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Vor der Ruine der Stiftskirche in Lippstadt: Bauhistoriker Dr. Roland Pieper, Registrarin Dr. Lisa Schäper, die Kuratorinnen Dr. Petra Koch-Lütke Westhues und Dr. Christiane Ruhmann, Restaurator Matthias Rüenauver

Ausstellungsteam des Diözesanmuseums Paderborn bereitet nächste große Ausstellung vor

Wind und Wetter trotzend besuchten am Donnerstag Kuratorinnen, Restauratoren und Gotik-Experten aus Paderborn und Münster die Stiftsruine in Lippstadt und sichteten beeindruckende steinerne Schätze aus deren Fundus. „Das war für die Vorbereitung unserer kommenden großen Gotik-Ausstellung ein wichtiger Termin“, erklärte Dr. Petra Koch-Lütke Westhues. „Lippstadt wirkte in dieser Epoche prägend auf weite Teile Europas“, ergänzte der Bauhistoriker Dr. Roland Pieper, der extra aus Münster zum Ortstermin nach Lippstadt gekommen war.

Von Reims über Paderborn bis nach Riga

Es waren die Edelherrn zur Lippe, die entscheidenden Einfluss auf die Verbreitung der bahnbrechenden neuen Bau- und Gestaltungstechniken der Gotik in Westfalen und darüber hinaus hatten – von Lippstadt über Paderborn bis nach Riga. Die Lipper stellten mehrere Paderborner Bischöfe, gründeten Städte und bekleideten wichtige öffentliche Ämter – ihr Einfluss erstreckte sich bis nach Bremen und Utrecht. Und sie hatten einen enormen Baubedarf. Dass die Herrn zur Lippe großartige Handwerker heranholten, die bereits von den Maßstäbe setzenden französischen Baumeistern gelernt hatten, ist bis heute zu erkennen: Am Paderborner Dom, an der Lippstädter Stiftruine und den beeindruckenden steinernen Fragmenten die nach dem Einsturz dort gesichert werden konnten. Zu ihnen gehört auch eine „Lippische Rose“, die einst als schwergewichtiger Schlussstein ein Kirchengewölbe stabilisierte. In unserer Sonderausstellung GOTIK – Der Paderborner Dom und die Baukultur des 13. Jahrhunderts in Europa“ (21. Sept. 2018 bis 13. Jan. 2019) wird sie in einer eindrücklichen Inszenierung zu sehen sein. Die außergewöhnlich schöne Steinmetzarbeit gehört zu jenen Zeugnissen dieser großen Epoche, die noch nie in einer Ausstellung gezeigt wurden.

 

Kontakt

Erzbischöfliches Diözesanmuseum und Domschatzkammer
Markt 17 · 33098 Paderborn
Tel. 05251 125-1400
museum@erzbistum-paderborn.de
dioezesanmuseum-paderborn.de

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Di – So 10.00 bis 18.00 Uhr
montags geschlossen
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