Hafen meets Kunigunde: mit Hendrik zur Mühlen und Julia Kluge

31. Mai 2026 | 12:00–13:00 Uhr
Öffentliche Führung mit Miriam Liebich

StudioEINZ im Dialog mit einer mittelalterlichen Kaiserin 

Diözesanmuseum Paderborn | 29. März bis 31 Mai 2026
Eine Ausstellung in der Reihe CONNECT # mit dem Paderborner Kreativ-Kollektiv StudioEINZ

Wer war eigentlich Kunigunde? Eine schöne Kaiserin in längst vergangener Zeit? Eine mächtige Herrscherin, eine Heilige, eine fromme Edel- und Ehefrau? Wie haben sich Frauenbilder über die Jahrhunderte verändert und was hat eine Frau aus dem Mittelalter mit uns zu tun? Fragen wie diese stellt und bearbeitet das Paderborner Frauen-Kollektiv Studio EINZ ab dem 29. März in der Ausstellung Influenced by Kunigunde –StudioEINZ im Dialog mit einer mittelalterlichen Kaiserin im Diözesanmuseum Paderborn. Es ist die zweite Ausstellung der neuen Reihe CONNECT #. Das experimentelle Format setzt auf Kooperationen und ermöglicht es so unterschiedlichen Akteuren in musealem Setting Ausstellungen zu gestalten, die gesellschaftlich relevante Themen aufgreifen und einen Diskussionsraum eröffnen.

Kunigunde: Herrscherin, Heilige, Ehefrau und Role Model?

Die Geschichte von Kunigunde ist eng mit Paderborn verbunden. Hier wurde die spätere Kaiserin im Jahr 1002 zur Königin gekrönt. Hier hatte das Herrscherpaar Heinrich II. und Kunigunde eine imposante Residenz. Zwei einzigartige Reliquienbüsten der beiden gehören zu den Schätzen der Sammlung des Diözesanmuseums. Weithin sichtbar schmücken ihre Darstellungen auch die Außenfassade des Hauses.

Kunigundes Leben zeigt, wie Frauen im Mittelalter zwischen Macht, Verantwortung und gesellschaftlichen Erwartungen agierten. Kunigunde ist nicht nur eine historische Person, sondern auch eine Figur, auf die immer wieder neue Bilder und Ideen von Weiblichkeit gelegt wurden. Taugt sie als Role Model? Das 7-köpfige Team von StudioEINZ greift ihre Geschichte und ihre heutige Relevanz in Installationen, Collagen und Inszenierungen, mit 3D-Drucken, Graffitis, Objekten und künstlerisch-kreativen Projekten auf. Die Interventionen beleuchten “die Kunigunden“ der Sammlung des Diözesanmuseum aus zeitgenössischer Perspektive, machen neue Lesarten sichtbar und stellen Verbindungen zu aktuellen künstlerischen Praktiken her. Die experimentell gestaltete Ausstellung setzt mit flankierendem Programm zudem auf Teilhabe und Interaktion.

StudioEINZ ist ein innovatives, interdisziplinäres Kollektiv von Gestalterinnen und Kunstvermittlerinnen in Paderborn. Die sieben Akteurinnen bringen vielfältige künstlerische und gestalterische Kompetenzen mit: Von Textil- und Modedesign über Möbeldesign, Grafik und Fotografie bis hin zu Kunstgeschichte und Collage-Kunst.

vorne v. links: Eleonore Tanaka, Katharina Backhaus, Miriam Liebich sowie hinten v. rechts: Monika Lumperda, Meri Berg, Heike Sondermann-Salzig und Laura Schlütz

 

Das Diözesanmuseum Paderborn ist das älteste im deutschsprachigen Raum. 1853 gegründet, bewahrt es eine der umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen mittelalterlicher bis barockzeitlicher Kunst in Deutschland mit Schwerpunkten in den Bereichen Skulptur und Goldschmiedekunst. In den vergangenen 25 Jahren ist es mit seinen großen kunst- und kulturhistorischen Ausstellungen, die internationale Leihgaben in Paderborn zusammenführten, weit über die Region hinaus bekannt geworden.

Kontakt Museum
Erzbischöfliches Diözesanmuseum und Domschatzkammer, Markt 17, 33098 Paderborn, Tel. +49 (0) 5251-1251400, museum@erzbistum-paderborn.de
https://dioezesanmuseum-paderborn.de/

Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag, 10 – 18 Uhr, jeden ersten Mittwoch im Monat bis 20 Uhr.

