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  • Westfalen oder Wesergebiet (Helmarshausen?), 1120–1130
  • Eichenholzkern, farbig gefasst; Kupferblech in Ausschnittarbeit, graviert, punziert und vergoldet; Bronze gegossen um einen Eisenkern, vergoldet (Füße) − Altarstein erneuert; Rahmung des Altarsteins und Lüstermalerei der Bodenplatte 15. Jahrhundert; Darstellung des heiligen Felix sowie ein Teil des Rankenornaments der Oberseite 19. Jahrhundert
  • Kloster Abdinghof, nach der Säkularisation Franziskanerkloster Paderborn, Inv.-Nr. PR 50

Der Tragaltar stammt aus dem westlich des Domes gelegenen Benediktinerkloster Abdinghof. Er gelangte nach der Säkularisation zu den Franziskanern und befindet sich heute als Leihgabe im Diözesanmuseum. Der Tragaltar enthielt Reliquien der hll. Felix und Blasius, neben Petrus und Paulus Patrone des Abdinghofklosters und zusammen mit ihnen in Arkaden auf der Deckplatte dargestellt. In figurenreichen Szenen werden ihre Martyrien an den Längsseiten erzählt. Der hl. Felix von Aquileja wird enthauptet, der hl. Blasius von Sebaste mit Eisenkämmen zerfleischt. Anders als beim silbervergoldeten Dom-Tragaltar findet sich hier vergoldetes Kupfer in der Technik des ‘opus interasile’, einer Ausschnittechnik, die bereits im 9. Jahrhundert im Kloster Reichenau geübt wurde. Alle Wände des Kastens sind mit dieser Ausschnittechnik verziert.

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