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Der renommierte Foto- und Videokünstler Christoph Brech hat gestern vor gut gefülltem Haus eine seiner bedeutendsten Videoarbeiten mit dem Titel „Alpensinfonie“ im Diözesanmuseum Paderborn vorgestellt und im Anschluss sein neues Buchprojekt präsentiert.

„Herausgelöst aus alten Klischees“
In dem Video „Alpensinfonie“ setzt Christoph Brech die gleichnamige Tondichtung von Richard Strauss „Eine Alpensinfonie op. 64“ ins Bild. Dabei verzichtet der Künstler auf naturalistische Szenen einer Bergwanderung, wie sie häufig zur Bebilderung dieser Sinfonie verwendet werden, sondern setzt bewusst auf das Bild eines Seiltänzers. „Ich habe analog zu Strauss‘ Bergwanderung einen korrespondierenden Drahtseilspaziergang inszeniert“, erklärte Christoph Brech im Anschluss an die Vorführung. „Damit wollte ich Bilder finden, die allgemeingültiger sind als naturbezogene Fotografien.“ Den Seiltänzer habe er vor allem deshalb gewählt, weil Strauss ein großer Verehrer des Philosophen Friedrich Nietzsche gewesen sei. „Bei Nitzsche kommt der Seiltänzer häufiger vor, auch in ‚Also sprach Zarathustra‘. Er spielt quasi die Hauptrolle: ‚Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch – ein Seil über einem Abgrunde‘ (Nitzsche)“, erläuterte Brech. Dahinter stehe der Gedanke, „dass der Mensch, der sich in die Gefahr begibt, abzustürzen, nur dann ein wahrer Mensch ist, wenn er etwas wagt, etwas riskiert und nicht einfach sein sicheres bürgerliches Leben weiterführt.“ Weil Strauss ganz nahe bei Nietzsche war, fand Brech das Bild treffend für die ‚Alpensinfonie‘, zumal es auch bei dem Drahtseilakt einen Auf- und einen Abstieg gibt. Dadurch, dass im Video der natürliche Umraum, die Bergkulisse fehlt, wird die Musik, wie Brech erklärte, „anders hörbar, herausgelöst aus alten Klischees“.

Rüdiger Safranski, Christoph Brech, Barbara Klemm
Im Anschluss an die Video-Vorführung präsentierte und signierte der Künstler ein neues Buch mit dem Titel Rüdiger Safranski, Christoph Brech, Barbara Klemm: Von Korrespondenzen und Zeitschichten. Die druckfrische, im Imhof-Verlag erschienene Publikation enthält ein Gespräch zwischen Rüdiger Safranski und Christoph Brech über die Themen Kunst und Zeit, das anlässlich der Ausstellung „MORE than ROME“ stattfand, sowie Bilddokumentationen der bedeutenden Fotografin Barbara Klemm. Sie hat die Ausstellung, in der Christoph Brech eigene Werke in einen Dialog mit ausgewählten Kunstwerken des Diözesanmuseums brachte,  fotografisch begleitet.

Das Buch ist zum Preis von 11,50 Euro im Diözesanmuseum Paderborn erhältlich.

Christoph Brech präsentiert sein Video “Alpensinfonie” im Diözesanmuseum Paderborn

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Volles Haus: Christoph Brech begeistert mit seinem Video “Alpensinfonie” im Diözesanmuseum

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Christoph Brech signiert das neue Buch “Rüdiger Safranski, Christoph Brech, Barbara Klemm: Von Korrespondenzen und Zeitschichten”

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Messe mit anschließender Erläuterung der Statue des Heiligen und Vortrag im Diözesanmuseum
24. Juli, ab 17 Uhr