Pressekontakt im Auftrag des Diözesanmuseums Paderborn

Hendrik von Boxberg, +49 177 7379207, presse@dioezesanmuseum-paderborn.de

Waltraud Murauer-Ziebach, +49 171 416 8808, w.murauer@arthema.de

Pressefotos unter www.dioezesanmuseum-paderborn.de/presse/

Eine Ausstellung zur Endlichkeit des Lebens mit dem entstehenden VKA Hospiz- und Palliativzentrum PAULINE in Paderborn.
Diözesanmuseum Paderborn | 2. November 2025 – 1. März 2026

Was bedeutet es, vom Leben in den Tod hinüberzugehen? Gibt es eine unsterbliche Seele? Und wer begleitet Menschen auf ihrem letzten Weg? In unserer westlichen Gesellschaft sind Sterben und Tod oft ein Tabu. Vom 2. November 2025 bis zum 1. März 2026 zeigt das Diözesanmuseum Paderborn mit TRAPASSO – HINÜBERGEHEN eine Ausstellung, die Resonanzraum ist für neue Gedanken und Wahrnehmungen zur letzten Lebensphase. Als Partner der Ausstellung bietet der Verbund katholischer Altenhilfe Paderborn e.V. mit dem entstehenden Hospiz- und Palliativzentrum PAULINE ein umfangreiches Begleitprogramm zur Ausstellung an, mit Lesungen, Vorträgen, Musik und Workshops. TRAPASSO – HINÜBERGEHEN bildet den Auftakt zu einer neuen Reihe: Unter dem Label CONNECT# wird das Diözesanmuseum in Zukunft gemeinsam mit unterschiedlichen Kooperationspartner*innen aus der Stadt und der Region Ausstellungen zu gesellschaftlich relevanten Themen gestalten.

Namensgebend für die Ausstellung ist die Arbeit „Trapasso“ des Foto- und Videokünstlers Christoph Brech. Trapasso bedeutet im italienischen so viel wie „ich gehe (über etwas) hinüber“, aber auch „ich sterbe“. „Wir möchten mit diesem Projekt – gemeinsam mit unserem Partner, dem entstehende VKA Hospiz- und Palliativzentrum PAULINE vom Verbund katholischer Altenhilfe Paderborn e.V. – für die letzte Lebensphase von Menschen sensibilisieren“, sagt Kuratorin Christiane Ruhmann. Sie hat u.a. Künstler*innen wie Christoph Brech, Dagmar Boenigk, Walter Schels und Beate Lakotta dafür gewonnen, mit ihren Arbeiten in einen Dialog zu Werken der Museumssammlung zu treten. Darunter beeindruckende mittelalterliche Werke wie die Skulptur „Christus im Elend“, das Tafelbild „Marientod“ des Meisters von Lisborn oder der kunstvoll gearbeitete Tragaltar des Paderborner Doms aus der Zeit um 1120. Insgesamt sind rund 40 Exponate zu sehen. Dazu zählt auch ein Koffer, den das Team des entstehenden VKA Hospiz- und Palliativzentrums PAULINE „für das Hinübergehen” bestückt und der in die Ausstellung integriert wird. An einer partizipativen Station geht es um eine Frage: „Gibt es eine unsterbliche Seele?“

Hospize sind Lebensorte

Der Fotograf Walter Schels und die Journalistin und Autorin Beate Lakotta erforschen mit ihren Arbeiten existenzielle Themen wie Sterben, Vergänglichkeit und Menschlichkeit. Sie begleiteten über zwei Jahre hinweg Sterbende in der letzten Phase ihres Lebens. Die meisten verbrachten die ihnen verbleibende Zeit im Hospiz, einem Ort, dafür geschaffen, dass Todkranke ihre letzte Lebensphase selbstbestimmt und bewusst erleben können. Mit ihrer Erlaubnis machte Schels Porträts der Patient*innen – jeweils vor und unmittelbar nach ihrem Ableben – und schuf so eindrückliche Momente des „Dazwischen“. Sie werden jeweils begleitet von Texten Beate Lakottas, welche die Sterbenden zu Wort kommen lassen und deren Ängste, Hoffnungen und Erfahrungen spiegeln.

