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Anzünden, abwarten und das Geheimnis lüften.

Eine wunderbare und unkomplizierte Bastelidee sind Teelichter mit eingelegten Bildern und Sprüchen. Die Teelichter werden angezündet, das Wachs wird durchsichtig und mit der Zeit erscheint das Motiv.

Wir haben einige Vorlagen mit Kunstwerken unserer Sammlung sowie Sprüchen vorbereitet. Sie zeigen weihnachtliche Motive und solche fürs ganze Jahr sowie leere Kreise, die selbst kreativ gestaltet bzw. beschriftet werden können. Laden Sie die PDF-Datei herunter.

Sie benötigen:
  • Teelichter mit herausnehmbarem Docht
  • Ausdruck der hier bereitgestellten PDF-Datei (Normalpapier)
  • Schere
  • einen spitzen Gegenstand
Und so geht’s:
  • Nehmen Sie das Teelicht aus seiner Hülle und ziehen Sie den Docht an seinem Metallplättchen heraus.
  • Schneiden Sie einen beliebigen Kreis des Ausdrucks aus.
  • Stechen Sie mit einem spitzen Gegenstand ein Loch in die Mitte des Kreises (siehe Markierung).
  • Fädeln Sie den Docht durch das Loch des Kreises. Das Motiv weist nach oben. Der Papierkreis liegt nun auf dem Metallplättchen des Dochts auf.
  • Schieben Sie den Docht wieder durch das Wachs des Teelichts und setzen sie anschließend alles wieder in die Hülle.

Die geheimnisvollen Teelichter eignen sich wunderbar als kleine Geschenke zu Weihnachten oder anderen Anlässen.

Viel Spaß  beim Basteln!

Der neue Direktor des Diözesanmuseums Paderborn, Dr. Holger Kempkens, stellt zwei Highlights der Museumssammlung vor. Was die Büsten von Kaiser Heinrich II. und seiner Ehefrau Kunigunde mit Holger Kempkens ehemaliger Tätigkeitsstätte Bamberg zu tun haben, und worin die Bedeutung der beiden Objekte liegt, erfahren Sie in diesem Kurzfilm.

Ursula PützUrsula Pütz im Museumsdepot
Ursula Pütz im Museumsdepot
Ursula Pütz im Museumsdepot

Interview mit Sammlungskuratorin Ursula Pütz zum Ende ihrer Tätigkeit am Diözesanmuseum

Ursula Pütz war 27 Jahre lang die Hüterin unserer Sammlung. Niemand kennt die rund 8000 Werke aus elf Jahrhunderten besser als sie. Nun geht „Pütz“, wie sie liebevoll von den Kolleginnen und Kollegen genannt wird, in den wohlverdienten Ruhestand. Zum Abschluss haben wir ihr einige Fragen gestellt.

Nach 27 Jahren ist deine Zeit am Diözesanmuseum leider zu Ende. Wie fühlst du dich?

„Leider“ ist gut ausgedrückt. Ich hatte eine gute Zeit hier im Museum, und die Arbeit war immer sehr vielseitig und anspruchsvoll. Aber, alles hat seine Zeit! Der Abschied ist auch mit einem guten Gefühl verbunden! Denn nun eröffnen sich andere Perspektiven und Neues ist zu entdecken.

Deine Aufgabe war unter anderem die Betreuung der Sammlung. Was genau bedeutet das? Welche Arbeiten umfasst dieser Bereich?

Die Betreuung der Sammlung ist und bleibt immer eine große Herausforderung. Die Dinge sind uns anvertraut. Wir haben als Museumsleute die Aufgabe, sie zu sammeln, zu bewahren und zu pflegen und nicht zuletzt sie im Bewusstsein der Museumsbesucher zu verankern. Hinter jedem Objekt, das wir sehen und in den Händen halten können steht so vieles mehr. Die jedem Ding eigene Geschichte erzählen zu können, ist ebenso notwendig wie wunderbar.