Er ist bekannt als Schutzheiliger der Reisenden: Der Heilige Christophorus. Am 24. Juli ist sein Gedenktag, der in diesem Jahr Anlass für eine besondere Veranstaltung im Paderborner Dom ist. Seit 400 Jahren schmückt eine eindrucksvolle Skulptur das Atrium-Portal im Nordosten. Sie wurde von Dombildhauer Heinrich Gröninger geschaffen und 1619 von Domscholaster Bernhard Gregor Brenken in Auftrag gegeben. Nach einer feierlichen Messe um 17 Uhr in der Krypta des Domes wird Domkustos Prof. Dr. Christoph Stiegemann allen Interessierten vor Ort die beeindruckende Statue erläutern. Anschließend referiert Prof. Dr. Norbert Reimann, bis 2008 Leiter des Westfälischen Archivamtes in Münster, im benachbarten Diözesanmuseum Paderborn über das Thema „Die Familie von und zu Brenken und das Paderborner Domkapitel“ (18.30 Uhr).

Weitere Informationen unter: www.dioezesanmuseum-paderborn.de

 

Junge Talente der St. Michael Realschule präsentieren Comic-Kunst im Diözesanmuseum Paderborn – Ausstellungseröffnung , 3. Juli, 17 Uhr

 Was passiert, wenn kleine gelbe Wesen ins Museum eindringen, Diebe durch das Haus gejagt werden, das Muku-Trio gnadenlos zuschlägt oder Ladybug und Cat Noir dunklen Machenschaften hinter Museumsmauern auf die Spur kommen? Nachts im Museum ist bekanntlich allerhand los! Das jedenfalls zeigen aktuell grandiose Comic-Serien der Schülerinnen und Schüler der Paderborner Realschule St. Michael.

Inspiriert vom Besuch der großen GOTIK-Ausstellung im Diözesanmuseum Paderborn, haben die jungen Talente des Musik-Kunst Kurs (Mu-Ku-Kurs) der Jahrgangsstufe 7 spannende Comic-Crime-Stories entwickelt, die es nun tatsächlich bis ins Museum geschafft haben.

Das Ergebnis begeistert nicht nur die Lehrerin und Kursleiterin Claria Stiegemann, die den angehenden Comic-Künstlern das Handwerkszeug beibrachte, etwa wie sogenannte „panels“ (Einzelbilder) entworfen werden oder wie die Skelettmethode funktioniert, mit der Comicfiguren konstruiert werden. Auch Christiane Ruhmann vom Diözesanmuseum Paderborn ist restlos begeistert: „Herausgekommen sind so großartige, fantasievolle Comics rund um unser Haus, dass wir die Schülerinnen und Schüler kurzerhand gebeten haben, ihre Werke und Geschichten bei uns auszustellen.“

Ausstellungseröffnung – 3. Juli, 17 Uhr

Am kommenden Mittwoch, 3. Juli, um 17 Uhr präsentieren die jungen Comic-Zeichner unter dem Titel „Nachts im Museum – Gestalten aus dem Comic-Universum erobern eine Ausstellung“ erstmals ihre bunten Geschichten der Öffentlichkeit und laden alle Interessierten herzlich zur Ausstellungseröffnung ins Diözesanmuseum Paderborn ein.

Aktuell bereiten die Schülerinnen und Schüler unter Hochdruck die Ausstellung vor und freuen sich über zahlreiche Gäste. Der Eintritt ist frei!

Zu sehen ist die Schau noch bis zum 30. August im Diözesanmuseum Paderborn.

Downloads:

Comic Kunst Dioezesanmuseum Paderborn mit Schueler*innen der Michaelsschulen Paderborn Ausstellung Nachts im Museum

Comic Kunst Dioezesanmuseum Paderborn mit Schueler*innen der Michaelsschulen Paderborn Ausstellung Nachts im Museum

Comic Kunst Dioezesanmuseum Paderborn mit Schueler*innen der Michaelsschulen Paderborn Ausstellung Nachts im Museum

Comic Kunst Dioezesanmuseum Paderborn mit Schueler*innen der Michaelsschulen Paderborn Ausstellung Nachts im Museum

Markt 17, 33098 Paderborn
Tel. 05251 125-1400, museum@erzbistum-paderborn.de

Mittwoch, 5. Juni 2019 | 18 – 20 Uhr

After work chill out – Zeichnen im Museum

In entspannter Atmosphäre können Erwachsene und Jugendliche zeichnend den Arbeitsalltag hinter sich lassen. Schnell und zwanglos füllen sich beim genauen Betrachten der Kunstwerke die Skizzenbuchseiten. Hier geht es nicht um künstlerische Begabung oder Qualität, sondern um das Erlernen/Wiedererlernen des genauen Hinschauens durch das Zeichnen.