Das Verblassen der Welt

Der erste Teil der Ausstellung ist dem Verblassen, dem Vergessen aber auch der sich trotz allem Bahn brechenden Erinnerung gewidmet. Hier finden sich auch die Arbeiten der Künstlerin Dagmar Boenigk. Ihre Werke laden zur Reflexion über Vergänglichkeit, Identität und Wahrnehmung ein. Gemeinsam bilden sie ein Bildgedicht bestehend ausschwebenden, bearbeiteten Textfragmenten und teilweise überdeckten Familienschnappschüssen. Eindrücklich ruft sie damit jene tastende, suchende und verblassende Welt auf, in der sich an Demenz erkrankte Menschen in ihrer letzten Lebensphase befinden. Boenigk wählt als Material zur Überdeckung der Fotografien u.a. Japanpapier. Komplett mit diesem handgeschöpften, durchscheinenden Material überzogen ist auch ein Gemälde aus der Sammlung des Diözesanmuseums. Das Japanpapier schützt hier seine fragile Malschicht, wodurch ebenfalls kaum noch zu erkennen ist, was darauf dargestellt ist.

Vergänglichkeit und Überdauern

Christoph Brech ist mit drei meditativen Videoarbeiten vertreten. Sein Werk „The Wind that Shakes the Barley“ zeigt, wie sich Erinnerungen an geliebte Menschen manifestieren können, auch wenn ihnen kein Raum gegeben werden soll. Dafür hat er Steinmale ungetauft verstorbener Kinder ins Bild gesetzt, die er in rauer irischer Landschaft gefunden hat. In seiner Arbeit „Trapasso“ sind mittelalterliche Grabsteine zu sehen, die seit Jahrhunderten in einer Kirche als Fußbodenbelag dienen. Viele Generationen sind darüber hinweggegangen, haben die Reliefs abgenutzt und bis zur Unkenntlichkeit abgelaufen. Bei „Transito“ schließlich zeichnet Brechs Kamera in eben jener Kirche das tanzende Hin- und Herwehen eines vom Wind geblähten Vorhangs in Bodennähe auf. Immer wieder sind die Beine der Kirchenbesucher*innen zu sehen, die jene Schwelle überschreiten, die das Sonnenlicht von der Dunkelheit im Inneren trennt – die Unruhe von der Ruhe, die Gegenwart von der Vergangenheit.

Umfangreiches Begleitprogramm

Unter dem Leitgedanken geliebt – getragen – getröstet findet eine Reihe von Benefizveranstaltungen statt, um Spenden für das entstehende VKA Hospiz- und Palliativzentrum PAULINE zu sammeln. Das Diözesanmuseum Paderborn unterstützt diese Initiative mit der Ausstellung TRAPASSO – HINÜBERGEHEN. Der Verbund katholischer Altenhilfe Paderborn e.V. steuert das umfangreiche Begleitprogramm zur Ausstellung bei, mit Lesungen, Vorträgen, Musik und Workshops u.a. zum Thema „weiße Trauer“ – dem langsamen Verschwinden von Demenzkranken aus der Welt – sowie Vorträgen, etwa zum assistierten Suizid. Im Shop des Museums können zusätzlich Künstlerdrucke der Werke des Benediktinermönchs Bruder Stephan Oppermann OSB erworben werden, der den Erlös zur 100% dem entstehenden VKA Hospiz- und Palliativzentrum PAULINE spendet. Oppermanns Handdruck mit dem Titel „Caput Mortuum“ ist zudem in der Ausstellung zu sehen. Mit der abstrakten Durchdringung kräftiger Farben thematisiert er hier die Dualität von Werden und Vergehen.

Kommende Veranstaltungen (Auswahl):

  1. November 2025 | 18 – 20 Uhr
    Ein Tag voller Leben – Das neue Tageshospiz in Paderborn:
    Ein Vortrag von Tanja Jochheim M.A. (Projektmanagerin im Bereich Hospiz – und Palliativversorgung)
  2. November 2025 | 14 – 16 Uhr
    Begleiter in der Dunkelheit – als Arzt auf einer Palliativstation: Lesung und Autorengespräch
    mit Prof. Dr. Martin Weber, Mainz
  3. Dezember 2025 | 15 – 17 Uhr
    Depression – eine heilbare Volkskrankheit: Ein Vortrag von PD Dr. med. Stefan Bender

Das Diözesanmuseum Paderborn ist das älteste im deutschsprachigen Raum. 1853 gegründet, bewahrt es eine der umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen mittelalterlicher bis barockzeitlicher Kunst in Deutschland mit Schwerpunkten in den Bereichen Skulptur und Goldschmiedekunst. In den vergangenen 25 Jahren ist es mit seinen großen kunst- und kulturhistorischen Ausstellungen, die internationale Leihgaben in Paderborn zusammenführten, weit über die Region hinaus bekannt geworden.

