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Ausstellung MORE than ROME im Dioezesanmuseum Paderborn 2017/18; Foto: Noltenhans

Für seine faszinierenden Foto- und Videoarbeiten hat Christoph Brech jetzt den Berliner Kunstpreis in der Sparte Film- und Medienkunst bekommen. Bei der festlichen Verleihung in der Akademie der Künste in Berlin wurde sein Werk „Opus 110a“ gezeigt, das noch bis zum 1. Juli auch bei uns in der Ausstellung MORE THAN ROME. Christoph Brech im Dialog mit der Sammlung des Diözesanmuseums zu sehen ist.

Die bedeutende Auszeichnung übergaben Jeanine Meerapfel als Präsidentin der Akademie der Künste und Kultursenator Klaus Lederer. Die Laudatio hielt die renommierte Fotografin Barbara Klemm, die erst kürzlich Christoph Brechs Werke bei uns im Museum fotografiert hat.

In seinem gut 24-minütigen Video „Opus 110a“ zeigt der Münchner Künstler den Rücken eines Dirigenten, in einer einzigen, unveränderten Einstellung. Der Betrachtende sieht ausschließlich die Falten des Fracks, in denen sich die Musik der gleichnamigen Kammersinfonie von Dimitri Schostakowitsch zu manifestieren scheint. Das Kleidungsstück transportiert die Musik, macht den Klang „sichtbar“. Wenn es Falten schlägt, scheint es zu atmen.  Schostakowitsch widmete „Opus 110a“ den Opfern von Krieg und Faschismus. Er verstand sein gesamtes Schaffen als Trauerarbeit für die Opfer von Krieg und Zerstörung. „Opus 110a“ ist ein Schlüsselwerk der künstlerischen Arbeit des russischen Antifaschisten.

Bayrische Staatsoper, München, Foto ©Wilfried Hösl

Von Berlin nach München

Direkt nach der Ehrung in Berlin ging es für Christoph Brech zurück in die Heimat – zum nächsten wichtigen Ereignis: Im neuen „Freunde-Foyer“ der Bayrischen Staatsoper sind ab jetzt und dauerhaft 30 seiner Fotoarbeiten und ein großes Video-Porträt des Generalmusikdirektors Kirill Petrenko zu sehen.  Brech hatte das Bayerische Staatsorchester 2016 bei der ersten Europa-Tournee mit Generalmusikdirektor Petrenko begleitet. Die Reise führte das Orchester nach Mailand, Luzern, Dortmund, Bonn, Paris, Luxemburg, Berlin, Wien und Frankfurt.

 

 

Christoph Brech zu Besuch im Diözesanmuseum Paderborn

Christoph Brech zu Besuch im Diözesanmuseum Paderborn, Foto: Noltenhans

Christoph Brech wurde 1964 in Schweinfurt geboren. Er studierte von 1989 bis 1995 Freie Malerei und Graphik an der Akademie der Bildenden Künste in München. Seinen ersten Video-Film realisiert er 1998. Seither ist dieses Medium – neben Installation und Fotografie – Hauptausdrucksmittel des Künstlers. Neben den Themen Zeit, Vergänglichkeit und Erinnerung gehört die Musik zu Brechs wichtigsten Themen. 2018 erhielt er den Kunstpreis Berlin für Film- und Medienkunst und wird ab dem Frühjahr Ehrengast im Deutschen Studienzentrum in Venedig sein. Seine Werke befinden sich in renommierten Sammlungen wie dem Museum für Moderne Kunst in Frankfurt, den Vatikanischen Museen in Rom oder den Staatlichen Kunstsammlungen zu Dresden. Sie wurden u.a.  im Museum of Fine Arts Boston gezeigt, beim Internationalen Filmfest in Montreal, im Museum of Contemporary Art in Taipei/Taiwan und im Museum of Contemporary Art Oslo …

Beitragsbild: Preisverleihung in der Akademie der Künste, Foto: Stephanie Eck

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