Anmeldung nicht erforderlich. Bitte Skizzenbücher mitbringen!
Teilnehmer des Zeichenkurses vom 12./13.1. haben freien Eintritt. Alle anderen zahlen 2 €

Mittwoch, 12. Juni 2019 | 18:30 Uhr

Dialoge im Museum: Alles (nur) Schein? Erfahrungen in der Kunst

Zum zweiten Abend der beliebten Reihe “Dialoge im Museum” lädt Lothar van Laak (Uni Paderborn) wieder Gäste ins Diözesanmuseum ein, um mit ihnen über Erfahrungen zu diskutieren, die uns die Kunst vermittelt. Was ist das Schöne der Kunst? Ist sie ‚nur‘ Schein? Die dritte und letzte Dialog-Veranstaltung dieser aktuellen Reihe findet am 10. Juli statt.
Eintritt: 5 €

 Sonntag, 30. Juni 2019 | 19:00 Uhr

Kabarett im Diözesanmuseum
mit Jochen Malmsheimer und Uwe Rössler

„Zwei Füße für ein Halleluja. Mit einem Regenten unterwegs“, heißt das Programm des großartigen Teams Malmsheimer/Rössler. Ihr „Historett in Geh-Dur“ beschäftigt sich mit dem berühmten Bußgang Heinrichs IV. nach Canossa. Der Wortkünstler Malmsheimer und sein musikalischer Partner Rössler behandelt dabei elementare Fragen wie diese: Was zieht man eigentlich so an, wenn man den Papst trifft?

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Kulturbüro OWL.
Karten gibt es an der Kasse des Diözesanmuseums, bei Ticket Direct in der Königsstraße (05251-280512, www.ticket-direct.de ) und im Paderborner Ticket Center am Marienplatz (05251-299750).

Weitere Informationen: https://dioezesanmuseum-paderborn.de/veranstaltungen-termine/

Zeichnen im Museum, Foto: Diözesanmuseum
Foto: Diozesanmuseum Paderborn
© Foto J. Malmsheimer: Dominic Reichenbach/Abb. re. H.F. Schaller, Heinrich IV. vor Canossa (zitiert nach CANOSSA – Erschütterung der Welt, Katalog Paderborn, 206, Bd. 2, S. 505

Presseinformation des Diözesanmuseums, 11.04.2019

Jochen Malmsheimer und Uwe Rössler spielen Ausstellungs-Historett

Manchmal gehört Kabarett einfach ins Museum. Auch wenn Jochen Malmsheimer und Uwe Rössler noch frisch und mitten im Leben stehen (Malmsheimer wurde kürzlich erst mit dem Deutschen Kabarettpreis ausgezeichnet), wird ihnen am 30. Juni 2019 um 19 Uhr im Diözesanmuseum ein Ehrenplatz eingeräumt. „Endlich kehrt der Kaiser dahin zurück, wo er hingehört. Nach Paderborn … und ich komme mit.“ freut sich Kabarettist Jochen Malmsheimer.