Das entstehende VKA Hospiz- und Palliativzentrum PAULINE vom Verbund katholischer Altenhilfe Paderborn e.V. entsteht im Herzen Paderborns, eingebettet in den großen Park am Mutterhaus der Schwestern der Christlichen Liebe. Sein Ziel ist es, schwerstkranke Menschen und deren Angehörige einfühlsam und umfassend auf ihrem letzten Lebensweg zu begleiten. Das Angebot reicht vom Tageshospiz über die stationäre Versorgung bis hin zur ambulanten Begleitung sowie einer umfassenden Beratung in ethischen Fragen.

Kontakt Museum

Erzbischöfliches Diözesanmuseum und Domschatzkammer
Markt 17, 33098 Paderborn, Tel. +49 (0) 5251-1251400, museum@erzbistum-paderborn.de

Gruppenführungen buchbar über das Diözesanmuseum Paderborn:
+49 (0) 5251-1251400 | museum@erzbistum-paderborn.de

Öffnungszeiten / Eintritt Dienstag bis Sonntag, 10 – 18 Uhr, jeden ersten Mittwoch im Monat bis 20 Uhr. 4 € / ermäßigt 2 €, freier Eintritt für Kinder bis 12 Jahren siehe dioezesanmuseum-paderborn.de

Für Lesungen / Vorträge / Begegnungen gilt 2 € ermäßigter Eintritt + Spende an das entstehende VKA Hospiz- und Palliativzentrum PAULINE

Pressekontakt im Auftrag des Diözesanmuseums Paderborn
Hendrik von Boxberg, +49 177 7379207, presse@dioezesanmuseum-paderborn.de
Waltraud Murauer-Ziebach, +49 171 416 8808, w.murauer@arthema.de

Pressefotos unter www.dioezesanmuseum-paderborn.de/presse/

Ab 18. Oktober 2025 zeigt das Diözesanmuseum Paderborn seine Sammlungsschätze in neuer Interpretation.


Gesten sind ein wichtiger, unverzichtbarer Teil unserer menschlichen Kommunikation. Sie spiegeln Emotionen, stiften Beziehungen, markieren Machtverhältnisse, haben symbolische oder spirituelle Bedeutungen. Ab dem 18. Oktober 2025 zeigt das Diözesanmuseum Paderborn ausgewählte Exponate seiner Sammlung unter dem Titel: DIE HÄNDE ZUM HIMMEL. Gruß – Geste – Gebet. Zu sehen sind Skulpturen, Gemälde und Grafiken, Buch- und Schatzkunst.

 +++ Zur Eröffnung der Ausstellung DIE HÄNDE ZUM HIMMEL. Gruß – Geste – Gebet am Samstag, dem 18. Oktober 2025, um 14 Uhr begrüßt Direktor Holger Kempkens das Publikum, danach gibt Kuratorin Elisabeth Maas eine kurze Einführung in die Ausstellung. Es folgen in der Zeit von 14 bis 18 Uhr Führungen mit der Kuratorin, eine Familienführung und Angebote für Kinder. Der Eintritt am Eröffnungstag ist frei. Für alle Neugierigen ist das Museum bereits ab 10 Uhr geöffnet. +++

 Die Neupräsentation ist in fünf Abteilungen gegliedert, und einige der gezeigten Sammlungsstücke waren noch nie im Diözesanmuseum zu sehen. Darunter ein seltener spätgotischer Kanzelkorb, eine Beweinung Christi des Kölner Malers Anton Woensam und eine Gottvater-Skulptur von Ernst Barlach. Die ausgestellten Werke stammen aus den vergangenen rund 1000 Jahren. Somit schlägt die Ausstellung einen zeitlichen Bogen vom Mittelalter über die Neuzeit bis in die Gegenwart.