Die Kunstwerke sind Ausdruck individueller Aussagen über das Kreative in uns Menschen. Wir scheinen hinter ihnen auf, ob als Kunsthandwerker oder Künstler, ob als Stifter oder Sammler. Das hat alles viel miteinander zu tun. Das hat mich als Kuratorin immer interessiert und begeistert. Das gilt gleichermaßen für die Inventarisation, die wissenschaftliche Recherche, die Ausstellungsplanung, den Ausstellungsaufbau wie auch, und das nicht zuletzt, für die besucherorientierte museumspädagogische Arbeit.

Und es bleibt ein weiterer Punkt gern getaner Arbeit. Es war die Betreuung zahlreicher Schüler und Studenten aus der Region, aber auch aus Russland, Kasachstan, Usbekistan und sogar aus China. Sie wollten im Praktikum das Alltagsgeschäft der Museumsarbeit kennenlernen. Es war allen zu Beginn kaum vorstellbar, dass sich hinter den Kulissen der „stillen“ Schausammlung unterschiedlichste Tätigkeiten verbergen. Das hat alle gleichermaßen erstaunt und ihren Blick auf den Kulturstandort Museum und seine Aufgaben erheblich erweitert. Einige von ihnen haben dann tatsächlich ihre Berufung im Studium der Museologie, Kunstgeschichte oder Restaurierung gefunden. Das freut mich sehr und setzt Vertrauen in die kommende Generation.

 Ursula Pütz mit ihrem Lieblingswerk, der „Unterweisung Mariens“

Ursula Pütz mit ihrem Lieblingswerk, der
„Unterweisung Mariens“
Die Museumssammlung ist sehr umfangreich. Neben absoluten Highlights mittelalterlicher Skulptur und Schatzkunst, umfasst die Sammlung auch Gemälde, Textilien, Graphik, Münzen und vieles mehr. Hast du ein Lieblingswerk?

Ja, im Laufe der Zeit sind mir bestimmte Kunstwerke sehr vertraut geworden. Ich könnte sagen: Sie sind mir „ans Herz gewachsen“. Zum Beispiel die Figurengruppe der „Unterweisung Mariens“ aus dem ehemaligen Paderborner Zisterzienserinnenkloster, der späteren Gaukirch-Pfarrei. Eine für mich unbeschreiblich anrührende Skulptur aus dem frühen 15. Jahrhundert. Ihr anmutiges Erscheinungsbild hat mich seit den ersten Tagen im Museum besonders berührt. Es zeigt die Heilige Anna, die ihre Tochter Maria im Bibelstudium unterweist. Gemeinsam halten sie zwischen sich das „Buch des Heils“. Beide in völliger Konzentration einander zugewandt und durch das Buch zwischen ihnen formal innig verbunden. Besser lassen sich Empfindung und Emotion kaum ausdrücken.

Im Museum ist immer viel los. Ein Projekt jagt das nächste. Gibt es eine Ausstellung oder ein Projekt an das du besonders gerne zurückdenkst?

Ja, jede Ausstellungsvorbereitung beginnt mit den nämlichen Herausforderungen. Alles ist erstmal Planung der Inhalte. Und schnell wächst die Vorstellung von dem wie es aufgebaut und präsentiert werden kann. Es folgt die Logistik als schnöder Verwaltungsakt: Anfragen bei Leihgebern, Leihverträge, Versicherungen. Wenn dann die Leihgaben kommen, ausgepackt und angeschaut werden, schlägt plötzlich das Herz heftiger. Und doch hat jede Ausstellungsvorbereitung ihr Eigenleben, ihren nur ihr eigenen Rhythmus.

Besonders gerne erinnere ich mich an die Ausstellung „Göttliche Ordnung und vermessene Welt“. Sie widmete sich dem Leben und Werk des Warburger Goldschmieds und Kupferstechers Antonius Eisenhoit. Er war in der Zeit um 1600 für den Papst in Rom und für zahlreiche adelige Auftraggeber aus der Region tätig. Da gaben sich Himmelsgloben, astronomische Geräte, Portraitstiche, Vorzeichnungen für Tafelgemälde und viele andere Arbeiten des Künstlers ein Stelldichein in unserem Museum. Programme für museumspädagogische Veranstaltungen zu entwickeln war hier wie auch bei zahlreichen anderen Ausstellungen eine besondere Herausforderung, die ich nur allzu gerne zusammen mit dem Team der museumspädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Weg gebracht habe.