CANOSSA, Paderborn und die Folgen: „Endlich findet zusammen, was zusammen gehört!“

2006 beschäftige sich der Wortkünstler mit Freude am Historischen im Rahmen einer Auftragsarbeit zur großen Canossa-Ausstellung in Paderborn mit dem berühmten Bußgang Heinrich IV. Entstanden ist das grandiose Programm „Zwei Füße für ein Halleluja – Mit einem Regenten unterwegs. Ein Historett in Geh-Dur von und mit Jochen Malmsheimer & Uwe Rössler.“ Zu den größten Fans dieses ebenso hervorragend recherchierten wie wunderbar komisch aufgearbeiteten und mit großem Können musikalisch umrahmten Programmes gehören die Fachleute selbst. Deshalb ist es nur zwingend logisch, dass nun endlich Museum und Kabarett auch direkt zueinander finden. Das Team des Diözesanmuseums Paderborn um Museumsdirektor Prof. Dr. Christoph Stiegemann und Kuratorin Dr. Christiane Ruhmann reagierte entsprechend begeistert auf diesen Vorschlag aus dem KulturBüro-OWL, das seinerzeit die Zusammenarbeit vermittelte. „Ein Geschenk! Endlich findet zusammen, was zusammen gehört!“ fasst Stiegemann es zusammen, und Christiane Ruhmann ergänzt: „Wir alle hier können das Programm fast auswendig mitsprechen, sind die größten Fans und freuen uns riesig, nun auch unseren Besuchern und Besucherinnen dieses Meisterwerk hier im Haus zeigen zu können.“ Auch Carsten Hormes vom KulturBüro-OWL ist voller Vorfreude: „Schon bei der Vorbesichtigung hatten wir alle Gänsehaut, denn dieser Raum und diese Künstler gemeinsam garantieren eine der schönsten Veranstaltungen, die wir je machen durften. Da bin ich mir sicher!“

Was zieht man eigentlich so an, wenn man den Papst trifft?

Das Zeitalter des Investiturstreits erlebt die abenteuerlichen Alpenüberquerung König Heinrichs IV. und seines Gefolges im Januar des Jahres 1077, die ihn vor die Tore der Burg von Canossa in Oberitalien führte. Dort hatte Papst Gregor VII. bei der Markgräfin Mathilde von Tuszien vor dem herannahenden König Zuflucht gesucht. Heinrich IV. trat die beschwerliche und äußerst gefahrvolle Reise an, um in Canossa die Lösung vom päpstlichen Bannspruch zu erwirken und so seine Herrschaft zu retten. Soweit die Historie. Jochen Malmsheimer und sein musikalischer Partner Uwe Rössler präsentieren eine ebenso geistreiche wie unterhaltsame Einführung. Wesentlichen Fragen des Canossa-Gangs wird nachgegangen: Wie weit kann man gehen? Und vor allem: warum nach Italien, und dann noch zu Fuß? Was zieht man eigentlich so an, wenn man den Papst trifft? Was sind die wahren Gründe für den groben Unfug, ein variationsloses Gefiepe und Gehupe „mittelalterliche Musik“ zu nennen? Und vor allem: Was macht den Beruf des Königs so derart anziehend, wenn einem die Sachsen und der Papst gleichermaßen das Leben zur Hölle machen?

Mit dichtem Barthaar und markiger Stimme haucht Jochen Malmsheimer dem alten Salierherrscher neues Leben ein. Uwe Rössler untermalt den höchst vergnüglichen Ausflug in Alltag und Mentalität des Mittelalters mit originellen Tönen und begeistert mit einem fulminanten Ritt durch die Musikgeschichte von Bach bis Brahms. Denn nichts ist, wie es war – Deo gratias et in excelsis jubilo.

Auch wenn die Exponate des Museums für diesen Abend zusammenrücken,
sind die erhältlichen Plätze begrenzt!

Karten gibt es ab heute an der Kasse des Diözesanmuseums, bei Ticket Direct in der Königsstraße (05251-280512, www.ticket-direct.de ) und im Paderborner Ticket Center am Marienplatz (05251-299750).

Über eine Veröffentlichung würden wir uns freuen.