Im Fokus stehen die kleinen und großen Gesten, die Skulpturen zu Überbringern von Nachrichten, zu Mahnern oder Personifikationen von Tugenden und Lastern machen. Auch auf Gemälden kommt den Gesten eine wichtige Rolle zu, nicht selten führen sie zum eigentlichen, zum tieferen inhaltlichen Kern des Dargestellten. Gestenreich verkünden Engel die Botschaft Gottes. Menschen mit gefalteten Händen suchen den Kontakt zum Göttlichen, andere verbergen in Trauer ihr Gesicht. Marienskulpturen aus allen Epochen präsentieren das göttliche Kind auf ähnliche Weise als Erlöser der Welt. Ebenso verhält es sich mit der trauernden Maria, die als Pietà, den toten Gottessohn nach der Abnahme vom Kreuz auf ihrem Schloss hält. Ein beeindruckendes Beispiel für eine wirkungsvolle gestische Darstellung ist auch die Skulptur des Erzengels Gabriel, der seine Hand ausladend zum Himmel streckt, während er der jungen Maria verkündet, dass sie von Gott auserwählt wurde durch den Heiligen Geist einen Sohn zu empfangen und zur Welt zu bringen.

Die einzelnen Abteilungen der Sammlungspräsentation widmen sich Themenkomplexen wie „Zwischen Himmel und Erde“, „Auf dem himmlischen Thron“ oder „Tod, Trauer, Einsamkeit”. Die Darstellungen von Gruß, Geste und Gebet werden hier jeweils zu zentralen, verbindenden Elementen.

Ausblick:
Trapasso – Hinübergehen | 2. November 2025 – 1. März 2026
Das Diözesanmuseum Paderborn startet mit dieser Ausstellung eine neue Reihe, die regionale Kooperationen anstößt.

Bereits zwei Wochen nach der neuen Sammlungspräsentation eröffnet das Diözesanmuseum am 2. November 2025 die Ausstellung Trapasso – Hinübergehen. Sie entsteht in Kooperation mit dem VKA Hospiz- und Palliativzentrum Pauline in Paderborn und thematisiert den Prozess des Hinübergehens, des Sterbens, mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen sowie Exponaten aus der eigenen Sammlung. Das Hospiz- und Palliativzentrum Pauline in Paderborn, das den letzten Weg schwer erkrankter Menschen aktiv begleiten und gestalten will, konzipiert dazu ein umfangreiches Begleitprogramm.
Mit diesem neuen Ausstellungsformat will das Diözesanmuseum die Zusammenarbeit und den Austausch mit Institutionen, Initiativen und Künstler*innen in Paderborn und in der Region verstärken.

 

Das Diözesanmuseum Paderborn ist das älteste im deutschsprachigen Raum. 1853 gegründet, bewahrt es eine der umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen mittelalterlicher bis barockzeitlicher Kunst in Deutschland mit Schwerpunkten in den Bereichen Skulptur und Goldschmiedekunst. In den vergangenen 25 Jahren ist es mit seinen großen kunst- und kulturhistorischen Ausstellungen, die internationale Leihgaben in Paderborn zusammenführten, weit über die Region hinaus bekannt geworden.

Kontakt Museum
Erzbischöfliches Diözesanmuseum und Domschatzkammer
Markt 17, 33098 Paderborn, Tel. +49 (0) 5251-1251400, museum@erzbistum-paderborn.de

Gruppenführungen buchbar über das Diözesanmuseum Paderborn:
+49 (0) 5251-1251400 | museum@erzbistum-paderborn.de
Öffnungszeiten / Tickets Dienstag bis Sonntag, 10–18 Uhr, jeden ersten Mittwoch im Monat bis 20 Uhr. 4 Euro /ermäßigt 2 Euro, freier Eintritt für Kinder bis 12 Jahren siehe dioezesanmuseum-paderborn.de

Pressekontakt im Auftrag des Diözesanmuseums Paderborn
Hendrik von Boxberg, +49 177 7379207, presse@dioezesanmuseum-paderborn.de
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Pressemitteilung
Paderborn, 11. September 2025

Die Sonderausstellung im Diözesanmuseum endet am Sonntag, 21. September 2025

  • Die Ausstellung „Before the Wind“ ist nur noch wenige Tage zu sehen.
  • Zum Abschlusswochenende: Audiovisuelle Performance mit den Künstlerinnen und der Mädchenkantorei des Paderborner Dom
  • Ausblick auf die kommenden Ausstellungen ab 18. Oktober 2025

Die Ausstellung Before the Wind im Diözesanmuseum Paderborn endet am Sonntag, dem 21. September 2025. „Wir blicken auf einen spannenden Dialog zwischen jahrhundertealten Exponaten der Sammlung und Arbeiten von zeitgenössischen Künstlerinnen zurück. Die Ausstellung Before the Wind war ein inspirierendes Experiment. Wir haben das kraftvolle Element Wind in seinen technischen, gestischen und spirituellen Dimensionen erforscht. Dabei haben wir besonders die weibliche Seite des Christentums auf neue Art und Weise in den Fokus genommen. Mit dem in der Ausstellung konzeptionell eingeschlagenen Weg wollen wir als Museum auch in Zukunft weitergehen“, sagt Kuratorin Dr. Christiane Ruhmann.