Ursula Pütz im Museumsdepot
Ursula Pütz im Museumsdepot
27 Jahre sind eine lange Zeit. Die Museumswelt hat sich sehr verändert. Wie hat sich dies im Diözesanmuseum bemerkbar gemacht? Worin siehst du die Zukunft des Hauses? Und gibt es etwas, dass du den „jungen“ Kolleginnen und Kollegen mit auf den Weg geben möchtest?

Meine Anfänge im Museum waren noch weitgehend analog. Ich erinnere mich an die einzige elektrische Schreibmaschine, auf der ich die Leihverträge getippt habe. Ich erinnere mich an so manche Tour mit dem Auto in alle Himmelrichtungen unseres Erzbistums und weit darüber hinaus, um Leihgaben abzuholen, stets verbunden mit dem bangen Gefühl, ob alles gutgehen würde, und wir sicher den Zielhafen des Museums erreichen würden. Ich erinnere mich an den ersten und einzigen Internetzugang zur Vorbereitung der ersten großen Ausstellung „799. Kunst und Kultur der Karolingerzeit“ im Diözesanmuseum 1999. Das alles ist heute kaum noch vorstellbar. Allerdings war der Stress nicht wesentlich geringer als heutzutage, wo die Mitarbeiter zahlreicher sind, die digitale Kommunikation vieles einfacher und schneller macht, und die Transporte vom Kunstspediteur durchgeführt werden.

Ganz wichtig für die Zukunft unseres Museums bleibt die Vermittlung der christlichen Kunst und ihrer Inhalte. Dabei kommt der Präsentation der umfangreichen eigenen Sammlung ebenso viel Bedeutung zu, wie den Sonderausstellungen mit großen übergreifenden Themen. Mit den heutigen Möglichkeiten der digitalen Vermittlung lässt sich vieles wesentlich anschaulicher darstellen und vertiefen als es die kurzen Beschriftungen an den Objekten mit sich bringen konnten. Das ist in meinen Augen ein großer Gewinn. Meine Erfahrung in Führungen „von Angesicht zu Angesicht“ zeigt aber auch, dass das Gespräch mit den Besuchern ein immer noch sehr fruchtbares Ergebnis für beide Seiten mit sich bringt.

Was möchte ich den nachfolgenden Generationen mit auf den Weg geben? Es ist ein Bewusstsein dafür zu entwickeln und zu spüren, dass die Vergangenheit in unserer Zeit einen Wert besitzt, den wir schätzen und weitertragen müssen. Meine Mentorin im Studium zitierte häufig eine Bemerkung aus mittelalterlicher Quelle: „Wir sind Zwerge auf den Schultern von Riesen“.

Abschied nach 27 Jahren
Abschied nach 27 Jahren
Und nun ganz privat: Was sind deine Pläne für den Ruhestand? Viel Zeit für Kreatives?

Ja! Das ist wirklich ein weites Feld! Endlich wieder Zeit zum Lesen zu haben, mit Muße in die Welt zu gehen, zu fotografieren, zu zeichnen, zu gärtnern auch. Einfach sein und einfach machen, was gefällt. Verreisen, Museen und Ausstellungen besuchen. Und was ganz wichtig ist: mit lieben Freunden gesellig sein. Das wird alles wieder eine große Rolle spielen. Wir werden sehen! Ich freue mich darauf.

Vielen Dank, liebe Ursula, für deine langjährige Arbeit! Wir werden dich, deine Expertise und deine fröhliche Art vermissen!

Das Gespräch führte Britta Schwemke.

Fotos: Britta Schwemke

Goodbye Rubens! Drei Monate lang haben wir dem flämischen Meister und dem Barock im Norden eine Ausstellung gewidmet. Nun mussten wir Abschied nehmen. Dieser Film ermöglicht nachträglich einen atmosphärischen Blick in die Ausstellung.

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