Jochen Malmsheimer, Foto: Dominic Reichenbach
Jochen Malmsheimer, Foto: Dominic Reichenbach
Bild: von re. nach li. Dr. Heike Haase (Kulturbüro OWL); Diözesanmuseum: Dr. Christiane Ruhmann, Bernd Fieseler, Prof. Dr. Christoph Stiegemann; Foto: Ronald Pfaff/Erzbischöfliches Generalvikariat
Bild: von re. nach li. Dr. Heike Haase (Kulturbüro OWL); Diözesanmuseum: Dr. Christiane Ruhmann, Bernd Fieseler, Prof. Dr. Christoph Stiegemann; Foto: Ronald Pfaff/Erzbischöfliches Generalvikariat

Video Trailer : exklusives Statement von Jochen Malmsheimer

Diözesanmuseum Paderborn, Markt 17, 33098 Paderborn

Freitag, 3. Mai 2019 | 18 Uhr

Buchpräsentation, Kunst-Talk und Jazz

In ihrem traditionsreichen Atelier am Möhnesee arbeiten die Brüder Winkelmann als Bildhauer und Silberschmiede. Ihre Arbeiten sind u.a. in vielen Kirchen des Erzbistums Paderborn zusehen. Jetzt erscheint ein Katalog mit ihren Hauptwerken. Bei der Buch-Präsentation mit Kunst-Talk bringen die Künstler mit ihrer eignen „Hinterhaus Jazz-Band“ Dixieland vom Feinsten ins Diözesanmuseum.

Eintritt frei

 Mittwoch, 8. Mai 2019 | 18 – 20 Uhr

After work chill out – Zeichnen im Museum

Erwachsene und Jugendliche sind eingeladen, in entspannter Atmosphäre zu zeichnen und dabei den Arbeitsalltag hinter sich lassen. Schnell und zwanglos füllen sich beim genauen Betrachten der Kunstwerke die Skizzenbuchseiten. Hier geht es nicht um künstlerische Begabung oder Qualität, sondern um das Erlernen bzw. Wiedererlernen des genauen Hinschauens durch das Zeichnen.

Anmeldung nicht erforderlich. Bitte Skizzenbücher mitbringen!
Teilnehmer des Zeichenkurses vom 12./13.1. haben freien Eintritt. Alle anderen zahlen 2 € (ermäßigter Eintrittspreis)

Sonntag, 19. Mai 2019 | 11.00 Uhr

Internationaler Museumstag

Ausstellungsbesuch und Familienführung

Um 11 Uhr gibt es eine Führung, die sich an die ganze Familie richtet. Im Mittelpunkt steht einer der Helden Paderborns: der heilige Liborius. Wer war er? Warum wird er verehrt? Wir begeben uns gemeinsam auf eine spannende Spurensuche.

Am Internationalen Museumstag ist der Eintritt ins Diözesanmuseum frei!

Mittwoch, 22. Mai 2019 | 18:30 Uhr

Dialoge im Museum: Alles (nur) Schein? Erfahrungen in der Kunst

In der beliebten Reihe “Dialoge im Museum” lädt Lothar van Laak (Universität Paderborn) wieder Gäste ins Diözesanmuseum ein. Dieses Mal fragt er jeweils mittwochs (22.05., 12.06. und 10.07.) nach den Erfahrungen, die uns die Kunst vermittelt. Was ist das Schöne der Kunst? Ist sie ‚nur‘ Schein? Wo liegen die Grenzen der Betrachtung des Schönen in der Kunst?

Eintritt: 5 €

BU: Logo: Internationaler Museumstag; alle anderen Fotos: Diözesanmuseum Paderborn

