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Diözesanmuseum Paderborn feiert 2020 den Star des flämischen Barock mit großer Ausstellung „Peter Paul Rubens und der Barock im Norden“

Peter Paul Rubens: Beweinung Christi (Ausschnitt), um1612, Credit: Vaduz/Wien, Liechtenstein, The Princely Collections

Er revolutionierte mit seinen neuartigen Bildideen nicht nur die Malerei, sondern auch die Bildhauerkunst des 17./18. Jahrhunderts in ganz Nord- und Mitteleuropa nachhaltig: Peter Paul Rubens, der in Antwerpen einer weit über die Grenzen der Metropole hin ausstrahlenden Werkstatt vorstand. Ab dem 29. Mai widmet das Diözesanmuseum Paderborn dem Star des flämischen Barock eine große Sonderausstellung. Ausgehend von der umfangreichen Neuausstattung des Paderborner Doms, die sich flämischen Künstlern aus dem direkten Umfeld Rubens‘ verdankt, nimmt die Schau jene bedeutenden Innovationen in Architektur und Kirchenausstattung der Zeit in den Blick, die sich mit dem Wirken des Meisters verbinden.

Hochkarätige Exponate aus internationalen Museen und Sammlungen dokumentieren die Verbreitungs- und Erfolgsgeschichte der Kunst der südlichen Niederlande und zeigen, dass die Migration von Künstlern ein bedeutender Motor für die Ausbreitung des Barock war. Zu sehen sein werden Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Grafiken von der Hand Rubens‘ und seiner Künstlerkollegen unter anderem aus Antwerpen, Amsterdam, London, Marseille, Wien, Salzburg und Frankfurt. Vor allem in den virtuosen, so noch nie gezeigten Skizzen und Bozzetti vermittelt die Ausstellung einen unmittelbaren Zugang zur schöpferischen Kraft – der prima idea – der genialen Barockkünstler, der die Besucher so ganz nahe kommen können. Auch im Bereich der Skulptur gilt Rubens als bedeutender Impulsgeber, wie seine teilweise engen Kooperationen mit zahlreichen Bildhauern der Zeit belegen, die in der Schau dokumentiert werden.
Eindrucksvolle 3D-Rekonstruktionen, Animationen und Multimedia-Stationen geben vertiefende Einblicke in diese faszinierende Zeit und lassen die visuelle Kraft auch verlorener Bilder und barocker Ausstattungen wieder aufleben. Hierzu zählt auch das bedeutende barocke Hochaltarbild des Paderborner Doms, das im Krieg völlig zerstört wurde und nach aufwendiger Restaurierung und Zusammensetzung der Fragmente pünktlich zur Ausstellung wieder in neuem Glanz erstrahlen wird.
Eine eigene Ausstellungsabteilung widmet sich der Aktualität des Barock. Sie zeigt Tendenzen der Gegenwartskunst, die auf unterschiedliche Weise Konzepte und Wahrnehmungsweisen der barocken Kunst aufgreifen. Ausgewählte Arbeiten von Gerhard Richter und Tony Cragg werden hier ebenso zu sehen sein wie virtuose Videoarbeiten des belgischen Künstlers Hans Op de Beeck.
Mit „RUBENS“ zeigt das Diözesanmuseum Paderborn – nach den „WUNDERN ROMs“ und „GOTIK“ – erneut eine Sonderausstellung mit herausragenden Werken und überregionaler Strahlkraft.
Zur Ausstellung werden ein umfangreiches Führungs- und Begleitprogramm sowie ein Audioguide für Erwachsene und Kinder angeboten. Ein reich bebilderter Katalog erscheint im Michael Imhof-Verlag Petersberg.

Kontakt

Erzbischöfliches Diözesanmuseum und Domschatzkammer
Markt 17 · 33098 Paderborn
Tel. 05251 125-1400
museum@erzbistum-paderborn.de
dioezesanmuseum-paderborn.de

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Di – So 10.00 bis 18.00 Uhr
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