Sie hat gemeinsam mit der Sängerin und Klangkünstlerin Franziska Baumann und der Medienkünstlerin Claudia Brieske eine Kunstinszenierung geschaffen, die die Architektur des Hauses mit seinen offenen, aufstrebenden Ebenen und Exponate der eigenen Sammlung auf besondere Weise einbezieht.  Skulpturen, Videos, Musik- und Soundstationen des Künstlerinnenduos Baumann-Brieske (Bern/Berlin) lassen in diesem Zusammenspiel das Naturphänomen Wind lebendig werden.

Before the Wind – Das Konzert: Eine Stimminszenierung im audiovisuellen Klangraum

Zum Abschluss der Ausstellung Before the Wind entwickelten die Künstlerinnen Franziska Baumann und Claudia Brieske gemeinsam mit der Mädchenkantorei des Paderborner Doms eine audiovisuelle Performance – eigens für den musealen Raum in Paderborn. Im Zentrum steht der Wind – als Naturkraft, als poetisches Element und als Metapher für das Entstehen und Vergehen. Dabei verbinden sich Sängerin, Live-Elektronik und -Video zusammen mit einer Chor-Performance zu einer einzigartigen Rauminszenierung. Baumanns alchemistische Mischung aus archaischer Stimme, minimalistischen und komponierten Klangelementen, Textchoreografien und musique concrète vereinen sich mit dem weiten Klangspektrum der jungen Stimmen der Paderborner Mädchenkantorei und den narrativen, raumplastischen Bildern von Videokünstlerin Claudia Brieske.

Hinweis: Ab dem 16. September beginnt im Diözesanmuseum der Aufbau für die Konzerte.

Der Ausstellungsbesuch ist weiterhin möglich, allerdings an den beiden Konzerttagen jeweils nur bis zum frühen Nachmittag. Am Samstag, 20.9. schließt das Museum bereits um 14 Uhr und am Sonntag, 21.9. bereits um 16:00 Uhr. Der Einlass zu den Konzerten erfolgt eine Stunde vor Konzertbeginn.

Ausblick: Neupräsentation der Sammlung und Auftakt einer neuen Ausstellungsreihe.

Gesten und Körperhaltungen sind weit mehr als bloße Bewegungen. Sie spiegeln Emotionen, stiften Beziehungen oder markieren Machtverhältnisse. Nach zwei Sonderausstellungen präsentiert das Diözesanmuseum Paderborn nun seine Sammlung ab 18. Oktober mit neuen Schwerpunkten. In Die Hände zum Himmel. Gruß – Geste – Gebet werden ausgewählte Skulpturen, Gemälde, Graphiken und Bücher gezeigt.

Zwei Wochen später, am 2. November 2025, eröffnet erstmals eine Ausstellung in einem neu konzipierten Sonderformat, das das Diözesanmuseum in den Austausch mit Paderborner Institutionen, Initiativen und Künstler*innen bringt: Trapasso – Hinübergehen entstand in Kooperation mit dem VKA Hospiz- und Palliativzentrum Pauline in Paderborn. Sie setzt sich mit dem letzten Weg und dem Sterben auseinander. Zum Thema werden christliche Mediationsbilder und Positionen zeitgenössischer Künstler*innen gezeigt, mit dabei Walter Schels, Beate Lakotta, Christoph Brech und Dagmar Boenigk.

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20. & 21. September 2025 im Diözesanmuseum Paderborn
im Rahmen des IMAD-Festivals Paderborn

20.09.2025: 16:30 und 19:30 Uhr
21.09.2025: 19:00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unter dem Titel Before The Wind findet in der gleichnamigen Ausstellung im Diözesanmuseum Paderborn am 20. und 21. September 2025 eine immersive Performance für Stimme, Mädchenchor, Live-Elektronik und Live-Video statt. Stimme, Raum, Klang und Bild verschmelzen zu einer eindrücklichen Installation zwischen Konzert, Ritual und performativer Komposition. Es entsteht ein sinnliches Erlebnis, das sowohl das Sehen als auch das Hören herausfordert.

Die Performances im Diözesanmuseum dauern jeweils etwa 60 Minuten und sind Teil des IMAD-Festivals, www.imad-festival.de, das vom 12. bis 26. September in Paderborn stattfindet.