Presseinformation des Diözesanmuseums, 15.03.2019

Paderborn. Seit der Ausstellung „Caritas – Nächstenliebe von den frühen Christen bis zur Gegenwart“ im Jahr 2015 besteht eine äußerst kreative Zusammenarbeit zwischen der Universität Paderborn und dem Diözesanmuseum.
Verdankt wird sie der Initiative von Lothar van Laak. Nach seiner Ernennung zum Professor für Neuere Deutsche Literatur am Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft der Uni Paderborn im Jahr 2014, kam er mit der Bitte um Kooperation auf das Museum zu. Hier ist man sehr gern auf seine Initiative eingegangen und so werden seitdem Formate wie die „Dialoge im Museum“ angeboten. Zu diesen sehr beliebten und gut besuchten Veranstaltungen lädt Lothar van Laak jeweils Gesprächspartner aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen ins Museum ein. Außerdem wurden Seminare zur Museologie und zum kreativen Schreiben erfolgreich und gemeinsam von beiden Partnern durchgeführt. Die Studierenden werden dabei ganz unmittelbar in die Projekte einbezogen, sei es, dass sie einen Blog betreiben, der ein Ausstellungsthema vertieft, Ergebnisse einer Bachelor-Arbeit eigenverantwortlich in eine Hörstation im Museum einbringen oder projektbezogenen Unterricht mit Schülern durchführen.

Präsidentin der Universität und Generalvikar freuen sich über die fruchtbare Kooperation
Es ist an der Zeit, diese Partnerschaft auch offiziell zu besiegeln: Jetzt unterzeichneten die Präsidentin der Universität Paderborn, Frau Professor Birgitt Riegraf und der Generalvikar im Erzbistum Paderborn, Apostolischer Protonotar Alfons Hardt den Vertrag. „Durch die enger werdende und großartige Kooperation zwischen der Universität und dem Museum eröffnet sich für die Studierenden ein weiterer Lernort, an dem sie Kultur und Geschichte anschaulich studieren und zusätzliche Kompetenzen in der Öffentlichkeitarbeit erwerben können,“ freut sich Frau Professor Riegraf. Generalvikar Alfons Hardt ergänzt: „Ich freue mich sehr über diese Kooperation, wird doch durch sie das Museum als Ort der Kulturvermittlung und des unmittelbaren Zugangs zu unserer Geschichte sowohl der nachfolgenden Wissenschaftsgeneration als auch einer breiteren Öffentlichkeit auf anschauliche Weise nahe gebracht.“

Rubens und der Barock im Norden
Das nächste große gemeinsame Projekt ist die Zusammenarbeit bei der Vorbereitung der Ausstellung „Peter Paul Rubens und der Barock im Norden“, die für 2020 geplant ist.

Über eine Veröffentlichung würden wir uns freuen.

Bildmaterial zum Download:

Alfons Hardt, Generalvikar im Erzbistum Paderborn, und Professorin Birgitt Riegraf, Präsidentin der Universität Paderborn, bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen dem Diözesanmuseum und der Universität; Foto: Noltenhans
vorne: Alfons Hardt,  Generalvikar im Erzbistum Paderborn, und Professorin Birgitt Riegraf, Präsidentin der Universität Paderborn, bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen dem Diözesanmuseum und der Universität;stehend: Prof. Dr. Lothar van Laak

Mittwoch, 3. April 2019 | 18:00 – 20:00 Uhr
After work chill out – Zeichnen im Museum
Erwachsene und Jugendliche sind eingeladen, in entspannter Atmosphäre zu zeichnen und dabei den Arbeitsalltag hinter sich lassen. Schnell und zwanglos füllen sich beim genauen Betrachten der Kunstwerke die Skizzenbuchseiten. Hier geht es nicht um künstlerische Begabung oder Qualität der Zeichnungen, sondern um das Erlernen bzw. Wiedererlernen des genauen Hinschauens durch das Zeichnen.
Anmeldung nicht erforderlich. Bitte Skizzenbücher mitbringen!
Teilnehmer des Zeichenkurses vom 12./13.1. haben freien Eintritt. Alle anderen zahlen 2 € (ermäßigter Eintrittspreis)

Samstag, 6. April 2019, ab 10:00 Uhr
Workshop: Fast alles Gold, was glänzt!
Unter Anleitung der Restauratorin Saskia Polzin-Reichelt werden einfache Oberflächen – zum Beispiel von Bilderrahmen – vergoldet. Zunächst wird mit Schlagmetall gearbeitet, da auch Anfänger damit gute Ergebnisse erzielen. Wer mag, kann es mit echtem Blattgold versuchen. (Aufpreis 2 € pro Blatt) Alle Materialien werden gestellt, zu vergoldende Lieblingsstücke dürfen mitgebracht werden! Bitte bedenken: Je unruhiger die Oberfläche, desto schwieriger die Arbeit mit dem glänzenden Material.

