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Im Jubiläumsjahr 2021 möchte das Erzbistum Paderborn mit einer kirchengeschichtlichen Wanderausstellung an das Wirken des Prämonstratenserordens erinnern. Zurück zu den Wurzeln, die Besinnung auf ein einfaches Leben, das aber zugleich ganz im Dienst an der Gemeinschaft stehen sollte – gerade heute inspirieren diese Werte, denen sich vor 900 Jahren die Gemeinschaft der Prämonstratenser verschrieb.

Noch heute kann man in der Erzdiözese Paderborn zehn ehemalige Stifte und Kirchen von Prämonstratenser/innen entdecken, die zwar keine Ordensangehörigen mehr beherbergen, jedoch von ihrer Geschichte, Spiritualität und ihrem Wirken erzählen. Die Ausstellung möchte dieser Geschichte und der Bedeutung der „Norbertiner“ von den Anfängen bis in die Gegenwart nachspüren.

An den Stätten des einstigen Wirkens der Prämonstratenser wird die Ausstellung neben multimedialer Wissensvermittlung ausgesuchte Zeugnisse präsentieren, Exponate aus Museen, Archiven und Privatsammlungen, die in diesem Kontext erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden können.

Im Diözesanmuseum werden bedeutende Kunstschätze, kostbare Werke der Goldschmiedekunst und mittelalterliche Bibelhandschriften zu sehen sein.

1120 begann Norbert von Xanten im abgeschiedenen Tal von Prémontré (lateinisch: Praemonstratum) im Nordosten Frankreichs
mit der Errichtung eines Klosters. Schon im folgenden Jahr konnte er dort mit einer Schar von Gefährten eine kleine Gemeinschaft begründen, die von dem Ort den Namen Prämonstratenser erhalten sollte. Der Regel des Hl. Augustinus folgend, lebten sie als Chorherren weltzugewandt und nahmen daher Aufgaben „in der Welt“ wahr, insbesondere in der Seelsorge auf dem Land.

Aus der Gemeinschaft weniger, die ein Leben nach dem Ideal der christlichen Urgemeinde in Eintracht und Besitzlosigkeit anstrebten, erwuchs über die Jahrhunderte der größte Orden von Chorherren in der -katholischen Kirche. Bereits 1122 entstand eine erste Niederlassung
im deutschen Raum: im münsterländischen Cappenberg.

Ein Jahrhundert später gab es überall in Europa, von Irland bis Ungarn, von Spanien bis Schweden 600 Stifte der Prämonstratenser. Auch die darüber hinausreichende Bedeutung der Prämonstratenser, beispielsweise die Rolle in Wissenschaft und Bildung oder die Prägung von Kulturlandschaften sowie ihre Innovationen der Ökonomie werden beleuchtet, genauso wie der Bau von Kirchen und die geistigen Grundlagen des Reformordens.

Exponate mit Bezug zu den einzelnen ehemaligen Konventen sollen diese Schwerpunkte mit der Geschichte der jeweiligen Niederlassungen für die Besucher veranschaulichen.

7 Ausstellungsstätten an 5 Orten

Arnsberg-Oelinghausen, Klostergartenmuseum12.09.2021 – 10.10.2021
Arnsberg-Rumbeck, Gemeindesaal St. Nikolaus12.09.2021 – 10.10.2021
Arnsberg, Wedinghausen, ehem. Kapitelsaal12.09.2021 – 10.10.2021
Werl, Walburgahaus23.10.2021 – 10.11.2021
Paderborn, Diözesanmuseum10.12.2021 – 13.03.2022
Dortmund, Propsteikirche10.04.2022 – 08.05.2022
Clarholz, Klostermuseum06.06.2022 – 09.10.2022

Ehem. prämonstratensische Klöster in Westfalen

Partner und Förderer

Förderverein
Dorf und Kloster
Rumbeck e.V.

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