Immersive Stimminszenierungen im Museumsraum
Die audiovisuelle Performance, die zum Abschluss der Ausstellung Before the Wind an drei Terminen gezeigt wird, wurde von der Klangkünstlerin Franziska Baumann und der Medienkünstlerin Claudia Brieske eigens für den musealen Raum entwickelt. Im Zentrum steht der Wind – als Naturkraft, als poetisches Element und als Metapher für Kreisläufe von Entstehung und Vergehen. Die beiden Künstlerinnen erschaffen gemeinsam mit der Mädchenkantorei des Paderborner Doms ein poetisch verdichtetes Werk über den Wind als Naturkraft, Sinnbild und Gestaltungselement. Raum, Stimme, Bild und Bewegung verschmelzen zu einer eindrücklichen Installation. Es ist ein Projekt voller Klangwellen, flüsternder Stimmen, visueller Resonanzen – durchweht vom weiblichen Spirit.

Franziska Baumann komponierte eigens für die Mädchenkantorei Stücke, die einen vielfältigen Ausdrucksraum zwischen Geräusch, Vokaltextur und kanonischem Wohlklang ausloten. Das Klangspektrum bringt die jungen Stimmen in all seinen Facetten zur Geltung – vom Windflüstern bis zum dichten Chorklang. 80 junge Sängerinnen im Alter von 9 bis 14 Jahren studierten die Kompositionen unter der Leitung ihres Chorleiters, Domkantor Patrick Cellnick ein.

Über die Ausstellung
Die Sängerin/Klangkünstlerin Franziska Baumann und die Medienkünstlerin Claudia Brieske haben mit der aktuellen Ausstellung Before The Wind gemeinsam mit der Museumskuratorin Christiane Ruhmann eine Kunstinszenierung für das Diözesanmuseum geschaffen, die die Architektur des Hauses mit seinen offenen, aufstrebenden Ebenen auf besondere Weise einbezieht. Dafür wurden jahrhundertealte Werke der Museumssammlung mit zeitgenössischer Kunst kombiniert: Skulpturen, Videos, Musik- und Soundstationen des Künstlerinnenduos Baumann-Brieske (Bern/Berlin)lassen das Naturphänomen Wind mit seinen zeitlosen Zyklen von Werden und Vergehen lebendig werden.

Weitere Informationen unter www.dioezesanmuseum-paderborn.de

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BEFORE THE WIND – Eine Stimminszenierung im audiovisuellen Klangraum
20.09.2025: 16:30 und 19:30 Uhr

21.09.2025: 19:00 Uhr
Tickets
: 10 € Im Vorverkauf an der Kasse des Diözesanmuseums

Konzept & Künstlerische Leitung:
Franziska Baumann (CH): Stimme, Komposition für Solo und Chor, Live-Elektronik
Claudia Brieske (D): Video, visuelle Komposition, Schnitt, Videoinszenierung 

Mitwirkende:
Mädchenkantorei am Paderborner Dom (Leitung: Patrick Cellnik)
Szenische Leitung: Angela Bürger (CH)
Technische Assistenz: José del Avellanal (E/D/CH)
Produktion: Diözesanmuseum Paderborn, Christiane Ruhmann

Die Künstlerinnen
Seit 2006 entwickeln Franziska Baumann und Claudia Brieske als künstlerisches Duo intermediale Stimminszenierungen mit virtuellen Bildräumen – auf Bühnen, in Museen und im öffentlichen Raum. Ihre gemeinsame Arbeit erforscht Schnittstellen zwischen Stimme, Raum und visueller Komposition. Ihre Performances bestechen durch die expressive Kraft der Stimme, den Einsatz experimenteller Vokaltechniken und die raumgreifende Wirkung von Live-Video.
www.baumann-brieske.net

Das Diözesanmuseum Paderborn ist das älteste im deutschsprachigen Raum. 1853 gegründet, bewahrt es eine der umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen mittelalterlicher bis barockzeitlicher Kunst in Deutschland mit Schwerpunkten in den Bereichen Skulptur und Goldschmiedekunst. In den vergangenen 25 Jahren ist es mit seinen großen kunst- und kulturhistorischen Ausstellungen, die internationale Leihgaben in Paderborn zusammenführten, weit über die Region hinausgehenden bekannt geworden.