Es ist ein Kurs für Anfänger. Er richtet sich an Erwachsene und Jugendliche (ab 16 Jahren).
Kosten 45 € inkl. Material (ohne echtes Blattgold, s.o.)
Um rechtzeitige Anmeldung wird gebeten: 05251 125 1400 oder museum@erzbistum-paderborn.de

Sa. 13. April 2019 | 14:00 – 17:00 Uhr
„Ach du dickes Ei!“ – Bastelwerkstatt zum Osterfest
für 8 – 12 jährige
Nicht nur Ostereier! Im Museum erzählen jahrhundertealte Kunstwerke vom Ursprung dieses christlichen Festes. Schnell wird klar, welche Symbole die Christen damit verbinden. Bunt bemalte Eier gehören auch dazu. In der Bastelwerkstatt des Diözesanmuseums wird bei diesem Workshop marmoriert, dekoriert und am Ende hat jeder eine originelle Deko für das Osterfrühstück.
Kosten: 5 €; Anmeldung 05251 125-1400 oder museum@erzbistum-paderborn.de

Weitere Informationen

Über eine Veröffentlichung dieser Termine würden wir uns freuen.

Alles Fotos: © Diözesanmuseum Paderborn

 

Presseinformation des Diözesanmuseums, 05.03.2019

Dreiteiliges Kreativ-Angebot für Erwachsene und Jugendliche

Am 16. März, 13. April und 18. Mai lädt der Malort im Diözesanmuseum zum „Ausdrucksmalen“ ein. Bei diesem neuen, dreiteiligen Angebot für Erwachsene und Jugendliche kann man die Welt draußen vergessen und ohne Leistungsdruck und Bewertung kreativ sein.

Im Vordergrund stehen das Erlebnis und das Vertrauen in die eigenen Ideen. Es werden weder Themen noch Ziele vorgegeben. Zentral im Raum ist eine mehr als zwei Meter lange Farbpalette platziert. Wie die Tastatur eines Klaviers verspricht sie den Teilnehmenden unendliche Möglichkeiten des Spiels. Sie pendeln hin und her zwischen den kräftig leuchtenden Farbtöpfen und den großen weißen Papierbögen an den Wänden.

Diese Art des Malens lädt ein zum Innehalten, zum Wahrnehmen und zur Entspannung in angenehmer, geschützter Atmosphäre. Begleitet wird das Malangebot durch die Kunstpädagogin Claria Stiegemann: „Ausdrucksmalen trägt zur Entspannung und Ausgeglichenheit bei“, erklärt sie. „Vorkenntnisse sind ebenso wenig erforderlich wie künstlerisches Talent.“

Achtung, die Teilnehmerzahl ist begrenzt und die 3 Termine können nur zusammen gebucht werden: jeweils samstags von 10.30 Uhr – 12 Uhr am 16. März, 13. April und 18. Mai 2019.

Die Kosten pro Person betragen für alle Termine zusammen 45,00 €, darin sind die Materialkosten enthalten.

Es gibt nur wenige Plätze, Anmeldung unbedingt erforderlich!
05251 125-1400 oder museum@erzbistum-paderborn.de

Fotos zum Download

Ausdrucksmalen
Fotos: Diözesanmuseum Paderborn

Presseinformation des Diözesanmuseums, 16.01.2019

Schüler/innen präsentieren ihre Werke am 31. Januar
in der Aula der Paderborner Michaelschulen

PADERBORN. „Farbige Lichtspiele. Von Domfenstern inspiriert“, so lautete der Leitgedanke eines ganz besonderen Workshops, an dem sich Ende letzten Jahres acht Schüler/innen der Jahrgangsstufe 9 aus weiterführenden Schulen des gesamten Regierungsbezirks Detmold beteiligten. An drei Wochenenden beschäftigten sie sich intensiv mit dem Phänomen der Lichtmalerei. Entstandenen sind ungewöhnliche Filmsequenzen und Fotoarbeiten.

