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Kunst aus über 1000 Jahren
Die Sammlung des Diözesanmuseums

Willkommen im Diözesanmuseum Paderborn! Wir sind das älteste seiner Art im deutschsprachigen Raum – gegründet im Jahr 1853. Unsere Sammlung umfasst mit mittlerweile über 12.000 Exponaten einen großen Schatz an mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Kulturgeschichte Westfalens. Sie wird nach jeder Sonderausstellung mit neuen Schwerpunkten präsentiert und so hat auch unsere letztjährige Ausstellung „PETER PAUL RUBENS und der Barock im Norden“ deutliche Spuren hinterlassen. Zu sehen ist jetzt u.a. das aus Anlass der Rubensausstellung restaurierte Hochaltargemälde, welches der Antwerpener Künstler Antonius Willemssens nach Ende des Dreißigjährigen Krieges für den Paderborner Dom schuf. Um das charismatische Werk herum haben wir viele weitere unserer barocken Schätze versammelt – wie den großen Libori-Festaltar mit allerlei Tugenden und fliegenden Engeln, der 1736 aus Anlass des 900jährigen Jubiläums der Übertragung der Reliquien des Heiligen aus Le Mans nach Paderborn eigens für den Dom konzipiert wurde.

Auch die wechselvolle mittelalterliche Geschichte des Bistums und des Doms wird in zahlreichen Originalen in unserer Ausstellung lebendig: Der kostbare Tragaltar aus der Werkstatt des „Rogerus von Helmarshausen“ führt direkt in die welt-erschütternde Zeit des Investiturstreits des 11. Jahrhunderts, die Reliquienbüsten des Kaiserpaar Heinrich und Kunigunde bezeugt die Bedeutung Paderborns als Regierungszentrum des frühen und hohen Mittelalters und das berühmte Dreihasenfenster, welches einst den Kreuzgang des spätgotischen Paderborner Doms schmückte, können wir unseren Besucher*innen im Original präsentierten – im Domkreuzgang ist heute eine Kopie zu sehen.

Weit über die Region hinaus bekannt ist das Diözesanmuseum für seine bedeutende Sammlung mittelalterlicher Skulptur – allen voran ist die sog. Imad-Madonna (gestiftet zwischen 1051 und 1058) zu nennen, die zu den ältesten großfigurigen Darstellungen der thronenden Madonna in der abendländischen Kunst zählt. Auch in der Skulpturensammlung bleibt die Rubens-Ausstellung präsent – das Werk „Punto di Vista“ des Münchner Foto- und Videokünstlers Christoph Brech darf noch etwas länger in Paderborn verbleiben und spiegelt nun hier die alte Kunst in immer neuen Facetten.

Neben unserem besonderen Sammlungsschwerpunkt – dem mittelalterlichen Marienbild, zu dem wir bedeutende, eindrückliche aber auch anrührende Beispiele zeigen – haben wir schließlich eine eigene kleine Abteilung zur Passion Christi und zur mittelalterlichen Spiritualität zusammengestellt.

Seit 1975 beherbergt unser Museum auch den Schatz der Kathedrale von Paderborn, u.a. den Schrein des heiligen Liborius – ihn können Besucher*innen im Untergeschoss unseres Hauses in den erhaltenen Resten des originalen Palastes des Bischofs Meinwerk (975 – 1036) aus dem 11. Jahrhundert erleben.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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