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Ein seltenes Reliquiar aus Köln trifft auf seinen „Zwilling“ in Paderborn

Bergkristall – ein geheimnisvolles und faszinierendes Material. Von der Antike bis zur Gegenwart fertigten Goldschmieden aus dem durchsichtigen und farblosen Mineral einzigartige Kunstwerke. Seit dieser Woche ist ein ganz besonderes Exemplar dieser Art im Diözesanmuseum Paderborn zu Gast: Ein rund 800 Jahre altes Reliquiar aus einer Kölner Privatsammlung, das in der Kunstgeschichte bisher völlig unbekannt war. In der Schatzkammer des Museums trifft es nun auf ein Zwillingsstück, dass sich seit mehreren Jahren als Leihgabe im Bestand des Diözesanmuseums befindet. Insgesamt existieren nur vier Exemplare dieser Art weltweit.

Museumsdirektor Holger Kempkens wurde bereits 2023 bei der Ausstellung Magie Bergkristall (25. November 2022 – 19. März 2023) im Museum Schnütgen in Köln auf das besondere Reliquiar aufmerksam, da es eine große Ähnlichkeit zu einer Leihgabe in Museumsbeständen aufwies. Daraufhin war der Kontakt zu Elmar Robert, Experte für mittelalterliche Kunstwerke und Inhaber der Kunsthandlung Medieval Art Cologne, schnell hergestellt, sodass das rund 800 Jahre alte Exponat seit Kurzem dem Diözesanmuseum als Dauerleihgabe zur Verfügung steht. „Dieses außerordentliche Exponat trifft bei uns auf ein ‚Zwillingstück‘, das sich als Leihgabe der Kirche St. Petri, Geseke, bei uns im Museum befindet“, sagt Museumsdirektor Holger Kempkens, Direktor des Diözesanmuseum Paderborn.

„Man erkennt sofort die Gemeinsamkeiten der Bergkristall-Reliquien in Material und Formen: Beide Stücke tragen im Zentrum einen ausgehöhlten Bergkristallzylinder, der heute leer ist. Einst waren darin Reliquien verehrter Heiliger bewahrt, die durch einen kleinen Klappdeckel an der Schmalseite der beiden Stücke eingebracht wurden. Einen so großen Bergkristall auszuhöhlen war vor rund 800 Jahren eine technische Meisterleistung.“  Elmar Robert und Holger Kempkens sind sich einig, dass beide Stücke um das Jahr 1.200 in der gleichen Goldschmiedewerkstatt gefertigt wurden, die wohl in Köln ansässig war. An der Leihgabe befinden sich noch die geschliffenen Schmuckkristalle, Linsen genannt. Dem Paderborner Museumsstück fehlen diese Elemente. Reste von Halterungen für solche ‚Linsen‘ sind aber noch vorhanden, so dass ersichtlich wird, wie dieses Stück einst verziert war.

Erstmalig sind beide Kunstwerke in einer Vitrine in der Schatzkammer des Diözesanmuseums nebeneinander zu sehen und öffentlich zugänglich. Das Zusammentreffen der Stücke in Paderborn ist auch deshalb so bedeutsam, weil es auf der ganzen Welt insgesamt nur vier Reliquiare dieser Art gibt. Recherchen zufolge befindet sich noch je ein weiteres Stück in Sammlungen in den USA und in Belgien.

Über das Material Bergkristall:
Bergkristall ist eine klare, farblose Variante des Minerals Quarz. Sein Name stammt von seiner Ähnlichkeit mit Eis – die alten Griechen hielten ihn für dauerhaft gefrorenes Wasser. Das Besondere am Bergkristall ist seine Reinheit und Transparenz. Er bildet sich in Hohlräumen von Gesteinen, meist in Form von sechseckigen Kristallen mit spitzen Enden. Diese Klarheit und die regelmäßige Struktur machen ihn nicht nur zu einem beliebten Schmuckstein, sondern auch zu einem Symbol für Reinheit und Licht.

Kontakt Museum
Erzbischöfliches Diözesanmuseum und Domschatzkammer
Markt 17, 33098 Paderborn, Tel. +49 (0) 5251-1251400, museum@erzbistum-paderborn.de
Öffnungszeiten:
Di – So: 10:00 bis 18:00 Uhr
Montags geschlossen
Jeden ersten Mittwoch im Monat bis 20 Uhr

Pressefotos zum neuen Exponat finden Sie hier.
(Auf den Bildern zu sehen von links nach rechts):
Foto I – III: Elmar Robert und Holger Kempkens
Foto IV: Elmar Robert

 

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