Am 31. Januar um 18.30 Uhr präsentieren die kreativen Jugendlichen die Ergebnisse ihrer intensiven Auseinandersetzung mit Licht und Architektur in der Aula der Paderborner Michaelsschulen – amüsante making of-Fotos inklusive.

Die Dramaturgie des Lichts erleben

Am Anfang des Workshops standen ein Besuch der Gotik-Ausstellung im Diözesanmuseum und die Erkundung des Paderborner Doms. Schnell wurde deutlich, dass die Faszination gotischer Kirchen bis heute maßgeblich durch die großen, mit farbigem Glas ausgestatteten Maßwerkfenster entsteht. Die genialen Baumeister jener Zeit schufen eine ausgefeilte Dramaturgie des Lichts. Sie taucht den Innenraum in Farbe, lässt Säulen, Fußböden und Wände erstrahlen.

Professionelle Unterstützung

Digital ausgerüstet und professionell unterstützt durch die beiden erfahrenen Fotografen Ansgar Hoffmann und Klaus-Peter Semler, hat die Schülergruppe projizierte, flüchtige Lichtmalereien im Paderborner Dom mit Fotoapparat und Videokamera eingefangen. Im Kreuzgang und in den Seitenkapellen der Kathedrale schuf die Kunststudentin Jennifer Rojahn zusätzlich innovative Lichtinstallationen. Per Overheadprojektor und farbigen Folien inszenierte sie ungewöhnliche Licht-Momente auf Wänden, Fußböden und steinernen Kunstwerken. Und auch diese flüchtigen Inszenierungen fotografierten und filmten die jungen Teilnehmer aus unterschiedlichen Perspektiven.

Die Workshop-Teilnehmer/innen gingen – inspiriert durch diese Lichtspiele – auch der Frage nach, wie sich durch eigene Lichtmalereien ein neuer Blick auf gewohnte oder verborgene Winkel im Dom eröffnen ließe. Sie diskutierten, wie man selbst Räume mit Licht gestalten und farbige Lichtportraits der eigenen Person entwickeln könne. Hier stand den Jugendlichen Wilhelm Peters zur Seite. Der erfahrene Inhaber der international aktiven Paderborner Glasmalerei Peters ermutigte sie zu innovativen Experimenten.

Förderung durch Netzwerk und Stiftung

Das Konzept des mehrteiligen Workshops haben Dr. Andreas Kolle, der Beauftragte für Begabungsförderung am Gymnasium St. Michael, und die Museumspädagogin des Diözesanmuseums Dr. Heike Bee-Schroedter gemeinsam entwickelt. Das Kreativ-Angebot wurde im Netzwerk Begabungsförderung für leistungsstarke Mittelstufenschüler/innen im gesamten RP Detmold angeboten und durch die Osthushenrich-Stiftung, Gütersloh, finanziell großzügig unterstützt.

TERMIN:
31. Januar 2019, 18.30 Uhr
Aula der Michaelsschulen, Michaelstraße 17, 33098 Paderborn

„Farbige Lichtspiele. Von Domfenstern inspiriert“
Präsentation von Foto- und Videoarbeiten der Workshop-Teilnehmer/innen

Alle Fotos: © Heike Bee-Schroedter/Diözesanmuseum Paderborn

Workshops „Farbige Lichtspiele. Von Domfenstern inspiriert; Foto: © Heike Bee-Schroedter / Diözesanmuseum Paderborn
Workshops „Farbige Lichtspiele. Von Domfenstern inspiriert; Foto: © Heike Bee-Schroedter / Diözesanmuseum Paderborn
Workshops „Farbige Lichtspiele. Von Domfenstern inspiriert; Foto: © Heike Bee-Schroedter / Diözesanmuseum Paderborn
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