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Presseinformation des Diözesanmuseums, 11.01.2019

Diözesanmuseum Paderborn:
Große GOTIK-Ausstellung endet am Sonntag

PADERBORN. 2018 feierte man in Paderborn das Domjubiläum und blickte zugleich auf die faszinierende Zeit der GOTIK. Das Diözesanmuseum inszenierte mit der großen Ausstellung „GOTIK – Der Paderborner Dom und die Baukultur des 13. Jahrhunderts in Europa“ eine Zeitreise in die spannendste und innovativste Epoche des Mittelalters. Am Sonntag, dem 13. Januar, geht die Schau nach 99 Tagen zu Ende. Mehr als 30.000 Besucher/innen werden dann die 170 Exponate aus Museen und Sammlungen in ganz Europa bestaunt haben, die in sechs Ausstellungseinheiten das faszinierende Panorama einer Zeit des Wandels zeigen. „Unsere Gotik-Ausstellung hat einen Nerv getroffen und Themen angesprochen, die weit über die Region hinaus und auch international aktuell und wirksam sind“, freut sich Prof. Dr. Christoph Stiegemann, der Direktor des Diözesanmuseums Paderborn.

Internationale Anerkennung

So schrieb das flämische Magazin TERTIO: „Die Tatsache, dass Reisen und Migration ein wichtiger Motor für die Entwicklung sind, klingt wie ein Basso continuo durch unsere gesamte Geschichte und auch durch diese hervorragende Ausstellung zur Gotik.“ Die Süddeutsche Zeitung lobte: „Eine faszi­nierende Ausstellung im Diözesanmuseum von Paderborn feiert die Gotik“, „Gotik wie Chanel“ titelte die FAZ und in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe hieß es: „Das Diözesanmuseum widmet der Epoche eine überwältigende Ausstellung“.

Ideen der Gotik sind bis heute prägend

Die Ideen der Gotik prägen unsere Städte bis heute, die Ausstellung spürte ihren Entstehungs­zusammenhängen, Voraussetzungen und Strukturen nach. Die Bauleute des Mittelalters wollten den Himmel auf Erden abbilden und schufen so eine nie zuvor gesehene Architektur des Lichts. Figuren­schmuck erlangt monumentales Format, Skulpturen werden zum Gegenüber des Betrachters, spiegeln Gefühle wie Trauer oder Freude und zeigen ein neues Bild des Menschen, das sich in der Epoche der Gotik durchsetzt. Neben der Ausstellung widmet sich ein reich bebilderter Katalog dem universellen Wissen jener Zeit, ihrer Symbolik, ihren Proportionen, ihrem Menschenbild bis hin zu ihrer Musik. Wie die Ausstellung nimmt er Ideen und Dynamiken in den Blick, die den internationalen Erfolg der Gotik begründeten: vom Bauprozess über bahnbrechende technische Neuerungen bis zu Fragen des Kulturtransfers.

Umfangreiches Begleitprogramm stieß auf viel Interesse

Begleitend zur Gotik-Ausstellung griffen zahlreiche Veranstaltungen und Workshops für Erwachsene, Jugendliche und Kinder einzelne Themen auf und wurden sehr gut angenommen. In Kooperation mit der Universität Paderborn fand eine „Dialog-Reihe“ statt, die sich dem Thema „Paradies“ widmete. Einige Formate, wie die Workshops „Zeichnen im Museum“, und auch das „After work chill out“ mit dem Skizzenblock, sind unterdessen fester Bestandteil des Museumsprogramms und werden auch künftig fortgeführt. Ergänzt wurden die Begleitveranstaltungen durch ein umfangreiches Angebot von frei buchbaren Programmen für Schulklassen und Gruppen.

Ab 1. März sind gotische Schätze aus Mainz gemeinsam mit Spitzenwerken aus Westfalen zu sehen

Zu den herausragenden Exponaten der Gotik-Ausstellung gehörten Skulpturen aus dem Dom- und Diözesanmuseum Mainz wie der „Kopf mit Binde“ und eine Teufelsfratze, die aus der Werkstatt des legendären „Naumburger Meisters“ stammen. Da das Mainzer Museum zurzeit renoviert wird, kön­nen diese großartigen Leihgaben ebenso wie die beeindruckende „Fuststraßen-Madonna“ und ein lebensgroßer Engel noch eine Weile in Paderborn bleiben. In neuer Konzeption werden sie ab dem 1. März zusammen mit Highlights aus der umfangreichen eigenen Sammlung des Diözesanmuseums Paderborn gezeigt.

Vom 14. Januar bis zum 28. Februar bleibt das Diözesanmuseum wegen des Umbaus geschlossen.

 

Katalog zur Gotik-Ausstellung

Der Katalog zur Gotik-Ausstellung ist auch weiterhin im Museum erhältlich. In 21 anschaulich verfass­ten, reich bebilderten Essays von ausgewiesenen Experten der Architektur- und Kunstgeschichte entwirft er ein breites Panorama gotischer Kunst und Architektur. Neben den grandiosen Hoch­leistungen der gotischen Zentren geht es darum zu zeigen, wie sich eigene regionale Traditionen etwa beim Paderborner Dombau des 13. Jahrhunderts mit westlichen Einflüssen zu selbstbewussten neuen Formen verbinden konnten.

“Gotik. Der Paderborner Dom und die Baukultur des 13. Jahrhunderts in Europa, Christoph Stiegemann (Hg.), 21,5 × 28 cm, 800 Seiten, ca. 740 Abbildungen, Hardcover, Michael Imhof Verlag, ISBN 978-3-7319-0734-3, Museumpreis: 39,95 €; Buchhandelspreis: 49,95 €

Über eine Veröffentlichung würden wir uns freuen.

 Abbildung zum Download: Blick in die Gotik-Ausstellung, Diözesanmuseum Paderborn, © Noltenhans

Weitere Innenansichten hier

Blick in die Gotik-Ausstellung, Foto: Noltenhans

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